März 20th, 2020

…und Bob Dylan wird 60. Trust Rückblick Teil 1 aus # 88, 2001

Posted in artikel by Jan

Die alten Säcke unter euch werden sich noch an dolfs quälende Drei-Ausgaben-Zusammenfassung der ersten 10 Jahre Trust erinnern, und weil wir ja nicht halb so beknackt sind, wie ihr sicher denkt, uns aber trotzdem prima selber feiern können, gibt’s anbei den ersten Teil des Rückblicks über die letzten 5 Jahre Trust, von Heft zu Heft, Leute, Bands, Themen, wozu auch immer das gut sein könnte.

Die 59 startete also im Herbt 96 und erst mal gab’s Motze von Patrick (Revolution Inside) über das in seinen Augen frauenfeindliche Cover der 58. Welch ein Start! Kolumnenmäßig erzählt Dolf von den Zehnjahresbesäufnissen, ich brabbel was von der Überflüssigkeit, Reviews zu schreiben / veröffentlichen, Fritz will, daß alle aktiv werden, whoah. Stories über Attention Rookies (Der große Kleiber interviewt gerne seine Freunde), Stereolab von Al, Mr Bungle von…. richtig, Stone war früh am Drücker, dann eine skurrile Abhandlung des Themas Schlagermusik wieder vom großen Kleiber, Peter Rupprecht bringt uns Compulsion näher, ich war offensichtlich bei Mr T Experience. Selbstlob stinkend verkünde ich, daß das eines der witzigeren Intis in meinem Leben war, dann auch noch über Frankfurts Noisehoffnung Gentle Veincut, Stone krallt sich die New Yorker 24-7-Spyz, Loddes hat die Satanic Surfers am Nagel, genau wie Bottom 12. Das Cover ist an sich unbeschreiblich, Mitch hat gewütet und irgendeine skurrile Spielfilmszene von ganz ganz früher genommen.

Ganz im Gegensatz zum 60’er Cover, zwar nicht exklusiv, aber dennoch ein Drooker, mit dem gibt es ein langes Gespräch durch Urte und Jobst. Es gibt auch mal wieder einen Leserbrief, diesmal von Fa. Fat Wreck, ganz witzig eigentlich. Kolumnenmäßig schlage ich vor, Giftmüll ins Schwarze Meer zu kippen, Fritz ist immer noch angewidert von der Untätigkeit von Lesern, Gesellschaft, Arbeitern…allen, Dolf nimmt den Paß von Fritz an und kotzt über’s System und daß es sich letztlich selbst schlagen werde. Eine brillante Kolumne zum Lübecker Brandanschlag von Bruder Max rundet ab, die die Ungereimheiten bei der polizeilichen Ermittlung herauszuarbeiten weiß. Gedichte von Z’el, und Kontaktanzeigen fürs Herz. Eine Idee, die uns dann das Plastic Bomb abguckte, aber bei denen auch nicht wirklich rund lief. Interviews mit Rhytm Pigs (Rainer Krispel), Till Geiger (Kleiber); Jawbox (Al), Oblivians (Alex), Ignite (Torsten), Glen Matlock (…Al, hat’s dich gewundert?), 10 Jahre wir sind die schicksten schönsten saufen am meisten und überhaupt Artikel von Dolf & mir und im Reviewteil fängt die große Aufholschlacht an. D.h. zu dem Zeitpunkt kamen wir einfach nicht mehr nach, es lagerten zig Monate Tonträger in Augsburg, was uns damals zu Recht vorgworfen wurde. Einige Ausgaben später war dann alles geregelt, aber die Leute werfen’s uns ja heute noch vor…gähn.

61: Die von Fritz geforderten 5000 Leserbriefe blieben leider aus, dafür übersetze ich in meiner Kolumne ne Geschichte von Aaron Cometbus, weil der eh viel besser als ich schreibt, Dolf schreibt darüber – alle mal festhalten – daß es nix zu sagen hat, Fritz ist frustriert, will sich aber keinen Zwängen aussetzen und ein freier Mensch sein, weist aber Seiten später auf die Gefährdung der Ohren durch laute Musik hin, Gedichte von Z’el…, Supergouge von Kleiber und mir, New Bomb Turks von Christoph ‘Arnold Loddes’ Lottes. Fritz dann mal wieder im Interspace schreibt über Perry Rhodan, und dann räumt Büsser zum Thema Moby ab, nennt den Artikel ‘Höhepunkte der blöden Punk / Techno-Debatte’, diagnostiziert an beiden Stilen Inhaltlosigkeit, fordert daher etwas Neues, was uns etwas mitteilt. Verdammt, ist seitdem nicht eingetroffen. Pansy Division von Stephan Siedler aus Berlin, Aeronauten von Joachim – dessen erstes Auftauchen im Heft – und mir, (um dann im Komm Küssen einige Jahre (?) später zu lesen, daß wir hinter der Zeit herhinken und überhaupt), Man or Astro-Fritz über völligen Sci-Fi-Blödsinn, Vision of Disorder von Stone, Torstens Konzertkolumne, die später noch für böse Vorwürfe sorgt, weil irgendjemand den Forellenhof in Salzgitter cooler findet als Torsten. Stone hatte dann die Bremer Saprize im Gespräch und so plätschert es dann zu Ende.

Die 62, Feb/März 97, präsentiert erst mal den blanken Arsch von einem von No redeeming social value auf’m Cover, dafür werden sie auch von Peter befragt, einige beeindruckende Fotos menschlicher Häßlichkeit runden ab. Fritz erkennt, daß der Computer gewinnt, prognostizert in ’30 Jahren mobile Netz-palm-tops’, sieh an, hat ja nicht mal 5 Jahre gedauert, Dolf stellt fest, daß Cola krank macht, stimmt, ohne Schnappes drin auf jeden Fall, ich schreibe über die besten Platten des letzten Jahres und dann geht’s los: Ratos de Porao (Al), Hip Young Things vs. Büsser, Quazimodo –Ketzernews (vielleicht mal zur Erläuterung, das war eigentlich ein eigenes, kleines Info-Zine mit 100% anti-kirchlichem Inhalt. Macher Bruder Max hat dann alle 2 Monate den größten Unfug der Kirchen für uns zusammengestellt), Social Distortion von Al und Andrea, seitdem gibt’s kaum jemanden mehr, der die Klasserockplatte von denen nicht hat, 6 Seiten werden dann No Means No von Stone in Szene gesetzt… in schöner Tradition kommen die Herren ja auf unseren Seiten zu Wort, 11 Toes haben da weniger Glück, nur einmal und zwar mit Jörgs Hilfe, Sven und Alex mit den Wüstensöhnen, ich über Slug und wie die normale Bandgeschichte verläuft, bei den Reviews als besonders hörenswert angepriesen Signs ov Chaos, Johnny Violent, Bad Brains, Angeschissen Reissue, Phantom Surfers, NRA und Faust (wow.).

Die Aprilausgabe 97, richtig, #63, kommt per Food not bombs Logo AUF’m Cover, ein Leserbrief (wow) und dazu nicht ganz so böse wie die, die sonst kommen, Fritz und Hasso haben gelebt und erlebt, Al wird 30, stellt fest, daß die Zukunft perspektivenlos ist und daher hat er seine Midlifecrisis Kolumne, Dolf weiß, daß die Menschen leider bei der Arbeit glücklicher als in der Freizeit sind, ich finde Liveplatten scheiße und erkläre dazu, Z’el war wieder poetisch unterwegs, Al und Andrea waren in Amsterdam kiffen, saufen und Toe to Toe wie auch Apt. 3G interviewen, Jobst und Urte in aller Breite über squatten in New York, Dackelblut (Jörg), Laika (Büsser), Saturns Flea Collar vom Stone, Food not bombs Erfinder Keith im Gespräch mit Stephan Siedler, Descendents von Al, wer hätte das gedacht?, Torstens Konzertkolumne über Shows, wo ich selbst gegen Bezahlung nicht hingehen würde, aber das ist eben norddeutsche Härte (Kiss, Gravity Kills / Skunk Anansie / Tool), die Plattenhörerabteilung empfiehlt Kick Joneses, Offspring, Kick Joneses, die Blue Blistering Barnacles, zum dritten Male die Kick Joneses und am Schluß noch ein Wort zum Sonntag von Stefan Kleiber über Rezension unter Berücksichtigung von Heavy Metal Bands aus dem schönen Weingarten, seiner Heimatstadt natürlich.

Die 64 im Anschluß bietet nicht nur Steakknife aufm Cover, sondern auch auf 7(!) Seiten drin, Kolumnentechnisch bin ich frustriert, Jobst ist emo-tional voll dabei, Dolf genervt, Frank mitteilsam und Fritz computermäßig auf dem Vormarsch. Stone dann über 2 Seiten, warum er verrückte Sänger nicht mag oder doch mag, Biafra Inti Teil 1 von Büsser, welches eigentlich mal in ganzer Länge von 2 New Yorker Telephonbüchern separat veröffentlicht werden sollte, weiß gar nicht, woran das jetzt nun wieder gescheitert war, Lightning Beat Man der verrückte Schweizer (von Alex), die erste Hang Ten Kolumne mit Online-Tips von Jörg, Andrea spricht und schmachtet mit Jon Spencer, Torstens Konzertkolumne kommt sauer, was wohl mit Besuchen von Billy Bragg und allgemeinen Verfallserscheinungen bei kleineren Konzerten zu erklären ist, Sophia-Feature von Angela Hollstein, glaube ihr erster Artikel im Heft, Slick von Büsser befragt, ich theoretisiere über den (Un-)Begriff Surfpunk, Integrity von XjobstX, Reiner Ott stellt den Indiepunk-Laden und dessen Leidensweg (Brandstiftung) vor, der erste Dr Cream Comicstrip taucht auf und wird uns fortan ohne genaueren Hinweis begleiten. Fette Empfehlungen werden nur Kurt, Guts Pie Earshot und Dinosaur Jr ausgesprochen, das zu den Reviews…

Nummer 65 (August / September 97): Fängt gleich mit einem langen Lesebrief von Christoph Marx aus Köln an, der eine kleine Diskussion zum Thema ‘Warum Trust und PopKomm Konzert’ initiiert. Ihr entsinnt euch? Kolumnen von Frank über seine Heimatstadt K-ruhe, mir fällt auf, daß ich kaum jüngere Leute kenne, Fritz erzählt von seiner Zeit als Multimediaredakteur bei nem Lifestylemagazin, Dolf über das, was so in seinem Leben in den letzten 2 Monaten passiert ist…. Jobst ärgert sich über Hardcore Unity Scheißgesichter, Andrea schreibt ihrer erste und bis dato einzige Kolumne über Frau/Mann Sachen. Das Pollergebnis wird präsentiert und siehe da, jeder Trustleser macht alles anders als der nächste. August-Konzert 97 wird angekündigt, But Alive Dackelblut NRA Kick Joneses, dann Superfan (Al), Melvins mit Jobst und Fragen über Katzen, Ketzernews von Bruder Max im Quazimodo, One foot in the grave, diese Rentnerpunkband aus E-land von Andrea, Biafra Part II (Büsser), Konzertkolumne (Torsten), Erdölexporte aus’m Tchad (von mir), Naked Lunch (Stone), TV Killers von Al, Youth Tribe / Bandit Jazz von Jörg, die Misfits saugen doch sagt Al (nachdem sie beim ersten Reuniongig doch supercool waren), kaufen sie Eversor, Lard, Oblivians und TV Killers schreien die Rezensenten.

im Herbst 97 gab’s erst mal ein Telephontastenfeld als Cover der # 66, da war die Deadline mal wieder eng. Dafür nörgelt Armin H. von X. aus N. zum Thema Trust und PopKomm, kolumnenmäßig lasse ich mich über diverse beuschte Festivals aus (was dann im nachhinein als ‘konsumieren’statt ‘erleben’ kritisiert wird, auch so eine Erbsenzählereischeiße) Frank findet Musik gut und Handys scheiße, Dolf rechtfertigt Trustkonzerte als Spaß für uns selber und nicht als Auflagenabsatzhilfe, Jobst rockt mit Oasis, analysiert ‘Szene’ und definiert Unterschiede zwischen den Teilnehmern an solcher, Stone war auf der Insel und hat Leute beobachtet und macht sich so seine Gedanken zur ETA, Fritz outet sich als AkteX-Gucker und USA-Verachter, keine schlechte Mischung, Z’el mit neuen Arbeiten, Bands?

Ja, auch, Torsten startet ein rundes Programm mit Mongrel Bitch, den bösen Frauen aus New York, Al spricht zu Millencolin, ich interviewe einen alten Freund und Diplombraumeister, pardon, PFLICHTARTIKEL; Kleiber über Gladbachs Another Problem und die Apocalyptica Cellisten, Samiam und Jobst das geht wie Jever und Schafskäse, Büsser über Betty Bitch, eines seiner eigenen Projekte, 5 Seiten Fanzines whoah, Howie mit Scumbucket, dann started Atta einen Comciaufklärungsveruch über Die 4. Dimension Inc. bzw. Inc. einen Comiczeichnerverbund und dessen Ausstellungen. Wir empfehlen Steakknife, Deus ex machina, At the drive in (1.LP!) und NRA.

67: 50er Jahre Vision der Zukunft auf leeren Highways in großen Schlitten…einen Leser stört es nicht, daß wir auf der popKomm das Konzert machen, will aber nie wieder Lemmy im Trust sehen. Wir erkennen, es wird eng für uns. Ersoffen wäre ich im Urlaub fast, darüber gibt’s natürlich gleich ne Kolumne, Frank war 7 Wochen lang in einem kleinen Club in K-ruhe, der dann geschlossen wurde wg. Abriß, Stone sieht ärgerlich auf Befreiungskämpfe unterdrückter Nationen und fordert den Internationalisten. Jobst hingegen wunderts sich über die Geschlechtsspezifizierungen der deutschen Sprache, Dolf will gefälligst beim Fahrradfahren nicht von Bullen angehalten werden und das war’s auch schom damit.

Jörg stellt Kerosene 454 vor, Howie Campary Records, vielleicht auch deshalb, weil da Inferno Platten rauskamen??? Marc Hartmanns erster Beitrag im Trust über Painted Thin aus Kanada und wie Jungs sehr ‘aware’sind (von ihm gab’s später das Pandoras Box Zine), dann wird’s doch wieder etwas platter mit Euroboy (von Al), der Chart-knack-attacke von Turbongero und Gluecifer, die glücklicherweise nie richtig klappte, Konzertkolume ist wieder da, Torsten war bei Loxiran aber auch bei marilyn manson und sogar kmfdm, um dann bei neurosis richtig ins ablästern ob der mit ihm anwesenden kommt. Iron Monkey sind laut Stone an just jenem Tag die heaviest Band in the world, die Chaos Z Nachkommen Fliehende Stürme werden von Kleiber befragt und äußern sich auch zu solch großen Magazinen wie dem ‘Slam’- aber lassen wir das…

…kostengünstig per email stellt Torsten Hankshaw, die weichste Emo Band seit Lenor, ins Rampenlicht, Jobst lang, breit gelayoutet, mit Bluetip. Hazeldine (Büsser), 6 Seiten Cramps richtig spannend und gut von Al, in den Fanzinereviews dekonstruiert Atta das Fanzine-Magisterarbeitenbuch im Dreieckverlag aufs lusteligste, Streit aus Lübeck waren die glaube ich werden von Kleiber befragt… hören sie doch bitte 88 finger louie, rat patrol, candysuck, dackelblut und dawnbreed vermeldet die Reviewfront. Schön dicke Hose auf’m Backcover, Eigenwerbung zwecks Konzert in Frankfurt mit Steakknife, Kick Joneses und Devil in Mrs. Jones.

Die 68 ist aus einigen Gründen schwer unterhaltsam: Da gibt’s Zaphods Rückseitencomic, was mich doch eine Zeit lang lachend beschäftigte, und ein volles Brett Leserbriefe zum Thema PopKomm und das Trust. Es ist jetzt problematisch, das alles in 2 Zeilen zu beschränken, aber die Nummer ist ja noch erhältlich… wenn ich jetzt aber nichts darüber schreibe, heißt es gleich wieder, das Thema würde totgeschwiegen. Es ist die ewige Auseinandersetzung um ‘wer macht’s korrekter’ und da ist bei ‘nem Konzertabend auf ner Musikmesse für ein Zine, das es veranstaltet, sicherlich nix zu holen.
In den Kolumnen stellt uns Jobst einen soziologischen Fachtext zum Thema Toleranz vor, ich war bei den Amis und konnt’s mal wieder nicht glauben was da so geht, Jörg will ein T-Shirt mit sich selbst und Che beim Bruderkuß, Frank hat Weihnachten alkoholfreies Bier getrunken und C64 gespielt, Fritz steigt aus und verabschiedet sich und Hasso, Stone reflektiert, hey, es geht nicht so einfach, seine Kolumnen in 5 Worte zusammenzufassen , zumindest kann ich das nicht…

Dolf über Zahlungsunzulänglichkeiten bei Kunden des Trust-Konzerns, Orgasmen und Überbevölkerung, mon ami, welch Mischung. Urtes World Inferno Friendhsip Society Cover deutet die mondäne Eleganz der Band an, die von Jobst befragt wurden. Straight forward dagegen die Baffdecks (Frank) und der sehnenscheidenentzündungsartikel, ein 4-teiler über Aids-Verschwörungstheorien, original aus’m MRR, übersetzt von mir und mit zusätzlichem Kommentar vom Fachmann versehen. Glaubt mir, die New York City Blood Bank ist der Hort allen Übels! Kai hingegen sieht’s positiver und schreibt über erotische Musik, Torsten läßt die interessant-mystischen Rasenden Leichenbeschauer zu Wort kommen, und die haben viel (7S.) zu sagen.

Peter kurz aber heftig, schon fast gleichnishaft, über Esel aus Kassel. Ein neues Jungstalent, Sebastian Unsinn (der wirklich so heißt), wurde aquiriert und spricht mit Alec Empire, zünd’ die Bullenwach an! (usw usf.). Loddes schreibt über Radio Z in Nürnberg, was ja auch nahe liegt, legt er dort doch selber auf, Andrea läßt das letzte Redaktionstrinken Revue passieren, Musik zum Kaufen: Today is the day, Bracket, No-Talents, Teen Idols, Brownring sagen die Testhörer.

Die 69 im April 98 bietet ein Hurricane Warnungsschild aus dem Südstaatenurlaub auf’m Cover, wir betteln auf der Suche nach potentiellen Photographen, Jörg findet Parties gut aber auch scheiße, ich frage mich, wer ‚Freund‘ ist und warum kaum einer seinen Kasten sauber halten kann, das Showtalent Sebastian Unsinn provoziert all die, die sich provozieren lassen wollen, Stone resümiert die Diskussionen bez. dem was wir als Trust tun, und warum alle wollen, daß der Underground ein kleines Dorf bleibt, obwohl sie Revolutionen fordern, Dolf ärgert die Engstirningkeit in just jenem kleinen, gallischen Dorf und läßt sich über einen religiösen Fundi aus, in den News auch ein Nachruf an den sicher noch vielen wohlbekannten Christoph Marx aus Köln.

Bandmäßig 100% gallisches Dorf mit Valentine Six (Jobst), Candysuck (Torsten), nur noch 30% gallisches Dorf mit Panacea (Sebastian U.), entweder 100% oder 0% : Teil 2 der AIDS Conspiracy Reihe, damals noch 40%, heute 20% mit Stella(Büsser), das erste Auftauchen von Hot Water Music in D-lands größeren Gallierdorf-Periodika von…richtig. Torsten, Anja und ich erklären euch Haushaltstips, Jörg und Hang Ten, Upfront (100% auf der Haudraufundschluß-Wertung) von Torsten, Kleiber und sein legendäres Jimmy Carl Black Inti, der Typ war Backupmusiker bei Zappa und da, liebe Freunde, machen wir uns nix vor; Das gab’s in keinem anderen Heft!! Soulfly (Jobst) hingegen schon, Howie schwört in den Reviews auf Zoinks, Wolfpack, Carry the day und Bam Bams und Untergangskommando und Graue Zellen und und, sonst wird Refused und Superfan unser besonderes Hörervertrauen ausgesprochen.

Nummero 70 knallt per Peka – Comiccover auf den Tresen, Stone erzählt uns von den Momenten, da er gerne zu seinem Kumpel Horst mein,‘das ist ein Leben, was Horst‘, außerdem versucht er mit Ganzseiten-fake zu erklären, warum es bei uns keine CD gibt, aber bei fast allen anderen.. Jörg über Credibility in der Musikbranche, Dolf stellt fest, daß Dave von MDC schon 15 Jahre früher wußte, was Sache ist, ich kotze über Make-Up, Jobst war auf Tour und traf in Polen auf ne Menge Faschos brrr, Sebastian Unsinn schreibt kurzen Unfug mit Wortverdreherspielchen, verdammich schon wieder Nachruf diesmal Tim Yo vom MRR, das vierzigste The Ex Interview, diesmal von Stone, Torstens Illustrator-Reihe startet mit Limbert Fabian, AIDS Conspi Teil 3, Dropkick Murphys dürfen auch die deutsche Fanzinelandschaft seitens Als Unterstützung betreten, Flying Luttenbachers dank Torsten, auch wenn diese sie bald wieder verlassen haben, Stephan Siedler zeigt Fotos / Szenen aus Kurdistan, 5 Seiten Rock will sagen Hellacopters von Fatman Schulha, Torsten featured Calvin and Hobbes Zeichner Watterson, Büsser schreibt einen echten Feuilleton Nachruf auf Tom Cora, ihr enstinnt euch vielleicht, der Cellist, der mit Ex zusammenarbeitete. Auf dem Rückcover SAUPIRSCH, ein kleines Ferkel in Großaufnahme, einer der Mitch-Momente in der Geschichte des Hefts- unvergessen.

71: Von Hardcore-riots im Orkan über Oldenburg weiß Jörg zu berichten, Dolf hat keine Zeit, Jobst findet’s blöd, daß Leute beim Älterwerden Teil des Systems werden, Stone vor allem, wie das mit Besitz und so weiter läuft, mir geht die Scheißphrase ‚Hinterfragen‘ auf den Sack, Z’el mal wieder mit neuen Arbeiten im Rennen, Rantanplan (ich und Al), Illustratoren 2 mit Jordin Isip (Torsten), Looney Tunes (von mir), Skatecontests (Hannover vs. Bremen) von Jörg und mir, 5S Mike Watt mit Rauschebart von Stone mit Rauschemähne, Weniger Haare, härter geschnitten von Logical Nonsense (Torsten), 6 S. Kozik Jahre zu spät aber immerhin (Al & Andrea), Klinsmen von Howie mit neuem Titel ‚Howie B. Hlava‘.

Auflösung AIDS-conspiracy von mir (Interessant: Im mir hier vorliegenden Lexikon der Verschwörungstheorien wird nur ein Minuskel der erwähnten AIDS Stories überhaupt erwähnt, so geheim sind die Infos, die wir euch präsentieren konnten J), Tito und Tarantula von Andrea und Al, ich sage euch, wie man beim Eurowechsel reich wird (Flaschenpfand!), Stunde X Reunion, da durfte Al nicht fehlen, auf der Rückseite Torstens und meine kleine Antwort aufs Plot-Trust-Verarschecover. (wobei Al heute noch stolz ist auf den slogan ‚gute Musik nach 87, geht noch was?‘, die ihm das Plot andichtete, an dieser Stelle also ein Prost nach Nagold).

Aporopos Cover: Auf der 72 Attas Trust-comic-cover-gesamtkunstwerk zum Mitraten, abgebildet sind Kleiber, Dolf, Stone, Al, Jörg, Loddes, Kai, Jobst, ich und noch einige andere mehr… Waldorf, Stadtler, Moses (der mußte jetzt aber sein!), und Dolf ist nach Bremen gezogen d.h. das Trust wohnt jetzt in Bremen. Stone wohnt schon dort und hat zahlreiche Bedürfnisse, von denen er dieses Heft berichtet, mich kotzt Verlogenheit in der ‚Scene‘ an, Jörg schreibt dankenswerter Weise eine Kolumne über Fussball, Killout Trash (Torsten), eine lange Konzertkolumne von Sebastian Wiedemann (nicht Unsinn – Verwechslungsgefahr), Sepultura von Chef-banger Jobst, Guts Pie Earshot noch kurz von Annekes Transfer nach Gran Canaria, Scott Sinclair Story (Torsten), Female Trouble von ‚Diani, Torsti und Kiri‘ – der einzige Artikel dieses mir unbekannten Trios. Coalesce (Torsten), Bob Mould (Stone), Headcrash (!) (Peter), Sebastian Unsinn noch dabei mit Anarchist Academy (die schon auf dem vorherigen Cover angedroht wurden, well), Stone war bei Rockbitch und ist am Theoretisieren, die Rache kommt schnell und schon in der nächsten Ausgabe… besondere Platten sollen Most secret method, don caballero, hot water music und funeral oration gemacht haben und aus!

Die 73 sorgte für – in unserem beschränkten Rahmen – immerhin ein wenig Diskussionsstoff. Das lag sicher nicht an Avail auf’m Cover, auch wenn der Drucker das irgendwie verbockt hat, dann immerhin eine Seite Leserbriefe, Stone erzählt frei assoziierend aus seiner Badewanne, Attas erste und einzige Kolumne zum Thema Gender bzw wie cool sie ist und alle anderen nicht, Dolf über dies und jenes und den Umzug und keine Kolumne, ich mal wieder –wow Innovationspreis – über Ehrlichkeit vs Rockstartum, dann der Stein des Anstoßes, Büssers Artikel ‘Punk 2000’, in dem er eben die Relevanz des Musik wie auch der Subkultur zwischen Vergangenheit und Gegenwart abklopft.

Torsten spricht mit Saint James Infirmary, die konnten’s nicht ertragen, ham sich gleich danach aufgelöst. Atta und Jörg waren bei der Vans Warped Tour und liefern ein munteres Hörspiel über die unglaublichen Vorfälle, ziemlich witzig, also gar nicht Trust-style yeah! Wenn eine Band Pendikel heißt, dann kann ja nur Stone über sie schreiben, Clairmel (Torsten), Swinging Utters (Sebastian), Das Klown (Torsten) folgen. Marco Schulze (aus Münster?) liefert seinen Erstling ab und zeigt uns Avail als garndios rockende Volldeppen, ein brillantes Interview…

Dolf hat irgendwo her einen Packen Streetwear abgezogen und will’s verschenken, Vaccination Label Special von Stoner I, die schicken Melt Banana (Torsten) und die bösen Rancid (Al & Andrea) folgen… der Reviewteil regt zum Kaufen von Scumbucket, Mars Moles, Randy, At the drive in (2.LP, nachdem die 1. bereits auch schon mit einem Kasten versehen war basta!) und Cellophane Suckers an. Ah dann noch kleines Trust konzert in Frankfurt mit Hammerhai und Hurricane Mitch Experience…

und das nächste Mal der Rest bis vorgestern…. daniel.

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