Juni 15th, 2020

THE HOLD STEADY aus #171, 2015

Posted in artikel by Jan

Boys & Girls in America – Die Hold Steady Story

Ein wunderschönes Mädchen, ein Drogendealer auf der Flucht und eine Skinhead Gang, die auf Rache sinnt. Dies sind kurz zusammengefasst die Charaktere und ihre Geschichten, welche über mehrere Alben von The Hold Steady immer wieder auftauchen. Und die gleichzeitig The Hold Steady zu einer der aktuell lyrisch interessantesten Bands macht. Zunächst ergibt sich beim Hören der Alben nur ein leiser Verdacht. Immer wieder tauchen gleiche oder ähnliche Namen und Phrasen auf, von einem Mädchen namens Holly, dem Skinhead Gideon und des Drogendealers Charlemagne.

Erst langsam und Stück für Stück kristallisiert sich eine zusammenhängende Geschichte heraus, welche an dieser Stelle aufgearbeitet und beschrieben werden soll. Wer sich die Mühe macht und verschiedene Lieder in die richtige Reinfolge bringt, wird Zeuge eines großen Dramas, biblischen Ausmaßes. Mord, Drogen, Liebe, Hoffnung, Erlösung, Vergebung und Wiederauferstehung sind die großen Themen im The Hold Steady Kosmos und machen die Band zu der wichtigsten der Jetztzeit. Wahrscheinlich sind The Hold Steady sogar die einzige Band, die über ein eigenes Wikipedia verfügt, welches bei der Erstellung dieses Textes eine große Hilfe war. Mit diesem Artikel habe ich den Versuch gestartet die allumfassende Geschichte, anhand von beispielhaften Textzeilen zu erzählen. Ich gehe hierbei Albumweise vor, erzähle die Geschichte also nicht in der Reinfolge der Ereignisse, sondern beschreibe die Lieder von Album zum Album.

Im Jahr 2000 zog Craig Finn, Sänger und Texter von The Hold Steady, von seiner Heimatstadt Minnesota (in der auch die meisten Songs spielen) nach New York. Seine Rock Star Träume hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits begraben. Er war Anfang dreißig, verheiratet und verdiente sein Geld mit einem 9 to 5 Bürojob.

Seine vor Kurzem aufgelöste Band „Lifter Puller“ hatte es zwar zur lokalen und regionalen Bekanntheit gebracht, aber es war abzusehen, dass der Ernst des Lebens die Bandmitglieder sehr bald einholen würde und die Entscheidung zwischen einer Indie Rock Band oder einem soliden Leben, mit sicherem Job, zu ungunsten der Band ausfallen würde. Wenige Monate nach Craig Finns Umzug nach New York folgte ihm sein alter Bandkollege und Gitarrist Tad Kubler.

Die Entstehungsgeschichte von „The Hold Steady“ ist nicht genau dokumentiert. Die wohl wahrscheinlichste und gleichzeitig auch schönste, da passende Geschichte besagt, dass Finn und Kubler eines Abends gemeinsam „The Last Waltz“ von „The Band“ auf DVD gesehen haben und feststellten, dass es solch klassische Rock n Roll Bands nicht mehr gibt. New York war zu diesem Zeitpunkt das Epizentrum eines neuen Indie Rock Booms mit Bands wie „The Strokes“, „Interpol“ oder „Yeah Yeah Yeahs“. Finn und Kubler beschlossen in dieser Nacht wieder eine Band zu gründen.

„The Hold Steady“ setzten eine Tradition amerikanischer Musik fort. Während „The Band“ Folk, Rock n Roll, Country und Blues zu einen ganz eigenen Sound mischten, vereinen „The Hold Steady“ das Beste aus Classic-Rock, Indie-Rock, Punk und beziehen sich vor allem textlich immer wieder auf ihre Hardcore Vergangenheit. „The Hold Steady“ klingen wie eine „E-Street Band“, die „Hüsker Dü“ Songs in einer Garage covert.

Tad Kubler kann durchaus als musikalischer Kopf der Band bezeichnet werden. Seine musikalische Sozialisation ist in den frühen 70iger Jahren begründet, mit Bands wie „AC/DC“, „Kiss“, „Cheap Trick“ und „Thin Lizzy“. Dem gegenüber stehen die Texte von Craig Finn, der deutlich punkorientierter aufwuchs. „Youth of Today“, „The (early) 7 Seconds“,“ Hüsker Dü“, „Shelter“ und „Dillinger Four“ werden unter anderem in seinen Texten entweder namentlich genannt oder zitiert. Aber auch viele Zitate von Classic / Bar Band Rock Bands, wie „Meat Loaf“ oder Bruce Springsteen finden sich in seinen Texten wieder. Craig Finns Lyrics sind nicht einfach nette Geschichten, die er zu einer netten Musik geschrieben hat, er hat mittlerweile ein ganzes Universum von immer wiederkehrenden Orten, Charakteren, Floskeln und einer schier unendlichen Menge an popkulturellen Verweisen geschaffen. Auf einige der Zusammenhänge und Personen gehe ich im Folgenden ein.

Craig Finn beschreibt die Bandgründung im ersten Song auf dem Debüt „Almost Killed me“, von 2004 recht simpel. „I got bored when I didn’t have a band. And so I started a band, man. We gotta start it with a positive Jam”. (Positive Jam)

ALMOST KILLED ME
“Almost killed me” ist in vielerlei Hinsicht ein typisches Debüt Album. Es ist rau, ungestüm und wild. Es weiß, wo es hingehen will, ohne die Genialität späterer Werke zu erreichen. Gerade durch diese gewisse Unperfektheit ist „Almost Killed Me“ so unwiderstehlich. Auf dem Album werden bereits die wichtigsten Charaktere eingeführt, die den Hörer über die nächsten Alben, manche sogar bis heute, begleiten werden. Hinzu gesellen sich immer wieder autobiografische Lieder von Craig Finn.

Direkt nach dem ersten Song „Positive Jam“, folgt „The Swish“, ein Lied mit einer Unmenge an popkulturelle Referenzen an „The Band“, „Black Flag“, „Misfits“, „Journey“, „The Scandal“, „Rush“, Hollywood Schauspieler_innen und Drogenmissbrauch. Viel wichtiger in diesem Song ist allerdings der Textbaustein, „our savior“, der immer wieder in unterschiedliche Situationen auftauchen wird. Wer der „Erlöser“ ist, ist immer unterschiedlich. Manchmal handelt es sich tatsächlich um Jesus, aber in den meisten Fällen ist damit ein Drogendealer gemeint, in manchen Situationen auch ein Liebhaber. Am Ende stellt sich raus, es sind wir selber. Jeder für sich. Dies gilt sowohl für die Charaktere in den Liedern, als auch an die Hörer gerichtet.

„Barfruit Blues“ ist der vielleicht wichtigste Song auf „Almost Killed Me“, denn er führt die baldige Hauptfigur „Hallelujah“, genannt Holly mit den Worten: „She‘s a damn good dancer“ in die Szene ein. Holly ist ein 17jähriges Mädchen, welches von ihren Eltern streng katholisch erzogen wurde. Gleichzeitig treibt Craig Finn in diesem Song auch die Glorifizierung der eigenen Bandgründung nach vorne. Im Refrain singt er „It’s good to see you back in a Bar Band, Baby. I said it’s great to see you are still in the Bars”. Auch die “clever Kids” kommt zum ersten Mal in einem Song vor. Holly sagt: “Theses clever kids killing me, for one they ain’t that clever. Number Two, it really sucks when you get stuck here with these trevors. This was supposed to be a party.” Die “clever kids” sind also die „Anderen“, die wohlbehüteten und (aus-)gebildeten jungen Leute, die irgendwann Karriere machen. Dem gegenüber stehen unsere „Helden“; Skater, Barkeeper, Indie Kids, Hoodrats, Skins und Drogendealer.

Am Ende des Textes manifestiert Craig Finn nochmal die Eckpunkte in denen sich „The Hold Steady“ zukünftig bewegen werden: „Half the crowed is calling out for Born to Run and the other half is calling out for Born to Lose. Baby, We were Born to Choose.”

Bei “Born to Run” handelt es sich um den Bruce Springsteen Song. Es ist davon auszugehen, dass mit “Born to Lose” das Johnny Thunder Lied gemeint ist. Der Reim auf „choose“ impliziert bereits auf dem ersten Album, worum es auf den nächsten Alben immer wieder und immer deutlicher gehen wird. Finn stößt seine Charaktere immerfort in Situationen, in denen sie sich entscheiden müssen. Unsere Umwelteinflüsse können wir nicht beeinflussen, aber wie wir darauf reagieren sehr wohl.

In „Knuckles“ wird dem Hörer „Gideon“ vorgestellt. Ein junger Skinhead, der vor allem durch identische Tattoos innerhalb seiner Gang, den Cityscape Skins, auffällt, die mit Chrystal Meth dealen. Gideon wird zusammen mit Holly und Charlemagne die Hauptcharaktere im „The Hold Steady“ Universum sein.
Später erfahren wir im Lied „Sweet Payne“ dass Gideon in Bay City, Michigan gelebt, und bei Michelin gearbeitet hat, dort aber Probleme mit anderen Drogendealern bekam und die Stadt verlassen musste. In diesem Song wird der kleine Drogendealer Charlemagne von Gideons Gang fast mit Motorradketten totgeschlagen. Den Grund erfahren wir leider nur auf der B-Seite „You gotta dance“. Charlemagne musste Drogen das Klo runterspülen, um der Polizei zu entkommen. Die Cityscape Skins wollen nun ihr Geld. „He had the pigs at the door, he put the drugs down the drain. He’s gonna have to come up with seven grand some other way.”

Das letzte Lied auf dem Album, „Killer Parties“, schließt direkt an den Geschehnissen von „Sweet Payne“ an. Charlemagne macht sich nach Ybor City auf, um sich vor den Cityscape Skins zu verstecken. Holly wird von einem Unbekannten gesagt, sie solle Fragen nach Charlemagne ausweichen: „If they ask about Charlemagne, be polite and say something vague, like another lover lost to the restaurant raids“. Hier beginnt die Geschichte erst richtig und wird auf dem zweiten Album „Separation Sunday“ weiter erzählt und erklärt.

SEPARATION SUNDAY
Auf Separation Sunday wird die Geschichte von Holly, Charlemagne und Gideon manifestiert. Das zweite Album von „The Hold Steady“ kann als Konzeptalbum bezeichnet werden. Es handelt ausschließlich von Holly und ihren Erlebnissen. Wir erfahren von ihren ersten Drogenberührungen, über ihre Liebschaften und schließlich, wie es zu ihrer „Wiederauferstehung“ kam. Natürlich wäre es einfacher, wenn die Lieder in der Reihenfolge der Geschehnisse aufgereiht wären. Dem ist nicht so. Manche der Geschichten spielen vor den Ereignissen auf „Almost killed me“, andere Ereignisse liegen in der Zukunft und werden auf den folgenden Alben erst aufgegriffen oder erklärt. Nur wenige Geschichten passieren wirklich in der Gegenwart.

Wir wissen das Holly eine sehr hübsche 17jährige gläubige Christin ist, die gut tanzen kann, sich aber mit den falschen Leuten (Gideon, Charlemagne) einlässt und in einem Strudel aus Drogen, falschen Freunden und eventuell sogar Prostitution strauchelt. Infolgedessen ist sie hin und her gerissen, zwischen ihrem Glauben und den Drang nach mehr Drogen und Partys.

Zunächst ein Rückblick: In „Banging Camp“ kommt Holly zum ersten Mal mit harten Drogen, (Nitrous Oxide) während eines Aufenthalts in einem christlichen Sommercamp, auf dem sie fast an eine Überdosis stirbt und später getauft wird, in Kontakt. Die Taufe symbolisiert Hollys erste Wiederauferstehung. Eine zweite folgt am Ende des Albums.

Im Eröffnungssong „Hornets Hornets“ erfahren wir noch mehr über Holly. Sie schläft mit einigen Skatern und ist im Besitz von „Bones Brigade“ Videos. Außerdem hat sie noch ein paar Hundert Dollar und ein Typ hat die Telefonnummer von einem Dealer. (She had a couple hundred bucks. And he had nothing but the number). In diesem Lied prostituiert sich Holly zum ersten Mal: “She said: I won’t be much for conversation. If we go and do the rest of this”. Oder auch: “I’ve never really done that much of this, … I have to concentrate when we kiss”.

Bei der als “Your little Hoodrat Friend” bezeichneten, dürfte es sich um Holly handeln. Holly ist zu diesem Zeitpunkt bereits drogenabhängig, aber muss sich noch nicht dafür prostituieren. (I am not gonna do anything sexual with you). In der letzten und wichtigen Strophe gibt es zwei Ebenen. In der ersten unterhält sich Charlemagne mit Gideon und erklärt ihm, dass er nicht mit Holly geschlafen hat: „I’ve never been with your little hoodrat friend. What makes you think I’m getting with your little hoodrat friend“. Sowohl Gideon, als auch Charlemagne sind verliebt in Holly und streiten sich wegen ihr. Später wird Charlemagne von der Polizei angehalten, die Drogen in seinen Socken finden und ihn daraufhin verhaften. „They found it in my socks and I got probed“. Die zweite Ebene ist ebenso interessant, weil Holly inzwischen von “ihrer” Szene spricht. Sie ist also Teil von etwas geworden. „She said: City Center used to be the center of our scene”.

“Charlemagne in Sweatpants” geht in der ersten Strophe etwas näher auf Charlemagne ein. „When he’s holding, then the streetlamps, they seem an awful lot like spotlights. Yeah, sometimes Charlemagne gets uptight”. Charlemagne ist nervös, fast schon paranoid wenn er Drogen bei sich hat. Später erfahren wir noch, dass er ein paar Drogen in seinen Socken versteckt hat. (vgl. Your little Hoodrat Friend)
In der Zwischenzeit sollte Holly bei der CCD (Confraternity of Christian Doctrine) sein. Doch statt mit den Kirchen-Kids abzuhängen, vertreibt Holly sich lieber die Zeit auf den Partys und nimmt Drogen. Sie und Charlemagne tanzen zu den Liedern „Been Cought Stealing“ und „Dancing on the Ceiling“. Bevor die wichtige Zeile kommt, mit der Craig Finn, sowohl Sepearation Sunday, als auch das zwei Jahre später erscheinende Album “Stay Positive” zusammenfasst. „Do you want me to tell it like it’s boy meets girl and the rest is history? Or do you want it like a murder mystery. I’m gonna tell it like a comeback story.” Sepearation Sunday ist die Comeback Story, wie wir im weiteren Verlauf des Albums erfahren werden. Auf „Stay Positive“ wird die Geschichte dann aus einer anderen Sicht erzählt.

„Don’t let me explode“ greift die Geschehnisse von „Sweet Payne“ und „Killer Parties“ auf (vgl. Almost Killed Me). Gideon ist mit Holly zusammen und er will mit ihr die Stadt verlassen. Jedoch glaubt Holly nicht daran, dass sie es schaffen werden. Später fragt Gideon Holly: „What happend to Charlemagne”? Holly erinnert sich an die Bitte, die ihr vorgetragen wurde (vgl. Killer Parties) “She just smiled all polite like and said something vague. She said: Charlemagne got caught up in some complicated things”. Sie schützt ihn, weil sie ihn nicht nur als Drogendealer, sondern gleichermaßen als Erlöser ansieht, obwohl sie bereits mit Gideon zusammen ist, der offensichtlich (noch) nichts von Charlemagnes Schulden weiß.
In “Chicago seems tired last night”, erfahren wir einen weiteren wichtigen Aspekt, der erst auf einem späteren Album (Stay Positive) Sinn ergeben wird. Charlemagne ist in den Augen von Holly nicht nur der Dealer, sondern ein Jesus gleicher Erlöser. Beide sind zusammen auf eine Party und Holly küsst Charlemagne, wie einst Judas Jesus küsste, der ihn so an die Römer verriet. Der Erzähler dieser Geschichte (ein Mädchen namens Sapphire?) ahnt darauf, wie das Ende aussehen wird. (“Yeah, when Judas went up and kissed him. I almost got sick. I guess I knew what was coming”.) Holly begeht Verrat an Charlemagne, zu Gunsten von Gideon und seiner Gang, den Cityscape Skins, bei denen Charlemagne noch immer Schulden hat. Ein Drama mit biblischem Ausmaß wird hier kreiert.

“Stevie Nix”, “Crucifixion Cruise” und “How a Resurrection really feels” bilden nicht nur den Abschluss des Albums, sondern der gesamten Geschichte, selbst wenn auf den nächsten Alben noch weitere Kapitel hinzugefügt werden. Diese spielen dann aber vor diesen drei Liedern. In „Stevie Nix“ wird das Trauma von Holly noch mal auf den Punkt gebracht: „She got screwed up by relegion, she got screwed by soccer players, she got high for the first time at the camps down by the banks of the Mississippi River. Lord, to be 17teen forever.” Aber ihr Leben hat sich geändert. „And she got confused about the truth. And she came to in a confession. She got high for the last time in the camps down by the bands of the river. Lord, to be 33 forever.” Jesus starb mit 33 Jahren, außerdem war Craig Finn zum Zeitpunkt der Albumveröffentlichung ebenfalls 33 Jahre alt. Mit 17 Jahren wurde Holly zum ersten Mal auf den Partys gesehen. Nun ist sie nach all den Jahren der Irrungen und Verwirrungen zurück.

Die beiden letzten Lieder auf Separation Sunday sind im Prinzip ein Song. „Crucifixion Cruise“, kann als Intro zu „How a resurrection really feels“ gelten.

“Hallelujah came to in a confession both, infested with infection. And smiling on an abscessed tooth”. Hallelujah ist gebrochen, aber wieder clean und flüchtet sich dahin zurück, von wo sie aufgebrochen ist, aber sie hat schon längst ihren Glauben verloren. „She said: Lord, what do you recommend? To a real sweet girl, who’s made some not sweet friends”?

Musikalisch ist der Song sehr ruhig und nur von einer Kirchenorgel durchzogen. Craig Finn spricht mehr als dass er singt. „Crucifixion Cruise“ geht nahtlos über in „How a resurrection really feels“. „Resurrection“ ist musikalisch ein heller Rock Song mit einem schönen Riff, und startet mit der Zeile: „Her parents named her Hallelujah. The kids they call her Holly. … She’s been stranded at these parties. These parties they start lovely but they get druggy and they get ugly and they get bloody”. Zunächst war es nur Spaß, aber dann kamen immer mehr Drogen und zum Schluss wurde es buchstäblich auch noch blutig. Darüber erfahren wir später mehr.

Mitten in der Ostermesse betritt Hallelujah die Kirche, sie sieht aus wie ein Junkie und fragt „Father can I tell your congregation how a resurrection really feels“? Sie ist zwar noch von den Ereignissen gezeichnet, aber nach Jahren wieder zurück. (She’s been disappeared for years). „She spent half last winter just trying to get paid from some guy she’d originally thought to be her savior“. Hier wird die Floskel aus “The Swish” (vgl. Almost killed me) wieder aufgegriffen. Holly dachte Charlemagne wäre ihr Erlöser. In „Charlemagne in Sweatpants“ wird die Beziehung zwischen Holly und ihm deutlich. Es ist sogar davon auszugehen, dass Holly für Charlemagne anschaffen gegangen ist, aber er hat ihr das Geld nicht gegeben, denn Charlemagne hat noch immer Schulden bei den Skins rund um Gideon. Ist dies der Grund für Hollys Judaskuss? (vgl. Chigaco seems tired last night)

Mit 17 Jahren nimmt Holly zum ersten Mal Drogen. Mit 33 Jahren ist sie wieder zurück. Es ist Hollys zweite Wiederauferstehung. Was bis dahin noch alles passierte, erfahren wir auf den nächsten beiden Alben: „Boys and Girls in America“ und „Stay Positive“.

BOYS & GIRLS IN AMERICA
Das dritte Album „Boys & Girls in America“ erschien ein Jahr später und stellt in mehrerer Hinsicht eine Veränderung da. Zu einem entfernten sich The Hold Steady immer mehr vom rauen Bar Band Sound, hin zu einem mehr stadionkompatiblen Sound. Außerdem singt Craig Finn zum ersten Mal mehr, als das er spricht bzw. seine Texte rausschreit. Und zu guter Letzt erfahren wir auf dem Album wenig bis gar nichts über unsere Helden der ersten beiden Alben. Trotzdem (oder gerade deswegen?) gilt es für viele als das beste Hold Steady Album.

Das Album wird mit den Zeilen „There are nights when I think that Sal Paradise was right“, eröffnet. Sal Paradise ist der Erzähler aus dem Kerouac Roman “On the road”. Dieser wird in der nächsten Zeile auch gleich zitiert. „Boys and Girls in America – They have such a sad time together”. Eine Thematik die sich in The Hold Steady Liedern wie ein roter Faden durch die Geschichten zieht.

Im weiteren Verlauf begegnet uns evtl. Holly wieder. „She was a really cool kisser and she wasn’t all that strict of a Christian“. Wir erinnern uns, Holly war eine gläubige Katholiken, die ihren Glauben im Laufe der Zeit aber gegen Drogen und Partys eingetauscht hat. „She was a damn good dancer, but she wasn’t all that great of a girlfriend“. Diese Beschreibung passt zu Hollys Verhalten. Später wird im Song noch der Selbstmord von John Berryman thematisiert, wie Kerouac ebenfalls Autor mit einem Hang zum Alkohol und Partys.

„Chips Ahoy“ ist ein Pferd. Viel wichtiger ist aber das Charlemagne wieder auftaucht, mit einem Mädchen namens Sapphire. Dieser Zusammenhang ergibt sich allerdings erst nachdem „Stay Positive“ veröffentlicht wurde. Sapphire hat die Gabe ein paar Sekunden in die Zukunft zu sehen. (vgl auch Chicago seems tired last night) Beim Pferderennen gewinnen die beiden viel Geld und geben den gesamten Gewinn für Drogen aus. „She put 900 Dollar, on the fifth horse in the sixth race. I think its name was Chips Ahoy. Came in sixth length ahead, we spend the whole next week getting high”.
Auch „Hot Soft Light“ greift auf spätere Ereignisse vor.

„I was not involved up at the Northtown Mall. As a matter of fact I didn’t even know that that’s happened”, lässt uns der Erzähler des Liedes wissen. Es ist etwas Schlimmes passiert. Da in dem Song die Rede ist, dass der Erzähler sich die Haare abschneidet, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um Gideon handelt (I was cutting off all my hair). „So this is it. This is the end of the session. I ain’t gonna be taking anymore questions. I think my attorney gonna second that notion”. Es wurde also jemand verhört. Warum und weshalb erfahren wir noch nicht.

In “First Night” gehen unsere Helden mittlerweile getrennte Wege: “Charlemagne shakes in the streets. Gideon makes love to the sweets. Holly’s not invincible; in fact she is in the hospital.” Charlemagne versteckt sich immer noch vor den Skins, Gideon nimmt noch immer Drogen und Holly versucht clean zu werden. “Not far from the bar, we met on that first night”. (vgl. Barfruit Blues)

Viel hat sich geändert seit dieser ersten Nacht. Aber „Holly’s insatiable, she still looks incredible. But she doesn’t look like the same girl we met”. Die Leichtigkeit der ersten Nacht ist längst einer Schwere gewichen an der Holly zu zerbrechen droht. „She said: Words alone never could save us“. Es folgt die Einsicht, dass es nie wieder so gut werden wird wie es damals war, „because we can’t get as high as we got on that first night”.

STAY POSITIVE
„Do you want me to tell it like it’s boy meets girl and the rest is history? Or do you want it like a murder mystery”, fragt Craig Finn in “Charlemagne in Sweatpants.” (vgl. Separation Sunday). Auf “Stay Positive” wird die Geschichte als „Murder Mystery“ weitererzählt. Die Ereignisse liegen noch vor Hollys Entzug in „First Night“ und lange vor ihrer Rückkehr bzw. „Wiedergeburt“ in „How a resurection really feels“, aber nach den Erlebnissen in „Chips Ahoy“.

Ein Mädchen namens Sapphire, die wir bereits aus „Chips Ahoy“ kennen, gibt in „Both Crosses“ zu, dass sie manchmal Dinge sieht, bevor sie passieren. (She sees these things, right before they’re happening).
„She’s been with a couple boys who died and two of them were crucified. … But the first guy, he was Jesus Christ (Charlemagne). Hey Judas (Holly) I know you’ve made a grave mistake.” Judas bzw. Holly hat Charlemagne bzw. Jesus in “Chicago seems tiered last night” (vgl. Separation Sunday) geküsst und dadurch kenntlich gemacht. Nun ist Charlemagne (fast) getötet worden. „I’ve been mostly dying”. Sapphire hatte es in ihrer Version vorhergesehen (She saw em stick a body in a bag in the trunk) und klagt im Gegensatz zu Charlemagne Holly an. Charlemagne sagt jedoch: „Hey, I still love you, Judas“. Doch Holly ist längst mit Gideon zusammen.

Aber Sapphire rettet Charlemagne (Yeah Sapphire). „And I know you said don’t call until I am clean. I’m not drunk. I’m cut. I’m gushing blood. And I need someone to come and pick me up”. Charlemagne und Sapphire sind nach den Ereignissen aus “Chips Ahoy” (vgl. Boys & Girls in America) kein Paar mehr. Aber er braucht sie jetzt und sie erhört ihn.

„One for the cutters“ spielt sowohl vor, als auch nach dem Mordversuch an Charlemagne. Ein uns unbekanntes Mädchen ist mit dem Mörder zusammen und versteckt ihn nach der Tat. (The night with the fight and the butterfly knife, was the first night she spent with this one guy she liked. She gave him a ride to some kid’s house in Cleveland. He stayed there for two weeks, the cops finally found him).
Die Polizei will rausfinden was wirklich passiert ist, bleibt aber erfolglos. (“Now the cops want to question everyone present. They parade every townie in town through the station. But no one says nothing and can’t find the weapon. The girl takes the stand and she swears, she was with him. Her father’s lawyer do most of the talking”) Das Mädchen legt also ein falsches Alibi ab. Ob es sich allerdings in diesem Fall um den Mordversuch an Charlemagne handelt oder eine andere Geschichte erzählt wird, ist nicht wirklich klar. Gleichzeitig wird Gideon in „Hot Soft Light“ (vgl. Boys & Girls in America) ebenfalls verhört.

Einer der schönsten Songs auf „Stay Positive“ – „Lord, I am discouraged“ erzählt wie es Holly in der Zwischenzeit geht. „The circles have sucked in her eyes, … Her new friends have shadowed her light, … She aint come out dancing for some time”. Holly ist mittlerweile schwer auf Drogen. Der Erzähler (ein alter Freund?) macht sich Sorgen und vermisst sie. „She’s that sweet missing songbird when the choir sings on Sundays“. Und kauft Ihren Schmuck zurück, den sie für Drogen versetzt hat. „But I bought back the jewelry she sold“.

Charlemagne ist mittlerweile wieder in Ybor City („Slapped Actress“) und versteckt sich wieder dort, wo die Partys ihn schon mal fast umgebracht haben (vgl. Killer Parties). „Don’t tell them we went down to Ybor City again,…, Don’t mention the skins, don’t tell them Ybor City almost killed us again“.
In mehrerer Hinsicht schließt sich auf diesem Album ein Kreis. Auf keins der beiden späteren Alben wird es so konkret um die drei Charaktere gehen. Aber auch weitere Handlungsstränge werden geschlossen. Deswegen dürfen zwei Lieder nicht unerwähnt bleiben, obwohl sie mit der nun eigentlich abgeschlossenen Geschichte nichts zu tun haben.

Der Titelsong „Stay Positive“ ist eine weitere Glorifizierung der Band und greift auf den Gründungsmythos aus „Positve Jam“ (vgl. Almost Killed me) zurück. „Stay Positive“ ist ein Punksong, getrieben von einer Orgel und einer harten Gitarre. „When the Youth of Today and the early 7 Seconds, taught me some of life’s most valuable lessons“, manifestiert die Sozisalisation von Craig Finn. Dieses Lied greift aber auch das eigene Werk wieder auf. „There’s gonna come a time, when she’s gonna have to go. With whoever gonna get her the highst”, bringt uns zurück zu den Ereignissen von “Hornets Hornes”. (vgl. Separation Sunday) Craig Finn träumt von einer „Unified Scene“ die auch in den Texten immer wieder erwähnt wird. Denn es ist: „One thing to start with a Positive Jam (vgl. Almost killed me), but it’s another one to see it on through“. Neben den bereits genannten Songs, gibt es noch Verweise auf “Stevie Nix”, “Massive Nights” und “Most People are DJs” von den drei Vorgängeralben. Die Band startete mit einem „Positive Jam“ und stellt nun fest: „The kids at the show, they have kids on their own”.

„Constructive Summer“ eröffnet zunächst hoffnungsvoll das Album, welches blutig enden wird. Hier herrscht die gute Laune, und vor allem die Hoffnung vor. Es geht im ersten Teil des Liedes darum mit seinen Freunden zusammen abzuhängen und eine gute Zeit zu haben. Auch hier wird das „Drogendealer – Erlöser“ Schema wieder aufgegriffen. „I met your savior, I knelt at his feet. And he took my ten bucks and he went down the street“… “Getting older makes it harder to remember. We are our only saviors”. Wir können uns nur selber helfen und sind für uns und die Entscheidungen, die wir treffen selber verantwortlich. Das kann uns niemand abnehmen. Die Charaktere von Craig Finn, sind anfangs jung und projizieren ihre Hoffnung auf andere Menschen oder Drogen. Erst im Laufe der weiteren Alben, auf denen die Helden ebenfalls älter werden, emanzipieren sie sich und werden selbstbewusster. Ihre Wege trennen, und kreuzen sich nur noch selten. Jeder kann sich nur selber retten und erlösen.

HEAVEN IS WHENEVER
Das fünfte Studioalbum der Band ist das kommerziell erfolgreichste und gleichzeitig bei den Fans und Kritikern unbeliebteste. Obendrein verließ Keyboarder Franz Nicolay während der Aufnahmen The Hold Steady, da der Musiker mit der Entwicklung der Band nicht zufrieden war. Tatsächlich ist der Sound auf „Heaven is Whenever“ weniger dringend und rau. Des weiteren kämpfte Tad Kubler während der Aufnahmen mit einer Alkohol- und Drogensucht. Diese Zeit wurde von Finn textlich in „Soft in the centre“ verarbeitet. „Well the hospital’s gonna let you go, but the city gonna sticks around”, heißt es in der Eröffnungszeile des Liedes. Bezogen auf Kubler’s Problem textet Finn weiter: “ You can’t tell people what they want to hear, if you also want to tell the truth. … And I just try to tell the truth, you can’t get every girl, you’ll get the ones you love the best”.

„The Weekenders“ ist die direkte Fortsetzung von „Chips Ahoy“, (vgl. Boys & Girls in America) „There was the whole weird thing with the horses”, wird der Song eingeleitet, später erfahren wir: “God only knows it’s not always a positive thing to see a few seconds into the future”. Es handelt sich hier um Sapphire, nach den Ereignissen von “Stay Positive”. „In the end only the girls knows the whole truth“, also Holly und Sapphire sind die Einzigen die, die ganze Wahrheit kennen. Dies würde Sapphire auch zu der Erzählerin der gesamten Geschichte machen. Holly und Sapphire sind die einzigen Personen, die alle Zusammenhänge verstehen.

An dieser Stelle verlassen uns die Helden. Es tauchen zwar im weiteren Verlauf des Albums immer wieder Personen auf, die ins große Ganze gepresst werden können, mit Sicherheit kann das aber nicht behauptet werden. Ein Beispiel ist „Hurricane J“, ein klasse Uptempo Song über einen Restaurantbesitzer der sich in eine Kellnerin verliebt, die sich ihre Zeit aber lieber mit dunklen Typen vertreibt. Hierbei könnte es sich um die Gruppe um Holly handeln, muss es aber auch nicht.

Generell wirken die Charaktere auf „Heaven is whenever“ erwachsener. Sie gehen noch immer zu Shows und trinken Unmengen von Alkohol (Rock Problems) oder hängen mit zwielichtigen Gestalten rum (Hurricane J), aber der jugendliche Überschwang ist verschwunden. Oder kommt nur noch in Erinnerungen an die alte Zeit vor. In „Barely Breathing“ erinnert sich Finn an: „Summer of 88 was all heat and intensity, saw the Youth of Today at the 7th Street Entry. There where skins in the pit, some of them tried to kill me”. Es fällt nicht schwer hier eine Verbindung zu Gideon und den Cityscape Skins herzustellen. Zum ersten Mal verschwimmen ganz offensichtlich Realität und Fantasie in einem Lied. „Same Club, next summer, now they’re called Shelter. And after the show I spoke with the singer. And he tried to hand me a pamphlet of Hare Krishna”, geht der Text weiter.

TEETH DREAMS
Vier Jahre sollten ins Land ziehen, bis das sechste Album der Band “Teeth Dreams” veröffentlicht wird. Solange haben „The Hold Steady“ zuvor für die ersten vier Alben gebraucht. Der Albumtitel ist aus David Foster Wallace Buch „Unendlicher Spass“ entnommen. (vgl. Unendlicher Spass, rororo, S.1105-1106)
Bereits der Eröffnungssong „I hope the whole thing didn’t frighten you“, bezieht sich textlich auf „Sweet Payne“ (vgl. Almost killed me) und “Barely Breathing” (vgl. Heaven is whenever). “I heared the Cityscape skins are kinda kicking it again. Heared they finally got some discipline”. Viel hat sich verändert, seit diesem Sommer 1988 und den Ereignissen auf den ersten vier Alben. Der Ich-Erzähler im Song kommt zurück in seine Heimatstadt. „So when I brought you back here for Christmas“. … There is a side of the city I didn’t want you to see”. Und er meldet Zweifel an der eigenen Szene an: “I know what they said, I don’t know if it’s true. – They never care if it’s true, as long as they have something to prove and they always got something to prove”. Eine typische Beschreibung von jungen Menschen, die immer etwas beweisen müssen, die für ihre Ideale kämpfen und sich teilweise auch in ihnen verrennen. Die Charaktere auf „Teeth Dreams“ sind erwachsen geworden. Sie treten nur noch einzeln auf, und nicht mehr als eine homogene Gruppe, wie es früher der Fall war.

„Spinners“ beschreibt die Situation am besten. Eine geschiedene Frau, ist auf der Suche nach der guten alten Zeit. Sie will sich wieder verlieben, geht jeden Tag alleine aus, findet aber nicht den Richtigen. „Decided she’s gonna get some guy before she even founds him. And she got him where she wants him. But she can’t decide if she wants him”. Genau wie der Held in “I hope the whole thing didn’t frighten you“, tritt die Frau in „Spinners“ alleine auf. Vielleicht handelt es sich um Holly, vielleicht auch nicht. Die Frau kommt ursprünglich aus einer ländlichen Gegend. She’s two years on some prairie town,…, The night go around forever now. But the morning comes so quick. You gotta loosen your grip”. In den frühen Stücken von The Hold Steady ging es selten um Liebe. Natürlich tauschten die Charaktere auch Zärtlichkeiten aus, lernten sich kennen, nahmen Drogen und schliefen miteinander. Aber sie waren nicht auf der Suche nach Zweisamkeit, so wie die Hauptperson aus „Spinners“. Dafür waren sie immer Teil einer Gruppe und dadurch nicht einsam.

“On with the Business” ist ebenfalls von “Unendlicher Spass” inspiriert, und kann als deutliche Kritik an das “immer weiter und immer besser” Credo, der Gesellschaft gelten, welches als einzig lohnendes Model verkauft wird. „Waking up with that American Sadness, dead receptors, body limitations, weak handshakes, and great expectations. … So many choices, decisions, decisions”.

„The only thing“ könnte sich auf Charlemagne und Gideon beziehen: „Sure she is with you, but first she was with me“, beschreibt Hollys Beziehung, erst war sie mit Charlemagne zusammen, später mit Gideon. Auch bei „The Ambassador“ tun sich Parallelen zu Gideons Geschichte auf. „A Bay City tire shop“, (vgl. Sweet Payne). Gideon arbeitete bei Michelin in Michigan. “Your friend from the tire shop, he’s talking about some Rock (=Dope)”. Auch die Zeile: “I’m pretty sure you recognize these guys (= Cityscape Skins). They have asked about you the other night”, gibt einen Hinweis auf Charlemagne, der sich verstecken musste. Wegen der identischen Tattoos sind die Skins leicht zu erkennen. Sie waren auf der Suche nach Charlemagne, bis sie ihn gefunden haben und versuchten ihn zu töten (vgl. Both Crosses).
Kurz darauf erscheint Holly in der Kirche zur Ostermesse, sie ist clean und wieder auferstanden (vgl. How a resurrection really feels), Charlegmagne ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit Sapphire in Ybor City (vgl. Slapped Actress) und Gideon emanzipiert sich von seiner Gang (vgl. I hope the whole thing didn’t frighten you).

Dies ist das vorläufige Ende. Wie und ob diese Geschichte weitererzählt wird, kann nicht gesagt werden. Craig Finn hält sich bei Fragen zu diesem Thema sehr bedeckt. In mehreren Interviews betonte er bisher nur sein Urheberrecht auf die Geschichte und somit auch die Freiheit zu einem Zeitpunkt seiner Wahl die Geschichte weiter zu erzählen. Aber auch die Lieder, die außerhalb der Geschichte spielen, sind zu empfehlen. Es ist etwa so wie bei „Akte X“, dort gab es ebenfalls eine staffelübergreifende Fortsetzungsgeschichte, und zusätzlich die sogenannten „Monster of the week“ Folgen. So ist es im The Hold Steady Universum ebenfalls. Auf der einen Seite steht die Geschichte vom Erwachsenwerden, von einer Suche und der Erlösung. Dem gegenüber stehen Lieder im normalen Songformat und sprechen für sich alleine. An dieser Stelle nun noch mal die Lieder in der Reihenfolge der Ereignisse, für den Fall das jemand einen Soundtrack erstellen möchte.

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Claas Reiners

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