Februar 27th, 2011

THE CROWD (#134, 02-2009)

Posted in interview by jörg

„If there is no one out then you have to dig yourself“

THE CROWD, Pop-Punk aus Kalifornien. Seit 1978.

Musik ist für mich manchmal ein echter Trip down Memory Lane..wenn ich den Song „Dig yourself“ von The Crowd höre, bin ich wieder 14 Jahre alt, meine Mutter bringt mir in mein Zimmer ein Tablett mit einem Shrimps-Toast (?) und ich komme gerade vom Tennistraining (??). Keine Ahnung Dude, aber so ist es.

The Crowd aus Kalifornien kennt ihr vielleicht von dem Beach Boulevard Sampler. Ihre erste Platte (auf Poshboy) war 1980 die „A world apart“, Mitte der 80er gab“s die Platte „Big Fish Stories“ und in den 90ern das Album „Letter Bomb“ (beides auf Flipside Records). „Letter Bomb“ wurde vor kurzem via TKO Records wieder neu aufgelegt und ist einfach fantastisch (Man höre nur den zweiten Song „Politics“ und die Welt ist wieder gut).

Als Bonus mit drauf ist die fantastische Anfang der 90er EP „Dig yourself“ drauf. Es gibt noch eine LP namens „Punk off“, die ich aber nicht kenne. Man sollte sich die „Letter Bomb“ als Fan von melodischen Punkrock mit melancholischen Einschlag unbedingt holen, und wenn man die Buzzcocks mag, sowieso.

Die Band wurde von der Zeitschrift Orange County Weekly zur sechst wichtigsten Band in Orange County (die wichtigste ist The Adolescents) gewählt. Wahnsinn, das ist so wie vorletzter auf einem Bandtalentwettbewerb, na ja.

2004 sah ich in einem Pub in Huntington Beach – eine Stadt im Süden von Los Angeles, Hometurf von The Crowd und Hauptstadt des Surfs (der Song „Surf City“ ist über Huntington Beach) – die Band live und das war grossartig! Eine unfassbar quirlige Stimme, die Band powerte durch (fast) alle ihre Hits und die 50-60 Locals hatten ihren Spass. Nach dem Konzert redete ich ein bisschen mit dem Sänger und seitdem stand mein Entschluss fest, mit der Band auf jeden Fall noch mal ein Interview zu machen.

Vor einiger Zeit entdeckte ich auf deren wirklich schön ausführlicher Homepage (wie es sich für eine aktive Band, die es seit 30 Jahren gibt, auch gehört) ein aktuelles Interview eines amerikanischen Online-Magazines, in dem viele „meiner“ Fragen gestellt worden sind. Deshalb folgt das jetzt als deutsche übersetzung (Teil 1) und mit freundlicher Genehmigung (von David Ensminger, Left of the Dial Online Magazine, „Get outta my way, Poser! An interview with guitarist/vocalist Jim Kaa of the Crowd!!“, http://www.leftofthedialmag.com) und am Schluss (Teil 2) folgen noch einige Fragen von mir.

Wer es wirklich ganz ausführlich haben will, sollte auf der Bandhomepage unter „Media“ nach dem Scan des sehr ausführlichen Interviews mit dem Razorcake Magazine nachschauen.

Surfs up!

***

Teil I

Eine der wichtigsten Themen auf der „Letter Bomb“ LP ist, wie der Platz der Band in die Punkgeschichte ist: „We kicked the door wide open. Ist die Band deiner Meinung nach unterrepräsentiert in der Punkgeschichte, z.B. auch im Film „American Hardcore“ und was könnten die Gründe dafür sein? Haben die Leute einen Gedächtnisschwund über die Bands wie die pre-hardcore Eyes, Skulls, Controllers, dich selbst?

Jim: Dieser Song, „Run for the Money“, war eigentlich mehr eine Antwort auf den kommerziellen Erfolg von Green Day und Offspring, keine Beleidigung der Bands, sondern eher an die neuen und alten Bands gerichtet, die plötzlich sich für den grossen Punk Payoff anstellen. Ich spiele, weil ich es liebe, Gitarre zu spielen, Songs zu schreiben, Konzerte zu spielen und Teil der Szene vor Ort zu sein.

Es wäre super, wenn sich plötzlich eine Millionen Einheiten unserer nächste Platte verkaufen, aber das ist nicht der Grund, warum es uns gibt. Es ging am Anfang mehr um den Spass und nicht darum, die Welt zu verändern. Wegen American Hardcore, die Leute, die damals da waren, wissen, wie die Sachen waren und darauf kommt es an, nicht auf die Meinung der Filmemacher.

Ich bin sicher, wir sind im Teil zwei dabei, American Pop Punk, ha ha. Als wir angefangen haben, auf Parties zu spielen, das war 1978, da gab“s einfach keine Szene in Huntington Beach und Orange County, und 1980 gab“s es tausende Kids. Jims Texte erzählen nur, wie es war. Die meisten Bands verstehen nicht, dass es damals keine Clubs gab, keine Auftrittsmöglichkeiten und nur sehr wenige Läden, die lokale Musik anboten und das überhaupt keine offene Zuhörerschaft existierte.

Die Themen des Albums sind wirklich aktuell, Terrorismus und der Zerfall der alten politischen Parteien in dem Song „Politics“, Idioten an der Macht etc. bis hin zu Umweltbewusstsein in dem Lied „Solid Waste, wo es um die Müllentsorgung im All, in den Meeren oder unter der Erde geht. Ist das Album genauso relevant heute wie zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung?

Jim: Das ist lustig, das du „Politics“ und „Solid Waste“ erwähnst, weil ich die Texte dazu schrieb. Ich denke, sie sind wirklich noch aktuell, „Politics“ schrieb ich um 1979/1980 rum, aber wir nahmen es nie auf, bis halt zur „Letter Bomb“. Ich denke, die Welt ist mit den gleichen Problemen konfrontiert, die immer schon da waren. It is just more in your face in the information age.

Teilweise gibt`s einen starken Garagenrock-Einfluss auf der Platte, besonders bei Songs wie „And her curse“. Wart ihr zu dem Zeitpunk von der gerade wieder erstarkenden Garagenpunkszene beeinflusst, von Bands wie The Humpers und New Bomb Turks, die ja einen starken Kontrast zu dem hairpunk waren, der zu der Zeit Mode war?

Jim: Es war auch jeden Fall nicht Absicht, Mark Lee von den Humpers spielte jedoch später einige Jahre Gitarre bei uns.

Ihr covert auf dem Album The Who und die Buzzcocks. Als ihr in den 80ern und 90ern Konzerte spieltet, habt ihr diese Cover oft gespielt? Denkst du, dass Punk eher im Dialog mit alten proto-Punksachen steht und nicht ein Bruch mit der Musikgeschichte ist? Im Song „Booze Blues“ gibt`s ja sogar ein wenig Soulpunk .

Jim: Wir hatten immer Covers in unserem Live Set, wir spielten kürzlich „The Kids are all right“, wir spielten David Bowie, the Weirdos, Magazine, the Yardbirds, Hendrix, Stones, und Elvis songs und vieles mehr. In der prä-Punkzeit hörte ich viel Hardrock und Glam. Bowie, Thin Lizzy, Mott the Hoople, Lou Reed, Be Bop Deluxe, UFO.

Ich denke, dass hört man bei unserer Musik auch. Deshalb ist es schon lustig, dass die Leute unsere Musik als „Surf-Punk“ bezeichnen, klar, wir wuchsen am Strand auf und surften, aber von der Surf Musik waren wir nicht beeinflusst.

Viele Leute haben darüber geschrieben, dass die frühe Punkszene „multiracial“ war (stimmt es eigentlich, dass Tito von The Plugz für kurze Zeit bei euch mitspielte?), dann wiederum betonen die Leute immer das Klischee von Punk als einer „white boy youth Rebellion“ (hmm, the Cheifs, the Gears?). Wie war das in der Szene, aus der ihr entstandet?

Jim: Wow, Tito bei The Crowd? Hab ich noch nie gehört, nein, er spielte nie mit uns. Unser erster Trommler Barry Coda (Miranda) war ein Farbiger. Die Szene in Los Angeles hat immer einen starken latin/mexican/asian Einschlag gehabt, obwohl Huntington Beach sehr weiss war.

Es war in den frühen Zeiten jedoch nie ein Problem. 1978 – 1980 und während den 80ern gab“s eine jede Menge Gewalt in der Szene, aber es schien so, dass es nichts mit Gangs oder Ethnizitäten zu tun hatte. Mehr das Punk vs. Hippies / Authoritäts-Ding. In den 90er wurde es mehr zu einer Skinhead-Gang-Rassen-Gewalt.

Mike Watt sprach kürzlich im College Radio in Riverside, Kalifornien, über die frühen Hollywood Bands, den Einfluss dieser Bands auf die Minutemen, und das Minutemen ihnen zwar Tribut zollen, gleichzeitig aber auch sie nicht imitieren, sondern etwas neues schaffen wollten. The Crowd klingt auch nicht wie andere Bands, irgendwie wie eine Mischung aus Punk, Surf und Pop, wie etwas unschuldiges und gleichzeitig zerbrochenes. War das Zufall oder habt ihr als Band versucht, wirklich einen eigenen Sound zu machen?

Jim: Nur fürs Protokoll, ich liebe Mike Watt, he rocks like no other. Wir hatten auf keine Fall diese Minutemen-Fähigkeit, nach vorne zu sehen, wir waren einfach 5 Typen, die in Huntington Beach aufgewachsen sind, viel die Rockmusik der 60er und 70er hörten und das spielten, was wir dachten, wäre Punkrock.

Wir waren jung, naiv und brauchten viele Proben. Wir hatten einen sehr eigenen Look, wir trugen sehr helle Klamotten und hatten blonde Haare und einen hellen Tan, was ein grosser Kontrast zum dominierenden schwarzen Kleidungs-Haarfarbe-Image von dem Grossteil von Punk war. Wir hatten auch eine wilde Bühnenshow, wo jeder auf der Bühne durch die Gegend flog.

1982 habt ihr euch auch wegen der zunehmenden Gewalt auf Konzerten aufgelöst. Konzerte in der Elks Lodge, the Starwood, und the Cuckoo`s Nest als Höhepunkte von Punks vs. Cops, Punks gegen Punks oder gegen long hairs, und Punks gegen Hillbillies. Manches erschien unausweichlich, anderes war vielleicht auch durch die Medien beeinflusst, indem sie Punk als gewalttätig darstellten, was wiederum die ganzen Idioten anzog. Was waren aus deiner Sicht die Gründe, dass es so gewalttätig wurde?

Jim: Ich denke, ja, es war alles zusammen von dem gerade erwähnten, einige der neuen Szeneleuten waren mehr dran interessiert, Leute fertigzumachen, als an der Musik.

Leute wie Spot, Jack von TSOL und Lisa von Frontier Records haben gesagt, wie andere auch, dass Punk sich veränderte, als es auf die Surf Community traf und je grösser die Anzahl der Fans wurde, auch die raue Attitüde / Style zunahm. Es wurde ein auf Männer zentriertes Ding, ein Jungsclub mit wenig Toleranz gegenüber Homosexuellen. Kam euch das als Band auch so vor? Kamen Frauen zu den Konzerten und waren Teil der Szene? Denkst du, dass Punk sich zu der Zeit veränderte und die Open-Mindness abnahm?

Jim: Ich habe nie etwas von anti-gay-Gefühlen bemerkt. Als wir anfingen, im Whiskey und im Starwood 1979/1980 aufzutreten, kamen 200 Kids von Huntington Beach, wie ein richtiger Treck, auf ein Mal und wie aus dem Nichts hattest du auch diese klassischen kalifornischen Beach babes, die bei den Konzerten auftauchten, das führte auch zu einigen Dingen, na ja, dann wiederum, vielleicht ist all diese Männlichkeitssache auch mehr eine Wahrnehmung als wirklich Realität gewesen.

Aber es stimmt schon, dass frühere Konzept von wegen „Alles geht“ verlor sich. Am Anfang gab es eine HC-Band, die mit einer Rockabilly – und einer Artnoise-Band auf dem gleichen Konzert zusammenspielte und alles war super. Später fing die Segmentierung nach Stilen an.

Ihr wart ja mal auf dem Platz # 5 von Rodney`s KROQ und wart sogar auf seiner Platte (mit Agent Orange, Adolescents, Red Rockers, und sogar Brooke Shields!). Wir wissen ja alle von dem Angry Samoans Angriff auf Rodney. War er der John Peel deiner Generation, ein celebrity-Typ oder was ganz anderes?

Jim: Du hast hier deine Hausaufgaben gut gemacht. Er hatte ein Gespür, neue und aufregende Musik zu finden und sie auch zu spielen. Aber viel wichtiger war, dass er auch immer lokale Bands spielte, du musstest ihm im Starwood nur dein Tape geben, und du warst bei seiner Sendung an dem Wochenende dabei. Er hat wirklich vielen Bands unterschiedlichster Art geholfen. Er ist ein wahrlich einzigartiger Typ who really made the LA music scene happen.

Eure Homepage ist voll von grossartigen Flyern. Hatte die Band viel Einfluss auf die Flyer, war es alles DIY, nur die Band oder haben Fans die Flyer gemacht?

Jim: Wir haben die meisten gemacht gib mir eine Kopiermaschine und einen Klebstift und ich kann dir fast alle Flyer machen. Es ist heute sehr einfach mit den Computern, aber ich mache meine immer noch old school Style. Ich habe viele Originale in meine Archiv zu Hause.

Wie war das mit den Flyern verteilen und bekleben in Huntington Beach, es sieht so aus, dass jede lokale Band ihr bestimmtes Terrain und Hintergründe hat, Channel 3 haben gesagt, dass sie Flyer benutzt haben, um mit Girls zu reden oder sie auf Holzmasten, die wie Kakteen aussahen, geklebt haben, und bei Black Flag schien es eine Armee von Posterleuten zu geben. Habt ihr jemals Graffiti benutzt, um auf euer Logo aufmerksam zu machen?

Jim: Unsere Geschichte ist die der lokalen Snack Bar in der Brookhurst Street Beach. Die wurde innerhalb einer Woche voll gesprüht und wieder neu angemalt. Das ging immer wieder von vorne los.

Es war auch alles in allem eine Kultur der suburban house parties, eine Band, ein Fass Bier und jede Menge Leute, die eine gute Zeit haben. Wir mussten den Ort der Party immer verheimlichen, wenn es zu viele Leute waren, zog das immer die Polizei an und die lösten die Party auf, bevor wir überhaupt spielen konnten.

Wenn du heute auf die „Letter Bomb“zurückschaust, welche Phase, welches Entwicklungsstadium der Band wurde damit festgehalten?

Jim: Es ist die letzte Aufnahme mit Jay Decker am Bass und am Gesang, er war ein Originalmitglied und verliess die Band 1998, um nach Hawaii zu ziehen. Davor hatten wir nur ein einziges Mal einen Wechsel im Line-up, 1980. Deshalb ist das für mich das klassische Line-up auf dieser Platte. Und durch den Bonus der Songs von der „Dig Yourself“ EP/Single bekommt man wirklich die Songs zu hören, die wir in den 90ern geschrieben und in der Zeit live spielten.

Als ich mir die Songs wieder anhörte, erinnerte das mich daran, wie sehr ich es vermisst habe, einige davon live zu spielen. Deshalb werden wir vier oder fünf in die zukünftigen Sets aufnehmen. Aufgrund einer Reihe von Umständen wurde „Letter Bomb“ kaum vertrieben, als sie herauskam. Deshalb freuen wir uns sehr darauf, dass die Leute überall endlich die Gelegenheit haben, die Songs zu hören.

***

Teil II

Wie sind denn die Reaktionen bislang? Ich wusste wirklich nichts von dem Album und das es von 1996 ist.

Jim: Wirklich gut bislang. Als es damals bei Flipside herauskam, ging ihr Vertrieb -Rotz- pleite. Deshalb wurde das Album nie so stark gefördert, wie es hätte sein sollen. Die Leute von TKO (Josh) haben das jetzt grossartig gemacht, wie sie die CD vermarktet haben. Wir werden viel über das Internet und satellite airplay gespielt.

Eure Homepage gefällt mir super gut, das wollte ich unbedingt noch los werden, super informativ aber nicht überladen, da ist kein scheiss Flash, was dich irritiert, einfach old school html. Wer macht die Seite?

Jim: Carl Nicolari ist unser Webmaster. Er lebt in Nord-Kalifornien und macht einen grossartigen Job mit der Seite. Wir ändern unsere Adresse zu thecrowdhb.com und werden noch neuen Kram draufpacken.

The Crowd sah ich im Filtzgeralds Pub in Huntiongton Beach 2004. A really rocking gig! Ich war nur etwas enttäuscht, dass ihr „Dig yourself nicht gespielt habt, gab es dafür einen Grund, wart ihr müde, euren Hit immer wieder zu spielen?

Jim:Wir hatten zu der Zeit einige Songs von der „Punk off gespielt. Wir versuchen immer, die Songs zu rotieren to keep it fun. Letztes Wochenende haben wir auf einer Party gespielt und Jay Decker (Jim`s Bruder), unser original Bassist, hatte am Ende des Auftritts ein paar Stücke mit uns gespielt und einer davon war „Dig yourself.

Also, nächstes Mal, ruf` einfach rein, wir spielen ihn dann als direkter Zuruf. Es ist einfach schwer, 15 Songs auszusuchen, wenn du mehr als 75 zur Auswahl hast. Ich müsste einige wieder üben, um sie spielen zu können.

Kannst du dich daran erinnern, wo das Cover der „A world apart fotografiert wurde, ist das Pier von Huntington Beach?

Jim: Ja, vorne das Cover, das ist unter dem HB Pier und auf der Rückseite ist das Kraftwerk zu sehen, was einige Meilen südlich des Piers ist. Ich lebe immer noch nur eine Meile südlich von der Stelle, wo das Cover geschossen wurde.

Hey, bist du der Dreadlock-Typ auf dem Foto der „Big fish stories LP?

Jim: Nein, das ist Jim (Decker) Trash, unser Sänger.

Magst du die Platte noch?

Jim: Ich hab mir gerade die Tage eine digitale Kopie davon gemacht, deshalb hörte ich es jetzt seit einiger Zeit zum ersten Mal. Ich bin zufrieden mit dem Album, aber es sind nicht unsere besten Songs – meiner Meinung nach.

Jede Platte, die du machst, da versuchst du und machst das Beste, was du kannst, manchmal kommt es dann besser raus und manchmal nicht so gut. So ist das einfach mit Platten machen. „Letter Bomb ist mein persönlicher Favorit.

Welches Kind hat auf dem „Trix are for kids“ Stück eigentlich gesungen?

Jim: Das ist mein Sohn Austin, er war damals sechs Jahre alt.

Wart ihr jemals in Europa?

Jim: Nein, aber wir haben viel darüber gesprochen. Ich hatte das Vergnügen, mit den Adolescents dieses Sommer in Paris dabei zu sein, wir spielten „American Society als erste Zugabe.

Ich las da was von einer Tour mit den Stitches?

Jim: Wir würden es gerne ausprobieren und arbeiten daran, mit den Stitches oder mit den Adolescents.

2004 machte ich ein Praktikum in Huntington Beach bei Revelation Records und in einer Bar auf dem Beach Boulevard traf ich einen Surfer – einem mexikanischen -, der mich davon zu überzeugen versuchte, dass all die alten Punk-Hc-Bands eigentlich rechte Bands waren, Minor Threat, DRI, MDC und so. Das war ziemlich verrückt, aber harmlos. Surft ihr, gibt`s immer noch diese Surf Jock Mentalität?

Jim: Ich mache Body surfen, Jim surft noch ein wenig. Es gab immer die aggro-surf-nazi-Typen, aber sie sind mehr aggressiv in Sachen Surfen und Snowboarden als kämpfen. Aber es scheint es, es gibt immer ein paar Idioten, egal wo du hin gehst.

Hast du von dem Tod des M.I.A.-Sängers gehört, ich weiss, dass er eine Kneipe in Costa Mesa hatte, warst du da?

Jim: Diesen Mai haben wir ein Benefiz-Konzert in der Kneipe Fitz`s gespielt, um Geld für seine Familie zu sammeln. Ich kenne seine Bar, aber war nicht dort, mein Sohn war da und meinte, es wäre ein guter Platz.

Was mich an The Crowd immer anzieht, ist dieser melancholische Sound, der doch ungewöhnlich ist für das „happy happy Genre Poppunk kannst du das irgendwie nachvollziehen?

Jim: Ich liebe Musik mit Hooks und Chören. Es scheint so, dass wir zu Pop für die Hardcore-Leute und zu Punk für die Pop-Fans sind. Ich stelle es mir im besten Falle so vor, dass wir eine grossartige Kombination von starker Musik mit kraftvoller Melodien haben. Ich denke auch, dass uns unser Gesang sowohl live als auch im Studio von anderen unterscheidet.

Was würdest auf folgende Aussage antworten: „Alle kalifornischen Bands sind lahm, die leben im schönsten Paradies, Sonne, Palmen, über was beschweren die sich denn bitte?

Jim: Hör` dir unsere Songs an, sie spiegeln wieder, wer wir sind und wo wir aufgewachsen sind. Ich glaube nicht, dass wir uns zu viel beschweren. Wir haben Smog, verschmutztes Meer, ein schlechtes Verkehrssystem und korrupte Politiker vor Ort. Wir haben also allen Grund, angepisst zu sein. Jedoch, klar, das Wetter ist super und die Chicks sind heiss.

Black Flag – Rollins oder Morris?

Jim: Auf jeden Fall Keith Morris, wusstest du, dass er immer `zwei 16 oz. Budweisers dabei hatte in den frühen Tagen (Anm: ungefähr fast zwei 0,5 l Pullen / Dosen). Nervous Breakdown ist einer der besten Punksongs aller Zeiten.

Kiss oder AC/DC?

Jim: Das ist schwierig, aber AC/DC, Sachen wie „Dirty Deeds und „TNT“ sind fantastisch.

Orange County oder Los Angelesund warum?

Jim: Beides grossartig, gutes Essen, Musik, Wellen usw. Ich würde sagen HB, nicht OC.

Hast du noch Grüsse an die Trust-Leser?

Jim:  Thanks for your interest in The Crowd. I hope we get to Europe eventually (soon too) and Punk Off!!!! Thanks Jim!

***

Flyer, Fotos, Logos: Left of the Dial Magazine, Jim Kaa / The Crowd

Kontakt: http://www.geocities.com/sunsetstrip/club/9953/history.htm, myspace.com/thecrowd

übersetzung, Interview Teil II: Jan

 

Politics (Kaa, 1979)

Politics, politics such a bore
Fools make decisions but corrupt make more!
Lying to the masses for what they earn
Limousines and girlfriends is our return

Politics, the fools take hold
The Government is losing control

Money buys our senators
And terrorism runs the world
They kidnap and they hijack
And they murder for fun
Tell how our leaders
Ever got so dumb?
Because in politics nothing gets done.

Should I join the Nazis, Commies, Democrats?
The whole world`s fucked up
No matter where you`re at.
Idiots in power tell me what to do
They never tell a lie and they never tell the truth

You`re all through with your politics

 

Dig yourself (Kaa, 1995)

I`ve been writing the song no one is singing along Oh shit Jim what went wrong
We keep hanging around, no one is digging our sound It`s cool on us they frown

If there is no one else then you`ve got to dig yourself
You`ve got to take the risk the one that you can`t resist

We were so green when we made the scene
It was us that began the beguine
We had a fast start but along the way they said that we lost our art
Were our clothes too bright or was it because We liked to fight
And by the way has anybody seen Barry Cuda today?

Not the right place I can`t keep the names straight
My memories evaporate
Oh what a display a thousands punks a melee
Was it us that they came to pay
Then we made the records but who made the money? Does Robbie sound funny?
Don`t want to do it again
Don`t want to end
Just turn up to ten

Now I`m writing a song everybody is singing along
Hey Jim do you want to get it on
I`m going to do it again
Don`t want it to end
This time turn it up to ten

 

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