Februar 18th, 2008

QUEST FOR RESCUE (# 124, 06-2007 )

Posted in interview by jörg

Super Einleitung, einfach den Text von deren Myspace-Seite übernehmen. Quest for Rescue gibt`s seit 1991, haben u.a. zwei tolle Platten auf dem Blurr Label gemacht und spielen immer noch melancholischen Core la Descendents + Hüsker Du + Dag Nasty + Moving Targets.

In der Besetzung Marc Ehret (Vocals, sechs Saiten), Klaus Dyba (sechs Saiten), Achim Launert (vier Saiten, Vocals) und Michael Gerstner, Trommel, ergab sich ein kleines Interview im März 2007.

Die krasse Nachricht direkt am Anfang: die Wahnsinnigen machen dieses Jahr eine neue Platte! Quest (wie wir Checker „in the know“ ja immer sagen, ha ha) kommen ja ursprünglich genau wie ich aus Leverkusen, einer wohnt noch da, der Rest in Köln und über einen sehr guten Freund (hey Lars, remember Frankreich `93?) kam ich an deren erstes Demotape ran, dass im Sommerurlaub 1993 rauf und runter lief .

hach ja, schön war die Zeit, dann Quest im Jugendzentrum Bunker in Leverkusen gesehen, mich denn ganzen Tag drauf gefreut, beim Konzert selber merkte ich dann auf ein Mal, dass gar kein Schweiss von mir runter tropft, sondern meine vor dem Konzert genähte Kopfwunde (zugezogen wegen Euphoriesprung an den Türrahmen zu Hause bei den Eltern) wieder aufgegangen ist. Zack Krankenhaus, und wieder zurück aufs Konzert.

Kann man, muss man aber nicht machen. Aber spitzen Geschichte. Oder auch nicht. Lesen sie auf den folgenden Seiten alles über Früh-Kölsch, Leverkusen-Manfort, die „Suffer“, Schools out Parties im Getaway in Solingen.oder eben auch nicht. Whatever. Holger, meld dich mal, wir müssen noch mal Basketball an der Waldschule spielen, diesmal zocke ich dich ab!

Hey Quest, ihr covert ja live was von Jawbreaker und Violent Femmes, wann kommt denn mal eine Coversingle von euch? Und was ist aus dem guten alten live Coverstück von Bad Religion, „We`re only gonna die“, geworden?

Quest for Rescue: In 16 Jahren haben wirs grad mal geschafft, 4-mal ins Studio zu gehen. Da gibt`s keinen Platz für Cover. Coversongs gehören nicht auf Platte, sondern ins Konzert. Meist sind die Originale sowieso um Längen besser. Obwohl „sometimes good guys don`t wear white“ von den Standels auch bei Minors Threat ganz gut klingt. Bad Religion haben wir letztens beim Fast Backwards Festival im KAW (Anm: Kulturausbesserungswerk Leverkusen) gespielt.

Hat Marc eigentlich die „Suffer“ von Bad Religion endlich auf CD für seinen MP 3 Player gefunden? Habt ihr eine Konsens-Gutfind-Bad Religion-Platte?

Quest for Rescue: „Suffer“ war damals für uns die Superplatte. Natürlich kannten wir vorher schon „how could hell be any worse“, aber „Suffer“ war noch mal was ganz neues und ein absoluter Kracher. Von Anfang bis Ende. Ich habe die Scheibe immer noch nicht auf CD, aber es fehlt mir auch nicht besonders. Es reicht, wenn ich ab und zu mal ein Stück davon höre. Wir sind alle was Musikhören angeht sehr flexibel geworden. Da wird auch schon mal was ohne Gitarren gehört.

Auf eurer Myspace-Seite tut sich ja einiges, ne alte Aufnahme von euerem tollen Song „Try“ habt ihr da gepostet und natürlich, dass ihr die Aufnahmen für eure dritte Platte beendet habt und das die 2007 rauskommen soll, im April, wenn ich mich nicht irre erzählt doch mal was zu der neuen Scheibe, wie heisst die, ist das wieder „das beste, was ihr je hinbekommen habt“ (so sagen das ja Bands immer)? Wo kommt die denn raus?

Quest for Rescue: Um mal an die beiden vorausgegangenen Fragen anzuknüpfen und nur, um dich zu enttäuschen, es wird sich nichts auf der neuen Platte anhören wie Bad Religion ;). Wir waren im Mai in Hamburg und haben 10 Stücke aufgenommen. Es war super und für uns Amateure ist es immer wieder eine tolle Sache, sich von morgens bis abends mit Musik zu beschäftigen. Es wird natürlich das Beste. was wir jemals gemacht haben 😉 Jede andere Aussage würde doch bedeuten „Hey Ihr, das Ding ist Scheisse, bitte nicht anhören“. Es ist, glaube ich ganz normal, dass man die neuesten Sachen immer am besten finden, sonst bräuchte man es ja nicht aufnehmen.

Das Album wird einen richtig guten Sound haben und dank Swen Meyer so klingen, wie wir es uns gewünscht haben. Er kennt uns schon so lange und ist `ne Popsau genau wie wir. Swen, wir lieben Dich. Wir wissen nicht, wie lange das Mixen noch dauert (wir haben erst 4 Songs gehört), aber niemand drängt uns. April ist noch realistisch und wir haben im Moment alle Vorbereitungen getroffen, um die Platte selbst rauszubringen. Um einen Plattenvertrag haben wir uns noch nicht bemüht. Das soll aber nicht heissen, dass wir keinen Plattenvertrag wollen, wenn es denn jemanden gibt, der 4 Probemuffel Ende 30 haben will, die Zeit für 5 Auftritte im Jahr haben, bitte…wir sind an Bord.

Wie kam eigentlich Anfang der 90iger der Kontakt zu Carsten von Blurr? Ihr wart doch für eure zwei Platten „Asparagus“ und „Turntip“ auch auf Blurr Records, was ist daraus geworden, gibt`s das noch?

Quest for Rescue: Blurr Records gibt`s nicht mehr. War `ne sehr, sehr spassige Zeit…unsere erste Tour und so. Wir haben jeden Abend durchgefeiert und mittags wieder von vorne angefangen. Möchte ich nicht missen. Auf einem Konzert in Leverkusen hat er uns angesprochen, er würde gerne etwas mit uns machen und es hat gut geklappt. Wir haben ihm einige lustige und gute Konzerte zu verdanken.

Es gab zwar mal einen Punkt, da wusste ich das nicht richtig zu würdigen, aber das ist Schnee von Gestern. Wir hatten erst letzten Sommer einen herrlichen Abend zusammen auf dem Endless Grind in Bremen. Glaube, ich schulde ihm noch ein Matjesbrötchen oder so.

Was würdet ihr auf drei typische Statements zu Quest for Rescue antworten? „Ach komm, Quest, auf dem ersten Demo waren ’se gut, aber dann, und sowieso, sind doch Melodic BMX Popper!“

Quest for Rescue: Das erste Demo war genau das was wir zu diesem Zeitpunkt machen wollten und konnten. Ich finde es auch noch gut, aber heute könnte ich mir das nicht mehr vorstellen. Das wäre so als würde man sich immer nur selbst covern. Das Original bleibt aber besser, also muss man immer versuchen, es ein bisschen anders zu machen.

Ich höre ja auch nicht seit 20 Jahren immer nur die gleiche Musik. Es muss immer weiter gehen. Wir mögen melodisches, es gibt BMX Videos mit unserer Musik und sind deshalb wahrscheinlich Popper.

„Je älter, desto langsamer!“

Quest for Rescue: Auf jeden Fall.

„Dann deren Connection zu Kettcar und dieser ganzen van Cleef Crew -dat is doch kein Punk mehr, alda!“

Quest for Rescue: Jau, das ist die „Schneller-Härter-Lauter“ Fraktion, die sich früher immer auf unsere Konzerte verirrt hat. Dieser Zwischenruf „Schneller-Härter-Lauter“ ist für uns ein fester Begriff (so wie der Satz „wenn hier erstmal Leute drin sind, klingt das alles ganz anders“). Wir setzen euch ab sofort mit 4 Plätzen auf die Gästeliste. Versucht`s beim nächsten Konzert. Ihr müsst einfach nur sagen:“ Ich finde Quest For Rescue Scheisse“ und schon seid ihr für Lau drin. Wir haben euch vermisst, ehrlich ;-).

Wir sind keine Pflichtveranstaltung, nicht für uns, noch für`s Publikum. Es war immer nur unser Hobby und so wird es bleiben. Sicher will jeder gemocht werden für das was er tut, die Leute sind uns nicht egal, nur kann man es nicht immer jedem recht machen… und ja, mit Punk so wie viele Scheuklappenträger es verstehen, hatten wir nie was am Hut. Unsere Verbindung zu Mitgliedern von Kettcar, Tomte oder zum Hund Marie hat viel mit Musik zu tun.

Wir sind früher mal zusammen aufgetreten oder sind zusammen durch die Gegend gefahren, hatten viel Spass und schätzen einander. Das die sich die o.g. auf einem Label wieder finden, hängt doch offensichtlich damit zusammen, dass man einen ähnlichen musikalischen Hintergrund hat. Was man auch hört, denn es ist gute Musik. Punk hin oder her. Schöne Frage, kommt noch mehr ??

Wie kam eigentlich eurer Kontakt zu der Aurich-Szene, also, warum seid ihr da so gut angekommen? Das ist natürlich auch ne Frage, an welches Konzert(e) ihr euch gerne zurückerinnert, eure CD-Release Party im Leverkusener Blue 1995 muss ja auch geil gewesen sein, wie fandet ihr denn das Reviewal Konzert mit alten Leverkusener HC-Bands im Kulturausbesserungswerk 2006 und was war denn das allermieseste Konzert?

Quest for Rescue: Unser erster Auftritt in Aurich, 91 oder 92, fand im Rahmen einer BMX Jam statt. Viele Freunde aus Leverkusen und Köln sind mitgekommen, es war ein richtiger Convoy. Bei unserem Auftritt sind die dann alle ausgerastet und haben glaube ich die Aurich Crew angesteckt oder so… vielleicht fanden die uns aber auch wirklich nur gut. So viele melodische Popper gab`s noch nicht. In den Proberäumen waren die Biohazard-Anhänger in der überzahl. Auf jeden Fall durften wir jedes Jahr wiederkommen, manchmal auch 2-mal. Nur letztes Jahr hatten wir abgesagt. Wir wurden immer lecker bekocht und verdurstet sind wir auch nie.

Müllsäcke voll mit Konfetti, Polonäse durch den ganzen Saal, Besuche in der Disco „old inn“, Fussball-Tunier mit verletzten Marc testet Vans gegen Bierflaschenboden, Krankenhaus, Konzerte im Sitzen, Superparty im sturmfreien Haus, Spinnenweben und Katzenfutter für Geld essen, Küche zerstört (Sorry, wir waren nur zufällig da), Sektempfang mit Anzug und Krawatte, Scharmützel mit Naziaffen, Konzertunterbrechung und ausschwärmen und vieles, vieles mehr…im JUZ ist immer was los. Sicherlich war die Releaseparty im Blue eines unserer besten Konzerte…von der Musik mal abgesehen.

Wir standen mitten im Publikum und um uns herum zu viele Menschen für diese kleine Buntglaskneipe. Das ist schwer in Worte zu fassen. Es war zu laut, zu heiss und genau so wie ein Konzert in der ersten Reihe sein muss. Nur das alle in der ersten Reihe standen (wir inklusive). Ein anderes schönes Konzert war ebenfalls in Aurich. Abi-Party Open Air auf dem Schulhof zusammen mit Samiam und Bandit Jazz. Ich glaube wir haben noch nie vor so vielen Menschen gespielt. Als Samiam die ersten Akkorde spielte, hat sich die Bühnenkonstruktion verschoben. Ein toller Abend. Sowieso sind es oft die Sachen die drum herum passieren, die ein Konzert unvergesslich machen. Das Gefühl, wenn man auf der Bühne steht, ist eigentlich immer gleich geil, ausser die eigene Laune verdirbt es einem. Dann gibt es auch miese Konzerte, aber die vergisst man.

Wir haben sicher mal das ein oder andere Konzert unter Alkoholeinfluss, oder mieser Laune vergeigt… oder mal als Haupt Act gespielt, sind erst um 1:30 Uhr dran gewesen und waren aber schon um 18 Uhr da oder so. Doch das Schlimmste, es war total langweilig. Nur Local Bands die unter sich blieben und begrenzte Getränke… Klaus hat zwischendurch geschlafen. Da lobe ich mir das Reviewal Konzert.

Das war mal genau das Gegenteil. Von mir aus hätten wir erst um 2 Uhr spielen können. So viele nette Leute wieder getroffen, das der Abend viel zu kurz war. Es war der Hammer, super, dass so viele alte Bands mitgemacht haben. Alle beiden Abende waren spitze. In 5 Jahren unbedingt wiederholen!!!!!!

Man liest öfters über euch, dass ihr für viele eine sehr schöne Jugenderinnerung wart; Stört euch das, also so von wegen, dass die Fans mit euch altern, ihr aber keine neuen dazu gewinnt oder die Leute euch nicht für eure aktuellen Songs mögen oder ist das eher ein Kompliment für euch, von wegen das ihr schon so lange dabei wart?

Quest for Rescue: Na ja so bekannt sind unsere alten Lieder auch nicht, dass die Leute überall nur die von uns hören wollen. So wie bei Roland Kaiser… „ohne Santa Maria geht der mir heute nicht von der Bühne“…Wenn wir irgendwo hinkommen, kennen uns viele Leute eben nicht, mögen die Musik trotzdem und manche eben nicht. Wir machen uns da nix vor… wenn das anders wäre würden wir ja viel mehr verkaufen, grosse Festivals spielen und im Radio laufen.

Der Altersdurchschnitt mag bei unseren Konzerten vielleicht etwas höher sein, aber das ist Bauchgefühl und wurde bisher nicht ernsthaft ausgewertet. So lange sich unsere Jahrgänge nicht gleichzeitig auslöschen ist mir das auch egal ;- ) Das mit der Jugenderinnerung stört uns natürlich überhaupt nicht, schliesslich sind die ganzen Leute auch Teil unsere „Jugenderinnerungen“ (Obwohl wir alle längst Volljährig waren).

Was sind denn eure (musikalischen) Jugenderinnerungen? Wenn ich an den genialen Opener von euerer zweiten Scheibe denke, „Look at the pictures“, dann muss es ja die Moving Targets Show gewesen sein, habt ihr die wirklich mal live gesehen?

Quest for Rescue: Ja, ich weiss nicht mehr wann es war aber es war die „burning on water“ Tour im Rose Club Köln. Dieses Album hat für mich immer noch so viel Power und klingt fast schon wie Live gespielt, aber dann mittendrin zu stehen war ein unglaubliches Erlebnis. Achim und Klaus waren auch da. Zwei Wochen später spielten GWAR an gleicher Stelle auf ihrer ersten Deutschland Tour. Was sich da abspielte kann man nur erahnen wenn man die Grösse des Rose Clubs kennt. Die Bühne viel zu klein für die ganze Metzelshow.

Die Monster standen sich gegenseitig auf den Gummifüssen, Schwertkämpfe an der Theke und Zuschauer die zum Luftschnappen blutverkrustet auf den Bürgersteig schwappten…besorgte Dönerbudeninhaber, die uns dann kopfschüttelnd ein weiters Bier verkauften…. Im Rose Club gab es damals viele gute Konzerte, Doughboys, ALL, Murphys Law…Sänger zerschlägt sich leere Früh Kölsch Flasche auf dem Kopf und singt blutend weiter. Hat mich immer sehr fasziniert, unglaubliche Körperbeherrschung.

Wie unterscheiden sich Quest for Rescue 1991 von Quest for Rescure 2007? Ihr schreibt ja auf myspace „Founded in 1991 just for fun. Nothing changed till today. Andererseits wart ihr ja ursprünglich aus Leverkusen und fest verwurzelt mit den ganzen Bands und der Jugendzentrumsszene, jetzt wohnt ihr alle in Köln oder? Nee, Marc noch in Küppersteg oder?

Quest for Rescue: Na ja es hat sich schon einiges geändert, aber eben nicht die Einstellung zu unserem Hobby. Die Songs sind heute genau wie früher ein Mix unserer musikalischen Einflüsse. Ein bisschen was von allem, was wir in den vergangenen 8 Jahren gehört haben. Es klingt alles ein bisschen aufwendiger und fetter. Wir haben Sachen gemacht, die wir früher nicht machen wollten oder konnten. Die sechste Chorstimme mit viel Hall, kleine, unauffällige Gitarrenfrickeleien. So was eben. Klingt insgesamt sehr kommerziell ;-).

Es macht irre viel Spass, so was zu machen und rumzuprobieren. Etwas hat sich jedoch ganz entscheidend geändert. Wir haben nicht mehr ganz so viel Zeit für Musik oder besser gesagt, wir nehmen sie uns oft nicht. Die 10 Stücke, die wir jetzt Aufgenommen haben, sind zum Teil auch 8 Jahre alt. Wir haben`s sehr ruhig angehen lassen. Dass wir zum Teil in Köln und Leverkusen wohnen, hat damit bestimmt nichts zu tun.

Was sind eigentlich euere Lieblingssongs von Quest, also was spielt ihr gerne?

Quest for Rescue: Die neusten Lieder machen normalerweise am meisten Spass aber Seasons ist live auch immer gut. Try, wenn die Leute mitsingen.

Und was will das Publikum hören? Ich liebe ja „Seasons“ von dem Blurr Sampler und natürlich das erste Demo!

Quest for Rescue: Time goes by, Try, Seasons, 90210 normalerweise

Warum singt Marc eigentlich über so viele Frauen? Er ist doch wahrscheinlich seit Jahren in einer Langzeitbeziehung? Schreibt er auch alle Texte?

Quest for Rescue: Ich sing` ja auch schon lange über dieselbe Frau… nee, ich denke mir auch mal Sachen aus, um bestimmte Dinge zu sagen. Achim und ich haben auch mal Texte zusammen geschrieben, die meisten Texte habe ich aber alleine verbrochen.

Gab es in euer Laufbahn mal einen Punkt, wo ihr dachtet, „jetzt schaffen wir es nach ganz oben“ oder so? Oder das Gegenteil, wo ihr dachtet, dass alles keinen Spass mehr macht, weil eh nur noch als ü-30-Band in Juzes spielt?

Quest for Rescue: Das ist beides noch nicht vorgekommen und solange man uns Konzerte anbietet und die Leute auch kommen, ist es doch egal. So alt sind wir nun auch nicht, wir sind ja nicht klapprig oder so. Ich geh auch noch alleine zur Toilette…

Was macht eigentlich Gitarrist Klaus Dyba`s BMX Laufbahn?

Quest for Rescue: Die hat er vor Jahren gepflegt an den Nagel gehängt…der Rücken, du verstehst? Er hat mittlerweile zusammen mit einem Kumpel eine Firma die BMX Räder, Teile und Kleidung produziert. Heisst WE THE PEOPLE und ist ein Renner.

Gibt`s eigentlich noch andere QFR-Nebenprojekte als das von Achim mit Bratseth? Ich meine, der Greg Graffin hat ja da auch letztens so eine Folkscheibe raus gehauen warum haben sich Bratseth eigentlich aufgelöst?

Quest for Rescue: Michael trommelt seit kurzem bei DAS HOLZ. Andere Projekte gibt es bisher nicht.

Achim: An Bratseth sieht man auch, dass sich die Verbindung zu Düsseldorf und der Blurr Fraktion nie aufgelöst hat. Als Marc, H-Andi und Fränkie Disco (auch Bassist bei den SONIC DOLLS) `99 einen Gitarristen brauchten und ich immer mehr Bock hatte auf 6 Seiten zu schrammeln, war ich natürlich dabei. Wir haben dann innerhalb von 5 Jahren eine EP und zwei Alben veröffentlicht, hatten eine gute Zeit und geile Konzerte. Spass war immer unser Motor und die vollsten waren wir auch immer.

Doch auch bei Bratseth wurde die Zeit immer knapper und da man so eine RocknRoll Dampflok nicht mit Halbgas fahren kann, gab es 2004 noch mal eine Abschiedstour, bei der wir es im wahrsten Sinne des Wortes noch mal krachen lassen haben.“ Vielen Dank noch mal an FLIGHT 13! und alle, die mit Bratseth die Flaschen in die Höhe gestreckt haben. Ausserdem habe ich noch mit Christiane und Pascal (ex- RUSTY JAMES) 2002 ein Akustikprojekt namens THE KITTY MELODIES gegründet.

Wir veröffentlichten eine Split LP mit RAIN RIVER OCEAN auf Swing Deluxe/EarthWaterSky. Auch hier wurde die Zeit immer knapper, doch im Gegensatz zu BRATSETH haben wir uns nie aufgelöst. Wir liegen halt einfach seit ein paar Jahren im Koma ;-).

Und am Ende noch kurze Fragen und kurze Antworten bitte Gina Wild oder Pamela Anderson?

Quest for Rescue: Dazu fehlt uns die Schlagfertigkeit. Den ärzten wäre jetzt sicher was eingefallen.

Kim Deal oder Frank Black?

Quest for Rescue: Frank Black.

SST oder Touch and Go?

Quest for Rescue: SST.

Kölsch oder Alt?

Quest for Rescue: Das ist doch `n Scherz…

Leverkusen-Schlebusch oder Leverkusen-Manfort?

Quest for Rescue: Küppersteg…Alkenrath…oder doch Wiesdorf? Köln-Ehrenfeld!!!

Habt ihr nen Gruss an die Trust-Leser? Bitte übermittelt Holger H. Grüsse!

Quest for Rescue: Ja, schönen Gruss von uns und danke, das ihr euch das Interview bis zum Schluss rein gezogen habt. Ich hoffe wir sehen uns mal auf einem Konzert… nur um den Altersdurchschnitt zu drücken. Ihr würdet ein paar alten Männern einen grossen Gefallen tun 😉 Bis dann.

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Interview: Jan Röhlk

Kontakt: Facebook

Links (2015):
Discogs

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