Mai 20th, 2019

HARD-ONS (#144, 2010)

Posted in interview by Jan

“Stupid fucking mainstream pop-punk and their stupid designer skate clothes and their right-wing beliefs. Sport-jocks with their stupid expensive hats on crooked, their stupid piercings and their stupid tattoos and their stupid cheerleader girlfriends and their stupid extreme sport dvds. “Punk” has so much to offer. Die Electric Eels. Chrome. Rattus. GISM. Dezerter. Pere Ubu. Then from the sixties: Chocolate Watchband. Zakary Thaks. Missing Links. This is all “punk”…“

Interview mit den HARD-ONS

Motörhead trifft die Beach Boys, Damned begegnet Abba… oder einfach eine der besten Bands der Welt: Ich möchte ausdrücklich meine Empfehlung zu dem gesamten Material der Band aussprechen, es lohnt sich. Die Australier von Hard-ons – statt Keish nun Peter dabei am Schlagzeug, sonst wie immer Ray am Bass/Gesang und Blackie an der Gitarre /Gesang – haben einen komischen Status. Von den einen verlacht als Ramones-Kopie und dem blöden Bandnamen, von den meisten vergessen…

Dabei waren sie fast immer da, haben sich weiterentwickelt wie kaum andere Bands zuvor (vielleicht von Black Flag und den Goldenen Zitronen mal abgesehen, so um den Daumen gepeilt, nech), ihre alten Fans (nach ihrer Reunion, 1993 – 1998 war ein Break) verprellt mit Noise-und Metal-Einflüssen… heute klingen die Hard-Ons wieder ganz anders, zum typischen Popunk kommen Thrashmetal- und Grind-Einflüsse hinzu. Keiner klingt wie sie, und ich bin mir sicher, dass auch ihre neue Platte, die ich zum Zeitpunkt dieses Interviews (April 2010) noch nicht kenne, wieder grandios sein wird. Nun hänge ich aber bei den Hard-Ons nichtsdestotrotz an den einfachen, schnellen aber höchst melodischen Songs der 80er Jahre. Ich kenne gestandene Männer, die einen Bären mit der Hand erledigen können, ich kenne Soldaten, die übers Töten nicht lange nachdenken und ich kenne Leute aus dem Stellungskrieg im Negazione-Ulm Pit 1987 und ich hab sie alle bei den Hard-Ons Songs live oder von der Platte weinen sehen. Und es würde auch nicht anders gehen, vielleicht sind SNUFF noch die Meister in melancholischen Texten.

Ein rascher Ritt durch die Diskografie, angefangen bei den ersten Gehversuchen von 1986 bis 1990 mit den „Girl in the Sweater“- und „All Set to Go“- Singles auf dem australischen Waterfront Label, den drei Taang! Platten „Dickcheese“, „Love is a Battlefield…“ und „Yummy“, Veröffentlichungen auf Skene, Bad Taste, Radio Blast und den Comeback Scheiben „This Terrible Place“ und „Very Exiting“ gibt es viel zu entdecken. Der Einsteiger greift zu der 1999er „The Best of“ Doppel-LP oder der kürzlich erschienen „Suck and Swallow“ Best of-Scheibe zum 25 jährigen Jubiläum. Die letzten zwei Alben “Most People Are A Waste Of Time” und “Most People are Nicer Than Us” lohnen sich auch, aber wenn man die Band lange hört, dann sind (bei mir) die alten Songs eben das Maß…(auch wenn Keish viele der Songs sang).

Ich rede von „Where Did She Come From”, “Don’t Wanna See You Cry”, verdammt, ich spreche von EPOCHALEN SONGS wie “Raining in my head”, “Missing You Missing Me”, von “Something About You”, den frühen Smashern “ Love Song For Cindy” und “Keish’s New Song”, dem alltime Hit “What Am I S’posed To Do?”, ich rede von “Girl in a sweater”, dem besten Poppunksong aller Zeiten, und von “All set to go”. Spielt einen dieser Songs nach einem Konzert oder in einer Kneipe und jeder über 30 wird senil grinsen und weinen zugleich…

Wer noch einen weiteren Beweis für die Genialität der Hard-Ons haben muss, dem sei gesagt, das die Band nicht nur wahnsinnige Musiker sind, die klasse Songs schreiben – und zwar nicht für dich, nicht für mich, für die fucking Ewigkeit baby –, sondern das sie keinesfalls doofe flache Typen, wie es der plumpe Bandname und einige leicht derbe Songnamen („Surfing on my face“, „Smell my finger“ etc.) vermuten lassen. Die Hard-ons haben viel Wichtiges und Richtiges zu sagen, wie sie hier in diesem Interview wieder beweisen. Das ist, meine lieben Damen und Herren, OPEN-MINDESS, was die Hard-Ons an den Tag legen. Fern von Schubladen denken. So, kann man nur hoffen, bleiben heute Musiker und Musikfans. Geantwortet haben Ray (Bassist und Gesang) und Blackie (Gitarrist und Gesang), beide seit der Gründung 1982 in Sydney, Australien dabei…

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Where Did She Come From?
It was Monday, she had to get away
She said it was Sunday, just wants to fly away I want to hold her, get her to stay with me But she’s too free, she’s just like the sea See her eyes, that’s where the stars come from See her hair, sunlight all day long Whispers her name, comes out just like a song I wish I knew, knew where she was from
Where did she come from

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Hi Ray, Blackie, schön, euch wieder im Trust zurückzuhaben. Ist doch klasse, ihr wart auf einem Trust-Cover Ende der 80er / Anfang der 90er und jetzt ist es 2010, Hard-Ons gibt’s noch, das Trust gibt’s noch. Erstmal natürlich herzlichen Glückwunsch zum 25 plus Jährigen, mögen es noch 100 Jahre mehr sein, yeah!
Ray: Hallo Jan. Es ist schön, vom Trust kontaktiert zu werden. Deutschland ist berühmt für großartige Fanzines wie Trust, Ox, Zap, Plastic Bomb… ein wichtiges Element für underground Musik-Support-Systeme. Deshalb vielen Dank, es ist schön, dass ihr euch an uns erinnert.

Blackie: Das wird nicht passieren, jedenfalls so lange nicht, bis die Einfrier-Tiefdrucktechnik wirklich funktioniert… aber vielen Dank, sehr nett von euch.
Wenn du zurückblickst, hast du das Gefühl, dich verbindet noch etwas mit der Person, dem Teenager, der du damals warst, oder ist alles so lange her, alles hat sich geändert heute, Familie, Jobs, Heirat, ein Haus zu bezahlen, Kinder zu füttern?
Ray: Das Fundamental-Prinzip der Hard-Ons-Existenz hat sich nie geändert. Es ist die Liebe für Musik. Aus diesem Grund habe externe Faktoren keinen großen Einfluss auf die Band. Wir sind älter geworden, es gibt Kinder und so weiter, aber die fundamentalen Musik-Prinzipien sind die gleichen. Deshalb fühle ich mich schon wie die gleiche Person wie 1984. Jedoch weiß ich viel mehr über das Spielen in einer Band und habe ein viel erweiterten Geist… Aber die Basis ist die gleiche: Liebe für Musik. Hass auf Trends. Hass auf Konformität. Liebe für andere Musiker. Liebe für andere Musikliebhaber. So… nichts im Prinzip hat sich geändert, wir existieren in einer musikalischen Blase und für 45 Minuten auf der Bühne ist es immer noch dasselbe.

Blackie: Ja und nein. Ich denke, du behältst immer einen Kern von deiner Persönlichkeit bei, leider. Ich wünschte, ich könnte Teile von mir ändern, aber selbst wenn ich es genau weiß, was ich ändern sollte, um eine bessere Person zu werden, ich kann es dann nicht ändern! Egal, auf jeden Fall kann mein 20 Jahre alter Sohn mehr Gewichte stemmen als ich, er nennt meine Musik „alte Männer Riffs“, ha ha, er hat auch einen besseren Job als ich. Ich bin glücklich, dass es ihm so gut geht. Und ich kann von mir sagen, dass ich Musik mehr lieber als früher, ich habe mehr Wissen und einfach eine viel viel größere Wertschätzung der Tatsache gegenüber, wie wunderschön Musik wirklich ist.
Wenn wir schon beim Thema “Zeit” sind: eure Zusammenarbeit mit Henry Rollins und Jerry A. / Poison Idea machten euch damals noch bekannter, heute ist Rollins zwar noch aktiv, aber scheint keine Musik mehr zu machen und Jerry A. …nun ja. Denkst du, es gibt ein Geheimnis von eurer Langlebigkeit? Ihr habt ja auch einige Jahre pausiert, aber…
Ray: Wir haben uns Ende 1993 aufgelöst und wieder 1998 zusammengetan. Das war wahrscheinlich das Geheimnis für unsere Langlebigkeit. Wir waren dazu in der Lage, eine schöne Pause von fünf Jahren von der Band zu haben. Wir starteten ja als eine High-School-Band von Musikliebhabern. Wir liebten Hardrock. Metal. Punk. Hard-core. Wir waren keine Punks, sondern einfach Teenager, die Musik liebten. Deshalb gab es keinen Druck für uns, Punkregeln zu befolgen. Eigentlich hassten wir diese Punkregeln! Ein Beispiel: Als wir anfingen, lachten Punks über mich, weil ich lange Haare hatte, aber all meine Helden – die Ramones, Stooges, Kiss- trugen lange Haare. Wie sollte ich das jemand in Doc Martens mit einem Iro vermitteln? Die Tatsache, dass wir uns keinen Druck von Musik- oder Mode-Regeln auferlegten, machte uns auch angstfrei in der underground Musikszene. Wir konnten tun was immer wir wollten, es war ok.

Das bedeutete, wir konnten mit einer Menge unterschiedlicher Bands auftreten. Wir spielten mit psychedelic Bands, punk Bands, metal Bands, pop Bands… so kamen wir an die meisten Gigs in Australien ran, mehr als jeder andere. Und so ist es immer noch. Alles ist cool und easy für uns. Wir haben keinen Druck, Geld zu machen, populär zu sein, es gibt keinen Stress. Wenn du spielst, weil du Musik liebst, kannst du für eine lange Zeit spielen. Und: wir kennen uns seit den mittleren 70er Jahren. Wir sind ziemlich gute Freunde. Das hilft viel. Wir kümmerten uns nicht um das Bekanntwerden im Mainstream.

Ironischerweise denke ich, dass wir eine sehr gut zugängliche Band sind, viele Leute schreiben uns, dass ihr vier Jahre altes Kind unsere Musik mag oder so. Ich denke, unsere Musik hat einen universellen Zugang. Popmusik sollte universell sein, leicht von jeden gemocht werden können. Zudem denke ich, dass wir unsere Musik auch viel variieren. Keiner langweilt sich so. Keiner in den Hard-Ons könnte 25 Jahre lang in einer Ska-Punk-Band spielen, vermute ich. Plus: wir hörten nicht auf die Meinungen der anderen. Wir waren schon ein wenig bekannt, aber wir hatten sehr viele Leute, die uns total gehasst haben, Neo-Nazis, Punk Puristen, humorlose Polit-Punks.

Blackie: Ich sage immer, es ist die Liebe, eine wirklich große starke Liebe für Musik. Sehr sehr groß. Und ich bin glücklich, dieses Geschenk erhalten zu haben.
So sehr ich das komplette Material der Hard-Ons liebe – der Song “Sunny” von der “Very Exciting” ist so GROSS – ich gestehe, ich liebe das alte Material der ersten vier Platten mehr. Vor allem diese „Wir sind nicht härter wie du“ Attitüde, die melancholische Musik und diese traurigen Texten zusammen mit dieser Happy Musik und alles auf eine intelligente Art und Weise gemacht… War das nie ein Problem für euch, dass die Hard-Ons als „Fun-Band“, als Teenager Witzband im Stil von NOFX-Toy Dolls gesehen wurden? Ich denke eben nicht, dass das richtig wäre, also das ihr nun Jokes macht und dabei die erste Lemonheads doppelt so schnell runterspielt. Mir kam es immer so vor, dass sich zwischen den Songs eine Message versteckt, z.B. smart zu sein, kein Arsch zu sein, und ja, für sich selber zu denken. Vielleicht hattet ihr nicht diesen direkte Crass / Dead Kennedys „Smash the state“ Zugang, aber so was wie „Werde eine bessere Person“… oder übertreibe ich hier vollkommen? Entschuldige für das Gelaber, die Frage ist: Denkst du, die Hard-Ons haben eine Botschaft?
Ray: Wir lieben Crass und die Dead Kennedys. Wir lieben auch ihre Botschaft. Die Hard-ons Botschaft ist für uns selber, sehr persönlich. Zum Beispiel haben wir eine Menge an Liebessongs. Das ist, weil wir von den klassischen Sixties Popbands beeinflusst sind, wie die Beatles und die Beach Boys.
Unsere Haupt-Botschaft, wenn wir eine als Band haben, würde wohl sein: werde/bleib/sei frei, um das zu tun, was immer du auch tun willst. Das ist deshalb so, weil wir tribalistisches Verhalten, Stammessystem-Verhalten, z.B. eben wie eine Subkultur-Doktrin (Haarschnitt, korrekte Schuhe, korrekte Tatoos, korrekte Haarfrisuren, die richtigen Bands hören), als SKLAVEREI empfinden. Als Teil der modern zivilisierten Welt mit der freien Wahl nach Geschmack, verabscheuen die Hard-Ons kulturelle Fesseln.

Klar, es ist einfacher, mehr Geld zu machen, wenn eine Band sich immer wieder einer dieser Sklavengruppierungen anbietet, aber es ist auch so, dass wir einfach keine Botschaft haben, von der wir wünschen, dass wir sie jedem geben können. Botschaften sind schön, aber wir spezialisieren uns in Lärm und akustische Reinheit, Dinge wie Verzerrung und Lautstärke sind ebenfalls für uns wichtig. Wir haben viele Fans aus Japan. Nicht viele verstehen, worüber wir singen. Vor vielen Jahren nannten uns die Leute in Deutschland HARD-ONES. Sie wussten nicht, was Hard-ons bedeutete. Unsere Botschaft ist nur für uns wichtig. Unsere Musik ist für alle.

Blackie: Well, da liegst du schon sehr richtig! Schau mal, einige politische Bands bewundere ich und denke, dass sie eine großartige Arbeit machen. Dead Kennedys und Crass sind großartige Beispiele dafür! Aber die meisten anderen sind einfach ein Witz für mich. Die Botschaft, die ich manchmal versuche, zu fördern, ist: “Versteh doch, wir sind diejenigen, die den Arschlöchern ihre Macht geben!!“ Ich meine, was wäre, wenn jeder zusammenkommen würde und sich entscheiden täte, keine Parkgebühren zu zahlen? Oder wenn alle zur gleichen Zeit in die Bank gehen, ihr Geld abheben und den Votzen da einfach „Fuck Off“ sagen? Ich habe kein Vertrauen in die menschliche Rasse, egal, was für eine Utopie wir finden werden, unsere Rasse wird einen Weg finden, sie zu zerstören.

Sorry, aber die Menschen haben zu große Defekte, um Sachen in Funktion zu halten. Ich denke, wir versuchen wirklich zu sagen „Just be cool, okay, have a laugh and relax with each other“. Und hier noch eine Sache, die ich seltsam finde: Warum nennen die Leute die Ramones dumm? Wenn du die Sache wissenschaftlich betrachtest, sieht es doch so aus: Um Songs in ihrer einfachsten Art und Weise zu spielen, müssen sie fast perfekt klingen, um gut zu sein, oder? Du siehst, sie waren Genies!!
Ihr seid jetzt auf Boss Tuneage Records, was ist euer Verhältnis zu eueren alten Labels wie Taang, Waterfront, Vinyl Solution etc.?
Ray: Curtis von Taang trafen wir auf Tour in San Diego in 2006 und es war schön, ihn wiederzusehen. Die Vinyl Solution Leute hassten uns wirklich als Menschen, deshalb bin ich mir sicher, es ist ihnen egal, ob wir tot oder lebendig sind. Wir denken auf jeden Fall über sie auch nicht nach. Aber sie waren ein sehr gutes Label. Die Waterfront-Leute sehen wir nicht oft, Chris von Waterfront sah ich kürzlich in Newcastle, nördlich von Sydney. Mit Bad Taste Records sind wir immer noch Freunde, denke ich. Sie sind so großartige Leute. Boss Tuneage sind großartig, sie arbeiten sehr hart. Unsere frühen Alben werden alle wieder veröffentlicht auf Citadel Records als 2CDs Sets in 2011. Natürlich remastert. Wir haben eine unglaubliche Menge an unveröffentlichtem Material.

Blackie: Klasse, ich meine, jedes Label, das uns Tageszeit gegeben hat, ist laut meinen Büchern okay!
Erzählt doch mal was zur neuen Platte, was wartet auf uns, das beste Material seit der letzten, blablabla, ha?
Ray: Jede Band sagt natürlich, dass ihr neues Album das Beste ist. Um ehrlich zu sein: es ist nicht unser bestes, sondern unser zweitbestes. Wir arbeiten an unserem besten Album nächstes Jahr. Die neue Platte kommt im Mai (kam im Mai) auf Boss Tuneage und ist wie immer ein Mix aus Powerpop, Metal und Thrash. Wir sind sehr zufrieden mit der Scheibe. Ich ziehe die auf jeden Fall der „Yummy“ oder „Very exciting“ oder „Love is a battlefield of wounded hearts” vor. Und wie immer hat die Musik ein schönes organisches Gefühl mit keinen zu harten oder mechanischen Sounds.

Blackie: Ha ha, jede Band sagt das und wir natürlich auch! Ich denke, weil wir einige harte Jahre in der letzten Zeit hatten, viel zu viel ist passiert und keine Kohle. Als der Zeitpunkt da war, aufzunehmen, hatten wir so viele Songs und konnten aus sehr vielen das Beste wählen… warte, bis du es hörst!
Leider muss ich es ja gestehen: ich bin AC/DC Fan, vielleicht liegt es daran, dass ich jahrelang dachte, der Song “RocknRoll all nite” wäre von euch, ha. Mögt ihr beide, AC/DC und Kiss?
Ray: Wir sind große AC/DC und Kiss-Fans. Ich sah AC/DC 1976 und Kiss 1980, beide in Sydney, Australien. Wir sind alle große Fans von klassichem Rock. Blue Oyster Cult. Sweet. Boston. Deep Purple. Led Zeppelin. Mountain. Ted Nugent. Van Halen.

Blackie: Klar, gute Musik ist gute Musik. Mir ist es echt egal, ob es nicht cool ist, Kate Bush oder Genesis gut zu finden, weißt du…
Vor kurzem interviewte ich Reverend Norb, wir waren uns beide einig, dass “Girl in the sweater” (von euch) der beste Poppunk Song aller Zeiten ist. Ihr wart an der Speerspitze der Popunk-Mini-Explosion in den späten 80er, eine Zeit, in der in Europa Ami-HC landete… Erinnerst du dich noch an die Touren in den 80er? Was war klasse, Mist, was ist heute großartig?
Ray: Die Touren in Australien, Europa und USA in den 80er Jahren waren alle ein großer Spaß. Es sah so aus, dass viele Leute sehr interessiert an Underground Musik (nicht nur Hardcore) waren und es existierte eine großartige, fruchtbare und kreative Welt von Musikfans und Künstlern außerhalb des (Wissens vom) Mainstream. Butthole Surfers for example played to 3000 people in Sydney, but with no radio or TV exposure. How did 3000 people know about them? Fanzines, word of mouth, all that stuff I guess. Once Nirvana got big, that all changed.

Ich erinnerte mich an eine Deutschlandtour 1993, bei der ein Freund in Hannover mir erzählte, dass Rage Against the Machine spielten und ihre T-Shirts circa 50 DM oder so kosteten. Das war das neue Gesicht des „unterground Rocks“. Ich habe mit Sicherheit nichts mit den neuen alternative Rockbands zu tun, noch mit ihren bescheuerten Fans. Ich hasste Pearl Jam, ich hasste Alice in Chains, später dann, Korn und Primus machten mich krank. Es ist sicher nur eine Frage des Musikgeschmacks, aber ich konnte einfach mit nichts davon etwas anfangen.

Der Boom in der alternativen Rockmusik half auch einer Menge großartiger Bands, z.B. den Melvins. Wahrscheinlich wurden so bestimmte Künstler etabliert wie eben Mike Patton, bei dem ich glaube, dass er sehr talentiert ist und den Erfolg verdient. Alles andere, inkl. dieser langweiligen Grunge-Bands wie „Paw“, machten mich einfach krank. Du kannst dir vorstellen, wie lustig es war, die Leute, denen du in den späten 80er Jahren Briefe geschrieben hast, in echt zu treffen.

Unsere Lieblingsbands. TU-Do hospital. Upset Noise. Hirax. Adrenalin OD. Negazione, Raw Power. Spermbirds. Heresy. Indegesti. Terveet Cadet. Melvins. Agression. Agent Orange. Adolescents. Jeff Dahl. Redd Kross. Chemical People. Descendents. Nomads.

Manchmal sahen wir diese Leute bei unseren Konzerten und wir waren total geschmeichelt und glücklich. Wir freundeten uns mit einigen großartigen Bands an, ich sehe immer noch und schreibe immer noch mit Beppo von der großartigen deutschen Band Spermbirds, bis heute. Was für Legenden. Wir spielten mit einigen unglaublichen Bands in ganz Europa und USA. Ich kam dann zurück nach Australien und sah meine Schulfreunde wieder und ich konnte ihnen nicht erklären, was meine Erfahrung bedeutete. We met Negazione in Torino in 1989 and back home, none of my school friends understood my excitement. Nobody knew who Negazione was.

Heute, mit dem Alternative Rock, weiß jeder, wer die Foo Fighters sind. Ich kann einfach keine negativen Sachen über diese Touren sagen. Ich höre mir einige der live Tapes an und denke, dass wir teilweise nicht soo gut spielten, aber es waren lustige Konzerte. Wir kamen an viele Gigs heran, weil wir uns nicht nur auf Punkgigs verließen. Die einzig doofe Sache war, manchmal gab es horrormäßige Problem mit Faschos. Es gab einige Nazi-Probleme in Ravensburg, einige Faschos tauchten auch in Saarbrücken 1988 auf.

Blackie: Was damals großartig war: der Underground vor Nirvana war so groß, dass du touren konntest und sooooo viel auftreten konntest!!! Live zu spielen ist so schön, aufregend, geil, toll… für mich, das ist echt nicht mehr witzig! Heutzutage ist alles viel kleiner und wieder etwas mehr Mode-fokussiert. Trotzdem bin ich froh, dass Straight Edge nicht mehr so populär ist. Ha ha, ich mag es nicht, Sachen herunter zu putzen, aber viel von dem Zeug war echt lahm. Und ich bitte dich, was zur Hölle ist los mit all diesen Christen-Punk- und Metal-bands? Man, those guys are UNHOLY!! uurrgghhh!
Als Poppunk dann groß wurde mit Lookout Records, Green Day und Screeching Weasel, kam es mir so vor, dass ihr vergessen wurdet, ist das auch dein Eindruck?
Ray: Nein. Ich denke, unsere Musik ist zu divers, um mit irgendwas auf Lookout verglichen werden zu können. Wenn die Leute die Hard-ons vergessen, es ist ihr gutes Recht, dass zu tun. Wir machten nicht Musik für sie.

Blackie: Boo hoo booooo hooo ja jeder hat uns vergessen obwohl wir eigentlich die BESTEN man, die BESTTTTTTTTTTTTTTEN waren whaaaa whhaaahahaha sob.
Wenn du den Status eurer Band in Europa, Australien, USA und Japan vergleichst, ist dieser unterschiedlich oder gibt’s innerhalb der Kontinente größere Unterschiede, z.B. ihr habt Erfolg in Kalifornien, aber nicht an der Ostküste, spielt vor ausverkauftem Haus in Spanien, aber keiner kennt euch in Skandinavien?
Ray: Wir haben sehr loyale Fans in den meisten Teilen von Europa, Japan, USA und Australien. In Spanien gibt’s mehr Publikum als in Schweden, aber wir bekommen viel mehr Fan-Post aus Schweden. Das mag vielleicht den Stand der live Musik-Szene in den beiden Ländern widerspiegeln, ich bin nicht sicher. Spanier sind sehr aktiv in Sachen live Konzerte besuchen, es gibt nicht viele Festivals, aber kleine Clubshows. Ich weiß von einigen schrecklich großen Festivals in Skandinavien, viele Freunde in Schweden erzählen uns, dass die kleinen Clubkonzerte sehr leer sind! Die letzte Tour in Japan 2009 war sehr gut besucht, aber es war unsere erste Tour seit 1991. Nächstes Mal wird es vielleicht schlecht werden, ich weiß es nicht, ich bin nur der Bassist.

Blackie: Ich denke, die Hard-Ons sind überall klein booooo hooo booo hooo awhahahahawhaaaa whaaa schnief schnief etc.
Ihr spieltet mit den Stupids in den 80er und vor einigen Jahren mit den Queers eine USA-Tour, wie lief letztere, habt ihr euch gut verstanden?
Ray: Mit beiden, den Stupids und den Queers, verstehen wir uns klasse. Eigentlich geht es uns so mit den meisten Bands, also, das wir uns sehr gut verstehen. Menschen, die in Bands touren, haben viel gemeinsam. Sie haben oft ähnliche Meinungen in Bezug auf Politik, Ideologien, Ästhetik. Es ist sehr selten, dass wir wie Arschlöcher rüberkommen. Ich habe viele Freunde, die in tourenden Bands spielen. Ich muss sagen, mit ihnen allen komme ich gut zurecht. Ich habe jetzt zum Beispiel keine derartigen Freunde, die in eine Bar gehen und einen Kampf anfangen. Keiner von ihnen ist ein Jock. Wir spielten mit einigen Hardcore-bands in den späten 90er, die totale Jocks waren. Sie wirkten nicht wie
Musiker. Sie und ihre Fans waren mehr so wie Sport-liebende Jocks und Gang-Bangers.

Blackie: Oh yeah, beide Bands sind verdammt super Leute! Joe Queer ist ein super Typ und er war sehr sehr großzügig zu der Band! Wir schulden ihm sehr viel für diese letzte US-Tour! Die Stupids, verdammt, niemand kann so trommlen wie Tommy! Beeindruckend! Weißt du, zu hören, dass sie wieder spielen, das war ein sehr schönes Gefühl!
Mögt ihr die Touren in Europa eher in normalen Clubs oder wollt ihr eine Mischung aus Squats und Clubs oder spielt ihr einfach da, wo das Geld stimmt, auch wenn es jetzt kein Punkladen ist? Lahme Frage, aber interessiert mich, ha ha.
Ray: Ich persönlich spiele überall, wo nach uns gefragt wird. Wir werden überall spielen. Die einzigen Orte, an denen wir nicht spielen, sind Konzertläden, die sich auf nationalistische Punkbands konzentrieren. Wir hatten einmal Ärger in Cottbus.

Blackie: Es muss ein Mix sein… Die Leute müssen verstehen, dass wir Urlaub von unserer Arbeit und Familien nehmen, um zu touren und wir können nicht jedes verfickte Mal Geld verlieren.
Und, wenn anarchistische Punks uns anmachen, warum wir gegen Eintritt spielen… well they can suck my dick! Ich habe noch nie einen anarchistischen Punk getroffen, der nicht voller Scheisse war und immer alles dafür gab, eine freie CD, Shirt, Drinks etc. zu bekommen. Weißt du, wenn ich zum Laden gehe, muss ich mein Essen und mein Benzin bezahlen, ich kaufe Bücher und CDs, warum soll ich für umsonst spielen? Denken die Leute, dass proben, Saiten, Schlagzeugkram und aufnehmen billig sind? Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich meine Solo-Platte machen konnte und ich habe sie immer noch nicht beenden können, weil ich dazu kein Geld habe. Die Hard-Ons brauchten drei Jahre, um eine Platte aufzunehmen, weil wir kein Geld haben, ich denke, du verstehst, was ich meine oder?

Die andere Sache ist, und sie ist ebenfalls sehr wichtig: wir wollen immer ein Killerkonzert spielen. Das bedeutet eine LAUTE P.A., so dass wir alten Fürze auf einem Level spielen können, auf dem wir uns gegenseitig hören! Es gibt nicht bescheuertes, als die halbe Welt zu umkurven und ein Gig zu spielen, an dem die Leute sagen „Ich kann die Stimme nicht hören“ und „Ich kann das Schlagzeug nicht hören“… etc.
Hard-Ons und all eure Noise-, Grind- und Thrash-Metal-Einflüsse und Nebenprojekte sind für mich immer ein Zeichen für eine Band voller Musiker – wirklich als Kompliment gemeint – gewesen, also Kids, die die Schule schmeissen, um Rock´n´Roll zu spielen und fuck the World. Musiker, die Musik lieben, gute Musik, egal ob es N.W.A., ABBA, 13 Floor Elevators, The Shirelles, Saccharine Trust, Velvet Underground oder die ersten vier Metallica Platten oder die „Scum“ von Napalm Death. Neuen Sachen gegenüber aufgeschlossen sein, ich hatte immer das als eine Kernidee von Punk gesehen, aber heute hast du die ganzen Einbahnstrassen-Leute, die nur veganen Blackmetal aus Russland hören, du weißt was ich meine, und speziell im Poppunk findest du so viele tumbe Bands ohne Meinung und keine gute Musik. Meine Frage wäre dahingehend, ob ihr euch als Hard-Ons immer schon etwas allein oder isoliert fühltet mit eurer Open-Mindness?
Ray: Auf gar keinen Fall. Es gibt viele fantastische underground Bands da draußen. Der Grund, warum ich so lange in Hard-ons spiele, ist, weil wir unsere Musik nach jedem Song ändern, deshalb langweilt sich keiner in der Band. Viele der Bands, die ich mag und die ich traf, haben einen sehr weiten Geschmack in Musik. Ich könnte mich mit dem Melvins den ganzen Tag über Musik unterhalten. Das Gerne von Mainstream-Pop-Punk ist so scheisse geworden, wie es nur werden konnte, beinahe genauso dumm wie Nu-Metal. Die Leute, die ich auf der High-School hasste, lieben diese Art der Musik. Scheiss idiotischer mainstream Pop-Punk und ihre scheiss Desinger-Skate-Klamotten und ihre rechten Überzeugen.

Sport-Jocks mit ihren scheiss teuren schiefen Hüten, ihren scheiss Piercings und ihren scheiss Tattoos und ihre scheiss Chearleaderfreundinen und ihren scheiss extreme-Sports DVDs. „Punk“ hat so viel zu bieten. Die Electric Eels. Chrome. Rattus. GISM. Dezerter. Pere Ubu. Dann von den 60er Jahren: Chocolate Watchband. Zakary Thaks. Missing Links. Das ist alles “Punk”. Der durchschnitt-Vans-Warped-Tour-Poppunk-Fuckhead hört MXPX und NOFX und das war’s fast. Diese Leute wechseln regelmässig in andere Segmente von „Punk“ oder verschiedene Fraktionen von „Rock“ überhaupt, wenn sie älter werden… aber um ehrlich zu sein, das geht mich nichts an.

Ich persönlich finde konformistisches Verhalten, das von der Punkszene kommt, absolut schlimm. Ich hasse Stammessysteme. Aber ich bin kein Punk, deshalb geht es mich eigentlich wirklich nichts an. Eine Menge der verschiedenen Elemente der Punkszene ist kunstlos und nur dazu da, Geld von reichen weißen Kids in Gegenden wie Kalifornien und Sydney zu machen, ihnen Schuhe zu verkaufen, so sieht es für einen außenstehenden Standpunkt eines Outsiders wie mich aus. Open-minded people are running clubs, squats, righting zines, playing in kick-ass bands, operating independent agencies, doing great radio shows, running terrific labels….Conformists are too busy buying clothes.

Blackie: Haha, ich denke, mit dieser Frage erzählst du uns gerade deine Plattensammlung!!! Und ja, ich stimme dir zu! Manchmal ist das Wort Punk einfach… doof und egal auch, du musst verstehen, dass wir Australier sind und unsere Helden wie die Saints, Radio Birdman, X, Birthday Party etc. NANNTEN SICH NIE SELBER PUNK. Sie dachten, dieser Kram ist ganz lustig und dass sie aber RocknRoll Musik spielen! The Saints hatten niemals Probleme damit, dass sie sagten, sie mochten die Beatles und Soulmusik. X dachten, Punk war Scheisse, aber für mich waren sie „die“ verdammte Punkrock Band für immer!!! Klingen die Clash krasser als Led Zeppelin??

Ha ha, ich mag sie beide, aber denke, dass Led Zeppelin viel krasser klingt, viel schwerer und härter! Und bitte… wir MACHEN KEINE NEBENPROJEKTE!!! Alle unsere Bands sind uns sehr wichtig und speziell für uns und wir widmen ihnen jeweils sehr viel Liebe. Keine von ihnen ist ein „Nebenprojekt“ und nein, ich denke, es gibt eine Menge open-minded Bands da draußen heutzutage. Wir spielen mit einigen großartigen Bands in Australien, deren Plattensammlungen ich gerne klauen möchte!!! Ha ha, als du Pop-Punk sagtest, …ja, ist es schade, dass diese Art von Musik so viele schlechte Bands beheimatet!
Ich schrieb dir ja, dass ich die SST Open-mindness in deren Hochzeit bewunderte, wenn mögt ihr an Bands, wenn könnt ihr nicht ab?
Ray: Unsere Lieblingsbands… das sind zu viele, um sie hier zu nennen. Wir lieben traditionellen Metal (Manowar, Judas Priest), speed Metal (Hirax, Whiplash), Thrash Metal (frühe Voivod, Exodus), Hardrock (Deep Purple, Led Zep), black metal (Darkthrone, Immortal). Hard-core (Poison Idea, Negazione), Thrash (DRI, Massappeal), Punk (Adverts, the Dead Boys). Pop (Squeeze, The Move), Bubblegum pop (Monkees, Sagittarius), Powerpop (Nerves, Raspberries), Death-Metal (Death, Nalpalm Death), Prog (King Crimson, Soft Machine), Psych (The Factory, Gandalf). Dunklen Postpunk (Bauhaus, Joy Division), Krautrock (Amon Duul II, Annexus Quam), Pop-punk (Teenage Bottlerocket, Beatnik Termites) und das ist nur die Spitze des Eisberges.

Wir lieben sehr viel Avantgarde-Kram (Residents, Stockhausen), Free-jazz (Ornette Coleman, Peter Brötzmann), be-bop (Dizzy Gillespie, frühen Miles), Klassik (Satie, Grieg), kommerziellen Pop (Madonna, Prince), Blues (Blind Lemon Jefferson, Otis Ruch), jamaikanische Musik (Big Youth, Burning Spear), Rockabilly (Collins Kids, Bob Lumans), country (Johnny Cash, Hank Williams), Hillbilly (Lefty Frizzell, Spade Cooley), new-wave (Devo, B-52’s), funk (Graham Central Station, Parliament)…ich werde 50 Jahre alt, bevor ich diese Liste beenden kann. Wir hassen keinen. Ok, ich werde nie ein Konzert dieser HC/Metalcore Bands besuchen, bei dem die Musik sorgfältig ausgewählt wurde, um das im Moshpit stattfindende Kick-Boxing zu untermalen. Dann wiederum, es ist nicht mein Business, wenn du Lust hast, auf solch eine Veranstaltung zu gehen, die sind sehr populär in Australien, wahrscheinlich, weil wir so ein sportverrücktes Land sind.

Blackie: Lustig, dass du SST erwähnst… Ich liebe sehr viele Bands auf dem Label, aber es war scheisse, herauszufinden, dass keiner der Bands bezahlt wurde… und abgerippt wurde. Man, sogar Raymond Pettibon war angepisst von ihnen, dass sie ihm gegenüber kein Respekt vor seiner Kunst zeigten und wenn sie Musikfans waren oder ihnen die Musik wichtig waren, warum remastern sie verdammt noch mal nicht die verfickten CDs!!! Man, Hüsker Dü sind echt der Shit und so, aber ihre CDs klingen wie wenn du sie aus einem anderen Zimmer hörst… Buzz von den Melvins machte mal die kluge Bemerkung mir gegenüber eines Tages, als er sagte: „Wir waren auf beiden, Indies und Majors, und beide sind Scheisse!“ Ha ha, ich denke er wollte sagen, dass beide das gleiche sind auf einer anderen Skala…

Einige Bands machen wirklich super Sachen, z.B. Radiohead, ich denke, sie sind klasse, aber sie sind auch sehr glücklich, in so einer Position zu sein. Unsere Lieblingsbands, Man, das würde ewig dauern… aber wir lieben Sixties, Punk und Psychedelic SEHR. All den ganzen Seventies Punk, besonders Zeug wie die Dead Boys, Damned, Buzzcocks, The Saints etc. und ich liebe Postpunk! PIL, Magazine, Birthday Party etc. Hardcore, besonders Discharge, Poison Idea und Black Flag sind meine Favoriten. Krautrock… Can, Faust und den 70er Metal mag ich sehr, sogar Ted Nugent, ha ha, 60er Pop Scheiss, du siehst, was ich meine, ich könnte die ganze Nacht weitermachen und ich muss gleich den Abwasch machen… Noise, Dub, frühen Funk, Dream Theaters, viel Progessive etc.
Am Ende, was war oder ist die beste Band aus Australien für dich, Death Sentence, Seven Minutes of Nausea oder Pisschrist?
Ray: Death Sentence sah ich, Pisschrist auch, wahrscheinlich lagen mehr als 20 Jahre zwischen den beiden Konzerten, beide waren brillant. Ich habe noch nie was von “Seven Minutes of Nausea” gehört. Die beste australische Band aller Zeiten waren the Spunk-bubbles.

Blackie: Ich hab noch nie was von Seven Minutes of Nausea gehört, scheisse, hab ich was verpasst?? Und ich sage dir, Pisschrist sind super, aber meine Lieblingshardcore-Band hat vor einiger Zeit aufgehört, sie hießen „cut sick“ und waren live ein echter Hurrikan!!
Hast du noch Grüsse an unsere Leser?
Ray: Wir würden gerne in Deutschland im September / Oktober 2010 spielen, wir würden es super finden, euch bei den Konzerten wieder zu sehen. Es ist immer noch aufregend, in Deutschland zu spielen, ein Land mit so einer großen musikliebenden Bevölkerung und so einer großartigen Geschichte einflussreicher Bands: Can, Faust, Kraftwerk, Neu!, Cluster, Manson Youth, Spermbirds, Scorpions (außer dem späten Kram), Kreator, Sodom, Tu-do hospital, Pissed Spitzels…Challenger Crew, Accept (hauptsächlich „Restless and Wild”), Jingo De Lunch, Hostages of Ayatollah… Es ist immer noch ein großes Privileg und aufregend, in Deutschland zu spielen, wir würden es total super finden, euch beim Konzert zu sehen.

Blackie: Wenn ihr es bis zu dieser letzten Frage gelesen, danke, dass ihr meine Fahrt ausgehalten habt, haha, huggggggggggggggggggggggggggggs to all you guys!!

Interview: Jan Röhlk
Fotos: Ray/Hard-Ons, Marc Gärtner
Kontakt: hard-ons.net

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