November 3rd, 2016

10 Jahre TRUST Rückblick mit Inhaltsangaben, Heft-Nummern 16 – 35 (#59, 08-1996)

Posted in artikel by Jan

Hier nun Teil 2 des Abrisses zu der im letzten Heft begonnen Geschichte des Trust.

# 16 Januar-89
Titel: Das heilige Land, durchschnittliche 1 1/2 Seiten Leserbriefe, Armin – want’s to say hello & thanx alot to the following VIP’s – dann kommt ’ne Seite mit vielen bekannten Namen – we’re all tiny giants. Dolf – ist eigentlich jemandem aufgefallen das in # 15 keine Kolumne von ihm war – die ging verloren… Kurzrückblick auf den Kern der Kolumne die nie erschien und dann Gedanken über den boom „unserer“ Musik und viel drumrum. News und 1 1/2 Seiten Termine. The Accused, ein Artikel von akö – unter starker Zuhilfenahme von J. Nitschmann – über den Umgang der „Politik“ mit HausbesetzerInnen und wie sie benutz werden. Dann die ultimative Scumrock-Story, geschreiben von Mykel Board, in den Usa im New Yorker Stadtblatt „Downtown“, in Europa exclusiv im Trust – illustriert mit einigen Party-Fotos aus Bayern (echt unglaublich!!!), A -Z mit Erosion, Snfu, 2 Seiten Fanzines, gefakte „Pollergebnise 88“, Protestaufruf wegen der einknastung von 5 Tschechen wegen ihrer politischen Tätiggkeit. Naked Raygun, The Beatnigs, akö zum Tode Erich Frieds. Baboon Dooley Cartons von John Crawford, „a few words in english“ von Armin wo er sich drüber äußerst das sich plötzlich Spex und Co für HC interessieren: “ ‚Hardcore‘ ist nothing more but a ‚media-classification‘ for a certain kind of sound“, gut gesagt und er hat leider recht behalten. 8 Seiten Plattenreviews, u.a. mit: Crowd of Isolated, Destination Zero, Jingo De Lunch, Too Bad, Wizo (das Demotape), Angst, Attitude, Bad Brains, Bad Religion, Beatnigs, Capitol Punishment, Danzig, Dr Know, Fugazi, Gang Green, Government Issue, Jad Fair, Mega City Four, Mudhoney, No Pigs, Rapeman, RKL, Sink, Social Unrest, Soundgarden, Stikky, Subvert, Token Entry. Die Rückseite: „Palestina 88“ (steht im Zusammenhang mit dem Titelbild…)

# 17 März-89
Titelbild: Collage Lethal Aggression vs. Youth of Today. Bei den 1 1/2 Seiten Leserbriefen wird akö als „gelernter“ Journalist enttarnt und das seit kurzem auf dem Markt befindliche „Shark“ kritisiert. Armin attackiert in seiner Kolumne die „Spex-Tendezen“ bei Julian und läßt sich sinnvoll über Inhalte und Verkaufszahlen des Hardcores aus. Dolf stellt mal eben klar wie es sich mit Straigth Edge verhält. Bei den News wird in einem Nebensatz bemerkt das die B.I.D. (Berlin Independence Days) nicht von interesse ist. Mittlerweile bringt man es schon auf 1 1/2 Seiten Konzert-termine. Youth of Today (Walter: „In New York gibt es right wing bands wie Warzone und Y.D.L….“) – aber auch sonst kritisch und interessant. Lethal Aggression werden von Arabella interviewt – was somit ihr Einstand war. Ebenso zum ersten Mal erscheint akös Literatur-Kolumne.

Die beiden – übrigens sehr empfehlenswerten – Bücher „Banned in DC“ und „California Hardcore“ werden vorgestellt. Destination Zero, Lena berichtet über die Kiefernstraße in Düsseldorf und das dort ansässige AK 47, 2 Seiten Fanzines, ein – heute auch noch/ wieder aktueller Artikel über Flublätter für Konzerte und deren Gestaltung, Target of Demand, Riebe aus Hamburg schreibt über Hein Bitz (jetzt weißt auch du wo der Name des Hamburger Labels herkommt). „Überlegungen zum gegenwärtigen Zustand des Reggae und der Reggae-Szene“, geschrieben von Günther Jacob und somit sein erster Beitrag fürs Trust. Angry Red Planet aus Detroit werden befragt, akö journalistelt zum Thema „Wie man unbequeme Kulturen am einfachsten wieder los wird“. „Nachdem die Crossoverwelle nun endlich vorbei zu sein scheint“ steht da 89 in der Einleitung zum Sacred Reich Interview. Einige der Bands die bei den Platten besprochen wurden: Jingo De Lunch, All, Angry Samoans, Bambix, Bastro, Conflict, Corrosion of Conformity, Daniel Johnston, Doggy Style, Dwarves, Econochrist, Fearless Iranians from Hell, God, Gore, Th‘ Inbred, Jeff Dahl, Murphy’s Law, Neurosis, No Means No, Pailhead, Prong, Septic Death, Slapshot, Snfu, Social Unrest, Soundgarden, Uk Subs, Vic Bondi, Wench. Auf dem Rückcover ist ne geile „anti-rasist-skinheads“ Zeichnung. Ansonsten hat das Heft mal wieder 76 Seiten und es liegt außerdem eine Flexi von Destination Zero bei.

# 18 Mai-89
Auf dem Cover die Norweger Life but how to live it. In diesem Heft zum ersten Mal keine Leserbriefe – was damit begründet wird das aus „marktstrategischen Gründen“ auf die Leserbriefe ab sofort verzichtet wird und deshalb Anzeigen da sind, bzw. das Leute gerne Leserbriefe gegen Entgelt schreiben können – das wurde auch von einigen Leuten ernst genommen… Dolf schreibt über „grenzenlose Dummheit“ und Rassismus im allgemeinen und quengelt etwas rum, Julian Weber schreibt eine Kolumne – natürlich um auf die Vorwürfe von Armin aus dem letzten Heft zu reagieren – spätestens jetzt dürfte allen klar sein das da unüberwindbare Gräben sind. Gleich bei den News wird die erste Sommerpause angekündigt, wieder 1 1/2 Seiten Termine. Dann bekommen jeweils 6 Seiten Cat-O-Nine Tails und So Much Hate, Wolfgang Bogner trägt seinen ersten Artikel bei, über den Cartoonist J.M. Reiser, ein Raggae-Platten-Spezial von akö, gnadenlose 8 Seiten mit den Dänen L.U.L.L., akö bespricht auch zum ersten Mal einige der auf 2 1/2 Seiten gefeaturten Fanzines mit, Life but how to live it (mit klasse Fotos von akö), das „Threat by Example“ Buch wird vorgestellt, nochmal Wolfgang über Hubert Selby sowie der Teil II vom Reggae-Artikel-Dingsda. Auf den 12 Seiten Plattenreviews u.a.: Anti Toxin, Arm, Boxhamsters, Human Error, Graue Zellen, Hass, Nickanuke, Subway Surfers, Urge, Agnostic Front, Attitude Adjustment, Bitch Magnet, Blast, Cro Mags (enttäuschten bereits hier mit ihrer 2. Lp), Descendents, Didjits, Goo Goo Dolls, Hard Ons, Hells Kitchen, Killdozer, Lard, Laughing Hyenas, Leeway, Life but how to live it, Mega City Four, N.W.A., Operation Ivy, Pixies, 7 Seconds (machen sich mit „Ourselves“ zu Deppen), SFA, Shudder to Think, Soulside, Tad, Uniform Choice (und tschüss), Urge Overkill, White Zombie. Klasse Rückcover-Zeichnung von Christoph Marx zum Thema: Major’s fressen Hardcore auf.

# 19 September-89
Das war definitiv die dickste Ausgabe die bisher erschien, nämlich 100 Seiten stark und als dreingabe auch nocht eine Flexi von Alien Boys, auf dem Titel NWA, diese Ausgabe kostete dann auch 4.- DM. Am Anfang wird erstmal generelles (also Business-Quatsch) geklärt – hier taucht dann auch schon zum ersten Mal eine Fax-Nummer auf. Weiter mit Kolumnen wo Armin berechtigterweise genervt ist vom Business das sich immer mehr in die Szene einschleicht – Abschlußsatz: „Unity is Fascism“, Dolf beschäftigt sich dann mit „Meinungen über Personen die man nicht kennt und was dabei rauskommen kann“. Dann schreibt akö eine Art Artikel über NWA, leider hat er nie mit ihnen gesprochen, deshalb zählt es auch nicht. Bad Religion, das Blitz in Oslo, Cable Street Beat – Antifa Organisation aus England wird vorgestellt, Soulside, Snuff, Büchervorstellungen, Victims Family, Gwar (10! Seiten), akö über „Schwarze Musik“, Spirit Family Hannover und die dazugehörigen Bands werden gefeaturet, Nirvana, Jaques Meserin – der Mega-Verbrecher Teil 1, 2 1/2 Seiten Fanzines, Uniform Choice, Cat Butt, 14 Seiten Plattenreviews: Arm, EA 80, Emils, Idiots, KMFDM, Militant Mothers, Suckspeed, Walter 11, All, Bloodstar, Bullet Lavolta, Die Kreuzen, Excel, Faith No More, Fugazi, Heresy, Junkyard, Killdozer, Lazy Cowgirls, Lemonheads, Lunachicks, Madball, Negazione, Nirvana, Sheer Terror, Sick of it all, Snuff, SWA, Tar, Target of Demand, Trusty. Auf dem Rückcover eine geile Polit-Zeichnung von Christoph Marx.

# 20 November-89
Das erste farbige Titelbild in der Geschichte des Trust, gezeichnet von Fabian Richter. Eigentlich sollte dieser Ausgabe auch eine limitierte, einseitig gepresste 7″ der Spermbirds beiligen, das wurde aber in aller-letzter Sekunde von Thomasso und Armin vereitelt (Thomasso hat einen Mitpräsentator der 7″ mit Armins „Don’t forget the fun“ Kolumnenkopf überklebt – für Armin hörte dann der Spass auf und er überreagierte, im Endeffekt war das nur der berühmte Tropfen… der arme Mitch mußte dann noch schnell 2000 Beileger anfertigen wo draufstand „Es liegt keine Single bei“) und besiegelte Armins Ausstieg. Die News waren hier schon ziemlich Glitterhouse bzw.Sub Pop /AmRep verseucht, erstmals gab es über 2 Seiten Konzertankündigungen.

Dolf regt sich über überhöhte Gagenforderungen langweiliger Indie-Bands auf und schweift noch eben ab zum Thema Massenbewegung = Hohlblöcke, akö steuert seine erste Kolumne bei und läßt sich drüber aus was Hardcore ist oder nicht und wie er die Schnauze voll hat. Doughboys, Haywire, Thomasso gibt einen Grundstock zur HC-Plattensammlung vor – gut gewählt. Gorilla Biscuits, Excel, der tschechische, politische Dissident Peter Cibulka und seine Probleme mit der Regierung werden von Susanne Zago vorgestellt. A -Z mit den Hard Ons, Dickies, Literatur von akö, Attitude, Teil II des Features über den Verbrecher Jaques Meserine, 2 Seiten Fanzines, Union Carbide Production und Operation Ivy. Über 10 Seiten Reviews: Angeschissen, Bates, First Things First, Noise Annoys, Pullermann, Ugly Food, Anti Seen, Asassins of God, Bad Brains, Bitch Magnet, Capital Punishment, Cosmic Psychos, Helios Creed, Detonators, Disorder, Dog Faced Hermans, Fire Party, Gang Green, Gorilla Biscuits, Green Day, Jerrys Kids, Lazy Cowgirls, Leatherface, Lookouts, MDC, Membranes, Mudhoney, No Fx, No Means No, Poison Idea, RKL, Soundgarden, Trottel, Wat Tyler – sowie extra 2 Seiten mit Tape-Reviews. Diese Ausgabe hatte 84 Seiten (deshalb wurde sie auch für 4.- DM abgegeben) und zum ersten Mal war eine Anzeige auf der Rückseite – es soll nicht die letzte gewesen sein…


# 21 Januar-90

Titel: Soul Asylum, die Leserbriefseite – zu Sonderpreisen, Dolf über sein Adressbuch und dessen Schmälerung, fuckt Christmas und alle Religionen, für Realität und gegen Bootlegsammler. Interna – wegen der fehlenden 7″ in # 20 und so, Mudhoney, News – Tad soll ein Gesicht gemalt werden, ’ne Seite Konzerttermine, Arm zu Stichworten, Wrecking Crew, akö über Kurdistan und dessen Volk, Bitch Magnet, Underdog, AmRep’s Tom Hazelmeyer, Dezerter, All, „Welt Beat“ von Wolfgang, Spex-Verarsche von „Henrietta WallRAF“ (wer war das?), Ian McKaye schreibt Nachbemerkungen zu der Fugazi-Tour, Cosmic Psychos, Mumia Abu-Jamal. Die Trennung „International“/ „Brd“ wird aufgehoben und alles wird in alpabetischer Reihenfolge zusammengepackt., auf „nur“ 8 Seiten da es die meisten Reviews im Pc verschwunden sind… Bad Religion, Bold, Boss Hog, Creamers, D.I., Doughboys, Drowning Roses, Erosion, Happy Hour, Les Thugs, Killing Time, Mudhoney, Offspring, Tad, 3, Unity. Auf der Rückseite eine Anti-Pelz-Collage von Lynx. Auch in diesem Heft reichten die übliche 68 Seiten nicht aus und es mußte auch 80 erhöht werden, trotzdem nur 3.- DM.

# 22 März-90
Titelfoto: Noise Annoys. Eineinhalb Seiten Leserbriefe, Dolf über „was heute ok ist kann morgen scheiße sein und was gestern ok war ist heute kacke“ – got it?, Harald „Sack“ Ziegler hat Tad gleich 5 Gesichter gemalt, News (die hier fast nur aus wer was wann veröffentlicht bestehen…). 2 Seiten engst mit Terminen, Noise Annoys, Lazy Cowgirls, Tiefflugexport nach Labrador/Canada & die daraus folgende Bedrohung der Innu-Indianer, knapp 1 1/2 Seiten Fanzines, VD (versuchen cool zu sein, sinds aber nicht), Fragebogen/Leserumfrage-Poll, sehr ausführlich mit – für damalige Verhältnisse massig Preisen, Cateran, Information zur Situation der Alternative in Lübeck und des Blitz in Oslo, Sink, Teil III von J. Meserine, Chemical People werden von Thomasso befragt und in „Schutz“ genommen. Eine Seite Tapes und 13 Seiten Platten: Angeschissen, Death In Action, Flowerpornoes, Idiots, Momido 7, Noise Annoys, Nonoyesno, Adolescents, Bad Town Boys, Bastro, Butthole Surfers, Buzzcocks, De Kift, Dezerter, D.O.A., D.R.I., Fidelity Jones, Fugazi, Jesus Lizard, The Last, L7, Mega City Four, Melvins, Paradise Lost, Ratos de Poraro, Sink, Snuff, Verbal Assault, Wretched Ones – auch hier ist die Rückseite wieder ’ne Anzeige.

# 23 Mai-90
Das Titelbild ist ein Zeichnung des Zodiac-Mörders. Die obligatorischen 1 1/2 Seiten Leserbriefe, wo sich – berechtigterweise über Thomasso’s Chemical People Interview aufgeregt wird, der kontert wiederum ganz gut. Dolf beschäftigt sich in aller Kürze mit Internas, Akö schreibt über Massenbewegung und „Münchner Selbstdarstellungs Drang“ – auch hier tun sich sichtbar Gräben auf. News (Slime habe sich reformiert) und es wird auch wieder eine Sommerpause angekündigt, nur eine Seite Termine. Sonst sind da Interviews mit: Stengte Dörer, Hells Kitchen, Literatur, über das Phänomen Massenmord und im Anschluß die Geschichte des Zodiac-Mörders, Urge, D.I., auch nur ’ne knappe Seite Zines, Trottel, Günther Jacob bringt nochmal ein Raggea-Special. Dann eine Änderung bei den Rewiews – die diesmal 11 Seiten umfassen z.B.: Accused, All, Big Boys, Celebrity Skin, Clawhammer, Cows, Dwarves, The Ex, Fugazi, G.B.H., God Bullies, Green Day, Kina, Leatherface, Mega City Four, Mr. T Experience, Neurosis, No Means No, Nonoyesno, Prong, St. Vitus, Samiam, Senseless Things, Seven Sioux, Snuff, Stand To Fall, Tech Ahead, Verbal Abuse. Auf der Rückseite des Heftes eine „lustiges“ Fingerpuppen-Cartoon.

# 24 September -90
Auf dem Titelbild Dr. Bruker, der noch für einige Aufregung sorgen wird. 3 (!) Seiten Leserbriefe, fleissig Angemache und Diskussionsbeiträge praktisch nur über Sexismus, Dolf „verteidigt“ Nonoyesno und relativiert, Persönliche Meinung als politische getarnt, uvm., mußte schon lesen, D.O.A., News, 2 Seiten Termine, Big Chief, Dr Brucker über die Gefähr-lichkeit von Zucker mit Illustrationen von Marie, über 3 (!) Seiten Fanzines, Corrosion of Conformity, Leserumfrage-Auswertung, der Trust-Wagen wird ins Rennen geschickt (kleine Verarsche…), Shudder to Think, Büchervorstellungen, Mega City Four, Flower Leperds und 12 Seiten Plattenreviews z.T. unendlich klein gedruckt, mit dabei: Angry Samoans, Anti Seen, Babes in Toyland, Bomb, Cop Shoot Cop, Devil Dogs, Didjits, Dinosuar, Dwarvs, Ed Hall, Evil Horde, First Things First, Frightwig, Geteilte Köpfe, Gwar, Hole, Holy Rollers, Jesus Lizard, Poison Idea, Scream, Slapshot, Urge Overkill, Samiam, Memento Mori, Urge, Boxhamsters, Senseless Things, Do or Die, Leatherface, Primus, Spermbirds, 2 Bad, Germs, Subvert, Charly’s War, Jawbreaker, Inferno, Unrest. In diesem Heft kam dann auch die Satzmachine zum Einsatz.

# 25,5 November-90
Auf dem Cover dieser, sehr spät erschienen, Ausgabe sind Celebrity Skin zu sehen. Dann ganze 3 Seiten mit klasse Leserbriefen, viel Sexismus-debatte und Faschovorwurf an Dr Bruker. Akö kündigt einige Verände-rungen incl. der Wiedereinführung der Tapeseite an, Dolf bringt Hirn aufs Papier, winselt wegen der Verspätung und befasst sich mit dem „West Stage Dive Contest“ und dem drumherum. Nur eine 1/2 Seite Konzertan-kündigungen, Janes Addiction, Do or Die, Alice Donut (das war der Einstieg von Tom Dreyer), Babes in Toyland & L7 im Artikel, Akö schlägt einmal rundum in „Sign of Times“, Celebrity Skin, Evil Horde, wieder nur 1/2 Seite zines, dafür aber wieder eine Seite Seite Tapereviews – mit neuem „sexistischen“ Logo und Bored. 15 (!) Seiten Plattenbesprechungen: Alice Donut, Big Chief, Cringer, Disaster Area, Emils, False Prophets, Fuel, F.U.’s, Gas Huffer, Graue Zellen, Helmet, HP Zinker, Killdozer, Lard, Monster Magnet, Napalm Death, Negazione, Notwist, Pullermann, Reagan Youth, Rollins Band, Tar, Toxoplasma, Unsane, Victims Family. Auf der Innenumschlagseite der erste Cartoon-Beitrag von Fritz Effenberger.

# 26 Februar-91
Das Heft schmückt der Text von dem Crucifix-Song „Peace or Annhilation“ Bei den 1 1/2 Seiten Leserbriefen geht es immer noch um Sexsimus und auch die Reaktionen auf das neue Tape-Logo bleiben nicht aus. Dolf relativ kurz wo was machbar ist und er erkennt ausserdem das „Beschäftigung“ das A & O ist, Akö klingt sich in die Kommandobrücke ein und schimpft gegen die Münchner, außerdem siniert er über „Mulitcore“ und Hardcore im Allgemeinen. News, 1 1/2 Seiten Termine und dann eine 10 Seiten Story über das Blitz in Oslo von akö, Beck Session Group, Radio Placebo wird kurz vorgestellt, Aktionsaufruf gegen die Pelztiermesse in Frankfurt, fast acht Seiten mit Tech Ahead, die obligatorische Seite Fanzines, dann ein 5-Seitiges Gespräch von akö mit einer Pornodarstellerin – natürlich zum Thema, Triebtext von Bdolf, 2 Seiten Tapereviews, auch wieder mit neuem Logo, genauso sexistisch nur mit dem anderen Geschlecht, Didjits, eine ausführliche „Aufklärung“ zu den Nazi-Vorwürfen gegen Dr. Bruker mit etliche Seitehieben gegen bestimmte „Linke“, sowie ein Artikel von ihm über Säfte. Nur 4 Seiten Rezensionen, das ganze Heft wurde praktisch von akö und Dolf allein gefüllt, was mehr oder weniger der Anfang des Endes von Thomasso war. Einige der besprochenen Scheiben von: Bad Religion, Bullet Lavolta, China White, Citizen Fish, Charlys War, Fuel, Exploited, Fu Manchu, G.B.H., Happy Hour, Hass, Insted, Jesus Lizard, Life but how to live it, Lul, The Queers, Slapshot, Sink.

# 27 April-91
Cover: Poison Idea Die 1/2 Leserbriefseite besteht in erster Linie aus wohlwollenden Bemerkungen bzgl. des wegfalls der Münchner und das Trust wieder mehr Inhalt hat. Dolf gibt ganz kurz bekannt das Thomasso weg ist und blablat rum, akö über Hussein und dies & das, News, wieder über 2 Seiten Konzerte, Poison Idea im Biertest und Interview, Bad Yodlers, ein Aufruf der Friedensbewegung die Golfkrise gewaltfrei zu lösen und eine Gegenpetition von Günther Pröpper, Wolfgang über eine Biographie von Assata zum schwarzen Widerstand in den Usa + Fotos. In diesem Heft sind zum ersten Mal Anzeigen von Majors, also der Industrie (Sony & Emi). Zu den 1 1/2 Seiten Fanzines kommt diesmal noch eine halbe Seite Videobesprechungen, Citizen Fish, auf der Tape-Seite taucht zum ersten mal Solo (Gerhard Zimmermann) als Rezensent auf, eben so haben Fritz & P. ihr Interview-Debut mit Caspar Brötzmann Massaker, Literatur, Leatherface, zwei Bücher aus dem Pressure Drop Verlag werden vorgestellt: „A No Record Deal“ und „You don’t have to fuck people over to survive“, sowie noch mehr Buchvorstellungen und Charlys War. Diesmal nur 8 Seiten Scheiben (an denen auch noch Thomasso und Julian beteiligt waren): Artless, Crowd of Isolated, Gray Matter, Meat Puppets, Nirvana, Pegboy, Radical Dance Faction, Swamp Terrorists, Butthole Surfers, Token Entry, Primus, Kina, Seven Sioux, A.O.F., Melvins, Bad Religion, Bullet Lavolta, Devil Dogs, Jesus Lizard, S.O.B., Tad, Swiz. Die letzte Seite schmückt eine Politcollage aus dem Punchline.

# 28 Juni-91
Titelfoto: Geteilte Köpfe, auf den beiden Lesebriefseiten äußern sich fast alle zur Golfkrieg-Gegenpetition, Dolf über die Plattenschwemme und wer das denn noch alles kaufen soll – ausserdem wartet er zum ersten Mal drauf das die ganze Blase platz, Fritz gibt seinen Kolumneneinstand (Hasso Fass) und akö kolumnt so über dies und das rum. News (jetzt immer von akö), 1 Seite Konzerttermine, Chumbawamba von Wolfgang, Within Range, Wounded Knee-Massaker von Günther Pröpper und akö, die „E’s“ im Essen werden von Fritz & P. kurz erklärt, Heads Up, Roir-Tapes werden vorgestellt, die reguläre Tape-Seite hat nun endlich ein neues Logo (von P.) das nicht irgendwie „sexistisch“ (bzw. einfach nur blöd) ist. Geteilte Köpfe, Teil 1 über den kriminiellen Theo Berger, ’ne Seite Fanzines und Toyfactory. Um diese Zeit beginnt dann unser bis heute gebliebener Rückstand mit den Reviews, er wird zwar noch ein zweimal eingeholt ansonsten bleibt er aber. Hier: Arm, Attittude Adjustment, Black Market Baby, Born Against, Coffin Break, Chemical People, Cowboy Killers, Discharge, Dezerter, F.F.F., Heiland Solo, Leatherface, No Fx, the Plot, Karen Black, Mr T. Experience, Wizo. Wieder ein Polit-Backcover von John Yates.

# 29 August-91
Titelfoto: Krüppelschlag und, tätä, keine Leserbriefe, Fritz äußert allgmeinen Unmut und klagt über die Vinyl-Flut, Dolf fährt in Urlaub und sagt nichts, akö erfindet den Cybernetic Hotpot-Sound, News, Box-hamsters, Moving Targets, Sepultura (das erste Interview von Luzia Ebbinghaus und Kerstin), ’ne Seite Tapes, Heiland Solo, Sylvia Juncosa (von Gregor Kessler), Nocif, Kapu-Linz wird vorgestellt, ’ne Seite Fanzines, Asassins of God, Israelvis, Kortatu (von Wolfgang Sterneck), Luzia und Kerstin legen auch gleich noch Primus nach, Pigmy Love Circus ist Matthias Erbe’s erstes Interview fürs Trust und in diesem Heft beginnt er auch Reviews zu schreiben, Usa Tourtagebuch von und mit den Alien Boys. Ein neues Logo schmückt die 12 Seiten Plattenreviews und Fritz schreibt da jetzt auch, u.a.: Contropotere, Ratos de Poraro, Samiam, Trottel, Wat Tyler, House of Suffering, Snuff, Suckspeed, No Means No, Thatcher on Acid, Boxhamsters, Baffdecks, Waltari, Paradise Lost, Naked Lunch, Die Goldenen Zitronen, Girls against Boys, Acid Rain Dance, HDQ, the ABS, Crass, Noise Annoys, Babyland, Urge, Treponem Pal. Hier auch das Ende der alphabetischen Reihenfolge und ein Statement von Vic Bond (A.O.F.) auf der Rückseite, außerdem 76 statt der üblichen 68 Seiten.

# 30 Oktober-91
Ein alter Stich von Augsburg auf dem Titel, wieder eine Seite Leserbriefe, querbeet, bei den Backissues wird angekündigt das wir das seit langem ausverkaufte Photozine aus Usa importieren. Dolf über Inhalte, Fritz schließt ab mit dem Thema „Sexismus“, akö über Deutschland und Ausländerfeindlichkeit – sowie eine Art Redaktionsvorwort, News, 2 Seiten Termine, Schwarze Feuer (zum ersten Mal versucht sich Dolf in Artikelform), Joe Baiza’s Universal Congress of (erster und einziger Beitrag von Peter Bommas), die Tapes werden immer noch von Solo und akö besprochen, Sick of it all (denkbar ungeeignet von Matthias), Soulstorm, Kina (erster und einziger Beitrag von Bernd & Frank Mänz), Gray Matter (hier taucht Rainer Krispel wieder auf), ’ne Seite ‚zines, The Strangemen, Jones Very, Matthias schreibt über Gigs die er besucht hat, Carcass, Crysanthemums, Jelly Phlegma wieder mal von Tom Dreyer und 7 1/2 Seiten Platten: Pennywise, Leatherface, Sick of it all, Happy Hour, T.S.O.L., Rumble Militia, Born Against, the Gits, Godflesh, Kurort, Pegboy, Wretched Ones, Screeching Weasel, Stengte Dörer, Crawlpappy, Shudder to Think. Die vorletzte Seite mit einem Statement von Häuptling Seattle.

# 31 Dezember-91
Ein „experimentelles“ Titelbild, 1 1/2 Seiten Briefe sowie einem Aufruf „Bezahlt sofort“ da uns zu diesem Zeitpunkt einiges an Geld geschuldet wird. In dieser Nummer hält auch entgültig der Computersatz einzug, naja, es wird noch einige Ausgaben dauern bis er sich durchgesetzt hat. Fritz über Sellout und gegen das System und das man sich nicht einsülzen lassen soll, Dolf staunt über den Computer und schleudert Durchhalte-statements und so rum, akö schießt gegen die Kirche und Spießer und einmalig kommt Petra mit einer Kolumne über „Männer“ zu Wort, News, 2 Seiten Konzerttermine, Consolidated (hier auch wieder Artikel, nicht Frage/Antwort von Dolf), Clawhammer (einmalig von Cornelia und Ralf), Freeze, Skinyard, Holy Rollers, 2 Seiten Fanzines, Bastro, Fritz klärt über die Gema auf – Teil 1, Tape-Seite, 2 Seiten Poetry von Dieter B., Fritz schreibt Music-Fiction und Jeff Dahl. Ab dieser Ausgabe kann man am Ende auch immer erkennen wer das Interview/ Artikel gemacht hat. Die 9 Seiten Platten sind in immerhin 3 verschiedenen Schrift/Satz-Arten: Nation of Ulysess, Leatherface, Poison Idea, Into Another, Nonoyesno, No Means No, Meat Puppets, La Muerte, Didjits, Fudgetunnel, Tar, Lolitas, Fugazi, Gray Matter, Flipper, Prong, Tech Ahead.

# 32 Februar-92
Titebild: Schreiende Frau, immernoch 1 1/2 Seiten Briefe, Dolf sitzt offensichtlich im ersten Teil er Kolumne breit am Pc, ärgert sich über Menschen und zitiert Mykel Board, Fritz schneidet doch nochmal Sexismus an und schreibt über die Dummheit aller, akö – englische lyrics, 4 (!) Seiten Termine, Fudgetunnel, Bone Club, Messer Banzani (das war Hajo Weinschenk’s Debut fürs Trust), über das Flex in Wien wird berichtet, fast zwei Seiten Fanzines, Mother, Nation of Ulysess, Band Full of Leroys & ihr Projekt zur Mowhawk-Revolte in Oka, Morbid Angel, Axel Mayer berichtet von den Unced in Rio, Coffin Break (von Matthias unter Mitwirkung von Daniel Röhnert, somit dessen erstes auftauchen im Trust), Shlonk und UDS. Die 11 Seiten Plattenreviews ziert erstmals ein seitliches Logo von P., u.a. mit bei: Snfu, Screeching Weasel, Tumor Circus, Bloodstar, Die Kreuzen, Alice Donut, Radiopuhelimet, So Much Hate, Carcass, God Bullies, Hole, Old. Auf der vorletzen Seite wird die Summe von 12.441.- DM bekanntgegeben, hierbei handelt es ich um die Summe die uns verschiedene Leute schulden und die werden dann auch gnadenlos beim Namen genannt. Auf der Rückseite prangt groß „Buy Underground“.

# 33 April-92
Titelfoto von Jerry A./Poison Idea im Krankenbett, 3 (!) Seiten Leserbriefe zu den unterschiedlichsten Themen, akö schreibt über Gewalt, Dolf fragt sich warum alle Forderungen stellen und stellt gleich selbst einen ganzen Forderungskatalog, Fritz lässt Hasso einem die Kehle durchbeissen und beschäftigt sich mit seinem Lieblingthema, bei den News gibts ein neues, seitliches, Logo und akö wird zum ersten Mal ein bisschen frech, die Termine sind auf 6 Seiten angeschwollen. Sharon Tates Children, Asexuals, S.H.A.R.P.-Skins werden kritisch durchleuchtet, ’ne Seite zines, Blue Manner Haze, Gillette Boykott-Aufruf, ein Textauszug aus Wolfgang Sternecks Buch „Der Kampf und die Träume“, Pegboy, Buffalo Tom, akö bringt eine Erzählung, Fleischmann, Weilheim/Hausmusik-Szene, Extended Versions, Fritz klärt im zweiten Teil weiter über die Gema auf, ’ne Seite Tapes – zum ersten mal auch mit Reviews von Fritz, Toxoplasma – ein überarbeites Review-Logo leitet die 6 Seiten ein, mit dabei: Alloy, Fear, Spermbirds, Samiam, H.O.A., Erosion, Growing Movement, Hammerhead, Vulture Culture, Animal New Ones, No Fx, Battery. Diesmal zum ersten Mal Cd’s im Heft, im Schnelldurchlauf auf 2 Seiten werden fast 100 Cd’s besprochen, also ab dem nächsten Heft werden die Cd’s einfach integriert. Das Rückcover ziert ein Flugi zu dem ersten vom Trust präsentierten Konzert, nämlich die Human Error Platten-release Party mit den Special guests Do or Die aus Amsterdam und Wench aus New York.


# 34 Juni-92
Titelbild: Chemiker, die Leserbriefseite besteht diesmal aus einem langen Leserbrief, Dolf über alterismus (also „ageism“), Fritz erklärt das jeder Teil des Schweinesystems ist, akö erläutert warum die Tapes im letzen Heft fehlten, kurz ausgefallene News, 3 Seiten Termine dann Daniels erstes „ganzes“ Interview mit Down by Law, Tar, Ricci berichtet vom Haven in Innsbruck, Party Diktator – hier wird zum ersten Mal Kai Laufen aktiv, Monstermagnet, Hijack von Hajo Weinschenk und auch der Beginn von mehr Hip Hop im Heft und Hajo hat auch gleich noch Wat Tyler befragt, That’s it, Cop Shoot Cop, 1 1/2 Seiten zines, Godflesh, Raymond Pettibon von Christoph Marx, Dr Bruker über Kaffee uns eine Wirkungen, Superchunk ist das erste Interview das von Markus Naegele gemacht wurde, Tapes sind mittlerweile ganz von Fritz übernommen und noch Treponem Pal. 10 Seiten Platten: Sharkbait, Daniel Johnston, Creamers, Negativland, Bad Religion, Corrosion of Confromity, D.O.A. Jawbox, Nation of Ulysess, Chumbawamba, Tar Babies, Green Day, Afghan Whigs, Motorpsycho, Human Error, Crane, SWA, Sister Double Happiness. Die Rückseite zeigt einen abgelehnten „Kunst-Cover“-Entwurf von Dolf… auch bei diesem Heft mußte die Seitenzahl auf 76 erhöht werden.

# 35 September-92
Titelbild: Gesicht hinter Dreck, 1 Seite Leserbriefe zu akös Gewaltkolumne aus dem vorletzten Heft, Fritz beschimpft die faulen Leser, Dolf zeichnet seine Kolumne, News, 4 Seiten Termine, Disposable Heros of Hiphoprisy, Dog Faced Hermans, Smashing Pumpkins, Meduza (einmaliger Beitrag von Christine Herden und Marion), Animal New Ones, Sister Double Happiness, Clock Dva, Rise, Wench, 2 Seiten Zines, Girls against Boys von Luzia, The Ex & Tom Cora, sowie 9 Seiten Reviews: All, F.U.’s Eisenvater, Ed Hall, Jawbox, SSD, Snuff, Itch, Naked Aggression, Suckspeed, Cop Shoot Cop, Alboth, Jawbreaker, Social Distortion. Auf der Rückseite prangt der Spruch von Wat Tyler: „Cd’s are for wankers, Vinyl is for winners“.

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