August 3rd, 2019

TRUST # 198 (October/November) is out now!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Primetime Failure, Atheist Refugees, Golden Shop, The Raws, Super Unison, Larkin Love und F.O.D.

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

Das Heft kann auch per Paypal bestellt werden. Das ist einfach, jedoch fallen ein paar Cent Transaktionskosten an.

Aktuelles Trust (Versand: Inland)

Aktuelles Trust (Versand: Ausland)

November 7th, 2019

BLACK HEART PROCESSION (#97, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Was war das für ein Samstag vormittag: Eigentlich wollte ich gerade raus, einkaufen gehen, als ein Päckchen von der „Efa“ kam. Der Inhalt: unter anderem die tolle Dischord-Box, aber auch die neue CD von Black Heart Procession. Natürlich bin ich Zuhause geblieben, um mich durch all die CDs zu hören. Doch während die Dischord-Box natürlich so klang, wie man es erwartete, wusste ich mit ‚Amore Del Tropico‘ von Black Heart Procession erst nicht so richtig was anzufangen. Natürlich ist die Platte noch düster, aber nicht mehr annähernd so wie früher. ‚Did You Ever Wonder‘ ist sogar ein richtiger, kleiner Indierock-Hit (Indierock mal positiv gemeint), und anderswo lassen sich Salsa oder andere südliche Musikeinflüsse heraushören. Das sind nicht die Black Heart Procession, die wir kannten. Trotzdem war die Platte faszinierend genug, dass sie bis zum Sonntagabend ein halbes Dutzend mal lief – auch wenn ich nicht recht wusste, ob ich die CD mag. Mittlerweile weiß ich es. Aber jedem BHP-Fan, den ich das Album seither vorgespielt habe, reagiert ähnlich wie ich.

November 7th, 2019

MIGHTY MIGHTY BOSSTONES (#99, 2003)

Posted in interview by Thorsten

Ein kalter Oktobertag in Hamburg. Der Regen wird uns vom Herbstwind der Hansestadt ins Gesicht geblasen. Kaputte, von der Abhängigkeit gekennzeichnete Junkiegesichter nehmen uns desinteressiert war, während wir die Fixerstube in Hauptbahnhofsnähe passieren. Unser Ziel, die Markthalle, ist nun in Sichtweite, von Weitem signalisiert uns das rote beleuchtete Logo des Clubs den Weg. Am Abend des 16.10.2002 sollen hier die Mighty Mighty Bosstones auftreten, vorher, ein paar Stunden nur vorher, gibt uns der seltsam gelaunte Dicky Barrett die Ehre und plaudert über George W. Bush, seine Band und den aktuellen Longplayer „A Jacknife To A Swan“.

November 6th, 2019

PRANK RECORDS aus #160, 2013

Posted in interview by Jan

HC-Punk in Groll-Dur: PRANK RECORDS

„Well the concurrent theme of almost anything I put out, and it’s maybe not so much in records I’ve licensed, but that the music is generally really angry, Signal Lost sounds nothing like Iron Lung or His Hero is gone, but there’s a consistency in the theme. I also do feel at the same time, it has to be in the socio-political framework of the broader scene Prank’s involved with. I’d like to think of it as more innovative and like to choose bands that push and extend the barriers of what Hardcore punk can be, but there’s a lot of caveats. There’s plenty of interesting experimental / Mysterious hardcore in the last five or six years but a lot of it sits outside the ethics, meaning or community Prank wants to be a part of.“

Hero is Gone waren Mitte der 90er eine sehr intensive live Band, die in Leverkusen in der Kolbergerstraße vor 25 Leuten ein absolutes dunkel-düster Inferno präsentierten. Oder letztes Jahr Tragedy in Esslingen. Mögen Sie eigentlich His Hero is Gone? Christ on Parade? Wie steht´s Guyana Punch Line und Signal lost? Dann bleiben sie dran. Matze und ich interviewten Ken von Prank Records aus San Francisco. Er macht beim MRR mit, war Booker in der 924 Gilman in Berkeley und arbeitete bei dem Punkvertrieb Mordam in der Bay Area. Ich möchte hinzufügen, dass es zurzeit wieder richtig Spaß macht, Musik etwas mehr nach dem Labelnamen zu kaufen, ich denke da an Not Not Fun, Thrill Jockey, Streaks und selbstverständlich Prank.
(Jan)

November 6th, 2019

Postford aus #197, 2019

Posted in interview by Jan

Mehr als nur Punk
Interview mit Postford

Kann sich noch jemand von Euch an die Zeit erinnern, als Platten innerhalb der DIY-Punk-/Hardcoreszene mit einem Haufen von politischen Texten herausgebracht wurden? Mit Beginn der Kommerzialisierung von Hardcore Ende der 90er Jahre wurde das zunehmend weniger. Heute kommt es immer seltener vor, dass Bands aus dem DIY-Kontext eindeutig und unnachgiebig politisch Position beziehen. Vielmehr geht es häufig darum, so die kritischen Stimmen innerhalb der Szene, etwas darzustellen, eine Show aufzuführen. Die Musikerinnen und Musiker nutzen Musik nicht um sich politisch auszudrücken.1 So manche Band ist auch in meiner Wahrnehmung ein bloßer Abklatsch von dem, was bereits da war. Nicht selten erscheinen Releases sogar ohne ein Textblatt. Man könnte meinen, es ginge einfach nur um einen Sound, der erreicht werden soll. Und natürlich um die Show.

November 6th, 2019

SunnO))) aus #197, 2019

Posted in interview by Jan

SUNN O)))

Weiß der Herr, was hab’ ich dank Sunn O))) nicht alles erlebt: das sich verfärbende Gesicht meines Bruders, als eine geschmeidige 50 Hz-Frequenz die Membrane seiner Lautsprecher loswobbelte (“wop-wop-wop”, flatterte es noch nach)… Meine Hosenbeine, die im Schalldruck wehten, als Sunn O))) mit Attila Csihar (in seiner Paraderolle als allwissende Müllhalde) auf “Monolyths & Dimensions”-Tour waren… Diverse Trips durch Europa, um diverse Sideprojects zu sehen, vom Geschrabbel von Æthenor bis zu Tanztheater mit KTL…

20 Jahre mit einer Band, die von einem akustischen Forschungsauftrag zum nächsten dröhnt – und eine Zeitspanne, in der ich Sunn O))) zu fast jeder größeren Veröffentlichung interviewt habe. Nur: das war immer am Telefon, nie “face to face”. Wie blöd ist das denn, bitte? Okay, ging halt nicht anders: die Deadlines, die Vorläufe; ihr versteht.

Aber diesmal, ha!, dachte ich. Wenn sie das erste Mal in meiner Stadt sind. Tourauftakt in Frankfurt, Baby, mit dem neuen, funkelnd schönen Album “Life Metal”. Doch daraus wurde nix; face2face in FFM abgesagt, weil sie einen extra langen Soundcheck gebucht hatten. Also doch wieder nur Phoner. Und ich so: “Ohhhhh die Herren Künstler, ouuuh, extra langer Soundcheck… SCHMOLL.”

November 6th, 2019

GUNNER RECORDS (+Bug Attack/No Weather Talks/Cold Cold Hearts/Wolves & Wolves & Wolves & Wolves/Die Bullen) aus # 182, 2017

Posted in interview by Jan

Zugegeben, Gunnar Christiansen wohnt nur zehn Minuten Fußweg von mir weg. Früher haben wir sogar in der gleichen Kneipe in Bremen aufgelegt, ohne dass ich ihn kannte oder von seinem Label etwas wusste. Auf Gunner Records bin ich erst aufmerksam geworden, als mir aus einer Plattenhülle ein bunter Flyer entgegenfiel auf dem neben einer Liste mit Veröffentlichungen auch die Postleitzahl 28203 notiert war, meine eigene. Das ist bestimmt sechs Jahre her. Gunner Records gibt es noch länger. Seit diesem Herbst ganze zehn Jahre. Das wurde im September mit fünf Bands, auf einem kleinen Labelfestival gefeiert, die an dieser Stelle alle zu Wort kommen, genau wie der Labelchef.

November 6th, 2019

HAZELWOOD VINYL (#153, 2012)

Posted in interview by Jan

„Ich schaue gerne Filme, aber schaue jetzt zum Beispiel nicht nur Horrorfilme (da gibt es eh nur 1-2 gute). Ich bin Film-Fan, ich mag gute Filme. Wenn ich nur Horrorfilme schaue, dann bin ich Horrorfilme-Fan, aber ist das was ganz anderes, als Film-Fan zu sein, verstehst du?…Genauso ist es mit Musik. Nur ein Genre ist langweilig. “

Interview mit HAZELWOOD VINYL PLASTICS

Ihr wisst, dass wir euch vom Trust nur Sachen (Bands, Labels etc.) vorstellen, die wir selber total geil finden. Bei dem Mitte 90er gegründeten Label, Studio, Verlag Hazelwood Vinyl Plastics aus Frankfurt am Main verhält es sich natürlich ebenso. Das Label um Gordon Friedrich und Wolfgang Gottlieb, die ich im folgenden in der Privatwohnung von Gordon Mitte 2011 interviewte, startete vor fast 20 Jahren als SST-Worship Geschichte. Die erste Veröffentlichung direkt Universal Congress Of (UCO).

Oktober 30th, 2019

GARRISON (#96, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Garrison sind wieder einmal auf Tour durch Europa und somit Anlaß genug , die Jungs doch mal um ein Interview zu bitten.
Nach zwei Alben und einem Split Release mit Hundred Reasons aus England beehren sie uns mal wieder in Deutschland. Wo das letzte Album noch eher an den Dischord typischen Sound erinnerte, geht das neue Album „Be a riminal“ weitaus konventionellere Schritte.
Immer noch musikalisch unangepasst und stellenweise so nach vorne rockend, dass man sich sofort an Größen wie Drive Like Jehu erinnert und einfach wie dumm durchs Zimmer tanzt, zeugt dieser Release von einer enormen Steigerung. Zusätzlich zeigte sich hier produktionstechnisch J. Robbins verantwortlich und nicht mehr Kurt Ballou wie sonst bei früheren Releases. Der Albumtitel „Be a criminal“ schlägt sich auch in den Texten wieder, wo sie sich hauptsächlich über das Thema auslassen.

Oktober 30th, 2019

MCLUSKY (#96, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Ein kurzer, scharfer Schock

Mclusky geben ohne Umschweife zu, welche Wurzeln ihrer stürmischer Rock hat. Andy, Gitarrist und Sänger des Trios aus dem walisischen Cardiff, zählt ohne lange nachzudenken auf: „Die Pixies sind die Band, auf die wir uns alle einigen konnten. Ansonsten Shellac, Gang Of Four, Hüsker Dü, Fugazi, Jesus Lizard, Jesus & Mary Chain, The Fall, Tricky….“
Das ist bis auf Tricky (der auch sonst nicht so richtig passt) allerdings alles schon ein paar Jahre alt… „Stimmt, aber mir fallen keine aktuellen Bands ein, die wir wirklich mögen“, sagt er nach einigem Nachdenken. „…Trail Of Dead sind ganz gut, At The Drive-In auch. ‚Feel Good Hit Of The Summer‘ von Queens Of The Stone Age ist ein toller Song… aber sonst?!“ Das ganze Gerede um die Rückkehr von Rock geht ihnen entsprechend am Hintern vorbei, auch wenn sie es besser finden, wenn junge Leute die Strokes oder die White Stripes hören, als Limp Bizkit.

Oktober 30th, 2019

ERASE ERRATA (#96, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Evolution frisst Seele

Anti-bürgerliche Kultur-Revolution versus Evolutionismus:

„Das Feld des Kampfes für die Schaffung einer neuen Zivilisation ist absolut undurchsichtig und charakterisiert von unvorhersehbaren und unberechenbaren Ereignissen. Eine Fabrik, die aus kapitalistischer Herrschaft unter die Arbeitermacht kommt, wird dieselben materiellen Produkte herstellen, die sie heute herstellt. Aber auf welche Weise und mit welchen Formen werden die poetischen Werke, die Dramen, die Romane, die Musik, die Malerei, die Sitten, die Sprachen entstehen? Diese Werke können nicht in der Fabrikationsweise für materielle Produkte geschaffen werden, die von einer Arbeitermacht nach einem Plan organisiert wird, sie kann nicht wie die Produktion für die Befriedigung der statistisch kontrollierbaren und erfassbaren Grundbedürfnisse festgelegt werden. Auf diesem Gebiet ist nichts vorhersehbar, außer folgender allgemeiner Hypothese: Es wird eine proletarische Kultur (Zivilisation) geben, die sich vollkommen von der bürgerlichen unterscheidet. Auch auf diesem Gebiet werden die Klassenunterschiede verschwinden, wie auch der bürgerliche Karrierismus. Es wird eine Dichtung, einen Roman, Sitten, eine Sprache, eine Malerei und eine Musik geben, die charakteristisch für die proletarische Zivilisation sind, Blüte und Schmuck der vom Proletariat geschaffenen gesellschaftlichen Organisation. Was bleibt also zu tun?

Oktober 25th, 2019

JUDAS FACTOR (#79, 1999)

Posted in interview by Thorsten

TUT DIE WELT WIRKLICH SO WEH? HIER LEIDET DIE NEUE EMO-SCHULE MIT METALLISCHEM SCHLIFF, AUF DASS SICH DAS GERÄT NOCH TIEFER INS SCHWÄRENDE FLEISCH EURER DEKADENTEN SELBSTZUFRIEDENHEIT GRABE. HIER IST ES WIEDER, DAS ECHTE GEFÜHL IN ALL SEINER BESCHRÄNKTHEIT, EXORZIERT, VORGEFÜHRT. ALLERDINGS IN PRÄZISEN STUDIEN, DIE NICHT IMMER AUSKOMMEN MIT SPLITTERNDEN STROMGITARREN UND GESCHREI, SONDERN AUCH FRAGILERE MOMENTE KENNEN, ZU DEREN ILLUSTRATION EIN CELLO UND AKUSTISCHE GITARREN FEIN BEISPRINGEN. OH FUCK, WIE SCHÖN. DAS REICHT ZWAR NICHT GANZ AN ´WILLPOWER´ VON ´TODAY IS THE DAY´ HERAN, IST NICHT GANZ SO KAPUTT UND ZERRÜTTET, ABER WER SICH FÜR SOLCH´ PEINGESCHWÄNGERTE ENTÄUSSERUNGEN BEGEISTERN KANN, SOLLTE DAS HIER MAL ANCHECKEN. (STONE in einer rezension aus TRUST #77 des JUDAS FACTOR albums BALLADS IN BLUE CHINA).

Oktober 25th, 2019

SUB CITY (#79, 1999)

Posted in interview by Thorsten

Daß es ein neues Label namens Sub City gibt, interessiert mich erst mal nicht die Bohne. Daß es neue Platten von Bands wie Kid Dynamite, Fifteen oder Scared of chaka gibt, finde ich sehr angenehm, und daß diese auf diesem neuen Label sind, interessiert mich immer noch nicht die Bohne. Daß aber ca. 30 Tausend Dollar seitens des Labels seit seiner Gründung an wohltätige Organisationen überwiesen wurden, machts es zumindest für eine nähere Betrachtung gut. Schwupps also Chef Louis geschnappt und ab geht der Rekorder. Daniel.

Oktober 23rd, 2019

Gottlos glücklich – Warum wir ohne Religion besser dran wären, Philipp Möller

Posted in bücher by Dolf

S. Fischer Verlag, Hedderichstr. 114, 60596 Frankfurt, www.fischerverlage.de

Zuerst begrüßt der Autor seine Leser mit einer kurzen Einleitung, dann kommen sechzehn Kapitel die verschiedene Themen zum Inhalt haben, welche immer in eine von Philipp Möller erlebten Geschichte verpackt sind. Los gehts mit der Bus-Kampagne der Giordano Bruno Stiftung, deren Crowdfunding, dann die Ablehnung der verschiedenen Verkehrsbetriebe den Slogan gegen den Glauben zu schalten und die Idee einfach mit einem gemieteten Bus eine Tour durch verschiedene Städte zu machen und dann natürlich auch durchzuführen. Weiter mit der Problematik der Zwangsverchristung von kleinen Babys bzw. jungen Menschen.

Oktober 18th, 2019

Der Vorverkauf hat begonnen…..

Posted in news by Dolf

Nächstes Jahr erscheint die 200. Ausgabe, daß wird gefeiert. Komm vorbei!

Oktober 9th, 2019

TED LEO (#125, 2007)

Posted in interview by Thorsten

Mea Culpa. Eigentlich hätte Ted Leo schon vor Jahren im Trust auftauchen müssen. Mindestens seit der zweiten Platte ‚Tyranny Of Distance‘, durch die ich zumindest vor sechs Jahren den Ex-Sänger von Chisel kennen lernte. Er hätte auftauchen müssen, weil er – und das ist im Indierock mit Pop-Appeal so selten geworden – eine Menge zu sagen hat und das in wunderbar eingängige Songs verpackt. Das gilt auch (oder gerade) für ‚Living With The Living‘, dem neuen Album Leos, auf dem wiederum persönliche und politische Themen bunt durcheinander gemischt wurden. Jetzt bestand endlich die Gelegenheit, mit dem Mann persönlich zu reden. Und weil es so viele Dinge gibt, die Leo in den 14 neuen Songs (plus Intro) anspricht, sind wir einfach mal sämtliche Lieder der Reihe nach durchgegangen. Eine Album-Besprechung mit dem Sänger persönlich sozusagen.

Oktober 9th, 2019

ISIS (#141, 2010)

Posted in interview by Thorsten

Keine Aufklärung
Schwankend, nicht strahlend

Es ist ja nicht so, dass wir hier nicht auch mal intern debattierten, bevor ein Thema ins Heft kommt. Bei Isis zum Beispiel (Wolves In The Throne Room wären ein anderes). Die sind gewissermaßen Stammgäste im Trust. Allerdings: Es gab diesmal Einwände. Oder besser: den Hinweis, es gebe da unselige Verflechtungen, die nicht recht zum heftinternen Konsens passen wollten. Aaron Turner nämlich, Gitarrist und Sänger von Isis sowie Gründer des Labels Hydra Head Records, „spielt in einem Band-Projekt namens Twilight zusammen mit einem Herren von der NS-Black Metal Band Krieg, der sich Lord Imperial nennt und in einem Interview seinem Wunsch Ausdruck verleiht, Mitglied in der NSDAP zu sein, da er mit dieser in vielem übereinstimme“, so habe eine Recherche ergeben.

Oktober 4th, 2019

POISON CITY RECORDS/A DEATH IN THE FAMILY (#124, 2007)

Posted in interview by Thorsten

Sie sind aus Melbourne, Australien. Sie kannte vor kurzem niemand und sie waren im Herbst 2006 mit Leatherface in Europa auf ausgedehnter Tour. Wer die Jungs gesehen hat weiß, warum ich behaupte, dass die Live richtig klasse sind. Aber das ist nicht nur Live so – das Album „This Microscopic War“ von 2006 hat in meiner persönlichen Playlist eingeschlagen wie eine Bombe. Wo Hot Water Music mich persönlich nicht mehr begeistern können, liefern A Death In The Family Punk / Rock mit Einflüssen von Hüsker Dü bis Leatherface, die eine gesunde Mischung ergeben und frischen Wind in meine Plattensammlung bringen. Außerdem sind und waren Leute von A Death In The Family in Bands, wie H-Block 101, Fast Times, Days of Iris und ehemals auch in Motor Vehicle Sundown. Nicht nur, dass Radio Birdman im letzten Jahr eine grandiose Scheibe veröffentlicht haben, nein, hier gibt es gleich noch eine weitere spitzen Band aus Australien.

Oktober 4th, 2019

DAN YEMIN (#124, 2007)

Posted in interview by Thorsten

Wie schafft der Mann das bloss?!? Eine Frage die ich mir beim musikalischen Output von Dan Yemin ständig stelle. Sänger und Hauptsongwriter bei PAINT IT BLACK, Gitarrist bei den relativ frisch re-unionierten LIFETIME und Bassist bei der Alte-Herren-Punkband ARMALITE (bei denen auch ATOM ohne sein Package mitmischt).
Und ganz „nebenbei“ arbeitet er auch noch als freiberuflicher Psychotherapeut mit eigener Praxis.
Das es da schwierig war kurz vor Weihnachten auch noch einen Interviewtermin für ein deutsches Fanzine („TRUST? are you guys still a print fanzine?“) zu finden ist klar.

Oktober 3rd, 2019

PARTYLINE aus #115, 2005

Posted in interview by Jan

PARTYLINE

Im Gegensatz zu anderen Bands aus Washington DC, die meist den „wir sind auf Dischord“ – Bonus haben, eilt Partyline eine andere Reputation voraus. Sie wurden nämlich von niemand geringerem als Ex-Bratmobile Frontfrau Allison Wolfe, die immer noch quietschfidel und quicklebendig ist, gegründet. Während die Musik mich in das Olympia, Washington der frühen Neunziger zurückführt (hiermit möchte ich eine Empfehlung an all die aussprechen, die Bikini Kill damals verpasst haben), ist der Stil, den Allison seit jeher propagiert, noch weiter in der Vergangenheit beheimatet.

Oktober 3rd, 2019

OMEGA MASSIF # 168/10-2014

Posted in interview by Jan

„Also, dieses „Kein Gesang“-Ding kam schon sehr stark aus meiner Richtung. Ganz einfach deswegen, weil es mir echt immer total auf den Sack ging, dass bei Bands immer so ein Hempel ins Mikro schreit. Das ging mir immer auf den Senkel. Es gibt Leute, die das sehr gut machen, dann sollen die das auf jeden Fall machen – und es gibt Leute, die schreien, damit einer schreit, so was hat mich schon immer gestört.“

Omega Massif: Die Dialektik des Gebirges

Omega Massif sind eine der beeindruckensten (live-) Bands. Sie stehen in einem Kontinuum aus geilen „neuen“ Bands aus Deutschland, die aus dem HC-Punk kommen, soundmässig aber eher in doomigen metallischen Sümpfen beheimatet sind.

Oktober 3rd, 2019

AUTOR JAKOB KAPELLER

Posted in interview by Jan

Ja wie jetzt Krise, die Modelle stimmen doch alle ???

„Wenn man im alltäglichen Leben auf die Frage nach den Wetteraussichten die Auskunft erhält, dass sich das Wetter, falls keine Änderung eintrete, durchaus in der bisherigen Weise verhalten werde, dann wird man normalerweise nicht mit dem Eindruck davongehen, in besonderem Maße informiert worden zu sein.“

Die Krise begann 2007 und wird auch 2014 nicht verschwinden.  Durch sie ist Kapitalismuskritik wieder „in“. Manche sagen, dass man nun deutlich die Pathologien des Systems beobachten kann und sie überlegen, ob vielleicht die der „falschen“ Praxis zugrunde liegenden Theorien nicht schon falsch waren… Sicherlich: dieser Gedanke ist keineswegs falsch, aber eben auch nicht neu. Und der Soziologe Hans Albert war auch nicht der erste, der sich diese Fragen nach Theorie und Praxis stellte.

Oktober 3rd, 2019

ALTE SCHULE MASTHORN aus # 176, 2016

Posted in interview by Jan

ALTE SCHULE MASTHORN

Es ist nicht ganz einfach, Leute zu interviewen, die man schon sehr lange kennt. Der Vorteil ist: man kann über vieles mal länger reden. Der Nachteil: für Außenstehende ist es oft nicht so interessant, weil man den Background nicht teilt. Ob uns die Balance geglückt ist, euch ein tiefschürfendes Gespräch zu präsentieren, was nicht zu „Inzucht“-mäßig wirkt, müsst ihr entscheiden, der Wille dazu war in jedem Falle da.

Oktober 3rd, 2019

BLIND IDIOT GOD aus #177, 2016

Posted in interview by Jan

„SST war das einzige Label, das uns je bezahlt hat“

„We were supposedly the loudest band to ever play CBs. I think Hilly Kristal banned us—or didn’t want us back after that—because a bunch of stuff fell out of the ceiling and he was worried we were going to blow out the PA. It’s just because we don’t have a singer so we can push things a little harder.“ (Andy Hawkins)

Es war eine der erfreulicheren Erscheinungen des vergangenen, doch eher unerfreulichen Jahres. Ein neues Album von Blind Idiot God, verbunden mit der Nachricht, dass auch Konzerte in Europa folgen. Ein Grund, bei Andy Hawkins, einzig verbliebener Gründer der famosen Band, per E-Mail nachzufragen, wie es so geht.

September 25th, 2019

Alles könnte anders sein – Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen, Harald Welzer

Posted in bücher by Dolf

S.Fischer Verlag, Hedderichstr. 114, 60596 Frankfurt, www.fischerverlage.de

Dies ist das erste Buch das ich von dem „Zukunftsarchitekt“ und Soziologen Welzer in die Hand bekommen habe und somit kenne ich seine anderen Bücher nicht, dennoch liest sich das hier wie eine gute Zusammenfassung aus seinem bisherigen Schaffen. Das Buch ist unterteilt in drei große Kapitel: „Wiedergutmachen“, „Alles könnte anders sein“ und „Der neue Realismus“. Am Anfang erklärt der Autor das am Kapitalismus nicht alles schlecht war und es geht um die Widersprüchlichkeit von freien Menschen in Gesellschaften, Mythen werden beim Namen genannt und es ist Zeit für die Wirklichkeit.

September 25th, 2019

Die Resonanzstrategie – Warum wir Nachhaltigkeit neu denken müssen, Fritz Reheis

Posted in bücher by Dolf

Oekom Verlag, Waltherstraße 29, 80337 München, www.oekom.de

Der Autor gilt als einer der geistigen Väter des Begriffs und Konzepts der Entschleunigung und hat schon mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht. Auf der Rückseite des Buches steht eine prima Zusammenfassung: „ Was braucht der Mensch für ein gutes Leben? Wonach sehnen wir uns von Beginn an? Nach Resonanz! Jeder Mensch erhofft sich Resonanz auf das, was er tut: dass er verstanden wird, wenn er sich anderen mitteilt; dass er Antworten erhält, wenn er Fragen stellt; dass die Natur gedeiht, wenn er sich um sie kümmert; dass Entscheidungen, die er trifft, sich auch »stimmig« anfühlen. Resonanz ist auch der Schlüssel zu einem neuen Verständnis von Nachhaltigkeit.