August 3rd, 2019

TRUST # 197 (August/September) is out now!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Seax, Samiam, SunO))), Dr. Strange Records, Sister Disaster und Corporate Rock Still Sucks

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

August 20th, 2019

JOE LALLY (#118, 2006)

Posted in interview by Jan

Es war bestimmt nicht immer leicht für JOE LALLY. Bassist bei der Independent Legende FUGAZI zu sein bedeutete ebenfalls im Schatten der charismatischen Frontmänner Ian MacKaye und Guy Picciotto zu stehen. Nicht das es ihn jemals gestört hätte, aber die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit war ganz klar auf die beiden Gitarristen/Sänger gerichtet.

August 20th, 2019

LARRY LIVERMORE (#183, 2017)

Posted in interview by Jan

„…hätte es nicht diese eine magische Zeit gegeben, in der ich Operation Ivy live im August 1987 gesehen hatte, dann hätte es wahrscheinlich auch niemals Lookout Records gegeben“.

Interview mit LARRY LIVERMORE

Wir saßen Mitte der 90er auf einem Berg umringt von Feldern und konnten perfekt in den weiten Horizont schauen. Wir waren zu fünft oder sechst, schmökerten die eine oder andere Zigarette, tranken Wein und Bier und dazu lief Green Day… Ach ja, die unbeschwerte Jugend. Diese Erinnerung verbinde ich als allererstes mit Lookout Records. Und: es muss 1993 oder 1994 gewesen sein. Ich war 14 bzw. 15 und die geilste Band der Welt waren Operation Ivy. Ich nahm all mein Mut und Geld (schön noch in Dollar gewechselt) zusammen und bestellte bei Lookout im fernen Berkeley, USA u.a. ein OP IVY Shirt, nach Wochen kam es tatsächlich an nebst dem aktuellen Katalogprogramm… das Shirt habe ich auch heute noch, der Katalog hatte eine Zeichnung als Rückseite und hing jahrelang an der Wand.

August 20th, 2019

QUEST FOR RESCUE (#188, 2018)

Posted in interview by Jan

„Ja, wir sind durch und durch Gymnasiasten-Punks. Descendents/All, The Replacements, Sensefield, 7Seconds, Bad Religion, Dag Nasty…“

Wissen Sie, es gibt so viele Bands aus den 90er, die gut waren. Manche nennen sich ja auch so, blablabla die beste HC-Punk-Band (oder die einzige) der 90er. Oft nennen solche Leute Bands aus dem gleichen Ort, aus dem sie herkamen. Jeder wie er oder sie will, schätze ich. Für mich persönlich ist es natürlich genauso gewesen, denn für mich gab es als gebürtiger Leverkusener in den 90er nichts Besseres als Quest for Resuce. Das waren, sind und werden es immer bleiben… unsere Moving-Targets-Skate-Core-Punk-Band! Ich denke, die Band ist durchaus auch überregional bekannt.

August 16th, 2019

Ventil Verlag (#196, 2019)

Posted in interview by Jan

Der Ventil Verlag feiert seinen 20en Geburtstag und existiert jetzt fast so lange, wie ich mich für (ernsthafte) Literatur interessiere. So ein Jubiläum ist stets ein guter Grund zurückzublicken, allerdings soll es sich bei diesem Text nicht um einen Nachruf handeln, denn der Verlag steckt voller Tatendrang, vielleicht so viel wie nie zuvor in seiner Historie. Davon zeugt das bereits bekannte Frühjahrsprogramm. Erinnerungen müssen bei einem Jubiläum dennoch gestattet sein und werden an dieser Stelle wohldosiert von den Verlagsmitinhabern Ingo Rüdiger und Jonas Engelmann abgegeben.

August 16th, 2019

Proud to be Punk Fanzine (#196, 2019)

Posted in interview by Jan

Proud to be Punk – Punk in Sachsen

Das Proud to be Punk Fanzine habe ich tatsächlich erst über mein Mitwirken beim Trust wirklich kennen und schätzen gelernt. Irgendwann befand es sich halt im Stapel der Fanzines, die hier vor jeder Ausgabe herumgereicht werden. Der erste Eindruck ist, es handelt sich um ein klassisches A5er-Zine, wo ein Protagonist auf unwahrscheinlich vielen zusammen kopierten Seiten über sein Leben berichtet, seine Lieblingsbands vorstellt und Besprechungen schreibt.

August 14th, 2019

GERN BLANDSTEN RECORDS (#131, 2008)

Posted in interview by Jan

…a fantasy world in my head where music fans are not afraid to like different sounding bands and different sounding music. That is what this whole scene was born and bred on…

Charles Maggio (Gern Blandsten Records)

Immer wenn P. und ich uns in den 90igern im Park trafen, Bier tranken und Rorschach hörten, war uns klar: so was Brutales wie Rorschach, speziell die „Protestant“, das würden wir nicht mehr erleben. Leckomio! „Skin deep culture“, was ist das bitte für ein fucking mosher (danke noch mal flo für das Riff!)! Als ob dir bei lebendigen Leibe die Haut abgesäbelt wird und du willst es noch härter! P. und ich malten uns dann immer aus, wenn wir später mal Kinder haben würden und die uns fragen, was für Musik wir so mit 20 gut gefunden hätten und wir dann Rorschach vorspielen würden…und wir feixten über die sicherlich zu erwartenden verwirrten Mienen, denn wie gesagt, so was brutal-fieses, das würde es kein zweites mal geben.

August 14th, 2019

CAMPARY RECORDS (#114, 2005)

Posted in interview by Jan

Interview mit Armin von CAMPARY RECORDS/ DIE SCHWARZEN SCHAFE

Über den Konzerteveranstalter im AJZ Bahndamm kam unsere Konzertgruppe in Leverkusen 1999 an ein Konzert mit der schottischen Anarchopunkband Oi Polloi ran. Unser bestes Konzert mit 130 Besuchern – ok, das Angebot, was ich auf dem Flyer verkündet hatte, von wegen „wer wie sein Sternzeichen verkleidet kommt, kriegt eine Flasche Wein“ wurde „jetzt nicht soo zahlreich wahrgenommen“, dafür war dann für Konzertgruppe und Besuche genug zu trinken übrig.

August 14th, 2019

ANNHILATION TIME (#123, 2007)

Posted in interview by Jan

„And we snuck some underage girl into the show in my bass drum case”
…mit ANNIHILATION TIME…

Auf der Myspace-Seite von AnnihilationTime steht bei der Rubrik “Über AT” folgendes: „This one time, a sketchy looking dude named Grugel made us get into a van, got us high and drunk while playing both Black Flag „Slip it In“ and Black Sabbath „Technical Ecstacy“ simultaneously thru a shitty stereo system (the left and rear speakers were completely blown). He then proceeded to touch our privates before handing us flashy but shitty sounding instruments and huge amps and more beer. A few days later we’re rich and too good to play your shitty town. We now tour the country in search of the ultimate shed to whack it behind. “ Alles klar?

August 13th, 2019

EARTH (#162, 2013)

Posted in interview by Jan

„What happens if we take this riff and instead of changing just down it?“

Die Geschichte von Earth und Dronemusik innerhalb eines Rockkontextes begann in den späten 80ern in Seattle. Erste Ansätze von Drone lassen sich bis in die 60er in der klassischen Musik zurückverfolgen, bevor sich wenige Jahre später die eigenständige Kategorie Drone im Kontext von Ambient oder elektronischer Musik entwickelt. Dylan Carlson mit seiner Band Earth verfolgte dabei ein gegenläufiges Konzept, sie waren die ersten Rock- oder Metalmusiker, die Dronemusik auf Gitarren spielten und damit den Drone in einem Doom-Kontext erschufen.

August 13th, 2019

RHYTHM CHICKEN (#125, 2007)

Posted in interview by Jan

„Playing in the Gills Rock public phone booth to audiences nation-wide via an Ameritech calling card!”

Wenn ihr nicht schon bei den Fotos neben dem Interview schmunzelt, dann ja vielleicht bei dem Lesen des Interviews mit Francis Funyuns, ein Mann aus Wisconsin/USA, der in einem Trailer am Lake Michigan lebt und eine Ein-Mann-Band namens Rhythm Chicken macht.

August 13th, 2019

DAN FANTE (#121, 2006)

Posted in interview by Jan

„The most important words in English Language are FUCK IT“ 

Dan Fante ist ein Schriftsteller aus Los Angeles, der ein wirklich fantastisches Buch namens „Chump Change“ geschrieben hat. Das Buch ist ein bisschen im Bukowski-Stil geschrieben, aber irgendwie nicht so „prollig“, klar, es geht um eine verkrachte Existenz in Los Angeles, klar, es geht um Drogen und ums saufen, aber ich finde, dass Buch ist doch sehr eigenständig und wirkt für mich authenthischer. Falls ihr also mal nach einer netten Lektüre sucht, kann ich euch das Buch nur ans Herz legen.

August 12th, 2019

ISOLATION YEARS (#100, 2003)

Posted in interview by Thorsten

Alter Schwede!

„Reiche Kids in Schweden haben viel Zeit, um Musik zu machen und in Bands zu spielen“, meint Mats Hammarström, bei Isolation Years zuständig für Orgeln und was immer gerade frei ist, lachend. Schön für sie. Und manchmal auch für uns, wenn dabei Platten wie „It’s Golden“ herauskommen. Das zweite Album von Isolation Years ist tatsächlich noch besser als das erste, „Inland Traveller“. Kein Aufguss von Melodicore oder skandinavischer Rock-Explosion, sondern ehrliche, handgemachte Rockmusik. Wir scherzen.

August 12th, 2019

MOONLIGHTERS (#98, 2003)

Posted in interview by Thorsten

Aloha, hier sind die Moonlighters. Sie bringen Swingstücke hawaiianisch geprägt mit Ukulele, Steel-Gitarre und zweistimmigem Frauengesang auf die Bühne. Und kaum schlagen sie die ersten Töne ihres „Hawaiian Blues“ oder „Resophonic Lullaby“ an, fangen die Füße an unweigerlich zu wippen, die Arme verstricken sich in Hula-Gestik und ein imaginärer Lei schlingt sich um den Hals.
Strenggenommen hätte die Band im TRUST nichts verloren, gäbe es da nicht zwei Protagonisten mit musikalischer Vergangenheit, die sie schon wieder sehr gut ins Heft passen läßt.

August 12th, 2019

GRUBBS (#95, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Rachitis & Skorbut
Belgisches Landleben mit David Grubbs

Mit Jim O’Rourke und John McEntire bildet David Grubbs ein Dreigestirn, das in wechselnden Konstellationen der Rockmusik nach Hardcore immer wieder wesentliche Impulse gegeben hat. Squirrel Bait, Bastro, Slint, Bitch Magnet, Codeine, Red Krayola, Gastr del Sol – so hießen die Bands, in denen Grubbs – mal mehr, mal weniger federführend – spielte. Vor einer halben Ewigkeit sprach er mit Julian Weber fürs TRUST in seiner Eigenschaft als Mitglied von Bitch Magnet, Gastr del Sol wurden an diesem Ort später auch gewürdigt. Seit dem Ende von Gastr del Sol veröffentlicht Grubbs vorwiegend unter eigenem Namen. Seit drei Jahren lebt er in Brooklyn. Vor kurzem erschien mit „Rickets & Scurvy“ ein neues Grubbs-Album. Weil es so ein schönes entspanntes Album voller feiner Songs ist, und weil es auch sonst mal wieder an der Zeit ist, Grund genug, kurz mal durchzurufen und zu fragen, was seit Gastr del Sol geschah.

August 9th, 2019

SMOKE BLOW (#99, 2003)

Posted in interview by Jan

Smoke Blow

Eigentlich ist das verwunderlich: Als Anfang Februar überall die Plattenkritiken über das neue Album von Smoke Blow, ‚German Angst‘ betitelt, erschienen, gab es nur Lobeshymnen. Egal, ob im sonst so trendigen Indieheftchen, dem hochkommerziellen alternative Magazin oder im Punkrock-Fanzine – die Platte wurde überall abgefeiert. Aber waren Smoke Blow aus Kiel nicht diese Vollprolls, die Schmuddelkinder der deutschen Rockmusik? Wohl nicht mehr. Passte dieses Bild überhaupt?

August 9th, 2019

Crass: The Feeding of the 5000 Steve Ignorant live in London 2007-Reisebericht (#128, 2008)

Posted in interview by Jan

THE FEEDING OF THE 5000 – Steve Ignorant live in London 2007

Part I – Die Vorbereitung
Steve Ignorant, ex-Crass-Sänger, versammelte an zwei Tagen an einem November-Wochenende in London alte Anarcho-Bands und ein Line-Up, dass mit ihm als Sänger das erste Crass-Album ”The feeding of the 5000” aufführen wollte. So stand es auf der Seite von Conflict. Crass finde ich sehr geil, textlich eine absolute Ausnahme-Band, musikalisch geht mir einiges nicht so rein, aber die ”Feeding” mag ich schon alleine wegen des Songs ”Do they owe us a living”. Es stellte sich über ein Internet-Message-Board recht schnell heraus, dass ich nicht der einzige bin, der das unbedingt mal live sehen will. Es ging auf nach London vom 24.11. – 26.11. 2007…

August 9th, 2019

FRONT #182, 2017

Posted in interview by Jan

„Haha, Punk Fan ist gut. Führst Du das Interview wirklich fürs Trust und nicht die Bravo?“

Der gestreckte Mittelfinger des FALK FATALS von FRONT

Wissen Sie, Youth Brigade sagten mal auf unseren Seiten, dass Jugend keine biologische, sondern eine mentale Sache der Einstellung, der Attitüde, ist. Und damit haben sie ja recht; auf meiner früheren Arbeit in der Pressestelle einer größeren Behörde in Frankfurt waren 18jährige, die schon Eigentumswohnung, Heirat, 2 Kinder, eben das ganze Programm fuhren – das ist ja alles vollkommen okay, aber so als Gesamtpacket, dann ist es einfach dann oft der Fall, dass solche biologisch jungen Leute alt im Kopf wirken… was das mit diesem Interview zu tun hat?

August 8th, 2019

BOTANICA (#94, 2002)

Posted in interview by Thorsten

„Aus der Perspektive eines Sofas“

Wenn Schönheit ein Attribut von Musik sein kann, die auf den Schwingen der Dunkelheit daherkommt und an Dein Herz klopft, um sich durch die Poren der Haut wie bittersüsse Säure ins Innere durchzufressen, dann liegen BOTANICA momentan ganz weit vorne. Aus der stillen Perspektive eines Sofas wirkt ihre Variante von Rockmusik wie fein-ziselierter Nachtschatten-Soul. Leicht zurückgelehnt und mit einem süffisanten Zynismus ausgestattet, spielt das in New York City beheimatete Quartett um Paul Wallfisch, der u.a. noch bei FIREWATER tätig ist, angenehm-unaufgesetzten Erwachsenenrock, der seine innere Unruhe nicht verbirgt, es allerdings auch nicht nötig hat, sich durch ewig-gleichen jugendliche „Sturm & Drang“-Erruptionen neurotisch zu profilieren. Alterstechnisch bewegen sich die Vier alle in ihren 30ern und haben ihre Hörner bereits in vergangenen Bands, wie LOUDSPEAKER in Christian’s Fall, abgestossen. Hingegen es bei BOTANICA auf den bisherigen zwei Alben und vor allen Dingen auf der Bühne um das Spielen als Überlebensprinzip geht. Es ist dieser tief-emotionale Impuls, der ihren getragenen Songs die Aura rockiger Kammermusik verleiht und sie damit ein wenig ausserhalb gegenwärtiger Spektakel stehen lässt.

August 8th, 2019

BURST (#94, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Yeah baby, METAL-MEYER is back. Und natürlich hat er wieder eine ordentliche ladung unbiegsames hartmetal mitgebracht. Nach langer suche in den entferntesten winkeln dieses globuses, fand er schließlich im nicht all zu fernen Schweden, in Göteborg um genau zu sein, eine legierung, wie er sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Düster und sperrig wahr sie, kalt und unnahbar. Zur gleichen zeit aber faszinierend emotional, durchsetzt von melodien und gänsehaut. Da war natürlich klar, daß euer getreuer metal-waren-händler diesen fund nicht für sich alleine würde behalten können. Und so stellte er ihn denn auch auf den höchsten sockel, auf daß das volk ihn sehen, bewundern und wertschätzen könne.

August 8th, 2019

FAVEZ (#94, 2002)

Posted in interview by Thorsten

from Lausanne Switzerland heißt die neue Platte von Favez. Ich würde diesen Artikel nicht schreiben, wenn ich die Band nicht Klasse fände, und vor allem nicht, wenn die neue Platte schlecht wäre. Nein, sie ist im Gegenteil sogar besser als ihr Vorgänger, Gentlemen start your engines, da auf einem ordentlichen Waschbrett geschrubbt und nicht bei 30° im Schonwaschgang ohne Vorspülen mit Weichspüler en masse. Chris ist der Sänger und auch ein Teil der Gitarrenarbeiterfraktion und hat was zu sagen, basta. Und seit seiner großen Anekdote, was Männer under the influence so machen, sowieso ein gefundenes Fressen für die Trustees im Allgemeinen und mich im Besonderen. Ein Prosit auf die Gemütlichkeit, Daniel.

August 5th, 2019

THE SWAT (#122, 2007)

Posted in interview by Jan

Black Flag statt Jesus

The Swat sind eine Oldschool-Punkrock-Band, ursprünglich aus Neuwied, jetzt in Köln bzw. Düsseldorf ansässig. Was heißt hier Oldschool? 88er Youth Crew Core? Anfang 90er Rorschach-Trulala? Nein, old school bezieht sich auf den Beginn der Veränderung des ursprünglichen 77er englischen Pubrock-Sounds zu amerikanischem Hardcore, zum Beispiel wie auf der „Group Sex“ von Circle Jerks aus Los Angeles nachzuhören ist. Hinzu kommen weitere Einflüsse aus amerikanischen Metropolen bzw. der dort fabrizierten Musik, erste Reagan Youth oder die frühen Beastie Boys, deren „Egg raid on mojo“ auch gerne live gecovert wird.

August 5th, 2019

YACOPSAE (#130, 2008)

Posted in interview by Jan

YACOEPSAE, power-violence-fastcore-punk-hardcore YACOEPSAE

Stellt euch vor, ihr seid auf einem Konzert, einem Festival, Open Air, das Bier ist billig, die Leute sind nett, aber die Musik…ist auch gut, aber es ist immer das gleiche. Nach der gewiss geilen Hauptband spielt dann eine Band aus Deutschland, aus Hamburg, die du mal vor 10 Jahren gesehen hast, bei der du immer den Bandnamen falsch aussprichst, und gar nicht wusstest, dass es die noch gibt. „Wird wohl so la la werden“, denkst du dir, stellst dich nach vorne und nach 30 Minuten extremst geilsten Fast-Power-Violence-blabla-Punkrock bist du schon dabei, deinen Wohnort in die Heimatstadt der Band zu verlegen. Ja ja, so war das mit mir und dem Obscene Extreme Festival (OEF) in Tschechien, die Hauptband war Brutal Truth und das Hamburger Bandtrio Yacoepsae (= Mehrzahl des Namens Jakob).

August 5th, 2019

HOLLOW SKAI aus #114, 2005

Posted in interview by Jan

Kurzinterview mit Hollow Skai

Das Interview ist für Puristen natürlich wieder einmal nicht “the real shit”, weil es ein Email-Interview ist und nicht “live” geführt worden ist. Dazu ist zum allerletzten Mal zu sagen, dass ich Ende der 90iger Jahre einige Interviews per Brief geführt habe und das die meisten Interviewten das gut fanden, weil sie so besser überlegen können und direkt die Kontrolle darüber haben, was über sie gedruckt wird. Es kommt nicht auf das Medium an, sondern auf den Inhalt. Ich meine, ne Ramones Platte wurde ja auch nicht im ersten take live eingespielt oder?

August 3rd, 2019

Anthroposophie – Eine kurze Kritik, André Sebastiani

Posted in bücher by Dolf

Alibri Verlag, Postfach 100 361, 63739 Aschaffenburg, www.alibri.de

Eine kurze Kritik wären die letzten beiden Sätze im Buch: “Die Anthroposophie ist im Kern eine elitäre, dogmatische, irrationale, esoterische, rassistische, antiaufklärerische Weltanschauung. Wer für eine wirklich freie Gesellschaft eintritt, sollte sich ihr entgegenstellen.” Warum das so ist kann man hier auf gut 170 Seiten sehr ausführlich und fundiert nachlesen. Der Autor hat das Buch in fünf Hauptteile aufgegliedert: “Was ist Anthroposophie?”, “Waldorfpädagogik”, “Anthroposophische Medizin”, “Biologisch-dynamische Landwirtschaft” und “Politik, Wirtschaft und Lobbygruppen”. Jeder Hauptteil hat zwei bis vierzehn Unterkapitel, in der Regel beginnt es mit einer Behauptung, zum Beispiel: “Waldorfschulen erziehen zum kritischen Denken”

August 3rd, 2019

Entspannt euch! – Eine Philosophie der Gelassenheit, Michael Schmidt-Salomon

Posted in bücher by Dolf

Piper Verlag, Georgenstraße 4, 80799 München, www.piper.de

In dem Buch wiederholt sich einiges was der Autor in den letzten 25 Jahren schon mal geschrieben hat. Dies ist aber nicht weiter schlimm, weil es im vorliegenden Buch eben nochmal kompakt zusammengefasst ist. Dabei betont Schmidt-Salomon das das Buch “nichts, auch rein gar nichts, mit esoterischen Heilslehren zu tun!” hat. Vielmehr geht es darum zu lernen, beziehungsweise zu verstehen, wie man Gelassener durchs Leben kommt. Am wichtigsten ist, so steht es hier, “das man von seinem Selbst lassen kann.” und somit „Abschied von der Vorstellung des „grandiosen Ich“ nimmt. „Wenn du dich nicht mehr schuldig fühlst, der zu sein, der du bist, fällt es dir leichter, der zu werden, der du sein könntest.“