Dezember 3rd, 2019

TRUST # 199 (December/January) is out now!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Partei der Humanisten, Bremencore-Special, The Coathangers, Boss Ross Effect, Flipper und Rauchen

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

Das Heft kann auch per Paypal bestellt werden. Das ist einfach, jedoch fallen ein paar Cent Transaktionskosten an.

Aktuelles Trust (Versand: Inland)

Aktuelles Trust (Versand: Ausland)

Dezember 6th, 2019

NOISOLUTION RECORDS aus #146, 2011

Posted in interview by Jan

Nois-o-lution

In ein paar Jahren wird das womöglich eine echte Rarität sein: ein Label, das einen eigenen Geschmack hat und das sich durch diesen Geschmack auch in seiner Veröffentlichungspolitik leiten lässt.
Was nicht heißt, dass alles, was Arne Gesemann in 15 Jahren Bestehen von Nois-o-lution veröffentlicht hat, auch meinen eigenen persönlichen Vorlieben entspricht. Immer mal wieder kommt eine Platte daher, die ich eher als unaufregend bezeichnen würde. Aber genau das gehört dazu bei einem guten Label: Zu machen, was man möchte. Das lässt sich auch an der Gesamtzahl der Noiso-Alben seit 1995 ablesen. Da gibt es Jahre, in denen vier Alben erschienen sind. Vier.

Dezember 6th, 2019

WOJCZECH aus #151, 2011

Posted in interview by Jan

„Da sie einen Schlagzeuger brauchten, den sie leicht herumkommandieren konnten, haben sie mich gefragt, ob ich mitmachen will. So haben wir angefangen. Alle rieten uns, schnell wieder aufzuhören, aber bald gingen wir schon das erste Mal auf Tour…“

Interview mit WOJCZECH

Es hat doch noch geklappt! Ich war schon etwas länger an dieser wunderbaren Band aus Rostock (könnte man Urgestein sagen? Könnte man, lassen wir aber mal lieber) „dran“, Ende 2010 kamen dann die Antworten. Die Band war und ist weltweit unterwegs, hat einige Tonträger eingespielt und ich spare mit weitere Worte, da alles im Interview verhandelt wird, an dem nicht Andy (Bass) und Pizzelt (Gesang), sondern Kuttre (Gitarre) und Heinrich (Trommler) teilgenommen haben. Man merkt sehr schnell: hier ist der richtige Sprit am Start und hat Humor.

Dezember 6th, 2019

NO WEATHER TALKS aus # 184, 2017

Posted in interview by Jan

„Ansonsten wären die perfekten Lyrics für mich eine Mischung aus verschwurbelter Metaphorik wie bei den Smashing Pumpkins und so ein missionarischer Ruf nach Kommunismus und Hedonismus, wie zum Beispiel bei der (International) Noise Conspiracy“.

NO WEATHER TALKS

Ja, es gibt sie noch, die total guten aktuellen Bands! Mucke geil, live cool (zum Beispiel in Frankfurt im Elfer vor einiger Zeit), auf Platte spannend, Inhalte kritisch und progressiv, aber eben auch zu Partyspielen aufgelegt, yes! Ich möchte euch die wunderbaren NO WEATHER TALKS aus Norddeutschland – zusammengesetzt aus Mitgliederinnen von zum Beispiel TACKLEBERRY, MATULA und JURI GAGARIN – ans Herz legen. Wunderschöner Punkrock mit diesem berühmten „jroßem Jefühl“. Emo-Politik-Punk ohne Geweine.

Dezember 6th, 2019

KULTUR SHOCK (#121, 2006)

Posted in interview by Thorsten

Lock Up Your Jobs!

Mit den Ausländern ist das so eine Sache – so eine wie mit den Arbeitern und der Unterschicht. Wir sollen sie nicht so nennen, weil sie das diskriminiere. Dabei ändert sich rein gar nichts dadurch, dass wir sie Migranten, Arbeitnehmer oder Prekariat nennen. Die Mitglieder von Kultur Shock gehören mehr oder weniger zu allen drei Gruppen. Und sie scheuen sich nicht, das zu antizipieren, was ihnen gern unterstellt wird: Dass sie kommen, um „uns„ „unser“ Jobs wegzunehmen. Dass es nach wie vor ganz andere sind, die entscheiden, warum wer eingestellt wird, sei hier auch noch erwähnt. „We Came To Take Your Jobs Away“ heißt das jüngste Werk der Band aus Seattle (die es schon seit zehn Jahren gibt), das Cover zeigt einen Mann, der in Latzhose und mit Kippe im Mund mit dem Pümpel vor einer Toilette kniet. Die Musik ist ein gutgelaunter Zug durch das globale Dorf, angetrieben von der Energie des Punk. Ein interessantes Konzept. Da fühlte ich mich motiviert, ein paar Fragen an diese Leute zu stellen. Die Antworten übernahm Gino.

Dezember 6th, 2019

JERICHO’S END: Punk in Israel (#115, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Ein Interview mit Liz Nord

Punkrock in Israel: Das klingt ein wenig so wie diese Szene-Berichte im „Maximum Rock’N’Roll“, die wir früher immer gelesen haben. Über die Szene in einem kleinen exotischen Land, mit ganz vielen Adressen am Ende, um die Bands anschreiben und um Demotapes bitten zu können. Macht heutzutage natürlich keiner mehr – wir haben ja das Internet und überhaupt, diese ständige Reizüberflutung mit tausenden neuen Bands selbst in der eigenen Stadt. Wer will da noch wissen, wie Punkrock in Kirgisistan klingt, in Gabun oder Belize.
Nun gibt es über diese israelische Szene gleich einen ganzen Film, die Amerikanerin Liz Nord hat ihn gedreht: „Jericho’s Echo – Punk Rock in the Holy Land“ heißt die Dokumentation. Und die ist extrem spannend geworden, was interessanterweise nur bedingt an den Bands liegt.

Dezember 6th, 2019

SOME GIRLS (#118, 2006)

Posted in interview by Thorsten

Nein, Some Girls sind mehr als nur eine weitere Krachband. Guckt man sich die Band live an – die Tour zum neuen Album ‚Heaven’s Pregnant Teens‘ fand im April statt -, merkt man schnell, dass sie wesentlich brutaler klingt als andere Kapellen. Da ist natürlich Sänger Wes, der sich ziemlich früh die Nase blutig schlägt, da ist auch die schier endlose Krachorgie am Ende des Sets, die noch heftiger kommt als auf Album. Andererseits sind Some Girls, nun vielleicht nicht eingängig, aber die Lieder haben sehr wohl Wiedererkennungswert. Und das kann man von wenigen Krachbands sagen, bei denen der Lärm zum Selbstzweck wird. Und natürlich sind Some Girls auch so etwas wie eine „Hardcore-Supergroup“. Justin Pearson, mit dem dieses Interview ist, spielt auch bei The Locust, daneben gibt es gemeinsame Mitglieder mit The Plot To Blow Up The Eiffel Tower, Give Up The Ghost und Unbroken. Keine schlechten Referenzen also.

Dezember 4th, 2019

Frame of Mind – Punk photos and essays from Washington, DC, and beyond, 1997-2017, Antonia Tricarico

Posted in bücher by Dolf

Akashic Books, 232 Third St., Suite A115, Brooklyn, NY 11215, Usa

It is good that this is a book about women in punk rock, done by a women, there is still far to few books about punk that feature women! This is a great mix, photos by local Washington DC photographer Antonia Tricarico from DC bands and bands that came thru the DC area plus 14 essays by women (also from DC but not only) on how they got introduced to music, later to punk and why they do what they do and how it has influenced their lives. As Tricarico writes in the introduction: „since the majority of the writing in music books has been done by men, I wanted to highlight the voices of women.

Dezember 4th, 2019

Die Gesellschaft des Zorns – Rechtspopulismus im globalen Zeitalter, Cornelia Koppetsch

Posted in bücher by Dolf

transcipt Verlag, Hermannstraße 26, 33602 Bielefeld, www.transcript-verlag.de

Das hier ist wirklich eine tolle Analyse warum die Situation in Deutschland, und nicht nur hier, so ist wie sie ist. Will heißen, warum Rechts-Parteien seit einiger Zeit so viel Zuspruch bekommen. Laut der Autorin begann das alles in den 1960er Jahren und nun haben wir den Salat. Denn, viele der Menschen die „für“ die Rechten sind, sind eigentlich gar nicht klassisch rechts, sondern fühlen sich viel mehr abgehängt oder zumindest nicht mehr mitgenommen von dieser Gesellschaft. Sie können den Epochenbruch der Globalisierung mit seinen einhergehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Grenzöffnungen nicht verkraften und empfinden einen Kontrollverlust.

Dezember 4th, 2019

Vom Imperiengeschäft – Konzerte – Festivals – Soziales: Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören, Berthold Seliger

Posted in bücher by Dolf

edition Tiamat, Verlag Klaus Bittermann, Grimmstrasse 26, 10967 Berlin, www.edition-tiamat.de

In diesem Buch spannt der Autor einen großen Bogen, von der aktuellen Situation in der globalen Konzertlandschaft, wo eine Komplettkommerzialisierung zusammen mit einer beinahe Monopolisierung stattfindet bzw. gefunden hat, und schafft es einen sehr guten Einblick zu gewähren (die Weltbeherrschenden Giganten sind AEG, CTS Eventim und Live Nation). Er erzählt die Geschichte der Musikfestivals, der kalifornischen Ideologie der Hippies und was das alles mit dem Silicon Valley zu tun hat. Er beschreibt städteplanerische Entwicklungen am Beispiel von Immobilienverwertung und dem Umgang mit Kulturorten im öffentlichen Raum.

Dezember 4th, 2019

Deutschland dreht durch! – 70 Jahre Grundgesetz, Cartoons zur Lage der Nation, Martin Sonntag und Saskia Wagner, Hrsg.

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Dieses Buch lag direkt nach „Die Gesellschaft des Zorns“ auf dem Stapel, was für ein Zufall, während in dem einen Buch genau erklärt wird was hier los ist, wird das Thema hier auf anderem Niveau behandelt. 41 ZeichnerInnen schauen auf den Zustand im Lande und karikieren ihn mit spitzer Feder. Oliver Mario Schmitt schreibt ein Vorwort und schon geht es los, oft in Farbe, aber auch Schwarzweiß und sogar ein paar Fotomontagen. Immer irgendwie lustig, manchmal sehr, treffend, anklagend, bloßstellend… wie immer ist alles dabei. Viele der CartoonistInnen sind bekannt, einige Namen liest man sicher zum ersten Mal. 128 Seiten mit gut 100 Cartoons viel politischen Statements zur Situation in Deutschland.

Dezember 4th, 2019

Cartoons für Musiker – Bin ich laut genug? Michael Hochschulte und Martin Perscheid, Hrsg.

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Im Prinzip könnte man hier genau das gleiche schreiben was ich auch schon zu dem ersten Band vom letzten Jahr geschrieben habe, außer das hier drei Cartoonisten weniger (12) vertreten sind. Es handelt sich auch hier um ein „lustiges Buch für und über Musik bzw. Musiker“. Handliches Format, es geht ohne Umschweife, sprich Einleitung, direkt los, hier und da ein schmunzeln und ertappte ich mich ein zweimal beim Lachen? Da könnte echt mehr gehen, das ist mir hier zu oberflächlich und gefühlt immer die gleichen Witze – wieso macht sich niemand über Trap-Musik lustig, als Beispiel… meine Begeisterung hält sich in Grenzen, gern hätte ich mehr gelacht.

Dezember 3rd, 2019

Bratpack aus # 135, 2009

Posted in interview by Jan

BRATPACK … „It’s all about the fun, and not about making a living“

Wie kam ich auf Bratpack? Diese wunderbare, neue, frische HC-Punk-Band aus Holland, die sich anfangs ganz der amerikanischen Variante von Hardcore verschieben haben, Rich Kids on LSD, Adolescents und frühen NOFX, sich aber nach einem Demo, einer Single und mit ihrer ersten Platte „Hate the neighbours“ zunehmend von ihren Vorbildern emanzipieren können? Ich glaube, Litty gab mit den Tipp, danke noch mal!

Dezember 3rd, 2019

Nihil Baxter aus #145, 2010

Posted in interview by Jan

„A bunch of assholes playing as fast as they can. And faster!!!“

Interview mit NIHIL BAXTER

Nihil Baxter kommen aus Süddeutschland und existieren als Band seit Juni 2007. Ende Februar 2008 wurde das erste Demo-Tape eingespielt, Matze schrieb dazu im Trust # 130: „Ich habe hier das auf 50 Exemplare nummerierte max. C-20 Demotape, das es aber auch als Cdr gibt. In bester DRI-Manier wird hier losgeprügelt, erinnert mich an die Surf Nazis Must Die (R.I.P.), wobei NIHIL BAXTER textlich in eine andere Kerbe hauen. In aller gebotenen kürze werden kämpferische Fuck you’s an allle verteilt, die es verdient haben ohne dabei stumpf zu wirken. Super Teil, hier ist jemand wirklich angepisst.“

Dezember 3rd, 2019

VOETSEK aus #137, 2009

Posted in interview by Jan

Voetsek

Ich gestehe, ein Banause zu sein. Die amerikanische Thrashcoreband Voetsek sollte zweimal im Zuge ihrer Europa-Tour in meiner Stadt spielen und ich bin nicht hingegangen. Ich kannte die Band vorher nicht und mein Urteil über die paar Songs bei Myspace fiel eher gering aus. Somit besuchte ich am ersten Tag der Show eine Party, um am darauffolgenden Tag, mir die Band aus San Franzisco zu Gemüt zu führen. Nach zwei Vorbands (unter anderem mit Cold War aus Berlin, die zusammen mit Voetsek eine Split veröffentlicht haben) wurde mir gesagt, dass die Band weiter nach Hamburg ist und nicht mehr spielen sollte.

Dezember 3rd, 2019

REFUSE RECORDS aus #190, 2018

Posted in interview by Jan

“No god, no prophet, no profits, no leader, no masters – no book of lies“
(Nations on Fire – Nice Song, 1991)

Interview mit Refuse Records

Refuse Records ist ein geiles europäisches HC-Punk-Label, das sich schwerpunktmäßig auf Veröffentlichungen von Straight Edge-(aber nicht nur)-Bands konzentriert. Betrieben wird das Label seit der Gründung in den 90er von Robert, 2018 ist das 25ste Label-Jahr, Glückwunsch!
Robert kommt ursprünglich aus Polen, lebt mittlerweile in Berlin und pendelt zwischen dort und Warschau. Ich bin seit langem Fan von seinem Output, sowohl von den aktuellen Bands als auch den Rereleases. Er hat einfach ein Händchen für geile alte und neue Bands wie zum Beispiel Government Flu (sie wurden auch im Trust # 175 von 2015 interviewt, das Gespräch gibt es online auf der Trust-Seite), Vitamin X, Coke Bust, Tangled Lines, Seein Red, Nations on Fire (Strike the match!!!) oder Catharsis.

Dezember 3rd, 2019

Schmand aus #145, 2010

Posted in interview by Jan

Eingängiger Math-Core und beyond…
Interview mit SCHMAND

Schmand aus Süddeutschland sind eine ganz neue Band. Es gibt zwei Demos, geplant ist die Debüt-Platte. Musikalisch wird hier der sogenannte Fast- mit gebrochenen Math-Core durch adornitische Gemälde-Strukturen implizit… na ja, ihr wisst Bescheid! Nicht? Das Helldriver Magazin beschreibt es sehr treffend, beide Demotapes der Band sofort besorgen!!!

Dezember 3rd, 2019

NO FUN AT ALL aus #137, 2009

Posted in interview by Jan

NO FUN AT ALL

Lange Zeit war es sehr still um den flotten Fünfer aus Fagersta, Schweden. Hier und da gab es Hoffnungsschimmer in Form von Wiedervereinigungskonzerten, aber diese wurden jeweils als Einmaligkeit angepriesen. Wie das aber immer so ist im Leben, halten Versprechungen nicht für die Ewigkeit. Mit gereiftem Auge für ihren eigenen Sound, den sie auf dem letzten Burning Heart Release „The State Of Flow“ verraten hatten, besannen die gealterten Melodypunker sich eines Besseren.

Dezember 3rd, 2019

SKATEPUNK aus #140, 2010

Posted in artikel by Jan

Von unserem amerikanischen Gastautor, US-Punkflyer-Archivar David Ensminger (auf dessen riesige Flyer-Sammlung z. B. für unser SST-Special in Trust #133, das The Crowd-Interview in Trust #134 zurückgegriffen wurde, damit auch schon Ausstellungen in den USA, Europa gab und Mitte 2010 wieder nach Deutschland kommt) sowie Fanzineschreiber für das online Zine www.leftofthedial.com (cooler Replacements Song!).

Deutsche Übersetzung: Jan Röhlk und Andrea Stork

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Re-imagining the Geography of the Wasteland: The Convergence of Punk and Skateboarding

Vorbemerkung: Dieser Artikel versucht nicht, einen kompletten Überblick zu geben, sondern auf der Basis von Geschichte und Theorie biete ich einen Dialog zu den Verbindungen zwischen Punk- und Skate-Kulturen aus einer amerikanischen Perspektive an. Ich habe vor, diese Sichtweise sehr bald mit einem breiteren Blick auf die weltweiten Szenen zu erweitern.

Dezember 3rd, 2019

Chaos Computer Club aus #127, 2007

Posted in Allgemein by Jan

Interview mit dem Constanze von dem CHAOS COMPUTER CLUB

Ihr kennt den Chaos Computer Club oder? Die aus dem Film „23“ oder? Oder nicht? Gibts es oder könnte es bald eine internetgestützte Basisdemokratie geben, wie es der Soziologe Robert Kurz heute schon für möglich hält? Was ist eigentlich ein Hacker? Wie sieht die digitale Zukunft und somit die Umgebung der Arbeitsplätze von uns aus? All das wollte ich anschneiden und Constanze von der Presse-Abteilung des CCC aus Hamburg hat sich gemeldet.

Dezember 3rd, 2019

BILDBLOG aus # 169, 2014

Posted in interview by Jan

TRUST: Eure Kritik an den Fehlern der freien Presse ist doch eigentlich am Ende auch nur die Forderung nach einem starken Kontroll-Staat, das wollt ihr also, die planwirtschaftliche, gleichgeschaltete, zensierte tugend- terroristische „PC“-Presse, Sozialismus, Untergang des Abendlandes etc. pp.!
BILDBLOG: Ganz genau.

Im Gespräch mit das BILDblog, dem Watchblog für deutsche Medien

Ich erwähnte schon mal die beste (Start-) Seite im Netz, den bildblog.de. Checkt den unbedingt mal aus. Ja, ich weiß, dass ihr alle nie niemals nicht die „Bild“ auch nur mit spitzen Fingern anfasst. Aber auch sonst lest ihr wirklich nie andere Publikationen aus dem Verlagshaus Axel Springer? Nie „Musikexpress“ oder „Metal Hammer“? Und von der Springer-Presse abgesehen, den die macht nach wie vor Fehler und ignoriert Ethik-Richtlinien, aber das machen leider eben viele andere Medien auch …und dieses über die „Bild“ hinausgehende Problem wird seit 2009 ebenfalls unter der genannten Web-Adresse publiziert. Einerseits passiert nach wie vor vieles zur „Bild“, andererseits aber eben auch Medienkritik darüber hinaus. Und das könnte euch ja dann doch am Ende interessieren, es sei denn, ihr lest wirklich nie, aber dann würdet ihr ja auch nicht diese Empfehlung von mir gerade lesen…

Dezember 2nd, 2019

The Raws aus aus #198, 2019

Posted in interview by Jan

Ein Einblick in die türkische Undergroundszene mit The RAWS

The RAWS aus Instanbul sind nicht nur die einzige Punkband die ich aus der Türkei kenne, sondern es ist auch die erste türkische Band, die im Trust interviewt wird! Weil für mich der türkische Underground, abgesehen von dem Film „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“ von Fatih Akin und Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) aus dem Jahre 2005, ein unbekanntes Terrain ist, sprudelten die Fragen nur so über. Hinzu kommt die beschwerliche, politische Situation, dass in der Türkei unter der Machtopposition von Erdogan, sich vieles zum negativen gewendet hat und Systemkritiker mit Knast oder anderen willkürlichen Repressionen zu rechnen haben.

Dezember 2nd, 2019

F.O.D. aus #198, 2019

Posted in interview by Jan

Es gibt Bands bei denen schlichtweg kein Mindesthaltbarkeitsdatum zu existieren scheint, die einfach nie schlecht werden, sich immer treu bleiben und nie an Energie oder Attitüde verlieren. So auch F.O.D. alias FLAG OF DEMOCRACY. 1984 erschien ihre erste Single „Love Songs“, darauf zu hören ist auch einer ihrer größten, frühen Hits „Powerload“. Es folgten acht weitere Studio-LP´s, plus einer Live-LP, bei denen es schwer fällt, explizit den besten Tonträger hervorzuheben.

Dezember 2nd, 2019

KINK RECORDS aus #188, 2018

Posted in interview by Jan

„Kink Records war und ist ein zeitintensives Hobby, das sich mittlerweile immerhin selbst trägt. Wenn Gewinn gemacht wird, dann fließt der auch direkt wieder in den Mailorder oder in anstehende Veröffentlichungen. Natürlich wäre es traumhaft, davon leben zu können und keinen anderen nervigen Job machen zu müssen, aber in dieser Form ist das völlig unrealistisch. Mein Anspruch mit Kink Records ist es, die Platten zu fairen Preisen anzubieten und dabei coole DIY-Punk/Hardcore Labels und Bands zu unterstützen. Um davon leben zu können, müssten die Preise deutlich erhöht werden und ich müsste viel zu viele Kompromisse eingehen und Bands/Labels verkaufen, mit denen ich nichts anfangen kann. So wie es momentan läuft, trägt sich das Ganze selbst und ich kann mir einen Teil meiner eigenen Plattensammlung dadurch finanzieren. Das ist super und auf diesem Level wird sich Kink Records wohl auch in Zukunft bewegen“.

Interview mit KINK RECORDS

Es gibt zahlreiche klassische Aktionsformen im DIY-HC-Punk: neben Vokü/Food not Bombs und anderen politischen Aktionsformen haben wir da folgendes: Band – das machen die meisten. Konzerte organisieren – machen auch nicht wenige. Fanzine – machen ein paar. Label – das machen auch wieder viele. Mailorder – das hält sich wiederum in Grenzen, deshalb ist es mir eine große Freude, euch mit Kink Records einen guten Mailorder und cooles Label empfehlen zu können.

Dezember 2nd, 2019

Dr. Strange Records aus #197, 2019

Posted in interview by Jan

Trust: Also, die Sache mit den Punk-Accessoires: ich will jetzt nicht dein Geschäft „dissen“, ich bin einfach nur neugierig, was deine Gedanken zur der folgenden Meinung sind: sind die Käufer von Punk-Accessoires (wie Bondage-Hosen, Lederjacken, Creepers und Nietengürtel), sind das nicht eigentlich genau die, die Punk nicht „richtig“ verstanden haben, so von wegen es geht doch gar nicht um diese Accessoires, Punk ist eine Haltung, es geht um unabhängiges Denken in dieser Crass-Think for yourself-Tradition und dann kommt dann die Armee der identischen Lederjacken-Spikes-Punk-Klone, die alle gleich aussehen, aber dann was von Individualität erzählen…
Bill von Dr. Strange Records: Ich stimme mir dir total überein. Ich meine damit, dass ich dich zu 100 Prozent verstehe. Ja, Punk-Rock ist eine Einstellung und meiner Meinung nach muss man nicht einmal „Punk Bands“ hören oder kennen, um ein Punk zu sein. Solange du tust, woran du glaubst und dein Bestes für eine positive Veränderung tust, bist du in meiner Gedankenwelt ein Punk. Was den Verkauf von Kleidung betrifft… Nun, ich trage immer noch Creepers, habe Ohrringe usw., das ist das, was ich eben mag. Ich bin nicht in der Lage, diese herzustellen, also muss ich sie „irgendwo“ kaufen und wenn die Accessoires jemandem helfen, sich auszudrücken oder zu zeigen, dass sie „anders“ sind, dann ist das für mich in Ordnung. Die eine Sache, die ich hasse, ist, wenn ein Kunde, normalerweise ein „Kind“ im Alter eines Teenagers, einen Patch oder Button von einer Band kauft, von der sie KEINE AHNUNG haben, wer es ist. Ich bin nicht so drauf, dass ich ihnen dann sage, dass sie gehen sollen, das tue ich nie, es liegt nicht in meiner DNA, so ein Arsch zu sein – aber vielleicht öffnet dieser Patch ihren Geist und dient als Einstieg in eine ganz andere Welt?

Turn and face the strange: Record Collectors – meet your new god:
Dr. Strange Records

Bill von Dr. Strange Records aus dem Großraum Los Angeles ist jemand, den man eigentlich nur mit dem Begriff „Überzeugungstäter“ charakterisieren kann. Er betreibt seit genau 30 Jahren (Glückwunsch!) unermüdlich seinen Punkrock-Plattenladen-Klamotten-Mailorder. Einerseits versorgt er also den Record-Collector Scum mit raren Platten (die Überschrift dieses Interviews bezüglich Record Collectors ist seit langer Zeit sein Anzeigen-Pitch) und für die Kids gibt es eben lecker Klamöttchen. Natürlich kann man sich auch alles online bei ihm besorgen. Und er macht auch noch ein tolles Label seit Ende der 80er.