Januar 31st, 2017

Trust #182 (February/March) is out now!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST #182 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten:

Front, Ten Volt Shock, Gunner Records, Cold Kids, Al Quint vom Suburban Voice Fanzine und dem Weltreisenenden in Sachen Punk Luk Haas

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

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März 15th, 2017

SLOVENLY RECORDS (# 168, 10-2014)

Posted in interview by Jan

Seit mehr als zehn Jahren steht Slovenly Records im Bereich Punk, Garage und Psych für absolut erstklassige Veröffentlichungen. Neben bekannten Namen wie The Spits, Black Lips oder The Penetrators bringt das Label auch regelmäßig vollkommen unbekannte Bands aus allen möglichen Gegenden Europas und der Welt heraus. Labelboss Peter beantworte meine Fragen.

März 15th, 2017

01. MAI 87 (#83, 08-2000)

Posted in interview by Jan

Es ist nicht wirklich einfach eine Punkrock Band zu interviewen wenn es diese, wie ihr Bandname verrät, schon seit dem 1. Mai 1987 gibt. Die Sache wird auch nicht einfacher durch den Umstand, daß sich die Band auf ihrer Abschiedstour befand. Da sollte man sich Fragen wie „Wie habt Ihr Euch gefunden?“, „Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?“ oder „Wie schreibt denn Ihr Eure Songs?“ tunlichst verkneifen, das bugsiert einen weit ins Aus. Also drehen wir heute den Spieß um und reden nicht über die Anfänge einer Band oder ihren momentanen Zustand, sondern machen einen kleinen Abgesang und lassen sie einmal zu-rückblicken. Der Rückblick fand vor dem Konzert im Tryptichon in Münster am 21. April statt : mit dabei waren Andre (A), Doc (D) und Stephan (S).

März 15th, 2017

SCHWULE NUTTENBULLEN (# 169, 12-2014)

Posted in interview by Jan

Schwule Nuttenbullen – Überall wo sie nicht sind, sind sie am besten aufgehoben.

Die Schwulen Nuttenbullen sind mir zum ersten Mal auf einer Toilette entgegen gekommen. Ein silberner Aufkleber des Covers der ersten Platte auf Augenhöhe über dem Pissbecken. Seltsamer Bandname, seltsamer Aufkleber waren die ersten Gedanken damals. Womöglich ein gespielter Witz und „Gähn“. Nichtsdestotrotz hab‘ ich mir S.N.B. dann live gegeben. Mal gucken, ob das tatsächlich der gespielte Witz ist, den ich vermutete. So war das Konzert nicht, eigentlich überhaupt nicht, aber irgendwie dann doch ein ganz klein wenig. Eine Ambivalenz, die sich nicht ganz auflöste. S.N.B. wollen das so. Das kann Konsequenzen haben: Flugblätter im AZ, auf denen den Schwulen Nuttenbullen vorgeworfen wird, homophob zu sein und Sexarbeiter zu diffamieren, zum Beispiel. Läden, die bei dem Namen lieber gleich sofort abwinken.

März 8th, 2017

L7 (#82, 06-2000)

Posted in interview by Jan

Sind L7 noch ein Thema? Nicht zwingend. Ihre Zeit als grösste Frauenband der Welt ist vorbei. Es ist ruhig geworden um L7. Die immergleiche Tour reicht nicht, um 10 Jahre lang zu schockieren. Auf ihrem neuen Album „slap-happy“ findet sich kein Hit und die Frage ist berechtigt, ob der Rock’n’Roll der vier Frauen aus Los Angeles nicht direkt für die Geschichtsbücher bestimmt ist. Ein Blick hinter die Kulissen ist angebracht. Nicht nur für diejenigen, die L7 aus Nostalgie nicht aufgeben wollen. Die „immergleiche Tour“ stellt sich als Wesen der Band heraus, das von einer breiten Öffentlichkeit einmal gefeiert, ein andermal ignoriert wird, jedoch immer da ist. Ein zweites und drittes Hinhören legt wahre Perlen frei auf „slap-happy.“ Keine Instant-Hits, dafür befinden wir uns im falschen Jahr, aber wunderschöne Songs, die aufzeigen, dass die Band nie stehengeblieben ist. Ausserdem hat L7 inzwischen eine eigenes Label gegründet, steckt viel Arbeit und Liebe in die Web-Kommunikation, steht seit kurzem auf der schwarzen Liste der amerikanischen christlichen Koalition und bekam sogar Bombendrohungen. Ja, L7 sind definitiv ein Thema!

März 1st, 2017

TWISTED CHORDS RECORDS (# 170, 02-2015)

Posted in interview by Jan

Eine Klassenfahrt mit Bekloppten – Interview mit Tobi von Twisted Chords bei der Labelparty in Münster.

Tobi wirkt ganz entspannt, als wir uns vor der bereits vollen Baracke in Münster zu einem Gespräch treffen. Heute findet hier der zweite Teil der Twisted Chords Label Tour 2014 statt. Als wir uns ein ruhiges Plätzchen zum quatschen suchen, erklärt Tobi, dass er sein Handy mitnehmen muss, weil Abfukk noch fehlen. Deren Bus hat leider auf halber Strecke zum Konzertevent den Geist aufgegeben. Genauso wie vorher der Bus der Kaput Krauts. Nix passiert, aber es verzögert den Konzertbeginn. Wir sitzen draußen vor der Baracke im Dunkeln etwas abseits vom Geschehen und Tobi nimmt sich die Zeit, meine Fragen zu beantworten. Während wir reden laufen die nach und nach eintrudelnden Konzertbesucher_innen an uns vorbei Richtung Konzertsaal.

Februar 22nd, 2017

INDECISION (#74, 02-1999)

Posted in interview by Jan

+++facts++facts++facts++facts++

codename: I N D E C I S I O N

homebase: brooklyn, ny, usa

battlefield: new school hc

powered by: exit records

quality since: 1993

artie – vocals

steven bago – bass

patrick flynn – drums

rachel susannah – guitar

justin brannan – guitar & propaganda minister

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Februar 13th, 2017

LUCKY MALICE (# 171, 4-15)

Posted in interview by Jan

Riot Grrrl Punk Rock aus Norwegen – Lucky Malice

Das Thema Gender beschäftigt mich des Öfteren, insbesondere wenn ich mal wieder auf einem Konzert bin und fast kotzen muss, weil auf der Bühne rumgemackert wird (Fuß auf die Monitorbox, Muskelshirt an und voll männlich sein). Oder weil ich eine tolle Band sehe und mich selbst dabei erwische verwundert bzw. erfreut zu sein, weil da ja eine Frau bei ist. Lange Vorrede, kurzer Sinn, ich bekam die Empfehlung mir mal Lucky Malice aus Norwegen anzuschauen. Und da diese Band laut eigener Aussage „schlagkräftigen und kompromisslosen Riot grrrl-Punk Rock“ macht, passt das zum Thema. Auch, dass die drei so ziemlich auf die (weibliche) Etikette scheißen fällt bei näherer Betrachtung (insbesondere ihrer Video-Tourtagebücher) positiv auf. So ganz stimmt das zwar auch wieder nicht, so geben sich die drei schließlich doch eher weiblich als nicht, aber vielleicht ist es ja auch richtig als Riot grrrl (die drei „rrrs“ in Riot Grrrl stehen übrigens für ein lautes Grummeln, Unmut bezeugen und so) auch zu zeigen, dass mensch weiblich ist, Mucke machen kann und was zu sagen hat.

Februar 7th, 2017

GUTS PIE EARSHOT (# 72, 10-1998)

Posted in interview by Jan

Es gibt wenige Bands, die einen tatsächlichen Crossover schaffen, Guts Pie Earshot aus Bonn sind eine von ihnen. Nein, den sehe ich nicht ‘musikalisch’, sondern in der Rekrutierung ihres Publikums. Ich will keine Gräben ziehen, wo keine hingehören, aber viele der eher ‘politisch’ motiverten Undergroundler gehen kaum zu Konzerten der ‘musikalisch’ eher motivierten Undergroundler. Bei GPE treffen sich beide Extrema. Ein guter Grund, mit ihnen zu sprechen. Ein weiterer: Ich habe zu wenig Platten des letzten Jahres überhaupt gerockt. Eine davon war ‘Distorted Wonderland’. Die Scheibe ist jetzt neu abgemischt auf dem Markt, und ich habe erst gar nicht gefragt, woran es denn jetzt lag, daß die Band mit dem Mix / der Testpressung nicht einverstanden war. Warum auch. Neu im Programm ist ein verstärkter Einfluß an Samples und so Sachen, gegen den ich rein gar nichts habe, der im Moment aber die Qualität des ‘sonstigen Materials’ der Band nicht hält. Ole und Prosit. Interview von Daniel, Video Skills von Torsten.

Februar 1st, 2017

NOFX – The Hepatitis Bathtub and Other Stories, NOFX with Jeff Alulis

Posted in bücher by Dolf

Da Capo Press, 53 State Street, 9th Floor, Boston, MA 02109, Usa, www.dacappopress.com

Each member of the band gets to tell his version of the story – which is certain chapters from the beginning of the band until now and very insightful information about the pre life and family, included are also some rare photos. That is the longtime members and the not from the beginning guy, but also a person who only was in the band shortly – he of course only speaks about that short period. Alulis did a great job in writing this down – at the same time, looking at the history and the story’s the band has to offer, it was probably not that hard to make it into a very readable book. Apart from that it was a roller-coaster ride, never boring but not good all the time. All the protagonists do not mince any matter, as a matter of fact, sometimes you get the feeling they make these story’s up – but in the end, I’m quit sure it all is true. And in a lot of cases the truth is very sad.

Februar 1st, 2017

MDC: Memoir from a Damaged Civilization: Stories of Punk, Fear, and Redemption – Dave Dictor

Posted in bücher by Dolf

Manic D Press, P.O. Box 410804, San Francisco, CA 94141, Usa, www.manicdpress.com

Millions of Dead Cops – what a band name, it also can stand for: Multi-Death Corporation, Millions of Dead Children, Millions of Damn Christians, Metal Devil Cokes, Millions of Dead Capitalists, Missile Destroyed Civilization, Millions of Dead Cowboys….. I remember when I first heard their music in the early eighties and how much I liked them because of their style but also because of their message and how mad I was when I missed them live because the guy who said he has a car going, had not. Anyway, over three decades later their singe Dave writes down his memories. It is not a band only story, it also goes back in Dave’s childhood and upbringing and is in parts also very personal. The book features 33 chapters, which makes it a easy and enjoyful read. Alot of the story goes chronological, but not everything is featured. The main focus is probably on the first few years of the band (like in so many cases with books like this), because that was the most important or intense time.

Februar 1st, 2017

The Spitboy Rule – Tales of a Xicana in a Female Punk Band, Michelle Cruz Gonzales

Posted in bücher by Dolf

PM Press P.O. Box 23912, Oakland, CA 94623, Usa, www.pmpress.org

The author played drums in the 1990’s female hardcorepunk band Spitboy (and also in Instant Girl and Bitch Fight) that had the focus on women issues but where not angry man haters. Back then she called herself Todd. It is one of the many „I look back at my band history and tell some story’s“ books that are coming out and will come out in the future. But this one is different because Michelle is a Xicana (her not speaking spanish was not helpful in finding a identity) in a otherwise white dominated scene. This books gives insight in how she tried to find herself, single raised by a drug addicted mother coming from a poorer background than most of the people she was dealing with in the band and the fans. This is a good read if you are into these kind of narrative, how bands function, tour and other anecdotes. They did tour internationally and did release a few records, so plenty of story’s to tell.

Februar 1st, 2017

Das Gender-Paradoxon – Mann und Frau als evolvierte Menschentypen, Ulrich Kutschera

Posted in bücher by Dolf

Lit Verlag, Fresnostr. 2, 48159 Münster, www.lit-verlag.de

Das war mir ehrlich gesagt nicht klar, das sich das Thema schon so dermaßen im Mainstream ausgebreitet hat und dort für gespannte Diskussionen sorgt. Für mich war das Thema mehr oder weniger gegessen als es mal vor vielen Jahren in der Szene aufkam – soll doch jeder machen was er will und fertig. Das es diese Idee(n) aber schon sehr viel früher gab, bzw. die ganze Geschichte dahinter bis in die Jetztzeit war mir völlig unbekannt. Eines vorneweg, das Buch ist in Teilen ziemlich gut, weil der Autor eben vom Fach ist – und – soweit ich das als Nichtfachmann beurteilen kann – eben weiß von was er schreibt – zumindest wenn es um die biologischen Fakten (manche sagen ja so was gibt es nicht…) geht. An anderer Stelle ist das leider nicht so positiv zu werten. Beschränken wir uns erst mal auf den wissenschaftlichen Teil, der ist verständlich geschrieben und erklärt nochmal detailreich und in aller Ausführlichkeit aus biologischer Sichtweise um was es überhaupt geht – beim Sex und den Geschlechtern.

Februar 1st, 2017

Fotzenfenderschweine – Almut Klotz

Posted in bücher by Dolf

Verbrecher Verlag, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, www.verbrecherei.de

Die Autorin dürfte einigen als Mitglied der Lassie Singers (1988-1998) und Betreiberin von Flittchen Records bekannt sein, auch sonst war sie natürlich noch an vielen anderen Projekten beteiligt und arbeitete als freie Autorin. Aber darum geht es primär in diesem Buch gar nicht, es ist vielmehr eine Beschreibung der Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Musiker Rev. Christian Dabeler die sie leidenschaftlich niederschreibt. Es wurde auch viel gestritten, was kein Wunder ist wenn man liest was für ein Vogel der Typ ist, es gibt aber zum Glück auch Höhen in der Beziehung. Klotz beschreibt ehrlich und lässt die Leser ganz nah ran, an sich, ihr Künstlerleben und eben ihre Beziehung.

Februar 1st, 2017

Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen, Matthias Weik & Marc Friedrich

Posted in bücher by Dolf

Eichborn/Bastei Lübbe, Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln, www.luebbe.de

Eigentlich wollte ich ja zu dem Thema kein Buch mehr lesen, weil in anderen Büchern – und nicht nur da – zum Thema erst mal alles gesagt ist. Aber dann hab ich mich irgendwie selber breitgeschlagen und mir die 350 Seiten vorgenommen. Die Kernaussage dieses dritten Werkes des Autorenduos ist wohl das Finanzkapitalismus schlechter Kapitalismus ist und sie gern erklären wollen wie ein vernünftiger Kapitalismus funktionieren könnte. Ähm… gut, würde es den verdammten Finanzkapitalismus nicht geben, oder wäre er entsprechend reguliert wäre man schon mal einen guten Schritt voran. Das sich der andere Kapitalismus aber als „vernünftiger“ gebären würde, wage ich zu bezweifeln, weil es auch bei dem immer und immer wieder um Gewinne und Wachstum geht und daran ist einfach nichts vernünftiges zu erkennen. Ansonsten gibt es viele Geschichten und Analysen zum Thema Wirtschaft.

Februar 1st, 2017

Effektiver Altruismus – Eine Anleitung zum ethischen Leben, Peter Singer

Posted in bücher by Dolf

Suhrkamp Verlag, Papelallee 78-79, 10437 Berlin, www.suhrkamp.de

Mein erstes Buch von diesem nicht unumstrittenen Moraphilosphen und es kann gut sein das es auch mein letztes war – aber eins nach dem anderen. Singer hat vor einiger Zeit eine neue Bewegung ausgerufen – nämlich die des effektiven Altruismus. Es geht darin – vereinfacht gesagt – darum, so viel gutes zu tun wie möglich bzw. dieses Tun als oberstes Lebensziel anzustreben. Und nicht nur das, man soll eben genau das möglichst effektiv Tun und sich genau überlegen wie man spendet – er scheint in erster Linie Vielverdiener anzusprechen. Des weiteren erklärt er meist mathematisch richtig wie man den Ertrag seiner Spenden maximieren kann. Das berechnet er in Menschenleben und meist in fernen Ländern wo es den Leuten wirklich schlecht geht und sie kurz vor dem sterben sind – deshalb kann man dort am effektivsten Helfen.

Januar 31st, 2017

AGAINST ME! (# 172, 6-15)

Posted in interview by Jan

Laura Jane Grace hatte schon immer das Gefühl alle seien gegen sie, weshalb der Name der Band, die sie berühmt machen sollte, sich sozusagen aufdrängte. Auch wenn die ehemals kleine Folk-Punk-Band mittlerweile sehr viele Menschen auf ihrer Seite hat, ist auch dies mit einer Prise Salz zu genießen. So steht neben mir auf dem Konzert im Kölner Stollwerck ein Riesenfan, der meint für ihn sei die Band „immer noch“ rein männlich besetzt. Der Hinweis, dass sie dies tatsächlich noch nie war bringt ihn nur noch mehr in Rage. Tom bliebe Tom. Ich frage mich derweil, warum solche Menschen überhaupt zum Konzert einer Trans*ikone kommen, und dann auch noch heuchlerisch genug sein können bei Stücken über Geschlechtsangleichungen mitzusingen.

Januar 25th, 2017

STUNDE X (#71, 08-1998)

Posted in interview by Jan

Was gab es nicht alles für schöne Sachen und Begebenheiten in den mittleren 80ern. Da ging man noch zur Schule, zumindest so ein alter Sack wie ich, andere waren ganz stolz darauf eine 80er XT auf mindestens 105 km/h gebracht zu haben, man versuchte sich mit Carolus Bockbier um den Verstand zu trinken, und schaffte es auch. Zu dieser Zeit gab es auch eine großartige Band, die ich glücklicherweise mehrmals sehen konnte, Stunde-X. Die Frage ob Punk oder nicht, gab es noch nicht, denn trinken und pogen konnten wir damals zu fast allem, aber bei den Düsseldorfern war es besonders schön.

So freute ich mich auch, als mir ein Kumpel von Frankie Disco erzählte, daß er besagte Band noch einmal, nach über zehn Jahren Pause, auf die Bühne bringen würde. Daraus wurde dann ein nettes Wochenende mit Kollege Röhnert und Stork, wobei ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Maß Altbier trank. Schöner abend, tolles Konzert, und wer mich jetzt für einen Nostalgiker hält, der soll ruhig. Vor dem Gig hatte ich noch Gelegenheit mit Sänger Bodo und Basser Fatty ein paar Takte zu reden.

Januar 17th, 2017

SLEAFORD MODS Tourbericht (#173, 8-15)

Posted in artikel by Jan

Fame! – Auf Tour mit den Sleaford Mods II

[Rückblende]

17.04.2014, Hamburg, St. Pauli, drei kurze Umarmungen und Jason, Andrew und Steve verschwanden in der Nacht. Ich war mit den Sleaford Mods auf Tour gewesen. Das hatte sich so ergeben. So nah würde ich den Mods nie wieder kommen, ich war raus. Den weiteren Irrsinn betrachtete ich mehr oder weniger aus der Ferne: „Chubbed up“, die Singlekollektion auf Mike Pattons Ipecac-Label. Neue Single. Neue 12inch. Feuilleton-Aufmerksamkeit bis zum Abwinken. Jason gibt seinen Job auf. Neue Single. „Divide and Exit“ in den Jahresbestenlisten. Steve, der Manager, gibt seinen Busfahrer-Job auf. Neue Single. Neue 12inch. Tracks auf ARTE. Steve Albini, der die Mods beim Primavera-Festival in Barcelona zur besten Band der Welt kürt. Verbale Scharmützel mit den Gallagher-Brüdern im NME. Paul Weller, lässt ausrichten, dass er die Mods für „Cunts“ hält. Neue Single. Iggy Pop, der in seiner wöchentlichen BBC-Radioshow nicht müde wird, Sleaford Mods zu spielen und zu feiern und aus Jasons Lyrics-Buch „Grammar Wanker“ rezitiert. Neue Single. Jasons Kollaborationen mit The Prodigy und Leftfield. Clubtouren in England. Immer größere Hallen. Festivals. Und. Und. Und.

Januar 12th, 2017

DROPKICK MURPHYS (#70, 06-1998)

Posted in interview by Jan

Dropkick Murphys sind eine noch recht unbekannte Oi/Punkband aus Boston. Bis auf einen Track auf dem „Give Em The Boot“-Sampler, dem Erstling vom Gurewitz/Armstrong Label-Hellcat und einer CD-EP auf Cyclone Records hatte ich noch nicht von ihnen gehört. Da diese Songs bei mir aber gute Laune verbreiten, wollte ich sie nach ihrem Konzert in der Frankfurter Batschkapp interviewen. Da das Konzert aber ausverkauft war, sie waren die Vorband der Bosstones, und ich trotz eines Faxes nicht mal an den mongoloiden Bouncern vorbeikam um mit irgendjemanden von der Band/Tourbegleitung zu sprechen, kam es leider nur zu einem kurzen Telefongespräch mit Dropkick Murphys Sänger Mike ein paar Tage später.

Januar 3rd, 2017

SLEAFORD MODS (#162, 10-2013)

Posted in interview by Jan

“You can’t use the word Chav that’s a term created by the controllers.”

Am Anfang steht der enthusiastische Augenzeugenbericht eines guten Freundes vom Kraak, einem jährlich in Belgien stattfindenden Festival abseits bekannter musikalischer Pfade. Zwei Typen, einer am Laptop, einer schimpfend am Mikro, ragten heraus. Sprechgesang, gepaart mit sparsamen Drumbeats und Basssounds. Einfach und direkt. Punk ohne Band, die Produktionsweise des Hip Hop nutzend. Die Sleaford Mods aus Nottingham mit Jason Williamson, Sprechgesang und Andrew Fearn am Laptop. „Du wirst sie lieben“, so die Prophezeiung des Freundes und tatsächlich ist das nicht so einfach zu beschaffende Album „Austerity Dogs“ dann eine Offenbarung. Der seltene Glücksfall Musik zu hören, die man so noch nie gehört hat, die neu und aufregend ist.

Januar 2nd, 2017

DIE NERVEN (#174, 10-15)

Posted in interview by Jan

Stuttgart im Jahre 2015. Zusammen mit einem kleinen Hype, beginnend Ende 2013 und vorrangig entstanden um den Sampler „Von Heimat kann man hier nicht sprechen. 13 musikalische Grüße aus der Wohnstadt Stuttgart“, macht sich ein noisig-punkiger Sound, der eigen, schrammelig und vor allen Dingen vorwärts ist, über die Grenzen der Stadt bekannt. Eine Stadt, die glattgeleckt, aber doch hässlich ist sowie ein gutes Gespür dafür hat, sich selbst das Leben auszutreiben. Mehr Malls, mehr Beton, weniger Clubs und kleine Läden, von Freiräumen ganz zu schweigen.

Dezember 30th, 2016

BLUETIP (#67, 12-1997)

Posted in interview by Jan

Zehn Gründe, BLUETIP zu interviewen:

1. BLUETIP sind eine Band aus Washington, D.C..

2. BLUETIP veröffentlichen ihre Platten auf DISCHORD.

3. BLUETIP rocken.

4. BLUETIP sind Ex-SWIZ.

5. SWIZ sind eine der genialsten Bands aus Washington gewesen.

Dezember 30th, 2016

GOVERNMENT FLU (#175, 12-15)

Posted in interview by Jan

Government Flu habe ich das erste Mal im Park hinter der Uni in Hannover gesehen. War ein kurzes, sehr energievolles Erlebnis und vorbei bevor die Polizei aufkreuzen konnte. Danach spielten sie desöfteren in Hannover und auch die weiteren Konzerte waren immer super. Warum also nicht einmal die Band interviewen. Also meinen Kumpel Danny geschnappt, die Band eingesackt und ab in einen ruhigen Raum der Korn, Hannover, wo gerade Tag II oder besser gesagt Nacht II des Punk-Festes lief.

Dezember 15th, 2016

FREIBURG (#176, 2-16)

Posted in interview by Jan

Freiburg – mit Wut im Bauch!

Freiburg muss man wahrscheinlich nicht mehr groß vorstellen. Durch stetiges spielen, durch drei großartige Alben haben sie sich einen Bekanntheitsgrad erspielt und erarbeitet. Von Ostwestfalen in die Welt, sozusagen. Und natürlich werden aufmerksame Trust-Lerser/innen anmerken, dass im Trust vor zwei Jahren schon einmal ein Interview mit den Jungs zu lesen war. Doch was machen, wenn sich weitere Fragen ergeben? Was tun, wenn man Fan ist und noch mehr wissen will? Nun ja, man fragt nach und macht einfach ein Interview, sozusagen Teil 2.