Februar 2nd, 2019

TRUST # 194 (February/March) is out now!

Posted in news by Dolf

Ab sofort ist das TRUST #194 erhältlich, bei Deinem Lieblingsplattenladen oder Mailorder sowie im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel.

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten:

12 XU Scheiß Indie, Sloppy Seconds, Scheisse Minnelli Japan Tour Bericht, Jimmy Alvardo

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – das Ganze als graphisches Gesamtkunstwerk.

Februar 15th, 2019

ES WAR MORD (#191, 2018)

Posted in interview by Jan

Wenn es letztes Jahr eine Band geschafft hat mich zu begeistern, dann sind das ES WAR MORD aus der ehemaligen Mauerstadt Berlin. Und gerade in Bezug auf neue HC Punkbands bin ich nicht einfach zu begeistern, aber ES WAR MORD haben es geschafft mit ihrem düsteren Sound und nachdenklichen Texten die richtigen Knöpfe bei mir zu drücken. Allerdings sind die Musiker von ES WAR MORD auch keine blutigen Anfänger, sondern waren damals in Bands wie z.B. VKJ, NO ALLEGIANCE, ZERSTÖRTE JUGEND und JINGO DE LUNCH um nur ein paar Namen zu nennen. Glücklicherweise versuchen ES WAR MORD aber nicht alte Glanztaten zu wiederholen, sondern überzeugen u.a. durch ihre Zeitlosigkeit. Mein Interviewpartner war Tom Schwoll, den einige Leser bestimmt noch von Bands wie ZERSTÖRTE JUGEND, MANSON YOUTH und natürlich JINGO DE LUNCH kennen dürften. Here we go!

Februar 15th, 2019

THIS MOMENT IN BLACK HISTORY (#159, 2013)

Posted in interview by Jan

„Integrity sind okay, ich hatte allerdings immer das Gefühl, dass sie ein wenig dümmlich sind. Als Teenager sah ich sie live. Sie und ihre Fans verströmten immer so eine Macho-Testosteron-geschwängerte Ausstrahlung. Das komplette Konzert war eine befremdende Erfahrung. Ich bin immer zu Konzerten gegangen, weil ich die Musik sehr schätze und um eine gute Zeit zu haben. In dieser ganzen frühe 90er Clevo-HC-Szene schien es mehr darum zu gehen, sein Hemd im Pit auszuziehen und Leute zusammenzuschlagen, das war jetzt so nie mein Ding. In Cleveland ändern sich gerade die Zeiten bezüglich gemeinsamen musikalischen Aktivitäten. Es gibt einige sehr erstaunliche musikalischen Sachen, die von Mut und Kameradschaft geprägt sind. Meiner Erfahrung nach war die Musikszene immer schon irgendwie aufgesplittet. Speziell die Punkszene, die ist irgendwie eine Verlängerung der alten HC-Tage. Es gibt seit je her auch schon eine große Gruppe von Leuten, die denken, dass Punk ein Synonym für Dummheit ist und wenn du nicht ihre sehr enge ästhetische Definition erfüllst, dann werden sie nichts mir dir zu tun haben wollen. “

This Moment in Black History

This Moment in Black History sind sicher eine der geilsten Bands der letzten zehn Jahre, sofern man den offenen Punk-Begriff und dessen musikalisch-ästhetische Umsetzung goutiert. So stand in einem Review zu ihrer ersten Platte etwas von einem „freiem HC-Ansatz“ und „eigenwillige, zapplige Mischung aus bekannten Garage-Punk-Zutaten einerseits und trashig-wavigen Parts.“ Dabei ging es um die ganz großartige zweite Platte der Band – „It takes a nation of assholes to hold us back“ -, deren Logo-Sticker immer noch auf meinem Auto-Heck prangt. Überhaupt eine immer noch ganz erstaunliche Platte, die noch total frisch klingt und die Referenzhölle komplett durchschreitet: Vom Public Enemy-Zitat hin zu der Cover-Aufmachung, die einerseits eine Hommage an das Germs (G.I.) Cover ist. Andererseits findet sich dort auch der abziehbare Aufkleber, die gelbe Aids-Schleife, die sich wiederum auf das „Peel slowly and see“-Bananen-Cover von Velvet Underground bezieht.

Februar 15th, 2019

NACHSCHLAG IN SACHEN VINYL SPECIAL (#160, 2013)

Posted in interview by Jan

VINYL SPECIAL Teil II – Vinyl vs. Business mit X-Mist Records, Music on Vinyl, Cargo Records/Vertrieb, Twisted Chords Label/Mailorder, Green Hell Mailorder, Flight 13 Duplication und Flight 13 Mailorder/Label

von: Bela

Angefixt von der Interviewreihe der TRUST-Ausgabe # 157 um das Vinyl Special, das sehr, sehr lesenswert, super interessant und eigentlich längst schon überfällig war und zudem auch durchaus zur Motivation beiträgt, sich beim nächsten Mailorder oder Plattenladen mit neuem, schwarzen Gold einzudecken…

Februar 13th, 2019

Kolumnen (#67, 12-1997)

Posted in kolumne by Thorsten Harbeke

4 BIER SPÄTER…

Hi – willkommen im grauen Niemandsland. Der Winter bricht herein und manchmal ist auch alles Gefühlsmäßige eher grau als loderndes Feuer. Schau Dir nur das Cover der neuen Dackelblut LP an. Naja, jeder schleppt sein Säckchen mit sich herum – kommen wir gleich zur Sache – ach am Anfang noch eine Korrektur: Norbert heißt Johannknecht mit Nachnamen und ist beim Ox, Johannisbauer heißt Carsten mit Vornamen und ist beim Blurr. Trust Korrekturleser 5- setzen.

Februar 12th, 2019

RVIVR (#161, 2013)

Posted in interview by Jan

Im Frühjahr waren RVIVR zusammen mit der grungigen Punkband Dogjaw auf Europatournee. RVIVR bestehen seit 2008 und wurden von Matt Canino (vormals Lattermann), Erica Freas und Kevin Rains Barry gegründet, 2013 stieß nach mehreren Besetzungswechseln Bex Berryhill am Bass zur Band. Ihr Album The Beauty Between erschien in Deutschland auf Yo-Yo Records und in den USA auf dem u.a. von Erica und Matt betriebenen Label Rumbletowne Records, auf dem auch das Album Slow To Build von Dogjaw veröffentlichte wurde.

Februar 7th, 2019

Ventil Verlag (#162, 2013)

Posted in interview by Jan

Für die, die den Ventil Verlag aus Mainz nicht kennen, sei mit Anlehnung an dieses Internet fragmentarisch folgendes gesagt: Im belletristischen Programm veröffentlichen Autorinnen/Autoren, die selbst in der Musikszene involviert sind, darunter Torsun Burkhardt, Linus Volkmann, Nagel, Thees Uhlmann und Lee Hollis. Zu den Veröffentlichungen im Bereich Sachbuch / Popkulturtheorie zählen Bücher über Hip-Hop, Free Jazz, Popliteratur, Hardcore Punk („Philosophy of Punk“), rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popkultur („Wie klingt die Neue Mitte?“), Feminismus und Queer Studies („Hot Topic – Popfeminismus heute“ von Sonja Eismann).

Februar 5th, 2019

CAMPARY RECORDS (#67, 1997)

Posted in interview by Thorsten Harbeke

Eigentlich geht uns doch wirklich gut, oder? Wir haben doch alles, was wir brauchen! Oder etwa nicht? Die HOSEN und die ÄRZTE erobern hin und wieder die Charts, und obwohl Anfang der 80er Jahre CRASS „Punk Is Dead“ gröhlten, wurde das Wort „CA$H“ seit langem auch im PUNK absolut gesellschaftsfähig! Ich weiß, das sind jetzt absolut keine Neuigkeiten, aber DAS DENKT MAN!
Daß es aber auch noch anders geht, beweisen eine handvoll Rebellen, sprich kleine Punklabels, die den Gedanken von damals noch nicht vergessen haben! Dazu gehört auch das Düsseldorfer Campary-Label.

Januar 31st, 2019

PUNCH (#163, 2013)

Posted in interview by Jan

Punch kommen aus der Bay Area in Kalifornien und sind dort fest verankert in der Szene rund um Bands wie die jüngst aufgelösten Comadre und Loma Prieta. Die Band existiert bereits seit sechs Jahren und hat mittlerweile zwei LPs und mehrere Singles draußen. In Hardccorejahren gerechnet ist die Band also schon nahe am gesetzlichen Rentenalter. Wer im Hardcore so lange durchhält ist entweder stur oder einfach gut. Punch sind ganz klar letzteres.

Januar 29th, 2019

Safety in Numbers – My Journey with L.A. Punk Rock Gangs: 1982 – 1992, Adam Wilson

Posted in bücher by Dolf

adwilone93@gmail.com

The punk scene in Los Angeles in the early eighties must have sucked bad, well, sure the was some excellent bands playing great music – that should not be forgotten. But also too much violence and too many crazy people doing too many drugs and drinking too much. As if that is not already bad enough, there was also punk gangs (!), which is a contradiction in its self. But attention-seeking, young, stupid kids make everything possible – so there you have the punk gang. Adam was part of one of them gangs called Kaos – it started out with a bunch of kids and grew in a monster (Safty in Numbers). Fights, shootings, drug dealing – you name it, it is there. People are dying and get seriously injured.

Januar 29th, 2019

Die Grenze – Was uns verbindet, indem es trennt, Marianne Gronemeyer

Posted in bücher by Dolf

oeKom Verlag, Waltherstr. 29, 80337 München, www.oekom.de

Der Unteruntertitel des Buchs ist „Nachdenken über ein Paradox der Moderne“ und tief nachgedacht wird hier in der Tat. Das ist im ersten Kapitel auch dermaßen verkopft das ich nah dran war das Buch zu Seite zu legen… was ich aber zum Glück nicht gemacht habe. Denn der Rest des Buches ist wirklich sehr gehaltvoll. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat das die Autorin gern mit den Worten spielt und der Sache auf den Grund geht anstatt nur oberflächlich zu kritisieren. Sie beschäftigt sich mit Worten und wie diese zu deuten sind bzw. wie Menschen sie benutzen und mit ihnen umgehen. Das ist dann doch ziemlich interessant und lehrreich. Und im Laufe des Buchs wird dann auch klar, was Marianne Gronemeyer hier angreift – das System, dort natürlich in erster Linie den Kapitalismus, aber ihre Kritik greift noch tiefer, sehr tief- das ist sozusagen substanziell.

Januar 29th, 2019

Verschwörungstheorien – Ursachen, Gefahren, Strategien, Bernd Harder

Posted in bücher by Dolf

Alibri Verlag, Postfach 100 361, 63739 Aschaffenburg, www.alibri.de

Eines mal vorneweg, natürlich gab und gibt es Verschwörungen und sicher werden in Zukunft auch noch neue Informationen und Fakten auftauchen welche ganz andere Erklärungen für vorherrschende Auffassungen und Verhältnisse liefern als bis heute bekannt. Insofern ist es natürlich erst mal richtig generell nicht alles zu glauben was einem mitgeteilt wird – aber eben auch nicht nur weil es ein „Verschwörungslabel“ trägt, hier ist besondere Vorsicht geboten. Denn oftmals geht es den „Verschwörungstheoretikern“, die hier angesprochen sind, nicht um Aufklärung sondern um ganz andere Dinge. So suchen sie meist lieber einen „Schuldigen“ anstatt nach Ursachen. Darüber informiert ganz hervorragend dieser kleine Band.

Januar 29th, 2019

Cartoons gegen Rechts! – Dennis Metz (Hrsg.)

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Damit kann man nichts falsch machen und so ist es auch mit diesem Band. 21 Cartoonistinnen und Cartoonisten zeigen in über 120 Cartoons warum Rechte blöd sind und meist eben nicht „recht“ haben. Ein kurzes Vorwort von Andreas Hollstein und schon legen die ZeichnerInnen (u.a. Katharina Grewe, Michael Holtschulte, Kittihawk, Reiner Schwalme, Schwarwel, Gerhard Seyfried) mit ihren kritischen und dennoch oft lustigen Karikaturen los und stellen rechte Gedanken bloß. Eigentlich ist jeder einzelne Cartoon ein Volltreffer und sie unterscheiden sich nur in Nuancen in der „Lustigkeit“, denn eigentlich ist es ja gar nicht lustig. Aber, man darf auch bei diesem Thema seinen (kritischen) Humor nicht verlieren.

Januar 29th, 2019

Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst – Jaron Lanier

Posted in bücher by Dolf

Hoffmann und Campe Verlag, Harvestehuder Weg 42, 20149 Hamburg, www.hoffmann-und-campe.de

Soviel vorneweg, meine „Soziale Medien Konten“ hab ich nicht gelöscht. Obwohl das was Lanier hier schreibt in der Tat sehr bedenklich ist. Zum einen ist das aber oftmals nichts neues – das Daten gesammelt werden und diese gespeichert und weiterverwendet werden. Und zum anderen kann man ja auch durch die Art und Weise wie man die Konten nutzt dazu beitragen das gewisse Dinge eben nicht bei den „Bummern“ landen. Die sind nämlich schuld. Dieses Akronym hat Lanier eingeführt, es steht für „Behaviours of Users Modified, and Made into an Empire for Rent“ (Verhaltensweisen von Nutzern, die verändert und zu einem Imperium gemacht wurden, das jedermann mieten kann) umgangssprachlich bedeutet Bummer immer etwas unerfreuliches.

Januar 29th, 2019

Gehirndoping mit Gewürzen – Sabine Paul

Posted in bücher by Dolf

Expert Verlag, Aachener Straße 172, 40223 Düsseldorf, www.expert-fachmedien.de

Bei Gewürzen denkt man ja in der Regel zuallererst, oder sogar nur, an deren leckeren Geschmack und wie sie durch ihre Aromen Speisen verfeinern und noch schmackhafter machen. Wer weiß schon was die noch alles können – in diesem Buch wird es von Sabine Paul beschrieben. Auf der einen Seite wissenschaftlich fundiert, auf der anderen Seite sehr gut lesbar. Eine schöne Mischung aus Geschichten über und zu Gewürzen verbunden mit moderner Neurowissenschaft. Es ist wirklich erstaunlich zu was die ganzen Gewürze fähig sein können und was sie im Körper des Menschen bewirken können. Nach der Lektüre ist man um einiges schlauer und hat gelernt das man u.a. die Gehirnleistung steigern kann, die Stimmung aufhellen und Stressschäden abfangen kann.

Januar 29th, 2019

ANOTHER PROBLEM (#66/1997)

Posted in interview by Thorsten Harbeke

ANOTHER PROBLEM sind eine relativ unbekannte Hardcoreband aus der EA 80- und STRAFE Stadt Gladbach. Musikalisch hat man mit diesen beiden nicht allzu viel gemein, aber man kennt sich. „Die EA 80 Leute rufen hin und wieder bei uns an – zumindest wenn in der Nähe ein TURBO NEGRO Konzert ist. Da wollen die immer mitfahren. Zunächst wird an der Strippe immer eine Weile nett erzählt und irgendwann kommt dann die Frage, die sie eigentlich gar nicht mehr stellen müßten: ‘Geht ihr zufällig zu …’ Nachdem ANOTHER PROBLEM 1992 zu sechst mit zwei Sängern und zwei Gitarristen angefangen haben, sind sie seit 93 ein flotter Vierer, der in diesem Jahr seine Debut LP veröffentlicht hat. Mit dabei sind Aschi (Gesang), Pancho (Gitarre), Strähne (Bass) und dessen Bruder Fanta am Schlagzeug.


Januar 24th, 2019

PHANTOM WINTER (#190, 2018)

Posted in interview by Jan

Erinnert sich noch wer an Omega Massif? Die Würzburger Gewalt-Instrumentalisten hatten sich zwischen 2005 und 2011, vor allem dank der Alben „Geisterstadt“ und „Karpatia“, als erste Adresse für poetischen Postrock ohne Worte etabliert, aber 2014 war es vorbei. Wann weiß man, dass so ein Vehikel ausgereizt ist? „Vielleicht“, mutmaßt OM-Gitarrist Andreas Schmittfull, „wenn man vier Jahre lang versucht, ein neues Album zu schreiben und letztendlich zu dem Entschluss kommt: Bevor wir Müll produzieren, lassen wir es lieber sein.“

Januar 22nd, 2019

MÖRSER (#82, 2000)

Posted in interview by Jan

Daß das trust eine vornehmlich weibliche Leserschaft hat, liegt natürlich in erster linie am guten aussehen seiner schreiber, eine weithin bekannte tatsache! Jedoch kommt es hin und wieder auch vor, daß die ein oder andere gefeaturte band diesem status durchaus beiträglich ist. In wie weit die bremer MÖRSER gang dazu zurechnen ist bleibt abzuwarten, denn interessanter weise entspricht ihr musikalisches schaffen so gar nicht gängigen boygroup klischees. mit gleich 3 bis 4facher massiver stimmgewalt überrollen sie alles was im land des urgewaltigen black-metal-grind-chaos-core´s nicht schnell genug auf die bäume kommt.

Januar 22nd, 2019

NOSEHOLES (#189, 2018)

Posted in interview by Jan

Nein, es hat dann doch nichts mit Seilschaften zu tun. Und wenn, dann eher andersherum. Man stellt angelegentlich fest, dass man manchen Menschen eben nicht nur freundschaftlich, sondern auch ästhetisch verbunden ist. Ich schreibe das hier so direkt, weil der Gedanke ja nicht allzu abwegig erscheinen könnte, dass hier klassische Netzwerk-Mechanismen wirken. Kratz du mir den Rücken, kratz ich dir deinen. Die erste EP der Noseholes aus Hamburg, um die es hier gehen soll, erschien als gemeinschaftliche Veröffentlichung von ChuCHu Records und In A Car, wobei letzteres das Label von unserem Mann Schippy ist, mit dem Jan R. und ich vor einigen Jahren auf große Fahrt gingen.

Januar 17th, 2019

KLAUS WALTER (#164, 2014)

Posted in interview by Jan

Zupfengeigenhansel oder Can:
The Fall Klaus Walter.

Es ist verrückt, auch im Jahr 2014, über gute Musik-Schreiber nachzudenken. Aus meiner Sicht gibt es weltweit vielleicht sechs Autoren, die dies besonders gut über Musik und Politik schreiben (konnten). Klar, einige der amerikanischen und britischen Pioniere: Greil Marcus, Greg Shaw (u.a. Who put the Bomp! Fanzine) und Simon Frith (Sound effects: Youth, Leisure and the Politics of Rock‘n’Roll, 1983). Und dann natürlich Klaus Walter und Diedrich Diederichsen und Roger Behrens.

Januar 11th, 2019

Live-Review: Busfahrt / Parodie-Versuch auf Musik-Sprache-Floskeln (#107, 08-2004)

Posted in artikel by Jan

Live-Review: Busfahrt mit der Linie 227 von Bergisch Gladbach-Schildgen nach Leverkusen- Küppersteg am Montag, 22.12.2003; Einlass: 19:42, Beginn: 19:43

Ja, es war wieder groß, diese Fahrt. Im nicht- ganz ausverkauften Linienbus der Nummer 227 ging es wie gewöhnlich nach dem alten Programmverlauf ab: Ticket wie immer schnell an der Abendkasse erworben und sogar noch einen Stehplatz gefunden – und das auch noch fast direkt ganz vorne.

Während es man sich bequem machen konnte, ging die Show auch schon los: nach der ersten Haltestelle Waldsiedlung, wo der Busfahrer ein gewagtes Haltemanöver vollbrachte, stiegen 2 Leute ein, während keiner ausstieg. Hochspannung dann in Schlebusch, aber umsonst, denn es stieg keiner aus und keiner zu. Die Show drohte ein Fiasko zu werden, hinzu kamen auch wieder die alten Probleme mit der Technik.

Januar 11th, 2019

THE MAKE UP (#81, 2000)

Posted in interview by Jan

Das Make Up im richtigen Leben, also das, was frau sich als Schmiere kaufen kann, verdeckt, ist so eine Art zweite Haut über dem Gesicht. Die Band Make Up dagegen will aufdecken, will einen Blick hinter das Rock’n’Roll-Geschäft gewähren und zeigen, daß in diesem Geschäft der blanke Kapitalismus regiert. Zugleich benutzen Make Up allerdings eine absolut smarte Musik, die sich selbst den Touch des Kapitalismus gibt, den Luxus des Glam und Glitzer – ein Widerspruch, der natürlich ebenso reizvoll wie beabsichtigt ist.

Januar 8th, 2019

O-TON MUSIK (#188, 2018)

Posted in interview by Jan

Bremer Hardcore Offensive 2018

Als das TRUST im November 2017 von der Bremer Konzertgruppe „O-Ton Shows“ angefragt wurde, ob wir vielleicht ihre Konzerttermine abdrucken können, wurde eher im Scherz zurückgefragt, das wir wohl was machen könnten wenn sie uns alle Konzerte für 2018 durchgeben würden – mit der Antwort: „Jap zu 90% ist alles fest wir warten noch auf Zusage von 3 Bands und dann ist alles geregelt.“ hatte nun wirklich niemand gerechnet. Das war neu, das war – meines Wissens- noch nicht dagewesen, da musste nachgefragt werden. Vier der fünf Leute von „O-Ton Shows“ kamen vorbei und wir unterhielten uns den ganzen Abend. Die Leute von „O-Ton Shows“ sind so zwischen Anfang Zwanzig und Mitte Dreißig. Lest wie es dazu kam und was sie antreibt.

Januar 8th, 2019

TINY GHOSTS (#187, 2017)

Posted in interview by Jan

Es war im Frühjahr des Jahres 2012. „A little bit springtime“ war noch in meinen Hirnwindungen übrig und mit den phantastischen Alex Gräbeldinger und Lustiger Bob war ich auf einer kleinen Lesereise im Westen der Republik. Uns hatte es nach Trier verschlagen, wo wir in der WG von Andreas unterkamen, der damals regelmäßig für das Trust schrieb und unweit der ausgestellten langen Unterhose von Karl Marx wohnte.

Januar 8th, 2019

LEBENDEN TOTEN (#186, 2017)

Posted in interview by Jan

Die Band „Lebenden Toten“ wurde 2001 in Portland (Oregon) gegründet und spielt einen apokalyptischen Mix aus Crust, Noise, Punk und Hardcore. Kreischender Gesang trifft auf fettes Hardcore-Durchgebolze und permanente, nervtötende Rückkopplungen. Nachdem es in den letzten Jahren ruhiger um die Band geworden ist, haben sie sich jetzt in 2016 und 2017 wieder mit einigen Neuveröffentlichungen und ihrer ersten Europatour zurückgemeldet. Nach dem ausverkauften Gig im Berliner ACUD habe ich mich mit Frank (Gitarre) und Chanel (Gesang) über die neuen Platten, die Tour, das Thema Selbstvermarktung und den Information-Overkill im digitalen Zeitalter unterhalten.