Juni 3rd, 2019

TRUST # 202 (June/July) is out now!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Trust Rückblick Teil 2, Texte zur Kunst, Fire and Flames, 70 cm3 of your chest, 13 Crowes

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine (die fallen auch diesmal leider aus…), geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

Das Heft kann auch per Paypal bestellt werden. Das ist einfach, jedoch fallen ein paar Cent Transaktionskosten an.

Aktuelles Trust (Versand: Inland)

Aktuelles Trust (Versand: Ausland)

Juli 1st, 2020

ARTERIALS (#192, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Die übriggebliebene Band – TEIL II

In der April/Mai Ausgabe des TRUST schrieb ich über die Band STUN, die sich als eine übrig gebliebene Band bezeichnete und sich dabei auf eine in den 90er existierende Szene und Musik bezogen. Im Gespräch mit ARTERIALS fiel von Jan, der etwas später zum Interview dazu stieß, dieselbe Beschreibung. Tatsächlich bedienen sich ARTERIALS, die sich aus ehemaligen Mitgliedern von TACKLEBERRY, ROWAN OAK und NO WEATHER TALKS gegründet hat, einer starken Attitüde und Sozialisation der 90er Jahre. Das Debütalbum Constructive Summer deckt so ziemlich jede Strömung ab, die im weitesten Sinne zu Punkrock in den 90er gehörte, ohne sich einem bestimmten Genre deutlich zu zuordnen.

Juli 1st, 2020

MURO (#192, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Die Kolumbianische Hardcore-Punk Band MURO aus Bogota hat gerade ihre zweite Europatour abgeschlossen und am 24.6.2018 auch einen Stopp in Berlin eingelegt, wo sie in der ehemals besetzten K19 aufgetreten ist. 2017 haben sie ihren ersten Long Player bei Byllepest Distro veröffentlicht, tauchten in diesem Jahr auf der Vierer-Split Infection 1 auf und waren bereits auf diversen Samplern vertreten. In Berlin unterhielt ich mich mit nach dem Konzert mit dem Gitarristen der Band über die Tour, die politische Situation in Kolumbien und deutschen Punk Rock auf Abwegen.

Juli 1st, 2020

TLR (#192, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Bei manchen Bands oder Musikern lohnt es sich durchaus, die Öffentlichkeit am Laufen zu halten, ganz egal ob sie nun einen Plattenvertrag bei Sony, Epitaph, einen unbekannten Kleinstlabel oder wie bei TLR bisher nur ein Demo herausbrachten. Dabei dürfte Carlo Kallen für die TRUST-Leserschaft kein unbekannter sein, war er doch in Bands wie BRUTAL VERSCHIMMELT, The EWINGS, CHILLI CONFETTI und zuletzt bei BLANC tätig (um nur ein paar wenige zu nennen). Im TRUST # 158, hatte ich Carlo bereits ausgiebig über seine bisheriges musikalisches Schaffenswerk befragt. In der Zwischenzeit gründete Carlo mit seinem ehemaligen Kollegen von BLANC – Lars Hansen, das Powerduo TLR, die einen frickeligen und rhythmusfrisierten Hardcoresound spielen, der zu weilen an diverse SST oder Mordam Records-Bands erinnert, aber die stilistische Brücke auch bis in den Crossover der 90er Jahre ausbreitet. Und zudem konnte ich es natürlich auch nicht lassen, Carlo nach den aktuellen Umtrieben von Brutal Verschimmelt zu fragen, die gerade dabei sind, eine neue Platte aufzunehmen.

Juni 24th, 2020

STUN (#188, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Die übriggebliebene Band

Was tun mit einer Band, von der alle Mitglieder restlos überzeugt sind, die im Besitz eines Netzwerks, eines kleinen Labels und sogar eines Vertriebs ist, für die aber die Zeit nicht reicht, um die nächsten Schritte zu gehen. Label und Band tun zwar ihr Möglichstes, stoßen allerdings an finanzielle und zeitliche Grenzen. Vielleicht ist STUNS Musik zu sehr aus der Mode gekommen, vielleicht zu komplex, zu sehr zwischen allen Stühlen oder ganz einfach zu gut, um große Aufmerksamkeit zu bekommen. „Wir gehören einer Jugendbewegung an, die sich Ende der 90er Jahre in alle Einzelteile zerlegt hat“, gibt Marco Goerlich, Sänger, Texter und Gitarrist etwas selbstironisch zu Protokoll. „Wir sind die Übriggebliebenen.“
STUNS letzte Album OK HUNTER blieb trotz überwiegend guter Kritiken, professioneller Hilfe bei der Vermarktung und nicht zuletzt drei sehr schönen und anspruchsvollen Musikvideos, ungerechterweise nur ein Geheimtipp für Eingeweihte.

Juni 24th, 2020

SLOW WORRIES (#189, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Das seltene Glück eher zufällig über aktuelle Bands zu stolpern die dann auch noch so zu begeistern wissen, dass sie einen mehr oder weniger seit der Entdeckung begleiten, bereiten mir seit einiger Zeit SLOW WORRIES aus Amsterdam. Ob auf dem Heimweg nach einem nervigen Arbeitstag oder Zuhause im warmen Nest sind die Songs von rauher Schönheit ein konstanter Soundtrack der mich in jeglicher Gefühlslage mit vielfältigem Songwriting, einer gewissen Reife und wunderbaren (Dis)Harmonien mitreißen kann. Dass die vier ProtagonistInnen in hiesigen Gefilden noch viel zu wenig Aufmerksamkeit genießen, nahm ich zum Anlass für ein Gespräch über Gestern, Heute, Morgen und so manches Andere.

Juni 24th, 2020

JOINT D≠ (#189, 2018)

Posted in interview by Thorsten

Ich kann mich nicht daran erinnern, das mich in den letzten ein, zwei Jahren eine neuere Hardcorepunkband mehr weggeblasen hatte, als JOINT D≠ aus North Carolina. Was nicht heißen soll, das die sonstigen, aktuelleren Hardcorepunk-Releases nur zweit oder drittklassig gewesen wären. Auf keinen Fall, denn es gab zahlreiche Veröffentlichungen, die ich in großen bis überschwänglichen Tönen oder Gesten abfeierte. Aber JOINT D≠ setzen eben noch einen drauf und klingen in meinen Ohren noch ein Stück gespitzter und intensiver. Ihr Sound ist so unglaublich tight, dicht und kompakt gespielt und hat trotz des ganzen überwältigenden Zorns, noch genügend Melodien und zerschneidende High-Energy-Gitarrenriffs, sowie einen Sänger der sich inbrünstig, seines Frusts entledigt.

Juni 22nd, 2020

Conta aus # 200, 2020

Posted in interview by Jan

Unversteckbarer Rumpel-Postpunk und Krawall ohne leere Parolen – Ein Interview mit CONTA

Es war Herbst. Und ein Abend, an dem ein Punk-Konzert in einer meiner Stammkonzertbuden stattfinden sollte. Ich hatte schlechte Laune, einen Kater vom Vorabend und in Anbetracht der Gesamtsituation der Welt keinen Bock auf irgendwas. Aber da noch Unterstützung gebraucht wurde und es ja schließlich auch meine Konzertgruppe war, die das veranstaltete, sagte ich zu vorbei zu kommen. Da schon jemand anderes Sound machte, blieb mir nur, die zahlreich erscheinenden Gäste mit unfreundlichem Gesicht an der Kasse am Eingang in Empfang zu nehmen. Immer in Warteposition darauf, Bemerkungen dazu, dass ich Lächeln oder gute Laune haben sollte, mit Prügel zu quittieren. Irgendwann kam dann einer meiner Konzertgruppenbuddys und empfahl mir, zumindest mal CONTA unten im Konzertkeller anzugucken. Er sei sich sicher, dass mir die gefallen würden.

Juni 22nd, 2020

Super Unison aus # 198, 2019

Posted in interview by Jan

Über das Neuanfangen
Interview mit Meghan von Super Unison

Wenn man über Meghan von Super Unison schreibt oder spricht, kommt das Thema zwangsläufig auf Punch, ihre ehemalige Band. Punch, das war brutal schnell gespielter, teilweise in Power Violence abdriftender Hardcore Punk mit Youth Crew-Attitüde. Während die Band musikalisch Genregrenzen auslotete, verlieh Meghan ihrer Wut über gesellschaftliche Missstände Ausdruck und sprach damit vielen aus dem Herzen.

Juni 22nd, 2020

Idiota Civilizzato aus # 200, 2020

Posted in interview by Jan

Wir versuchen in unserer Band, möglichst viel intensive Energie einzubringen und alles zu geben. In der TRUST-Ausgabe 193, schrieb ich zu der IDIOTA CIVILIZZATO-LP folgendes Review:
Idiota Civilizzato (schon den Bandnamen finde ich total gut), ist eine in Berlin ansässige Hardcorepunkband, dessen Mitglieder aus Deutschland, Mallorca, Italien und Australien stammen. Gesungen wird auf italienisch und das in einer aggressiven Hingabe, wie es Negazione, Cheetah Chrome Motherfuckers, Peggio Punx oder Indigesti zu ihren besten Zeiten, nicht besser hinbekamen. Hochenergischer, überdrehter Hardcorepunk, der sich durch die aufpeitschenden Killerriffs, in seinen eigenen, kaputten Wahnsinn katapultiert und dazu röchelt und schreit ein wutentbrannter Sänger, der verdammt nochmal alles gibt, um den Anschein zu erwecken, das Hardcorepunk im Jahre 2018, noch lange nicht tot ist. Hervorgetragen wird das Ganze, in einer solch umwerfenden Intensität, das du schon beinahe daran glauben könntest, dass mit dieser Musik eine ganze Regierung, zu stürzen wäre. Maximum Rock´n´Roll! Damit wäre eigentlich schon alles gesagt.

Juni 17th, 2020

Rückblick auf Trust #136 – #141 aus #149, 2010

Posted in interview by Jan

#136 Juni 2009
Auch, wenn ich befürchte, dass mein Rückblick nur zwei Mal gelesen wird (beim Korrektur lesen von Dolf und beim Druck von Jan), hier die Ausgaben 136-141 recycled:

Juni 16th, 2020

MOBINA GALORE (#187, 2017)

Posted in interview by Thorsten

Manche zugkräftigen Bands empfinden es als Verpflichtung, gute Vorbands mit im Gepäck zu haben, wenn sie auf Tour gehen. Against Me! haben diese Verpflichtung auf ihrer letzten Europatour übererfüllt, da sie mit Milk Teeth und Mobina Galore zwei so grandiose Bands dabei hatten, dass sie selbst den kürzeren zogen und von ihren Zöglingen in den Schatten gestellt wurden. Das ist umso beeindruckender, als es sich bei Mobina Galore nur um zwei Personen handelt, die Dank maximal verzerrter Gitarre und oft gedoppeltem Gesang aber keinesfalls weitere Bandmitglieder vermissen ließen. Aus Kanada, Winnipeg kommen sie und klingen doch mehr nach Calgarys Tegan and Sara (wenn die Punk machen würden) als nach Winnipegs Propagandhi. Sehr persönliche Texte über Verzweiflung, Tod und Erschöpfung durch das immergleiche Hamsterrad begründen, warum Sängerin Jenna eigentlich immer schreit. Nur Schlagzeugerin Marcia verliert zumindest auf der Bühne niemals den Spaß am Leben und trommelt jeden noch so schnellen, harten Beat mit einem fröhlichem Lächeln auf den Lippen. Im Mai 2018 werden sie wieder in Deutschland zu sehen sein, Grund genug also sie vorzustellen und auch unserem Teil der Verpflichtung als unabhängiges Medium auf tolle neue Bands aufmerksam zu machen nachzukommen.

Juni 16th, 2020

LOOK MA, NO CAVITIES (#187, 2017)

Posted in interview by Thorsten

Das erste Mal habe ich LOOK MA, NO CAVITIES! gehört in einer völlig rohen Proberaumaufnahme in meinem alten, durchgefaulten Vectra Caravan. Mit einer kleinen Gruppe von Leuten aus Berlin war ich auf dem Weg zu zwei Konzerten der „Tischlerei Lischitzki“ und der „Option weg“ in der Villa in Rotenburg/Wümme und im Anna&Arthur in Lüneburg. Stichwort Lüneburg, Stichwort „Tischlerei Lischitzki“. In dieselbe Umgebung gehört Chris, Schlagzeuger in eben dieser Band und – jetzt neu – auch bei LOOK MA, NO CAVITIES!. Chris hatte Pennplätze für uns Hand voll Leute bei sich in Uelzen klar gemacht, damit wir nach den beiden Konzerten einen Ort zum Einkehren hatten (Danke nochmal an der Stelle!), und hatte sich auf diese Weise gleich noch seinen Nachhauseweg für beide Abende organisiert. – Chris verbrachte also die Zeit von hier nach da auf meinem Beifahrersitz und musste sich von mir ausquetschen lassen, wie es denn mit der neuen Screamo/Punk/Alternative Band LOOK MA, NO CAVITIES! von ihm und Andreas (Gitarre bei „Tischlerei Lischitzki“) aussieht. Er zückte seinen mp3-Player hervor und sagte: „Hier. Schließ mal an!“

Juni 16th, 2020

HELL & BACK (#185, 2017)

Posted in interview by Thorsten

Seit vielen Jahren schon erfreue ich mich an dem Output der Stuttgarter Band Hell & Back, die famosen Melodic Punk Rock schrubben und diesen stets mit viel Verve und Liebe zum Detail darbieten. Nach zwei großartigen EPs aus den Jahren 2011 und 2012, dem mitreißenden 2014er Debütalbum „Heartattack“, welches seinen musikalischen Vorvätern zwischen Santa Barbara und Gainsville Tribut zollt, aber dennoch einen ganz eigenen Sound fährt, und der Split-EP mit Perfect Youth (2015), die fünf absolut runde, vor eingängigen Melodien nur so strotzende Punk Rock-Nummern beinhaltet, erschien nun dieser Tage das zweite Album mit dem wundervollen Titel „Slowlife“.

Juni 16th, 2020

Rückblick auf die letzten 5 Jahre Teil 2, #179

Posted in artikel by Jan

30 Jahre Trust – ein Rückblick auf die letzten 5 Jahre

Wieder haben wir eine runde Jahreszahl erreicht. Auch wenn wir unseren Lesern kein riesiges Special zum 30. bieten wollen, ist es an der Zeit, auf die Ausgaben der letzten fünf Jahre zurückzublicken. (benni)

Juni 15th, 2020

Sister Disaster aus # 197, 2019

Posted in interview by Jan

Sister Disaster – Interview

SISTER DISASTER aus Jyväskylä, Finnland. Ein kick ass Name! Hanna (Bass), Sanna (Gitarre), Kaa (Gitarre/Gesang) und Riikka (Schlagzeug) spielen sich mittlerweile seit gut 5 Jahren durch die coolen Läden in Helsinki, Turku, Tampere, Jyväskylä, Oulu und vielen anderen Städten mehr. Endlich sollte es für die Band ins Ausland gehen. Und zwar nach Berlin. Zum spät möglichsten Zeitpunkt jedoch musste das für den Köpi-Geburtstag geplante Konzert am 23.02.2019 leider ins Wasser fallen. Ein neuer Laden für dieselbe Nacht und dieselbe Stadt musste her, denn die Organisation der Reise war natürlich längst in Sack und Tüten.

Juni 15th, 2020

THE HOLD STEADY aus #171, 2015

Posted in artikel by Jan

Boys & Girls in America – Die Hold Steady Story

Ein wunderschönes Mädchen, ein Drogendealer auf der Flucht und eine Skinhead Gang, die auf Rache sinnt. Dies sind kurz zusammengefasst die Charaktere und ihre Geschichten, welche über mehrere Alben von The Hold Steady immer wieder auftauchen. Und die gleichzeitig The Hold Steady zu einer der aktuell lyrisch interessantesten Bands macht. Zunächst ergibt sich beim Hören der Alben nur ein leiser Verdacht. Immer wieder tauchen gleiche oder ähnliche Namen und Phrasen auf, von einem Mädchen namens Holly, dem Skinhead Gideon und des Drogendealers Charlemagne.

Juni 15th, 2020

TOMBS aus #142, 2010

Posted in interview by Jan

Tombs

Aufgrund der Popularität im rechtsextremen Milieu gibt es neben Neofolk kaum eine Musikrichtung, die so umstritten ist wie Black Metal. Ein Auslöser war der Inner Circle Norwegens, dessen Mitglieder Haftstrafen wegen Mordes, Grabschändungen und Brandstiftungen verbüßten und zu dessen faschistischem Höhepunkt Burzum-Gründer „Count Grishnackh“ (Varg Vikernes) zählt, der wegen Mordes an Gitarrist „Euronymous“ (Øystein Aarseth) von Mayhem bis zum letzten Jahr inhaftiert war. In der Zeit des Gefängnisaufenthalts wandte er sich der rechtsextremen Szene Norwegens zu und ist unter anderem Gründungsmitglied der Allgermanischen Heidnischen Front.

Juni 10th, 2020

Bob Ross Effect aus #199, 2019

Posted in interview by Jan

Bob Ross Effect aus Würzburg waren seit ihrer Gründung die sympathischen Punk Rocker von nebenan. Musikalisch würde ich sie grob in den Bereichen Skate Punk / Pop Punk / Melodic Hardcore / Crossover verorten. In den ersten Jahren ging es auch direkt ordentlich zur Sache mit EP, Album, eine Split mit Bad Cop, Bad Cop, The Decline und Success, irre großen Touren durch Europa, sowie vielen weiteren Einzelgigs.

Juni 10th, 2020

NOT NORMAL TAPES (#181, 2016)

Posted in interview by Thorsten

Bei dem folgenden Interview mit Not Normal Tapes Records, geht es nicht nur um das Label, sondern auch um die aktuellen Szeneaktivitäten des Mittleren Westen der USA. Von dem her kann das Interview auch als ein Mid-West-Scene-Report angesehen werden. Labelbetreiber Ralph machte sich die Mühe, die Fragen ausführlich zu beantworten und der Großteil seiner Gedankengänge und vor allem die aufopfernde Liebe und Haltung zur Musik, fernab der gängigen Metropolen und Trends, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ralph sieht den Sinn in seinem Label darin, das er aktuelle Bands die er aufrichtig zu schätzen weiß, auf seinem Label herausbringt, um ihnen damit Dank auszusprechen, aber auch um die Aufnahmen festzuhalten, bevor sie vielleicht gar nie in Form einer Veröffentlichung das Tageslicht erbklicken würden.

Juni 10th, 2020

NO U TURN (#184, 2017)

Posted in interview by Thorsten

Myanmar Punkrock

Punk in Ost- und Südostasien hat eine sehr lange Tradition. Schon Ende der 1970er Jahre gab es die ersten Bands in Japan. Nahezu zeitgleich formierten sich Bands in den Philippinen und sehr wahrscheinlich gab es auch in anderen Ländern frustrierte und gelangweilte Kids, denen Punk als Lebensstil und Musik eine Menge gegeben hat. Spätestens in den 1980ern war Punk in den meisten größeren Ländern verbreitet. Doch vor allem in den ärmeren, zum Teil abgeschotteten und kleineren Ländern Südostasiens dauerte es etwas länger. Nach Myanmar (ehemals Burma) kam der Punkrock wohl irgendwann in den 1990ern. Das Land war von der Welt abgeschnitten, es herrschte ein totalitäres Regime, das stark an George Orwells „1984“ erinnerte. Kurioserweise hat gerade George Orwell längere Zeit in Burma verbracht und darüber auch geschrieben. Die burmesische Militärjunta ließ nach einem revolutionären Aufstand am 8. August 1988 die Universitäten schließen, Regimekritiker*innen verfolgen und viele Menschen einsperren, foltern und ermorden. Schon zur damaligen Zeit haben sich einige Wenige außerhalb der Gesellschaft positioniert, auf das System geschissen und sich in diesen dunklen Zeiten nicht verbieten lassen, dem System einen Mittelfinger zu zeigen.

Juni 10th, 2020

FEELS (#183, 2017)

Posted in interview by Thorsten

Letztes Jahr bin ich über die großartigen THEE OH SEES auf Castle Face Records gestossen und fand z.B. mit Bare Wires, Zig Zags, Mountains and Rainbows, Male Gaze einige Bands, die mir das Jahr versüßten. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die FEELS aus L.A.. Ich zitiere an dieser Stelle aus meinem Plattenreview der TRUST # 181 > „Bei den FEELS brennt nichts an, mal fetzen sie richtig geilen, aufstachelnden Riot Grrrl oder Dangerhouse-Punkrock herunter. Dann schalten sie wieder einen Gang herunter und schleichen, winden, drehen und bohren sich durch eine Materie aus Punkrock, Garage oder der Blütephase des Alternativerock. Was mich stellenweise, insbesondere, wegen dem entweder energischen oder nöligen, weiblichen Gesangs, sehr angenehm an PJ Harvey, The Breeders oder Sonic Youth erinnert“. Folge dessen sprach ich im Interview über die Bands auf Castle Face, über L.A., um dann über zu schwenken in tiefere, kritischere Fragen über den Fortschritt, die Industriealisierung und dem Internet. Aber lest am besten selbst…

Juni 10th, 2020

DISCORPERATE RECORDS aus #142, 2010

Posted in interview by Jan

Discorporate Records
Ein verpeilter Haufen wankender Musikfreaks?

Da macht man einmal ein Label-Porträt – und schon denken alle möglichen Leute, jetzt wäre es doch auch an der Zeit, mal was über ihr Label zu machen. Weshalb es aber diese Sorte von Text nur alle Jubeljahre auf diesen Seiten zu lesen gibt, hat einen einfachen Grund: Es muss schon ein bisschen mehr dabei sein als nur ein nettes Repertoire und eine ebenso nette Anfrage. Nicht einmal ein außergewöhnlich gutes Programm ist zwingend Grund für so ein Label-Porträt.

Juni 10th, 2020

Rauchen aus #199, 2019

Posted in interview by Jan

INTERVIEW _ RAUCHEN

Am 13. September erschien nach der ersten Veröffentlichung, der „Tabakbörsen EP“ im Jahr 2018 nun das erste Album „Gartenzwerge unter die Erde“ der Band RAUCHEN. Anlässlich dieser Veröffentlichung, also unter dem Stichwort Promotion und der Tatsache, dass ich euch diese Band, ihre Musik und Anliegen vorstellen möchte, wurde dieses Interview geführt, beziehungsweise wurden WORD-Dateien ausgetauscht. Wir ersparen euch nachträglich eingefügte (lacher) aufgrund dieser Transparenz. Cool, also weiter im Text.

Juni 7th, 2020

Soulside, Washington, D.C., 1986 – 1989, Alexis Fleisig

Posted in bücher by Dolf

Akashic Books, 222 Third St., Suite A 115, Brooklyn, NY 11215, Usa, www.akashicbooks.com

When this book was announced for the first time I was like „A coffetablebook for a band that existed four years?“ Then kinda forgot about it, but what a nice surprise when it finally came in – it is small in size, 16cm x 16cm x 1,3 cm, less then an 7“ single, a cappucinotablebook. Perfect. It still has 96 pages with tons of photos and flyers from the tours the band did throughout North America and Europe. Luckily their drummer, who is also the person who compiled this book, has kept his collection and now shares it in this great book. There is a little bit of text, about the band, but mostly photos with description and tons of artwork.

Juni 7th, 2020

Teilzeitwelt – Wie wir durch weniger Arbeit uns und den Planeten entlasten, Michael Wenzel

Posted in bücher by Dolf

Oekom Verlag, Waltherstraße 29, 80337 München, www.oekom.de

Eigentlich sagt der Text auf der Buchrückseite so gut wie alles über den Inhalt des Buchs: „Die Ansätze, wie wir Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger gestalten können, sind zahlreich. Doch sie laufen stets auf grundsätzlich zwei Alternativen hinaus: persönliche Verhaltensänderungen und technische Innovationen. Beide Ansätze erliegen der Illusion, ein »grünes Wachstum« sei möglich, das die Natur schont, uns gleichzeitig aber eine radikale Veränderung unserer Wirtschafts- und Arbeitsweise erspart.
Jede Erwerbsarbeit bedeutet als Tätigkeit an sich oder über die damit generierte Kaufkraft Energieaufwand und Materialverbrauch – und damit einen Eingriff in die natürlichen Stoffkreisläufe.