Dezember 8th, 2014

VACCINATION RECORDS (#73, 12-1998)

Posted in interview by Jan

VACCINATION RECORDS. Das Label-Portrait

Viel wird ja zur Zeit über ein behauptetes Ende von Rockmusik geredet. Meistens dummes Zeug. Als ob leere Clubs nicht auch deswegen nicht voll würden, weil die Leute weniger Geld haben. Als ob nicht noch jedesmal nur ein paar Jahre nach dem nun schon häufiger annoncierten Ableben irgendwer die Nekrologe Lügen gestraft hätte, ohne daß dafür nun unbedingt das sprichwörtliche Rad buchstäblich hätte neu erfunden werden müssen.

Führende Zeitgeistliche der Gegenwart, zu einem nicht geringen Prozentsatz unterhalten von einer Kölner Zeitschrift zu populärer Kultur, können sich unterdessen – wonne-trunken theoretische Tanzschritte vollführend – angesichts elektronischer Lebensaspekte gerade noch für ein paar durchgedrehte Amerikaner erwärmen, die wiederum größtenteils bei Skin Graft in Chicago veröffentlichen. In Kalifornien entwickeln derweil ein paar Herrschaften eine Taktik, um das zu besorgen, was fälschlich immer wieder als bereits Faktum behauptet wird. Ihr Ziel: Das Ende der Rockmusik. Ihre Methode:

ROCK AGAINST ROCK

Auf ihrem Label ‚Rock Against Rock‘ veröffentlichen Dan Rathbun, Wes Anderson, Nils Frykdahl, Chuck Squier und Gene Jun aus Oakland 1995 ‚The Nothing Show‘. Ihre Band heißt IDIOT FLESH. Um zu beschreiben, wie Idiot Flesh klingen, wurden bereits wahre Vergleichsorgien veranstaltet. Einstürzende Neubauten, Queen, Mr. Bungle, Cop Shoot Cop, Swans, Strawinsky, Captain Beefheart, Frank Zappa und ein ganzer Haufen mehr werden da in Anschlag gebracht, um des Sounds von Idiot Flesh begrifflich Herr zu werden.

Zähgriesiger Noise trifft sorgsam aufgetürmte Chöre, die tatsächlich an Queen erinnern, torkelnde Karrussell-Musik löst sich in schwindelerregende Taktkomplexe auf, eine Metalgitarre brät kurz in eine Ansammlung folkloristischer Instrumente, ergniedelt sich genüßlich zum Schrecken aufrechter wie bodenständiger Künstlerseelchen und schlägt sich nach dem Ende der Bewegung in einer Zappa-Coverband durch. Im Theorieteil gesellt sich derweil zum Rock-Against-Rock-Konzept noch ein ganzer Haufen seltsamer Typen, um mit forciertem Kackegeseier auf hohem Niveau Ergebnisse zu formulieren, deren Prämissen sich aus höchst dubiosen Quellen speisen.

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Dren McDonald ist ein guter Freund der Band. Er betreibt ein kleines Label, auf dem er Bands aus Oakland herausbringt: Vaccination Records. „Die erste Veröffentlichung war ein Tape von GIANT ANT FARM 1992“, erzählt er. Giant Ant Farm ist Drens Band, deren erste Platte zwei Jahre später auf Vaccination erscheint. Eine Band, die es locker schaffte, den ‚Alabama-Song‘ nahtlos mit ‚Sweet Home Alabama‘ zu verbinden, um ihn schließlich in ein Sonny & Cher-Stück münden zu lassen.

„Es fing langsam an. 1995 brachten wir ein paar Singles raus, und ’96 wurde es dann anders, als wir den Residents-Tribute ‚Eyesore – A Stab At The Residents‘ veröffentlichten und Leute wie Primus, Cracker und die Residents dafür gewinnen konnten.“ Wenn er ‚wir‘ sagt, meint er damit vor allem sich selbst, aber nicht nur. „Es funktioniert ein bißchen wie eine ‚co-op‘, da manche Bandmitglieder ab und zu vorbeikommen, um zu helfen. Manchmal haben wir ‚interns‘ (müssen wohl eine Art Praktikanten sein – d.Ü.), die uns helfen. Niemand wird bezahlt – nicht einmal ich.“

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EYESORE – A STAB AT THE RESIDENTS

Auf ‚Eyesore‘ finden wir bereits einen Teil der Bands, die gegenwärtig das erlesene Re-pertoire der kleinen Plattenfirma aus Oakland darstellen. Die großen Idiot Flesh geben ‚Bach Is Dead‘, die angeheirateten CHARMING HOSTESS servieren ‚Won’t You Keep Us Working‘. Charming Hostess setzen sich aus einem bulgarischen Acapella-Terzett weiblichen Geschlechts und drei Idiot Flesh-Mitgliedern männlichen Geschlechts zusammen, unter ihnen ein gewisser Dan Rathbun, seines Zeichens so ganz nebenbei für den ziemlich exzellenten Sound der meisten Vaccination-Bands zuständig. Um den mannigfaltigen Vernetzungen nun endlich eine ebenso reale wie virtuelle materielle Grundlage zu geben, seien die Nerds unter euch schon mal auf die Internet-Präsenz dieses wahnwitzigen Molochs mit den komischen Instrumenten und schönen Bildern verwiesen. Unter www.vacrec.com gelangt ihr auf die Vaccination-Seite, von wo aus dann lattig links nach hier und dort führen.

Dan Rathbun also, da war ich stehengeblieben, beziehungsweise abgebogen, spielt nicht nur Bass, Cello, Posaune wie ein junger Gott und singt wie ein mit Humor begabter Fürst der Finsternis, sondern arbeitet auch im Polymorph-Studio (auch dafür gibt es einen Platz im weltweiten Netz). Der Residents-Tribut also, da war ich stehen-geblieben, beziehungsweise gerade eben nicht, der neben den oben erwähnten Größen auch noch Thinking Feller’s Union Local 282, Mooseheart Faith und Stan Ridgway, ESKIMO, FRANK PAHL, Giant Ant Farm und einen ganzen Haufen mehr vereint, sorgte für einen nicht unerheblichen Schwung an Auf-merksamkeit für das junge Label.

Gegenwärtig steht Vaccination Records in voller Blüte. „1998 ist das Jahr, in dem wir ein Büro bekommen haben, und ich konnte endlich alles aus meinem Wohnzimmer dorthin verlagern,“ sagt Dren. „Das war ein Schritt vorwärts. Ich hoffe, daß 1999 das Jahr ist, in dem ich das Label Vollzeit betreiben und mich dafür bezahlen kann. Im Moment gehe ich zwei- bis dreimal in der Woche ins Büro, um die Sache am Laufen zu halten.“

Sein Geld verdient Dren übrigens bislang mit dem Verfertigen von Internet-Seiten, Druckge-schichten und ähnlichen Jobs. Mittlerweile sind auch ein paar überregionale Medien (wie wir, gacker) auf das Label aufmerksam geworden. Ebenfalls hilfreich könnte ein Kontakt sein, der eigentlich recht naheliegt: Mit dem eingangs erwähnten Skin Graft-Klüngel verbindet die Oaklander eine Geistes-verwandschaft, die sich nunmehr auch in gemeinsamer Aktion niederschlagen soll.

„Skin Graft sind auf jeden Fall Geistesverwandte“ meint Dren. „Sie verwenden viel Zeit darauf, ihre Sachen gut und mit einem tollen Artwork zu verpacken. Und all‘ ihre Musik ist so anders als alles, was du für gewöhnlich zu hören kriegst, was auch zwei unserer Vorstellungen sind. Eine sehr ähnliche Ästhetik, und wir schicken uns gegenseitig unsere Platten, etc. Mark Fischer war sehr nett und interessiert an unseren Sachen. Ich hoffe, daß ein paar unserer Bands miteinander auftreten können, entweder hier oder in Chicago. Die Flying Luttenbachers haben ganz offensichtlich eine andere Herangehensweise als Idiot Flesh, aber die Haltung, die Emotionen kommen aus der selben Quelle. Ich denke, eine Wut auf alles Mittelmäßige ist sicher eine Gemeinsamkeit. Ich kann nicht für die Bands sprechen, aber es scheint da Ähnlichkeiten zu geben. Es gibt eine Menge Noise- und Improvisationszeug in Oakland, daß wir nicht veröffentlichen, aber es geschieht definitiv innerhalb unserer Kreise.“

So etwas wie eine gemeinsame politische oder weltanschauliche Basis beanspruchen Vaccination Records aber nicht. „Ich würde sagen, daß die meisten von uns eher links sind, aber das ist nichts, was wir wirklich diskutieren. Wenn du dir die Gegend hier anschaust, Berkeley, San Francisco, dann sind wir hauptsächlich von linksradikaler Politik umgeben. Oakland ist die Geburtsstätte der Black Panthers. Ihr erster Versammlungsort ist gleich bei mir um die Ecke. Und ich denke, daß diese Umstände etwas damit zu tun haben, was für Menschen sich hierher gezogen fühlen. Wir fühlen uns alle in dieser Umgebung wohl, und es wird unser künstlerisches Leben ständig beeinflussen, aber es gibt keine politischen Voraussetzungen, um auf Vaccination zu sein.“

Rock Against Rock ist also eher das bandinterne Spiel Idiot Fleshs. Auf ihrer Internet-Seite findet sich einiges zum Thema: „Wie sind uns der derzeitigen Krise in ihrer wachsenden Schwere wohl bewußt“, heißt es da unter anderem. „Die ehrwürdige Institution Rock, einst als gemeinsame Diskussionsgrundlage für die ziellosen Revolutionen der Jugend allerorten begrüßt, hat sich exponentiell in zahllose semi-autonome Fraktionen wachsender lokaler Vitalität und globaler Insignifikanz aufgespalten. Musikstile von kaum wahrnehmbarer Differenz sind die Quelle bitterer Rivalität. Der Weg in den Garten ist in den Wirren der Innovation verloren gegangen. Wir haben eine Kultur geerbt, die unfähig ist, daß Gewicht ihrer sich selbst kopierenden Verzierung zu tragen: ‚The center cannot hold…`

Sie mögen sich fragen, was getan werden kann. Was kann getan werden, diesen Zerfall bis zum unvermeidbaren Punkt ohne Wiederkehr zu intensivieren? Wie kann das taumelnde Monster Rockkultur ein für allemal zur Ruhegebracht werden? Wie verfährt man, will man ein Ding von solch ungezieferhafter Zähigkeit? Wo ist in unserer Reichweite eine destruktive Kraft, die der Aufgabe angemessen wäre? Die Antwort ist trügerisch offensichtlich, sie liegt direkt vor unseren Füßen. Es gibt nur eine angemessene Waffe: ROCK. Kein Medium ist wirksamer für die Zerstörung von Rock, als Rock selbst.

Rock ist das perfekte Mittel für sein eigenes Ableben, denn…

  1. Jeder kann es tun; es bedarf keines mehr-jährigen hinderlichen Trainings.
  2. Seine Wirksamkeit hat sich historisch etabliert; Rock hat mehr zum Niedergang der westlichen Zivilisation beigetragen, als alle anderen Medien zusammengenommen.
  3. Es spricht die Jugend an; keine große Veränderung dieser Art ist je von dauernder Konsequenz, ohne zuerst die Herzen und Köpfe der Jugend zu erfaßen!“

Wie Dren erklärt, nehmen Idiot Flesh, von denen demnächst noch eine letzte Platte erscheinen soll, eine Sonderstellung unter den Bands auf Vaccination ein. „Idiot Flesh sind sehr enge Freunde – es ist wie eine große Familie. Die Idiots haben viel zum Label beigetragen, einfach durch das, was sie gerne taten, was vor allem Touren bedeutete – sie spielten mehr als jede andere Band und kamen an Orte, an denen noch keine andere Band war. Das half sehr, Aufmerksamkeit auf Oakland zu ziehen. Und ihre Shows in San Francisco wurden ziemlich legendär und zogen nach und nach viele Menschen an. Das Label gewann dadurch, daß andere Bands wie RUBE WADDELL, MUMBLE AND PEG oder Giant Ant Farm auf diesen Shows spielten. Und all die Leute, die Idiot Flesh mochten, entdeckten bald die anderen Bands.“

Giant Ant Farm sind übrigens seit 1998 nicht mehr. Drens neue Band hat noch keinen Namen, geht aber bereits in Bälde auf die Bühne. Daß, wer Idiot Flesh toll findet, auch gleich Rube Waddell schätzen muß, ist übrigens nicht unbedingt wahrscheinlich. Was beide Bands eint, ist eigentlich hauptsächlich eine gewisse Durchgeknalltheit. Wie Idiot Flesh klingen tut ja so leicht eh‘ niemand, und es tummelt sich in Oakland eine Menge, was, wie Dren als eine Art gemeinsamen Nenner beschreibt, alles Mediokre verabscheut.

Wo Idiot Flesh Yannis Xenakis und Bela Bartok in ihren aufwendigen und virtuosen Kompositionen zitieren, die Sesamstraße covern und Geschichten von meuchelmordenden Speedmetal-Kids erzählen, da plündern Rube Waddell die Folklore der amerikanischen Arbeiterklasse und spielen neben dem Klassiker ‚Joe Hill‘ auch eine Version der Schiller/Beethoven-Kooperation ‚Ode an die Freude‘, nur heißt bei ihnen das gute Stück ‚Ode an der (!) Freude‘. Waschbrett und einsaitige Gitarren, Kazoo und Ukulelen bevölkern den Rube Waddell-Kosmos, und bannig mehr wie zum Beispiel – haltet euch bitte fest, gleich kommt ein Witz – das Didgeridon’t.

Mumble & Peg wiederum sind eigentlich nicht mal wirklich wahnsinnig. Traurig dafür umsomehr. Mit primär akustischen Gitarren, geschmackvollen Streichersätzen und auf ihrer letzten Platte ‚Wondering In Volume‘ noch mit Chuck Squier (s.a. Idiot Flesh) am Trommeln, ersetzt mittlerweile durch Jenya, der früher in Giant Ant Farm war und upstairs bei Dren wohnt… äch, ja, Mumble & Peg also, die sind dann fast schon eine normale Rock-Band.

Aber auch ihre Platten, um das hier kurz zu erwähnen, sind mit einem Artwork ausge-stattet, daß sich nicht nur verschiedenstlich falten, sondern auch wenig Wünsche offen läßt, geprägte Buchstaben, gediegene Handwerkskunst, böse, dicke Kinder, wie von einem ernsteren Gary Larson entworfen, mit Eutern in Gedankenblasen. Auch Mumble & Peg wurden übrigens von Dan Rathbun im Polymorph Studio aufgenommen.

Und dann gibt es noch FRANK PAHL. Der zählt Eugene Chadbourne zu seinen Kumpels, was dem wiederum Grund genug ist, auf seines Duzfreundes Platte zu spielen, auf der sich überdies noch massig andere komische Leute finden, die sich ihrerseits an noch viel komischeren Instrumenten betätigen. Pahl beschränkt sich nicht auf ein paar schrullige Songs, sondern köchelt sich neben tonalen Gleisen sein eigenes Süppchen, wobei er in seiner Jugend bestimmt mal einem Tom Waits über die Schulter geschaut hat, während der das seine verfertigte.

Ziemlich randständige Kollegen, die vor allem durch Kauzigkeit bestechen, finden ihr Heim bei Vaccination also ebenso, wie richtig laute Rockmusik. Auf der lauten Seite finden wir NINEWOOD, die es mit zwei Bässen und gitarrenfrei einerseits recht kräftig angehen lassen, andererseits aber anscheinend auch sehr, sehr viel zu sagen haben, weshalb zumindest auf ihrer ersten Platte ‚New Can Of Ice‘ nicht häufig ein Moment zu finden ist, in dem wir uns ganz den ebenso sympathisch wie energisch ver-schachtelten Instrumentalismen widmen können. Dieser kleine Wermutstropfen soll zwar hier kurz beigemengt werden, aber keineswegs zu dem Urteil verführen, Ninewood wären möglicherweise etwas anderes als eine tolle Band.

Äußerst empfehlenswert auch Eskimo und EBOLA SOUP, die sich beide in Kürze auszudrücken wissen und ein wenig von Bands an sich haben, wie es sie in der Nachfolge von Jazz-Core gegeben hat. Beide bewegen sich lässig zwischen den verschiedensten Genres. Eskimo gibt es schon seit zehn Jahren, in denen sie auch mit Primus und Cake schon die Bühne teilten. Auf Vaccination gibt es von ihnen nur ein paar Samplerbeiträge und ‚Some Prefer Cake‘, seineszeichens Soundtrack zu einem natürlich gleichnamigen Film, auf dem uns die anderswo versprochenen Hardcore-Ausbrüche vorenthalten, wir dafür aber mit feinst geklitterten Zitaten und präzis beobach-teten Hollywood-Idyllen eingeseift werden.

Eine andere Seite von Eskimo lernen wir dann auf dem sowieso sehr geilen Label-Sampler ‚Funny Rubber Hand‘ kennen, wo sie sich an gedubbten Versionen von Idiot Flesh und Rube Waddell vergehen. Auf ‚Some Prefer Cake‘, ich muß da nochmal querverweisen, spielt übrigens auch eine gewisse Carla Kihlstedt eine Gastrolle auf der Violine, die ansonsten bei den grandiosen Charming Hostess spielt, mit denen unser Korrespondent derzeit fieberhaft ein Interview zu arrangieren sucht, welches wir euch dann möglicherweise in einer der nächsten Ausgaben zu lesen geben werden. Selbiges sei hier auch noch hinsicht-lich der nicht mehr existenten Idiot Flesh ge-sagt, von denen es irgendwann in Bälde noch eine letzte Platte geben wird. Urteilt man nach dem Stück ‚Monkey‘ auf ‚Funny Rubber Hand‘, das demnächst auf ebenjener finalen Platte erscheinen soll, dann erwartet euch und mich da ein veritabler Hammer.

Sagt nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Das wär’s für heute zum Thema ‚Fortschrittliche Rockmusik des ausgehenden 20. Jahrhunderts‘, und wenn dann alles gutgeht, mache ich euch im nächsten Heft wie gesagt näher mit Charming Hostess und Idiot Flesh bekannt. Bis dahin verbleibt, es wie immer gut mit euch meinend,

der Stone.

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Erhältlich sind all‘ die Kostbarkeiten übrigens exklusiv bei: Flight 13, Nordstr. 2, 79104 Freiburg, Flight13_Records@T-online.de

Und noch etwas: Rube Waddell werden im April/Mai nächsten Jahres zu uns kommen. Wer Interesse hat, ein Konzert zu veranstalten, oder sonst noch Fragen, melde sich an den Verantwortlichen bei: Trümmer Prod., Tel. 04221/304043

 

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Links (2014):

Vaccination Records Wikipedia
Vaccination Records Discogs

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