März 15th, 2007

THE MARS VOLTA (#93, 04-2002)

Posted in interview by sebastian

Der Wettkampf ist eröffnet: Wer gewinnt die interne Meisterschaft um die Nachfolge von At The Drive-In? Cedric Bixler und Omar Rodriguez, die beiden wohl exponiertesten ehemaligen Mitglieder der Band (sprich Sänger und Gitarrist)? Oder doch der ruhigere Rest, der für die Band nicht minder wichtig gewesen sein dürfte? The Mars Volta also oder Sparta?                

The Mars Volta ist jedenfalls die schnellere der beiden Bands – zumindest, was das Touren angeht. ‚Tremulant‘, die erste EP, ist noch gar nicht in den Läden, da spielen Cedric, Omar & Co. bereits ihre ersten vier Shows in Hamburg, Berlin, München sowie bei der Osterrocknacht in Düsseldorf. Die erste EP von Sparta soll ebenfalls zu diesem Zeitpunkt folgen; eine Tour (durch ähnlich grosse Läden) ist aber erst für Mai angesetzt.

Man kann an den beiden Platten wunderbar sehen, wo genau die Trennlinie bei At The Drive-In verlaufen ist. Während The Mars Volta Tremulant auf dem kleinen Label Gold Standard Laboratories (wo auch Locust oder De Facto erschienen sind) herausbringen, gehen Sparta aufs Ganze: Die haben bereits einen Vertrag mit Dreamworks, dem Label von Steven Spielberg, David Geffen und anderen Multimillionären, in der Tasche, so dass in Deutschland Motor Music (Rammstein usw.) verantwortlich sind.

Oder nehmen wir den Produzenten: At The Drive-In haben sich für ‚Relationship of Command‘ Ross Robinson (Korn, Fear Factory, etc.) aufschwatzen lassen und ihn – wie man hört – zunächst gehasst. Während The Mars Volta nun plötzlich wieder mit dem alten Fudge Tunnel Sänger Alex Newport zusammenarbeiteten, der auch ‚In/Casino/Out‘ produziert hat, verpflichteten Sparta den Produzenten von Blink 182. Klingen die dann auch so? Keine Ahnung, bisher war noch nichts zu hören.

‚Tremulant‘ hingegen ist nicht zwingend, sie hat nicht die Klasse von ‚Relationship Of Command‘. Wenn man es böse ausdrücken möchte, könnte man sagen, dass The Mars Volta auf hohem Niveau gescheitert sind. Aber das klänge denn doch zu negativ. Natürlich mussten Cedric und Omar nun etwas machen, was sich von At The Drive-In weg entwickelt. Und natürlich war klar, dass es doch immer an die Band erinnert – schliesslich ist es Cedrics Stimme und Omars Gitarre, die einen guten Teil des Vorgängers ausgemacht haben.

Aber ‚Relationship Of Command‘ und ‚In/Casino/Out‘ waren sehr dicht, sehr auf den Punkt gebracht. Und da fehlt es bei ‚Tremulant‘ vielleicht noch – mit Betonung auf dem letzten Wort. Insofern ist das Wort scheitern sicherlich nicht das richtige. Das hohe Niveau stimmt jedoch zweifellos: The Mars Volta ist ein ungeheuer ambitioniertes Projekt mit wesentlich mehr Potenzialen als es At The Drive-In auf Dauer gehabt hätten. Kann also sein, dass The Mars Volta die alte Band schon sehr bald überholen.

Bei den Live-Shows hatten dann Les Savy Fav die Nase vorn: Natürlich machte Cedric die Show, die alle bei ATD-I beeindruckend fanden. Und deswegen haben ihn auch all diejenigen, die wegen des Name droppings gekommen waren (es waren sehr wenig: 250 zahlende Zuschauer im SO 36, wo ATD-I ein Jahr vorher die vierfache Zahl hatte, nicht eingerechnet, wie viele noch vor der Tür standen), geliebt.

Aber dann stand da dieser unglaubliche, zunächst fürchterlich uncool wirkende Sänger von Les Savy Fav auf der Bühne und machte all diese coolen Sachen. Dass er der Gewinner des Abends sein müsste, war klar. Und da war auch deutlich, warum The Mars Volta nicht den Headliner machen konnten. Auch wenn am Ende alle ‚Tremulant‘ kauften, weil die EP sonst noch nicht zu haben war. Das folgende Interview entstand nach der Show.

***

Ich weiss nicht so richtig, wie ich das in eine Frage formulieren soll. Aber ich hab mich gewundert, unter welchem Druck ihr eigentlich damals am Ende von At The Drive-In gestanden habt.

Cedric: …es gab Druck unter anderen von unserem Manager, der darauf bestand, dass wir Verpflichtungen hätten, obwohl jeder sehen konnte, dass wir total erschöpft waren. Als wir das letzte Mal hier in Berlin gespielt haben, haben wir eine ziemlich gute Show abgeliefert. Aber der Rest der Tour war einfach schlecht.

Die Leute konnten unsere Augenringe sehen, sie bemerkten, wie schlecht es uns ging. Aber unser Management hörte nicht auf uns. Als dann noch mehr Shows angekündigt wurden, sagten wir ‚das war es. Wir hören auf‘.

Omar: Es war nicht der Druck von aussen, von unserem Label, der zu dem Bruch geführt hat. Für uns war wichtiger, was innerhalb der Band passierte. Und deswegen war es so schlimm, dass unser Management einfach nicht auf uns hörte. Wir hatten aber auch keine Lust mehr auf die Musik, wir fühlten uns dadurch eingeengt, und es gab persönliche Differenzen.

Wir wollten einfach Zeit zum Nachdenken – wie könnten wir unsere Musik ändern, wie könnten wir persönliche Probleme lösen. Aber man gab uns nicht die Zeit, also dachten wir uns, dass es besser wäre, aufzuhören und eine neue Umgebung zu kreieren, die uns lieber war.

Man sah sehr deutlich den Unterschied: Als ihr die ersten beiden Male in Berlin gespielt habt, war alles sehr locker. Als ihr zuletzt hier im SO 36 gespielt habt, kam ich rein und sah euch, wie ihr die Köpfe zusammengesteckt habt. Es kam nur ein ‚Hi Dietmar!‘, und dann habt ihr weiter diskutiert. Es war klar, dass da irgendetwas schief lief. Es war alles andere als entspannt.

Cedric: Da war die Situation schon eskaliert. Die Beziehungen unter einander waren schon richtig schlecht. Wir hatten vorher in den USA getourt und hatten nur einmal die Woche eine Pause. Das haben wir nicht mehr richtig verkraftet, wir werden schliesslich auch älter.

Dazu kam dann noch, dass wir mit den Murder City Devils zu häufig gefeiert haben und dass unser Tourbus kaputt ging. Wir hätten da eine Pause machen und dann nach Europa kommen sollen. Aber dann hiess es immer wieder, jetzt kämen Shows in Los Angeles oder sonstwo, die so wichtig für uns wären. Omar und ich sind mit Bands wie den Dead Kennedys aufgewachsen.

Da lernt man, dass man auf sich selbst achten muss. Aber das kann man nicht, wenn man die ganze Zeit auf alles aufpassen muss – das Geld, der Eintritt und so weiter. Darunter leidet die Musik. Natürlich haben wir entschieden, dass wir davon leben wollen. Aber man muss selber einschreiten, wenn jemand dich so behandelt, als wäre die Musik dein Job.

Ich hatte nie verstanden, warum ihr vor ‚Relationship Of Command‘ nicht eine lange Pause gemacht habt. Die Konzerte im Sommer 2000 hättet ihr auch sein lassen können, um euch vor der Veröffentlichung zu erholen.

Cedric: Stimmt. Aber das war unsere Entscheidung – und dann bemerkten wir, dass wir in einer Maschine steckten, die wir nicht stoppen konnten. Unsere Touren sahen am Ende so aus, dass wir 20 Interviews und genauso viele Fotoshootings machen mussten. Und danach mussten wir dann noch auf die Bühne gehen. Wir konnten uns ja nicht mal mehr die Städte anschauen, in denen wir gespielt haben.

Gab es den Punkt, wo sich alles umgedreht hat, oder war das eher eine Entwicklung?

Omar: Beides. Es gab eine Entwicklung, die sich in dieser Zeit zeigte. Aber es gab auch einen Punkt, wo sich zeigte, dass das keinen Spass mehr machte. Das war in Groningen, wo wir dann entschieden, den Rest der Tour zu canceln. Wir wollten nach Hause gehen, ohne dass wir irgendwelche Fragen beantworten mussten, warum wir das tun.

Wir wollten einfach nur sechs Monate Pause. Aber das passierte nicht. Cedric und ich sind hier in Europa geblieben, weil wir mit De Facto spielen wollten, und plötzlich hörten wir, dass es zehn neue Tourdaten gibt…

Cedric: …und dabei hatten wir ihnen gesagt, wir brauchten sechs Monate. Die komplette Band hatte dem zugestimmt. Aber plötzlich hatte sich der Rest der Band umentschieden. Dabei war es ursprünglich Jim, der die Pause wollte, weil er kurz danach geheiratet hat und sehr viel Druck verspürte. Die sechs Monate hätten die Band gerettet.

War das eine mutige Entscheidung, die Band zu beenden? Immerhin sprachen Leute schon davon, ihr könntet die nächsten Nirvana werden.

Cedric: Der einzige Grund, warum Leute das sagten, war unser Management – das hatte nämlich schon Nirvana gemanagt. Das war purer Hype. Wir wären nie die nächsten Nirvana geworden. Es gab ausserdem noch dieses Gerücht – was nichts weiter als ein Gerücht war -, dass uns ein Majorlabel wegen Sonic Youth unter Vertrag genommen hat. ‚Sonic Youth haben Nirvana entdeckt. Sonic Youth haben At The Drive-In entdeckt‘. Blödsinn, wir haben uns den Arsch abgetourt.

Die Frage sollte aber mehr sein, ob ihr Mut brauchtet, um auszusteigen.

Cedric: Es war mutig wegen unserer Gesundheit. Ich denke, dass wir am Ende alle sehr vernünftig gehandelt haben.

Okay, lassen wir At The Drive-In. Ihr habt direkt danach De Facto gemacht. War das eine bewusste Entscheidung, Rockmusik erstmal sein zu lassen?

Omar: Wir haben De Facto schon seit 1995 gemacht. Es war immer so, dass wir nach einer At The Drive-In Tour mit De Facto unterwegs waren. So war das dieses Mal auch geplant – nur dass wir zum Schluss die At The Drive-In Tour ein paar Wochen verkürzt haben, so dass wir einfach eine Weile in Hamburg abhingen.

Ihr habt dann drei Platten mit De Facto gemacht.

Cedric: Wir wollten unsere andere Seite zeigen. Natürlich war At The Drive-In ein Rockding mit Einflüssen von Fugazi, die ganze Bühnenshow und so. De Facto ist eben, was wir auch mögen. Manchmal konnte man das auch in At The Drive-In hören. Es gibt ein paar kleinere Dubelemente auf ‚Relationship Of Command‘, wo wir unsere Erfahrungen mit De Facto einfliessen liessen. Aber im Prinzip wollten wir die Dub-Sachen nur so zum Spass machen. Wir sind mit Reggae aufgewachsen, und zwar nicht mit schlechtem Reggae.

Das ist auch etwas, was wir von The Clash oder PIL gelernt haben. Manchmal sieht es so aus, als ob Dub nur was für irgendwelche Sportler aus dem südlichen Kalifornien ist. Aber ich wollte deutlich machen, dass auch Geeks wie wir darauf stehen.

Omar: Man darf eben auch nicht vergessen, dass wir De Facto schon sehr lange machen. Leute übersehen das oft, weil sie so besessen von At The Drive-In waren. Es war unsere Leidenschaft, auch wenn wir darin nicht so viel Zeit investieren konnten.

Gab es denn vorher schon mal eine De Facto Platte?

Cedric: Ja, wir haben mal eine Platte selbst veröffentlicht. Und kurz bevor uns Grand Royal auf einem Festival sahen und uns unter Vertrag nehmen wollten, waren wir gerade damit beschäftigt, unsere De Facto Platte in Arizona fertig zu machen. Wir mussten damals all unser Geld zusammenkratzen, was nicht sehr viel war. Die Platte sollte eher für unsere Freunde sein, aber dann mochten doch mehr Leute De Facto.

The Mars Volta ist dann wiederum eine Rockband. Ihr wollt aber die beiden Seiten bewusst trennen?

Omar: Ich denke, dass The Mars Volta wesentlich weniger limitiert ist als vorher At The Drive-In. Dennoch wird De Facto immer etwas eigenes bleiben, reiner Roots Dub. Trotzdem: The Mars Volta hat viel mehr Ideen als At The Drive-In, was auch an den Leuten liegt, die in der Band spielen. Ich denke, dass viele unserer Sachen nicht zwangsläufig Rock sind.

Es wäre also keine Möglichkeit, De Facto sein zu lassen und mit The Mars Volta mal eine Dubplatte und dann wieder ein Rock-Album aufzunehmen?

Cedric: Keine Ahnung. Ich denke, dass The Mars Volta sich ganz woanders hin entwickeln wird. Wir nehmen im Prinzip die Formel von De Facto und setzen das in Rock um. Man wird immer die Einflüsse von De Facto hören.

Unser Schlagzeuger hat zum Beispiel bei HIM (nicht die Finnen, sondern die US-Band, Anm. d. Verf.) gespielt, die einen starken Dubeinfluss haben. Unsere Bassistin hat in verschiedenen Dub-Bands gespielt. Mars Volta nimmt diese Einflüsse und macht Rock daraus. Trotzdem will ich De Facto erhalten.

Wie ist das denn mit den Besetzungen in den beiden Bands?

Cedric: Mars Volta sind zwei mehr. Eva am Bass und John am Schlagzeug. Ich spiele Drums bei De Facto und singe für Mars Volta. Unser Sänger bei De Facto macht Soundeffekte für meine Stimmen bei Mars Volta.

Was mir heute aufgefallen ist: Früher hattet ihr sehr strikte Regeln, was das Tanzen und so weiter angeht. Heute hast du nichts gesagt. Lag das daran, dass heute das SO 36 ohnehin sehr leer war?

Omar: Das ist vorbei

Cedric: Genau. Und um ehrlich zu sein, fühle ich mich besiegt. Omar hat vorhin gesagt, für ihn war es mit At The Drive-In in Groningen zu Ende. Für mich kam der Zeitpunkt schon früher. Die Magie war vorüber, als wir in Australien beim ‚Big Day Out‘-Festival spielten. Wir waren plötzlich Teil eines Mainstream-Monsters. Und es war vollkommen egal, was ich sagte, Leute verletzten sich trotzdem. Dazu kam dann noch, dass wir nach Mudvayne spielen mussten. Deren Fans kamen rüber zu uns und haben sich im Prinzip vollkommen zusammengeschlagen, während wir spielten.

Es hat mich total genervt. vermutlich hab ich deswegen überreagiert, aber ich sah die Leute geradezu auf Surfbrettern über die Menschen fliegen. Ich wollte nicht, dass es einen ‚body count‘ in meinem Gewissen gibt. Ich möchte nichts bereuen. Ich weiss, dass wir aggressive Musik gespielt haben. Die Leute sagten, die Musik würde sie dazu bringen, solche Sachen zu machen. Aber daran hatten wir keine Lust – deswegen sind wir nach vier Liedern von der Bühne gegangen. Wir haben erst sehr spät begriffen, dass diese Festivals ganz anders funktionieren als normale Punkshows. Da respektieren dich die Leute.

Wenn man Mainstream-Shows spielt, halten sie dich für einen Schwächling. Ich bin besiegt. Wir sind nicht Fugazi. Ian McKaye hat eine Autorität. Wir sind junge, kleine Jungs, und die Leute nahmen uns nicht ernst. Als wir den Leuten sagten, sie sollten aufhören, haben sie extra weitergemacht, um uns zu nerven. Ich habe sogar einem Typ direkt in den Mund gespuckt, als der sich immer beschissener verhielt. Ich habe damals zu viel Energie darauf verschwendet, mich über irgendein Kid aufzuregen. Dabei sollte ich sie für meine Musik benutzen.

Ich fand aber auch immer, dass es bei den Punkshows genügend Leute im Publikum geben dürfte, die selber Verantwortung übernehmen, wenn es zu heftig wird. Vermutlich nicht bei den richtig dummen Hardcore-Shows oder bei Mudvayne und so. Aber wie auch immer: Wie läuft das jetzt bei Mars Volta?

Omar: Unsere Musik ist nicht so aggressiv. Da ist mehr Soul drin, sie ist tanzbarer. Dahin wollten wir At The Drive-In entwickeln…

Cedric: …wir sind Teil einer Szene, wo Bands ziemlich durchgeknallt sind. Aber dabei respektiert man einander. Jeder hat genügend Platz. Dieser Satz, dass eine Band jemanden dazu gebracht hätte, irgendetwas zu tun, ist einfach Schwachsinn. Den hab ich das letzte Mal gehört, als jemand sich selbst umgebracht hat, während er Judas Priest hörte.

Um mal auf die erste Frage zurückzukommen: Wie wollt ihr denn nun vermeiden, dass der Druck zunimmt?

Omar: Wir werden halt alles unter Kontrolle behalten, von unseren alten Fehlern lernen, alles offen innerhalb der Band diskutieren. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich, wie wir touren. Jeder soll damit glücklich sein, jeder soll seine meinung sagen. Ansonsten können wir unsere Platten eben nur auf einem kleinen Label herausbringen und dann tun, was wir wollen.

Gibt es denn Pläne für ein Album?

Omar: Wir werden erstmal in Japan auf Tour gehen, ein Festival in Los Angeles spielen und dann hoffentlich das Album aufnehmen.

Wo kommt die raus?

Omar: Das wird auf GSL sein.

Ich will jetzt nicht auf dieser Major-/Indie-Frage herumreiten. Aber GSL wird euch bestimmt nicht sagen, was ihr zu tun habt. Was ein grosses Label eher machen wird…

Cedric: Indierock wird dir aber auch nicht helfen, deine Rechnungen zu bezahlen. Es ist heuchlerisch, wenn eine Band sagt, sie liebt es, neben den Konzerten noch irgendeine Arbeit zu machen. Das stimmt nicht. Jeder würde gerne von seiner Musik leben. Wir überleben gerade von dem Geld, das wir mit At The Drive-In verdient haben.

Im Prinzip sind wir jetzt pleite, weil wir alles in The Mars Volta investiert haben. Ich hätte nichts dagegen, bei einem Major zu unterschreiben. Aber die Sache ist natürlich die, dass man wissen muss, was man da unterschreibt, wie viel Kontrolle man bekommt und so weiter. Genügend Bands machen genau da ihre Fehler.

Wir wollen lernen von dem, was bei At The Drive-In falsch lief. Und GSL werden davon profitieren, weil sie und ihre Bands Aufmerksamkeit bekommen. Wenn wir jetzt bei einem Major unterschreiben, dann nur unter unseren Bedingungen. Wenn sie das nicht akzeptieren, lassen wir es. Das war auch so eine Sache, die wir in At The Drive-In gemacht haben: Wir hatten so viele Angebote für Werbung, wo wir sehr viel hätten verdienen können. Aber das lehnten wir ab.

Omar: Wir geben keine Kontrolle ab und lassen uns zu nichts zwingen.

Also war At The Drive-In die Testphase und nun setzt ihr um, was ihr damals gelernt habt.

Cedric: Genau. Wir wollen beweisen, dass man von der Musik leben kann, ohne ein dummer Star zu sein. Wir wollen Musik und Alben machen. Ich möchte mich daran erinnern können, wie viel Spass es gemacht hat, eine Platte aufzunehmen oder Shows zu spielen. Und dass es eben nicht harte Arbeit war.

***

Text und Fotos: Dietmar Stork

Links (2015):
Wikipedia
Discogs

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