März 11th, 2007

REVEREND BILLY (#100, 06-2003)

Posted in interview by jörg

New York ist keine Stadt wie jede andere, das ist klar. trotzdem trifft man entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung relativ wenig `Verrückte` auf den Strassen. Zumindest nicht solche, denen dies auf den ersten Blick anzusehen ist *gg*.

Nichts desto trotz läuft einem aber hin und wieder dennoch ein gewisser Menschenschlag über den Weg, den man aufgrund seiner äusseren Erscheinung pauschal gleich mal in die Klappse einliefern würde. Natürlich steht es diesen Menschen nicht ins Gesicht geschrieben , dass es sich bei ihnen um politische Aktivisten handelt, die ihren wirren Paradiesvogel Charakter längst zur eigenen Kunstform erhoben haben.

Eine dieser skurrilen Lichtgestalten ist der 50+ jährige Bill Talen, der in einem weissen Priester Talar als REVEREND BILLY die CHURCH OF STOP SHOPPING anführt. Ein Strassentheater, welches seit einigen Jahren in ganz New York verstärkt die Geschäftsräume von krebsgeschwürartigen Konzernen wie Starbucks oder Disney als `Showbühne` für seine politischen Agitationen nutzt.

Für den Aussenstehenden ist dabei oftmals auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, ob es sich hier um die kruden Auswüchse einer selbstzweckhaften amerikanischen Fernsehpredigerkultur handelt, oder aber um innovativen politischen Widerstand, der sein trockenes Gesicht hinter erfrischend unkonventionellen Fassaden zu präsentieren weiss. Fast schon zu perfekt wurden nämlich klassische Gospel Church Klischees adaptiert, welche die fundamentale politische Ernsthaftigkeit zwischen all den Halleluias, Stop Shopping und Boykott Starbucks Gesängen nicht immer klar herauszustellen wissen.

Unabhängig vom vereinzelten Irritationspotential aber sorgt das generelle Grundkonzept dennoch, oder besser gesagt vor allem aufgrund seiner dynamischen visuellen und akustischen Präsenz für Aufmerksamkeit auf breiter Ebene. Reverend Billy, das ist Attacke, Angriff, Unruhestiftung und ziviler Ungehorsam ohne Rücksicht auf mögliche persönliche Folgen. Mit friedlicheren Mitteln agierend, wirkt das Ganze im übertragenen Sinne wie das altbekannte Kommunardenmotto, des zurücktragens des `Krieges` in die Metropolen, Schaltzentralen und Ikonen der kapitalistischen Marktwirtschaft.

Auch wenn sich Reverend Billy nicht wirklich in einem solch radikalen Kontext sieht, sind dies alles gute Gründe, um in Bill Talens Beichtstuhl mal ein Gespräch über Polizeiübergriffe, Consumerism und politisch motivierte Handlungsweisen im Allgemeinen zu führen…

Torsten TRUST

I like to shout this: “FIRST THEY IGNORE YOU, THEN THEY LAUGH AT YOU, THEN THEY FIGHT YOU, THEN THEY LOSE.” It’s Gandhi. He probably whispered it. But it works with a hip-hop rhythm. Rev. Billy

***

Was hat dich bewogen nach New York zu ziehen? Ursprünglich kommst du ja aus Rochester, Minnesota

Bill: Nachdem ich gut 20 Jahre im Grossraum San Francisco gelebt hatte, zwang mich vor 10 Jahren ein Auseinanderbrechen der dortigen Theater Szene zum Umzug nach New York. Unter anderem verschwand auch mein eigenes Theater, LIFE ON THE WATER, im Rahmen dieses absurden öffentlichen Suizid von der Bildfläche

Ist es eigentlich hart, sich an einem der teuersten Flecken der Welt finanziell über Wasser zu halten? Ich schätze mal, dass politisches Strassentheater vor verschiedenen Ikonen des westlichen Kapitalismus nicht wirklich dazu taugt, ausreichend Brot auf den Tisch zu packen.

Bill: Auf der anderen Seite ist genau dies der einzige Weg den ich gefunden habe, um der `Versuchung` von Büroarbeit oder Gastronomie Jobs zu entkommen. Genau das waren nämlich die Jobs, mit denen ich mich über Wasser gehalten habe bevor Reverend Billy in mein Leben trat. With audiences, touring and teaching engagements, I have been getting by OK.

Da du keinen `real life` Bezug zur Kirche im Allgemeinen hast, wundert es mich ehrlich gesagt ein wenig, dass du gerade diesen REVEREND Character für deine Performances gewählt hast. Passiert es dir da nicht öfter mal, dass der normale Passant auf der Strasse dich für einen religiösen Freak hält, der einzig und allein davon besessen ist, seine Scharmützel mit Starbucks und Disney auszufechten? Nun ja, ganz ehrlich und offen gesprochen war dies auch mein Eindruck, als ich letzten September in den Genuss deines Auftritts vorm Starbucks am New Yorker Astor Place kam. Kurz zuvor sah ich dich bereits in der U-Bahn und dachte im Stillen: FREAAAAAK. EIN PRIESTER IN EINEM WEIssEN LODEN ANZUG! Eine halbe Stunde später sah ich dann den gleichen Menschen vor besagtem Coffy Shop eine Ralley abhalten, die ich ohne Witz für eine dieser abstrusen Kirchenagitationen hielt. Was mich daran allerdings stutzig machte, waren all die alternative Kids, die diesem tumben Mist in ganzen Heerscharen verfallen schienen. Heute bin ich natürlich schlauer. Aber seinerzeit verspürte ich als einzige Trotzreaktion auf diese Performance das unbändige Verlangen, mir umgehend bei Starbucks einen 5 Dollar Drecksmocka zu kaufen, und das obwohl ich Kaffee hasse! Wenn man natürlich die ganzen Hintergründe und Motivationen deiner Performances kennt, ist die Priester Nummer selbstverständlich einfach nur `GOTT`. Trotzdem bleibe ich aber bei meiner Einschätzung, dass dein Konzept zuviel Spielraum für Fehlinterpretationen bietet und somit leichtfertig sein augenöffnendes Potential verschenkt.

Bill: Meine Antwort darauf ist, dass wir heutzutage die Bedeutung von Sprache und Symbolen auf den Kopf stellen müssen, um ihnen wieder so etwas wie Leben und Kraft einzuhauchen. Alles was der `Passant auf der Strasse` tun muss, um die flammende Ironie der Situation zu verstehen, ist meinen Worten für kurze Zeit aufmerksam zu lauschen.

Das Problem dabei ist nur, dass sehr viele kritische und emanzipierte Menschen Kirche und ihre Institutionen von haus aus ablehnen, und insofern auch nicht die Ironie in deiner Performance suchen werden. Von daher halte ich meinen beschriebenen Kritikpunkt weiterhin für legitim. Hast du dich durch deine Aktionen jemals in eine Situation manövriert, die du als beängstigend bezeichnen würdest? Eine Situation, von der du glaubtest, sie nicht ohne ernsthafte Konsequenzen zu überstehen. Ich denke da gar nicht mal ausschliesslich an Polizeiübergriffe sondern vor allem auch an irgendwelche Redneck Jocks, die ihre Weibchen damit beeindrucken wollen, es dem `Kommi Spasten` ordentlich besorgen zu haben

Bill: Oh ja, von Rightwing Leuten wurde ich schon häufiger angegangen. Vor allem als ich nach dem 9/11 im Union Square Park für den Frieden gepredigt habe. In Gewahrsam genommen und verhaftet wurde ich auch schon mehrfach. Cops are just cops to a straight white male like myself, which is sad.

Warum konzentrieren sich deine Aktionen so stark auf die Störung des Geschäftsbetriebs von Starbucks und Disney? Stellen diese Konzerne für dich lediglich symbolische Parade Ziele der `grossen bösen` Konsumgesellschaft dar, oder ragen sie durch besonders auffällige Business Ethiken aus der breiten Masse der profitorientierten Geschäftsbetriebe heraus? Persönlich sehe ich da ja jetzt nicht so den grossen Unterschied zwischen Starbucks, Nike, Tower Records, Barnes and Noble, Amazon oder auch Kims Video (exzellenter New Yorker Fachhandel für Filme jeglichen Subgengres). Sie alle funktionieren nach dem selben Prinzip, welches sich an den Regeln des kapitalistischen Marktes orientiert

Bill: Bei Starbucks und Disney handelt es sich um aussergewöhnlich dreiste Companies. Erstere nennt dabei den am schnellsten wachsenden Markennamen ihr Eigen, während die andere das berühmteste Corporate Logo überhaupt unter Kontrolle hält, nämlich Mickey Mouse. Beide Firmen stehen im Ruf, Gewerkschaften oder andere Arbeitnehmervereinigungen bereits im Keim zu ersticken.

Sie repräsentieren somit die schlimmste Art von Lohn Dumping Company, die man sich nur vorstellen kann. Dass es sich bei ihnen zudem um SWEATSHOP Betriebe handelt, stellt in der Konsequenz dann auch keine grosse überraschung mehr dar. Wie dem auch sei, für einen Theater Menschen wie mich stellen ihre Geschäftsräume so etwas wie eine `Bühne` dar.

Beide Firmen überschütten die Kunden mit dutzenden von Logos und Sounds, um diese in einen Low-Level Trance Zustand zu schicken. Für mich bietet sich somit die Gelegenheit, diese künstlich geschaffenen Verhältnisse als Bühnenrequisite zu nutzen, und dabei gleichzeitig mit Leuten zu arbeiten, die wortwörtlich der Befreiung bedürfen. Was allerdings Kims Video auf deiner Liste zu suchen hat verstehe ich nicht so ganz.

Mit der Nennung von Kims Video wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, dass auch kleinere Betriebe nach den profitorientierten Gesetzen eines kapitalistisch geprägten Marktes agieren. Hier die Trennlinie zwischen gut und böse zu ziehen halte ich für ein äusserst schwieriges Unterfangen, da eine pauschale und allgemeine Gültigkeit eines solchen Urteils aufgrund seiner subjektiven Natur kaum gewährleistet werden kann. Insofern wollte ich mit der Nennung genau das provozieren, was deine Antwort auch widerspiegelt. Nämlich eine persönliche Kategorisierung und Einschätzung von unterschiedlichen Business Units, welche sich trotz ihrer Verschiedenheit dennoch dem kapitalistischen Grundprinzip verschrieben haben. Und für so abwegig halte ich die Nennung Kim`s in diesem Zusammenhang auch gar nicht. Denn auch Starbucks haben mal klein angefangen bevor sie zu diesem alles aufsaugenden Monstrum wurden. Im Gegensatz zu Kim`s bietet ihr Markt eben ein ganz anderes Wachstumspotential. Und sind wir doch mal ehrlich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten expandieren auch Kim`s ständig. Sehr schön wird diese These ja durch ihren kontinuierlichen Ausbau des Import DVD Angebots belegt. Unter Ausschöpfung des gesamten Marktpotentials machen sie genau so wie Starbucks ihr Geschäft wo sie nur können

Bill: Einen kleinen Geschäftsbetrieb wie Kim`s kann man doch nicht in einem Atemzug mit transnationalen Outlets wie Nike, Gap etc nennen. Wenn man es dennoch tut, so ist dies ein höchst abstraktes Unterfangen, wie es bestenfalls von einem marxistischen Idealisten angestrengt werden würde.

Kim`s ist eine `Neighborhood Company` und steht somit im harschen Gegensatz zum teuflischen, unpersönlichen & einkaufszentrumgleichen Giganten Blockbuster. Man muss doch dankbar dafür sein, dass man noch so einen Laden wie Kim`s um die Ecke findet. In einer ära des schwindenden Sozialraums, in der die Leute mit Hilfe elektronischer Spielzeuge und der Glückseligkeit gefakter virtueller Ichs von einer leblosen Konversation zur nächsten hetzen, ist ein so menschlicher Ort wie Kim`s dank seiner lustigen Kassierer und Filmbesessenen Angestellten doch wirklich ein Geschenk Gottes.

OK, diesen Ausführungen kann ich mich so eigentlich anschliessen, da auch ich Kim`s sehr schätze. Zwar sehe ich jetzt nicht so wirklich das humoristische Potential der dortigen Angestellten. Aber was soll`s. Auf mich wirken die Damen und Herren eher ein wenig arrogant. Halt diese typische art von Arroganz, wie man sie häufig unter Musik- und Filmfreaks findet, die von sich meinen das allumfassende Fachwissen gepachtet zu haben. So stellen sie sich dann auch gerne selbst auf einen goldenen Sockel des coolen aber belanglosen Wissens, vor dem das ordinäre Fussvolk gefälligst in Ehrfurcht niederzuknien hat. Da natürlich auch Fanziner gerne von diesem unschönen Virus befallen sind, weiss ich durchaus wovon ich rede *gg*. Wie dem auch sei, ein New York Aufenthalt wäre für mich kein New York Aufenthalt, wenn ich nicht jedes Mal einen Grossteil meines Reisebudgets diesem Laden `spenden` würde. Kommen wir aber zu einem anderen Thema. Was ist eigentlich der messbare Erfolg, der deine Aktionen immer wieder mit neuer Motivation füttert? Starbucks und Disney haben ihren Geschäftsbetrieb ja nun nicht wirklich einstellen müssen und ich wette mal, dass sie auch alles andere als rote Zahlen schreiben. (Ich möchte die nachfolgende Antwort einfach mal im englischen Original belassen, da sie sehr schon Bill Talens typische Art dokumentiert, die sich auch in seiner Reverend Billy Rolle niederschlägt)

Bill: Good question. I am useful as a Fool, who show`s that their defense of private property is not impregnable. They have their fortresses, as surely as the monarchy did with the ugly stone animals gargoyling up the walls. But I go in there, sometimes with actors or with a choir, and they are shown to be vulnerable.

This is the beginning of much faith ? the faith to struggle in the courts, in share-holder revolts, in zoning fights against development — we have been rolling over and giving up to the corporations for so long that a Fool like me can help.

Würdest du dich zu der Aussage hinreissen lassen, dass Filme wie FIGHT CLUB oder auch die Romane von Chuck Palahniuk inhaltliche Parallelen zu deinen Performances aufweisen? Ich gehe einfach mal davon aus, dass du Fight Club aufgrund seiner fundamentalen Kritik an der sinn- und inhaltslosen sowie künstlich am Leben erhaltenen Konsumgesellschaft gesehen hast.

Bill: `Planet Starbucks` hat mit diesem cineastischen Meilenstein ja auch eine derbe Breitseite vor den Bug bekommen. Ich sehe mir nicht sehr häufig Hollywood Filme an. Kommerzielle Studio Produktionen sind mit dem grundlegenden Problem behaftet, dass sie von eben jenem Kapital produziert werden, welches auch Starbucks gross gemacht hat.

Die Stars der Traumfabrik haben die Gabe des bravourösen politischen Statements doch längst ihrem Bank Konto geopfert. Hollywood kann sich selbst nicht kritisieren, wie wir ja zuletzt wieder einmal am fehlgeschlagenen THE TRUMAN SHOW sehen konnten. Wie immer kommt es einzig und alleine auf den Kontext an.

Dann möchte ich an dieser stelle aber doch mal fragen, wie es sich in deinen Augen mit der Person Michael Moore verhält, der nach seiner Oscarprämierung für “Bowling for Columbine” ja nicht nur eine flammende Anti-Bush Rede hielt, sondern auch schon vorher nie um deutliche Polemik verlegen war.

Bill: Michael`s moralischer Ausbruch bei der Oscar Verleihung ist genau die Ausnahme, welche einmal mehr die Regel bestätigt. Das ist natürlich auch wieder wahr. Nur kann man doch nicht leugnen, dass diese Ausnahme keine Brüder und Schwestern hätte. Immerhin vertrete nicht nur ich die Auffassung, dass zum Beispiel FIGHT CLUB mit seinem äusserst subversiven Grundtenor in klarer Opposition zur ansonsten inhaltsleeren Glitzerwelt Hollywoods steht. Aber gut, wenn du den Film nicht kennst, hat sich das eh erledigt

Wie wir auf deiner Website www.revbilly.com nachlesen können, kann man REVEREND BILLY AND THE CHURCH OF STOP SHOPPING für Auftritte und Events buchen. Wann wurde politisches Strassentheater eigentlich zu einer `tourenden Rock Show`? Und dann wäre noch ganz interessant zu erfahren, in welchem Rahmen solchen Touren ablaufen.

Bill: Diesen Sommer werden wir mit einem Bus und einem Revival Zelt auf Tour gehen. Dabei planen wir das Land vom Times Square aus westwärts zu durchqueren. Unser Hauptanliegen dabei ist die Unterstützung von lokalen Community Gruppen in ihrem Kampf gegen Wal-Marts, Spekulanten, Highway Verbreiterungen und grosse Laden-Ketten. Ausserdem werden wir noch beim Burning Man Festival in Nevada auftreten.

Hast du dir mit deiner neusten WAR ON TOURISM Kampagne eigentlich viele Feinde gemacht? Da es sich hier offensichtlich um eine Satire auf Bushs WAR ON TERRORISM handelt, könnte ich darauf wetten, dass so etwas bei vielen Menschen nicht gut ankommt. Auf der anderen Seite dürfte es aber auch ausserhalb der Deutschland-Lybien-Kuba Achse (ja Oma Rumsfeld, das war wirklich ein Brüller, der uns noch heute einige Schmunzler abnötigt *gg*) eine Vielzahl von Leuten geben, die es wenig amüsant finden, wenn der proklamierte War on Terrorism zu einem WAR FOR OIL verbogen wird. Beeinflusst dieses neue gesellschaftliche Klima, welches die US Regierung in Zusammenarbeit mit ihren britischen Marionetten zu verantworten hat, in irgend einer Art und Weise dein politisches Theater?

Bill: Anti-Consumerism ist natürlich schon lange zu einem Kampf um Frieden geworden. Wenn du dich als westlicher Konsument von den Produkten einer globalisierten Economy abhängig machst, verfolgst du zwangsläufig eine gewalttätige Aussenpolitik. Fossile Brennstoffe ziehen nun mal unausweichlich Bombardierungen und die Manipulation von Völkern in weit entlegenen Teilen dieser Erde nach sich.

Insofern hat die neuerliche Entwicklung keinen wirklichen Einfluss auf unser Theater. It always comes down to a single gesture, a single cup of coffee, a single drive in a car. Nicht wirklich zur Church of Stop Shopping bekehrt, schliesse ich dennoch mit einem klassischen Amen.

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Text & Interview: Kommando Friesische Wiese

Links (2015):
Wikipedia Reverend Billy
Wikipedia Reverend Billy and the Church of Stop Shopping
Homepage

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