Mai 28th, 2019

BACK CHATS (#111, 2005)

Posted in interview by Jan

Tim tauchte schon ein paar Mal in meinem Leben auf: ein Freund aus Bergisch Gladbach fing 1997 an, für das damals richtig bekannte weil umstrittene Fanzine Anti-Punk aus Bonn (und von Tim aka Herrn Krüger mit-herausgegebene) zu schreiben. Mit Tim`s immer noch existierender alte Schule Coverband 1982, auch mit Dominik von Molotow Soda, hatten wir sogar mal ein Konzert veranstaltet und jetzt treffe ich Tim im Sonic Ballroom zu Köln. Er erzählt mir von seiner Band Back Chats und ich gebe mich natürlich total wichtig als Trustschreiber aus. Doof nur, daß ich jetzt tatsächlich was schreiben muß. J Aber eigentlich wollte ich Thorsten immer schon mal auf den Zahn fühlen. Per email schickte ich ihm im September 2004 ein paar Fragen.

Mai 28th, 2019

ST. VITUS (#146, 2011)

Posted in interview by Jan

„You have to be ready to sacrifice, if you wanna do it.“
Interview mit WINO / SAINT VITUS

Wino mit der Hidden Hand vor einigen Jahren in Berlin… Ich werde es nie vergessen. Nicht nur, weil es mir zum ersten Mal mit betrunkenen Kopf passierte, dass ich Geld zog und die Karte im Automaten habe stecken lassen und das Malheur natürlich erst am nächsten Tag am Bahnhof beim Kauf des Rückfahrtickets bemerkte. Sondern weil in alter Kinoschrift an dem Laden ein „Welcome back in Berlin, Wino“ leuchtete, kennt man ja eventuell von alten Black Flag Fotos (oder vom Whiskey a go-go), wollte ich immer mal sehen, wunderschön.

Mai 23rd, 2019

MAN OR ASTRO-MAN? (#78, 1999)

Posted in interview by Thorsten

Wer dachte Man Or Astro-man seien eine Truppe von ewig stonedten Typen die sich in keiner Weise für Naturwissenschaft, bzw. Elektronik interessieren, der wird hier eines besseren belehrt. Das Trust hatte die Gelegenheit und sprach über dies und anderes mit dem, dessen Sturzhelm immer brennt, Coco the Electronic Monkey Wizard.


Mai 23rd, 2019

BUCKETHEAD (#78, 1999)

Posted in interview by Thorsten

Mädchen. Park. Zigarettenmaschine.

Eigentlich ja eine naheliegende, zumindest einleuchtende Idee, in die Verpackung von CDs eine Zigarette einzulegen. Links, wo das Scharnier für den Deckel ist. Die neue Platte von Buckethead (‚Girl Park Cigarette Machine‘ auf Epistrophy/Hausmusik) überrascht schon auf den ersten Blick, noch bevor du einen Ton der springlebendigen Musik gehört hast, angenehm mit einer Zigarette ebendort. Jener erste Blick wird nicht nur eine Zigarette bemerken, sondern auch, dass der Typ auf dem Cover raucht. Und dann noch der Titel, der umstandslos auf wesentliche Voraussetzungen für angenehmen Zeitvertreib aufführt. Offensichtlich Slackertum, zu anderen Zeiten Boheme genannt..
Schließlich steht da noch irgendwo:
„Hipsters do not drop out. They establish themselves in the nooks and crannies of society. They get along.“
Also: Hipsters richten sich in Nischen ein und kommen dort zurecht.

Mai 20th, 2019

HARD-ONS (#144, 2010)

Posted in interview by Jan

“Stupid fucking mainstream pop-punk and their stupid designer skate clothes and their right-wing beliefs. Sport-jocks with their stupid expensive hats on crooked, their stupid piercings and their stupid tattoos and their stupid cheerleader girlfriends and their stupid extreme sport dvds. “Punk” has so much to offer. Die Electric Eels. Chrome. Rattus. GISM. Dezerter. Pere Ubu. Then from the sixties: Chocolate Watchband. Zakary Thaks. Missing Links. This is all “punk”…“

Interview mit den HARD-ONS

Motörhead trifft die Beach Boys, Damned begegnet Abba… oder einfach eine der besten Bands der Welt: Ich möchte ausdrücklich meine Empfehlung zu dem gesamten Material der Band aussprechen, es lohnt sich. Die Australier von Hard-ons – statt Keish nun Peter dabei am Schlagzeug, sonst wie immer Ray am Bass/Gesang und Blackie an der Gitarre /Gesang – haben einen komischen Status. Von den einen verlacht als Ramones-Kopie und dem blöden Bandnamen, von den meisten vergessen…

Mai 20th, 2019

SONIC BALLROOM/SHITFUCKER DICK AND THE BURNING ASSHOLES (#111, 2005)

Posted in interview by Jan

Interview mit Rainer von den SHITFUCKES DICK AND THE BURNING ASSHOLES und mit Roman über die Kneipe SONIC BALLROOM

Ja, das war ganz groß damals auf dem Dead Moon Konzert in Köln, wo mich ein groß gewachsener und schwarzgefärbter junger Mann ansprach, ob ich nicht der Jan von Hungerhaken Konzerte aus Leverkusen wäre. Das macht einen doch stolz, natürlich veranstalteten wir eines der frühen Konzerte der Kölner Band mit dem unsagbar punkigen Namen und nur 6 Jahre später sprach ich dann Rainer an, ob er mal was zu seiner Band erzählen kann. Roman spielt auch bei denen mit und ist Mitinhaber des Sonic Ballrooms, die Kneipe für alles, was wir brauchen: Kölsch, Kicker, Kippen und keine Karnvalsfeiern.

Mai 20th, 2019

DÄLEK (#111, 2005)

Posted in interview by Jan

Dälek
Eine echte „wall of noise“ ist das, was da von der Bühne kommt. Mit HipHop, so scheint es für einen Moment, hat das wenig zu tun – mit Industrial, das wohl eher. Das Publikum besteht aber trotzdem zur Hälfte aus HipHoppern, den Rest machen Krach-Fans aus. Auch ein verlorener Krautrocker mit langem Haaren und in Siebziger-Jahre-Klamotten ist irgendwo zu sehen. Dälek ziehen schon eine zwar kleine, aber bunte Mischung an.

Mai 17th, 2019

MRR – Ende einer Ära (#195, 2019)

Posted in artikel by Jan

Das Ende vom Maximumrocknroll – das Ende einer Ära

Als unser Christian Mitte Januar eine E-Mail mit dem Screenshot der Ankündigung der Einstellung des gedruckten Maximumrocknroll schickte, dachte ich im ersten Moment, dass es sich um einen wohlvorbereiteten Aprilscherz handeln könnte. Später in der Nacht kam dann aber eine Mail von Allan, einem der „Board of Directors“ vom MRR, die die Meldung bestätigte, und nach einem sehr späten Telefonat war klar:  Das Maximumrocknroll wird das gedruckte Heft einstellen. Bammm.

Mai 17th, 2019

Scheisse Minnelli Japan Tour (#194, 2019)

Posted in artikel by Jan

SCHEISSE MINELLI Japan-Tour-Tagebuch

Etwa 10 Tage bevor wir nach Osaka, Japan, fliegen sollten, gab es in Osaka einen Taifun, der den Flughafen auf unbestimmte Zeit schloss. Unser Booker Masaki war ein wenig besorgt über die Situation und ich auch. Ich versuchte, das Reisebüro und die Fluggesellschaft ans Telefon zu bekommen – erfolglos. Endlich 3 Tage bevor wir fliegen sollten, erreichte ich die Fluggesellschaft. Sie sagten, sie könnten uns stattdessen nach Tokio fliegen, aber alle Flüge waren am Freitag gebucht und sie könnten uns am Samstag 90 Minuten vor Beginn unserer ersten Show nach Tokio bringen. Es war besser als nichts und bedeutete für uns einen freien Tag in Seoul, Südkorea.

Mai 15th, 2019

FIEND FORCE RECORDS (#112, 2005)

Posted in interview by Jan

Fiend Force Records

Thorsten betreibt seit Ende 2003 das Label für Horrorpunk, Fiend Force Records und ist neben seinem Engagement als Sänger in zwei Bands, der „erfolgreichsten Misfits-Coverband Europas“ namens The Ghouls und bei der Horrorpunkband „The Other“, in einem sehr interessanten Job zugange… Dazu später mehr, erstmal wollte ich von ihm wissen, was es denn mit dem Begriff „Horrorpunk“ auf sich hat. Dazu schickte ich Thorsten, den ich schon im Mai 2003 im Rahmen des conservativepunk.com Artikels interviewt hatte, ein paar Fragen per Email im Februar 2005.

Mai 15th, 2019

DROPKICK MURPHYS (#77, 1999)

Posted in interview by Thorsten

Zugegeben es ist noch gar nicht so lange her, daß “boston´s finest” (naja…schon komisch das dürfte jetzt die 1.785 truppe sein, die so betitelt wird…) per interview im TRUST vertreten waren. Aber da mich beim anhören des neuen album doch das eine oder andere stirnrunzeln überkam und ich auch so ein paar fragen hatte, packte ich die gelegenheit beim haupthaar und griff mir kurz vor dem auftritt der dropkick murphys in schweinfurt drummer matt um ein wenig licht ins dunkel zu bringen.

Mai 15th, 2019

LIAR (#77, 1999)

Posted in interview by Thorsten

ich sagte es bereits und tue es wieder: HEAVY METAL LEBT! mein seinerzeit alles andere als ernst gemeinter spruch ist diesmal allerdings gar nicht so ironisch gemeint wie einige bereits vermuten mögen. es ist ja nun ein nicht zu leugnender fakt, daß sich heavy metal als stilistische form auch in der sogenannten hardcore szene etabliert hat. vielen leuten schmeckt das überhaupt nicht, mir persönlich ist es egal, denn es gibt sowohl im hardcore- wie auch im metal bereich gleichermaßen bands die arsch treten wie sau. und sollten genau diese metal bands dann zur abwechslung mal nicht nur textlichen dünnsinn unter das volk streuen, erkläre ich mich natürlich gerne bereit, diese einmal genauer unter die lupe zu nehmen, und einige ihrer statements auseinander zu pflücken und zu hinterfragen.

Mai 13th, 2019

Horrorspecial – Teil III (#146, 2010)

Posted in interview by Jan

An dieser Stelle beginnt der letzte Teil des Parforceritts mit Marcus Menold, dem Chefredakteur des VIRUS Magazins (Teil II hier, Teil I hier), durch die Horrorthematik.

Zur Auffrischung: Das Mammutinterview fing an mit aktuellen Entwicklungen in der Horrorfilmkultur der letzten zehn Jahre, gespickt mit Abstechern in geschichtliche Gefilde. Über die Zwischenstation im Trust #144 der verschiedenen Subgenres und Geschlechterrollen im Horrorfilm endet es hier nun mit Fankultur und Musik.

Mai 13th, 2019

Horrorspecial – Teil II (#144, 2010)

Posted in interview by Jan

In lockerer Gesprächsrunde angelegt, gab es in der letzten Trust-Ausgabe #143 einen Abriss (Teil 1) über die aktiven Entwicklungen in der Horrorfilmkultur der letzten zehn Jahre zu lesen, doch auch geschichtliche Ausflüge wurden nicht ausgespart. Interviewpartner war Marcus Menold, Chefredakteur des VIRUS Magazins, das seit über fünf Jahren den Anspruch hat, alles, was mit dem Thema Horror zu tun hat, abzudecken.

Mai 13th, 2019

Horrorspecial – Teil I (#143, 2010)

Posted in interview by Jan

In jedem Leben sollte es für jede und jeden ganz viele Highlights geben. Eines in meinem ist sicherlich die Möglichkeit gewesen, eine mehrstündige Magisterklausur im Nebenfach Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften über das Thema „Die Lust des Grauens anhand der ’Hellraiser’-Trilogie von Clive Barker“ schreiben zu dürfen. Horrorfilmfans werden den Fehler in der Themenformulierung natürlich sofort entlarven, denn Clive Barker hatte mit den drei ersten Filmen unterschiedlich viel zu tun, außer natürlich grundsätzlich mit der Novelle „The Hellbound Heart“ eine Blaupause für zahlreiche Sequels geliefert sowie ganz nebenbei mit der Figur des PINHEAD für Japaner/innen ein Pin-Up und Sexsymbol erschaffen zu haben.

Mai 12th, 2019

MISSION OF BURMA (#109, 2004)

Posted in interview by Jan

Burmatised. Mission Of Burma

Es war musikalisch eine der beeindruckendsten Rückkehren der letzten Jahren. Nicht zuletzt, weil die Pause so lang war und das Resultat so gelungen. Mission Of Burma klingen auf „ONoffON“ so frisch wie am ersten Tag. Zwischen diesem und ihrer Rückkehr war so einiges geschehen. Im Grunde liegt dazwischen eine Lebensspanne in Indie-Rock. Als MOB damals ihre ersten Aufnahmen und Touren machten, gab es keinen Untergrund mit einer funktionierenden Logistik aus Labels, Vertrieben, Veranstaltern und Medien. Dann kam die kreative Blüte dessen, was irgendwann mit Black Flag, SST und anderen begann, die Zerfaserung in unzählige Subszenen und -genres, die ersten Flirts mit dem Overground und schließlich das Jahr als Punk broke.

Mai 12th, 2019

JETSEX (#109, 2004)

Posted in interview by Jan

Während meinem Praktikum bei dem französischen Label The Age of Venus Records konnte ich glücklicherweise die Marketing-Kampagne zur ersten Platte der Pariser HC-Punk-Band Jetsex begleiten. Die Band hat mich mit ihrer erste Scheibe „Paris by night“ echt überrascht, richtig guter alter Hardcore mit Punk-Attitüde. Im August 2004 schickte ich dem Sänger Miko Bilbao ein paar Fragen per Email von Leverkusen nach Paris. Diesbezüglich anzumerken ist vielleicht, dass ich die Frage nach der Szene in Paris, d.h. ob da alle ihr eigenes Süppchen kochen, auch genau so gestellt habe, „Is it easy to play concerts in Paris or is everyone cooking their own soup?”; ähem, Professionalität ist eben alles.

Mai 12th, 2019

30 Jahre Dischord Records in 2010 (# 149, 2011)

Posted in interview by Jan

„You can’t be what you were. So you better start being just what you are.“
2010: 30 Jahre DISCHORD RECORDS!!!
Ein Label-Special-Rückblick nach vorne

Wir haben Gastbeiträge von Dischord Mitarbeitern selber bzw. dem Washington DC Umfeld eingeholt, dazu gibt’s eine kurze Vorstellungen der jeweiligen Autoren/innen. Neben den best of 5 Dischord Platten bzw. Gedanken zum Label der Trust-Leute wurden verschiedene Dischord-Leute, Bands etc. interviewt. Es gibt neben der Einleitung eine Labelgeschichte, eine Diskografie und unveröffentlichte exklusive Fotos von Amy Pickering und Jeff Nelson.

Hier der Inhalt auf einen Blick:

Mai 10th, 2019

SPECIAL ÜBER INDIE-VERTRIEBE (#145, 2010 )

Posted in interview by Jan

„The only notes that really count are the ones that come in wads“

Special zum Thema Indie-Vertriebe mit:
New Music Distribution, Broken Silence, Indigo, Alive, Cargo, Rough Trade

Wie war das eigentlich früher, auf allen Platten (oder kam es einem nur so vor?) stand immer „EFA“ oder „Semaphore“ drauf? Ich hatte mich immer gewundert, was war das, sind das Labels, heißt Epitaph in Deutschland „Semaphore“ und was heißt EFA überhaupt? Dass das Vertriebe sind (und EFA eben“ Energie für alle“ heisst (übrigens das gleiche Spiel bei SPV, haha, Schallplattenvertrieb)), hey, „das wussten wir damals einfach noch nicht, wir hatten doch nix“.

Mai 10th, 2019

Zine-Special mit den Furious Clarity, Trash it away & Notes of the dirty old men Fanzines (#115, 2005)

Posted in interview by Jan

„Ja nee, is klar.“ Teil I – Split-Interview mit Christoph von dem Furious Clarity Zine, Koblenz, Andreas vom Trash it away Zine, Berlin, und Florian, Notes of the dirty old men Zine, Potsdam

Bei meinem erstem eigenem Fanzine habe ich mit Hand und Stift 50 Seiten vollgeschrieben, bei der zweiten Ausgabe schon Briefinterviews gemacht und nun kommt ein Dreier-Split-Interview mit drei sympathischen Fanzines aus Deutschland (sogar in zwei Spalten aufgeteilt am PC!). In der linken Ecke haben wir den quirrlig-zynistischen, aber zärtlich-humanistischen Florian vom Notes of the dirty old men zine aus Potsdam, mein erster Kontakt in Potsdam, der mal einen Leserbrief im Plot geschrieben hat und ich vor meinem Umzug alles versucht habe „abzuscannen“, wo man Punk in Potsdam treffen kann. Ihr werdet lesen, brüsk, nahezu harsch und nassforsch kritisiert mich der abgeschlosse Volkswirt!

Mai 8th, 2019

Print vs. Internet: HC-Punk-Fanzines vs. HC-Punk-Message-Boards Teil I (#131, 2008) und Teil II (#132)

Posted in interview by Jan

Print vs. Internet: HC-Punk-Fanzines vs. HC-Punk-Message-Boards – Ergänzung zweier Medien oder Verdrängung print durch online?
Im Dialog mit Helge vom Plastic Bomb Zine, Carsten vom Three Chords Fanzine, Flint und Phil vom Poisonfree-Message-Board bzw. Geb und Bernd vom Mafia-Forum Message Board

Ich weiß es noch genau, Frühjahr 2001, ich war Werksstudent bei einer mittelgroßen Chemie-Firma in Leverkusen und musste da irgendwelche Marketingreports erstellen. Auf jeden Fall, irgendwann schaltet sich der PC aus, ich rufe panisch die Service-Hotline an, die mich erst mal beruhigt: “Jetzt erstmal ganz ruhig bleiben, was genau steht denn jetzt auf Ihrem Bildschirm?” Und ich antwortete (in dem festen Glauben, ich hätte jetzt ganz Bayer Leverkusen lahm gelegt): “Auf dem Bildschirm? Äh äh, ja, also, gelbe Zettel, viele Kugelschreiber, eine Pflanze und…” JAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!! 100 Punkte! Äh, da ich war ich 23, DANKE!

Mai 8th, 2019

KARMA TO BURN (#76, 1999)

Posted in interview by Thorsten

Als Karma To Burn 1997 ihre erste selbstbetitelte Platte veröffentlichten, traten sie genau in die Lücke, die Kyuss einige Zeit zuvor hinterlassen hatte. Karma To Burn waren allerdings kompakter, rockten dafür mehr und deuteten zumindest an, daß sie weit aggressiver waren. Bestätigt hat sich das, als die Band wenig später erstmals auf Tour kam. Man hatte zwar ein entscheidendes Mitglied – den Sänger nämlich – weniger, aber dennoch war die Band live ihrer eigenen LP meilenweit voraus. Was Bassist Richard vorher in einem Gespräch angedeutet hatte, war damit eindeutig bewiesen: Die Aufnahme eines Sängers in die Gruppe war nichts mehr als ein fauler Kompromiß, den die Band wegen der Plattenfirma und eines schlechten Vertrages eingehen mußte. Glücklicherweise haben solche Geschichten manchmal auch ein gutes Ende. Karma To Burn setzten sich schließlich durch, konnten eine Instrumental-LP namens “Wild, Wonderful… Purgatory” veröffentlichen – und sind damit besser als je zuvor. Wie das alles kam, kann Richard selbst erzählen…

Mai 8th, 2019

THE DILLINGER ESCAPE PLAN (#76, 1999)

Posted in interview by Thorsten

bevor wir zu erkunden versuchen, ob THE DILLINGER ESCAPE PLAN als band etwas zu sagen haben, schauen wir uns erst einmal an, wie ihr infernales musikalisches gemetzel auf einige ausgesuchte probanden wirkt.

die meinungsmacherINNEN

axel (freund & elender wasted paper sympatisant):

heftige musik, gut zum abreagieren, nix für schwache ohren. wer das häufiger hört bringt entweder danach seinen nachbarn um, oder stürzt sich gleich aus dem fenster.

michel (freund, poppersau und ex-kilgore):

**konnte leider kein statement abgeben, da er sich beim plattenauflegen im celler loch so wichtig nahm, daß er keine gasttitel zuließ**

Mai 5th, 2019

BLACK DICE (#109, 2004)

Posted in interview by Jan

Eine sehr egalitäre und bewusste Gruppe von Menschen – BLACK DICE

In unserem Rezensionsteil äußerte ich mich verschiedentlich lobend über Black Dice, die mit großer Sicherheit eine der ungewöhnlichsten Bands der Stunde sind. Und der vergangenen Stunden natürlich auch. Von den rüden Krach-Anfängen der Anfänge, den epischen, nicht minder lärmenden Kompositionen des zweiten Albums „Beaches & Canyons“, immer noch mein Favorit, bis hin zu den Stücken ihres letzten Albums „Creature Comforts“, in denen sie weniger verstörend und gleichzeitig verschrobener, weniger nach irgend etwas bekanntem klingen. Zeit, diese Band etwas näher kennen zu lernen.

Mai 5th, 2019

Yuppicide (#142, 2010 )

Posted in interview by Jan

`CIDE IT UP!
YUPPICIDE memorial Special

In dem Vorwort zu Dolfs Trust-Kolumnen Buch erwähnte ich schon die Wichtigkeit, die die Konzerte von Yuppicide 1992/1993 für mich als 14 / 15 Jährigen hatten. Nach Konzerten von Megadeath, Motörhead, Ramones und Napalm Death, die alle in großen Hallen in Berlin und Köln 1992 stattfanden, war der Auftritt im Jugendzentrum Bunker Leverkusen im Winter 1992 von Lemming Project und Solitary Confinement mein erstes Jugendzentrum Konzert und Yuppicide im Kölner Rhenania 1992 mein erstes AJZ Konzert mit einer Ami-Band. Leider bekam ich außer einem Soundcheck von fünf Songs auch nicht mehr mit, da ich schon um Mitternacht zu Hause sein musste.