Juli 11th, 2017

NUCLEAR RAPED FUCK BOMB (#161, 08-2013)

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Jens Rachut spricht!

Klar, natürlich spricht Jens Rachut. Und auch sonst teilt er ja einiges mit. In seinen Texten, als Schauspieler, Hörspielautor, demnächst dann auch noch mit anderen Mitteln, wie wir noch sehen werden. Aber irgendwie war es ja schon eigenartig, dass eine Plattenfirma nun mitteilen ließ, es gebe Interviewtage mit Nuclear Raped Fuck Bomb, der nun auch nicht mehr ganz neuen Band unter Beteiligung von Jens Rachut, der in einem Interview mal sagte, er habe einfach keine Lust, sich mitzuteilen.

Juli 11th, 2017

SNUFF (#82, 06-2000)

Posted in interview by Jan

Ich konnte ja durchaus nachvollziehen, was die Leute an der „Dookie“ von Green Day fanden. Ich habe die Platte damals auch ganz gerne gehörte – ist halt schöne Musik zum Auto fahren oder für einen netten Sonntag vormittag. Dass es schon damals weit bessere Bands gab, die den Erfolg in meinen Augen weit mehr verdient hatten, nun, das ist eben Ansichtssache. Mit Offspring verhielt es sich schon ein bisschen anders, und bei Blink 182 verstehe ich nun gar nicht mehr, was daran Punk sein soll. Nun werden all diese Bands im Info zur neuen Snuff-LP, „Numb Nuts“ genannt, hübsch in einen Topf geworfen., und Snuff wird zum großen Vorbild gemacht. Aus verkaufstechnischen Gründen ist das nachvollziehbar, um die Aufmerksamkeit jener Journalisten an sich zu ziehen, die von Punk ungefähr so viel Ahnung haben wie ich von Techno. Aber einen seltsamen Beigeschmack gibt das schon. Wie ist das also, wenn man wie Snuff-Sänger Duncan im Punkrock in Würde „alt“ wird und einen dann die ganzen Möchtegern-Bands links überholen?

Juli 4th, 2017

TUXEDOMOON (#87, 04-2001)

Posted in interview by Jan

Tuxedomoon werden wahrscheinlich nicht viele von euch kennen. Gegründet wurde die Band 1977 in San Francisco. Sie veröffentlichten auf dem Residents-Label Ralph 2 LPs die meiner Meinung nach zu den Besten gehören was in den frühen 80ern im Wave-Bereich veröffentlicht wurde. Bei New Wave denken natürlich alle immer an Depeche Mode, aber ich meine hier gute Musik. Anfang der 80er zog die Band wegen Ronald Reagan nach Europa und agierten ab da aus Brüssel. In den folgenden Jahren erschienen noch mal 4 LPs und unzählige Sampler.

Juni 29th, 2017

Sleaford Mods Tourbericht (# 167/08-2014)

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Have we Wi-Fi here? – Auf Tour mit den Sleaford Mods

„Austerity Dogs“, das erste Album der Sleaford Mods als Duo, läuft hier noch immer rauf und runter und auch „Divide and Exit“, das neue Album, ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Die Konzerte 2013 in Hamburg, Bremen und Duisburg Offenbarungen. „Der seltene Glücksfall, Musik zu hören, die man so noch nicht gehört hat, die neu und aufregend ist.“ Geschrieben letztes Jahr, nachdem Stone und ich die Sleaford Mods für das TRUST interviewt hatten (nachzulesen in der Nr. 162 Oktober/November 2013). Dass mich eine Band noch einmal so umhauen könnte, damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Und das ich – nach kleineren Verrichtungen und Gefälligkeiten für die Mods – die Gelegenheit haben würde, „mit einer Band touren“ von meiner „Liste-der-Dinge-die-ich-vor-meinem-Tod-noch-erleben-möchte“ zu streichen, auch damit konnte ich nicht rechnen. Lucky me!

Juni 26th, 2017

FREIBURG (#163, 12-2013)

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!Freiburg, Herzebrock-Clarholz – Punk, weil da alles Scheiße ist!

Herzebrock-Clarholz ist ein verschlafenes Nest. Gut zehntausend Menschen leben hier, es gibt ein Jugendzentrum (Klein Bonum), einen mäßigen Fußballverein (Victoria Clarholz), ein Hallenbad (mit langer Wasserrutsche), die Junge Union (in den 90ern einzige Parteijugend), Landwirtschaft und der Waschmaschinen-Produzent Miele hat hier dereinst angefangen, während Fleisch-Mongul Tönnies vor einigen Jahren nach Rheda-Wiedenbrück weitergezogen ist. Seit den 1990er Jahren gibt es hin und wieder gute Konzerte und um 2006 gab es mit dem Muck und Kneipier Wastl eine Zeit, in der monatlich ein, zwei geile Bands dort gespielt haben (u.a. Pascow, Bambix, Argies, …). Punkrockkonzerte sind allerdings typische, dörfliche Happenings, auf denen auch viele Auftauchen, die nach meinem Verständnis von Punk/Hardcore nichts am Hut haben, die aber zum Saufen gerne schnelle, vielleicht sogar harte Musik hören.

Juni 20th, 2017

KICK JONESES (#78, 10-1999)

Posted in interview by Jan

Alex Hoffmann, dem Musikrezipienten in erster Linie wohl bekannt als Sänger und Trompeter von Kick Joneses, ist vor allem im wirklichen Leben ausgebildeter Sozialarbeiter, der eine Menge über aktive Drogenarbeit mit Junkies zu berichten hat. Und obwohl er musikalisch ziemlich viel „Happy go lucky“-Stimmung mit den Kickies verbreitet, waren die Themen, zu denen er sich am 25. August diesen Jahres engagiert geäußert hat, doch ziemlich ernst. Jetzt ist Schluß mit lustig! Lest selbst.

Juni 14th, 2017

BL‘AST (#164/02-2014)

Posted in interview by Jan

So wertvoll wie ein rohes Steak – BL’AST!

Es war dann doch eine mittelschwere Sensation: Bislang ungehörte Aufnahmen von Bl’ast!, jener schwerst vermissten, zwar von Rollins als Black-Flag-Klone gedissten, aber ja dann doch reich eigenwilligen Band, die mit „Power Of Expression“ einen noch heute mit enormer Wucht alles niederwalzenden Hardcore-Klassiker schufen. Was folgte, waren zwei Alben, die – vor allem das dritte, „Take The Manic Ride“ – den gewiss auf Black Flag aufbauenden Sound weiter auffächerten, die aber aus klanglichen Gründen deutlich hinter das Debüt zurückfielen. Was „It’s In My Blood“ angeht, ist nun Abhilfe geschaffen: In einem alten Schließfach fand Mike Neider die Bänder einer Aufnahme-Session, die nie das Licht der Welt erblickt hatte.

Juni 6th, 2017

MARGINAL MAN / KEN INOUYE (#76, 06-1999)

Posted in interview by Jan

Vielleicht sind sie nicht die einflußreichste und bestimmt nicht die bekannteste Band aus Washington DC. Mit Sicherheit aber haben MARGINAL MAN zwei grandiose Lps herausgebracht, die nicht nur für mich Meilensteine des DC-Hardcore sind und deren Emotionalität und Intensität selbst nach über 10 Jahren noch umwerfend sind. Mehr zufällig stieß ich im Internetz auf eine Homepage der Band, die zudem noch von Ken Inouye, einem der Gitarristen, selbst gestaltet wurde.

Juni 5th, 2017

Die Grenzen der Toleranz – Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen, Michael Schmidt-Salomon

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Piper Verlag, Georgenstraße 4, 80799 München, www.piper.de

Das beste kommt zum Schluss und zwar folgende „Freiheitsandrohung“ (für manchen Adressaten mag es eine Drohung sein, ich finde „Drohung“ hier fehl am Platze) die Menschen erklärt wie es hier zugeht bzw. zugehen sollte.
Die „Freiheitsandrohungen“ der offenen Gesellschaft
„Dies ist das Land, in dem Ihre Kinder nicht automatisch Juden, Christen, Muslime sind, bloß weil Sie einer dieser Religionen zugehören! Dies ist das Land, in dem Sie nicht das Recht haben, an den Genitalien Ihrer Kinder herumzuschneiden, weil Sie sich einem archaischen Initiationsritual verpflichtet fühlen! Dies ist das Land, in dem Sie glauben dürfen, was immer Sie wollen, im dem wir Ihren Kindern aber von der Pike auf beibringen werden, dass nur solche Weltanschauungen akzeptabel sind, die die Menschenrechte in vollem Umfang anerkennen!

Juni 5th, 2017

Patient ohne Verfügung – Das Geschäft mit dem Lebensende, Matthias Thöns

Posted in bücher by Dolf

Piper Verlag, Georgenstraße 4, 80799 München, www.piper.de

Es macht keine Spaß dieses Buch zu lesen, nicht weil es inhaltlich nicht wertvoll wäre, sondern weil hier nochmal schonungslos dargelegt wird wie das Geschäft in der Medizin funktioniert – nämlich wie ein Geschäft, wo immer der Umsatz/Profit zählt und nicht der Patient. Da der Autor Palliativmediziner ist, geht es ihm viel um die Patienten welche sich am Lebensende oder kurz davor befinden – aber nicht nur. So deckt er schonungslos auf wie kranke Menschen von dem “Sterbeverlängerungskartell” unter Schmerzen am Leben gehalten werden, obwohl kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist. Es gibt viele anonymisierte Beispielfälle die teilweise nur wirklich schwer zu ertragen sind, was da mit den teilweise hilflosen Patienten geschieht kann man fast nicht glauben.

Juni 5th, 2017

Modern Girl – Mein Leben mit Sleater-Kinney, Carrie Brownstein

Posted in bücher by Dolf

Benevento/Red Bull Mediahaus, Oberst-Leperdinger-Str. 11-15, 5071 Wals, Österreich

Das Buch besteht aus drei Teilen: Teil Eins – Jugend, Teil Zwei – Sleater-Kinney, Teil Drei – Danach. Im ersten Teil erzählt die Autorin von ihrem Aufwachsen, der Familie, der Schule und was eben so dazugehört zu dem groß werden eines Teenagers in einer Kleinstadtidylle der Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist in diesem Fall eher belanglos bis durchschnittlich, wenn man mal davon absieht das ihre Mutter an Anorexie erkrankt war und die Familie früh verlassen hat. Das der Vater so um die fünfzig feststellte das er homosexuell ist, ist die andere Besonderheit. Eine einfache Kindheit ist sicher was anderes und vielleicht erklärt dies in Kombination mit dem Gefühl nirgends dazuzugehören auch die Probleme welche die Autorin quälen.

Juni 5th, 2017

Konsumtrottel – Wie uns die Elektro-Multis abzocken und wie wir uns wehren, Sepp Eisenriegler

Posted in bücher by Dolf

edition a, Lehargasse 11/2, 1010 Wien, Österreich, http://www.edition-a.at

Wenn man mal ein Buch zu dem Thema gelesen hat (Hier sei auf das bereits 2014 erschienene Buch – besprochen in Trust # 167 – von Christian Kreiß – ‚Geplanter Verschleiß‘, hingewiesen, welches deutlich mehr in die Tiefe geht.) oder sich sowieso schon als kritischer Konsument betätigt, der sich seine Gedanken beim Einkaufen macht, dann bringt einem das Buch nicht wirklich weiter. Mal abgesehen von ein paar praktischen Reparatur- und Wartungs-Tipps, die aber unter bewussten Konsumenten zum Großteil bekannt sind. Wenn man allerdings 100%iges Opfer der Marketingmaschine ist und eigentlich am liebsten den Staubsauger gleich entsorgen möchte weil der Beutel voll ist, dann ist dieses Buch natürlich ein wahrer Schatz.

Juni 5th, 2017

Squeegee!! – the European gig poster movement

Posted in bücher by Dolf

The Red Can Company, Kirchenstr. 26, 81675 München, www.red-can.com

This is a must have for everybody who likes screen printed gig posters. After forewords by Bernd Hofmann and Joris Diks some artists/studios are presented with many photos that show the daily routine in the printing process. Next you get introduced to the four most important exhibitions for poster art in Europe: Flatstock, Colored Gigs, Le Gig Poster? and Posters Rock! The main part of the book is filled with 36 artists from all over Europe showing their poster art and everybody is asked the same seven question, some with a short introduction. In the course of the book this can get a bit boring here and there, since the answers are often more or less even. But you can look at the posters, every artist has three pages and you get to see approximately five posters.

Juni 5th, 2017

The Lotus and the Artichoke Malaysia, Justin P. Moore

Posted in bücher by Dolf

Ventil Verlag, Boppstr. 25, 55118 Mainz, www.ventil-verlag.de

Ok, sieht so aus als ob der Autor daraus eine längere Reihe machen will…und dies auch auf dem gleichen Niveau der ersten drei Bücher. Hier beschreibt Moore, leider nicht sehr packend, seine Reise nach Singapur, Borneo und Malaysia. Aufgelockert durch eine paar Reisefotos. Nach einem kurzen Exkurs in die traditionelle Küche der Gegend und ihrer Besonderheiten geht es wie gewohnt weiter. Aufgeteilt in fünf Kapitel (Salate & Saucen, Suppen, Snacks & Beilagen, Hauptgerichte, Desserts & Drinks) werden über 70 vegane Gerichte vorgestellt, fast jedes mit einem eigenen Foto. Das ein oder andere Gericht sieht sehr lecker aus, bzw. „klingt“ auch lecker. Wie das so ist, wird sich die Qualität der Gerichte erst in der Küche herausstellen – wenn überhaupt noch Zeit bleibt mal reinzublättern…

Juni 5th, 2017

Die wilden Achtziger – Fotografien aus West-Berlin, Christian Schulz

Posted in bücher by Dolf

Lehmstedt Verlag, Hainstrasse 1 (Barthels Hof), 04109 Leipzig, www.lehmstedt.de

Der gelernte Maler und Lackierer, Jahrgang 1961, ging 1981 wie viele andere Jugendliche nach West-Berlin, wo er als freier Mitarbeiter für taz und Zitty fotografierte. Hier ist eine repräsentative Auswahl dieser Momentaufnahmen zu sehen. „Die Hausbesetzerszene blühte, die Punkkultur war auf dem Vormarsch, politischer Protest und Straßenfest waren oft kaum zu unterscheiden.“ Neben ein paar Prominenten – Jane Birkin und Johnny Depp auf der Berlinale, Joseph Beuys bei einer Diskussion oder Mick Jagger auf der Waldbühne – gibt es viele eindrucksvolle s/w Aufnahmen von „no names“. Vorsicht aber, wer meint hier einen guten Eindruck der damaligen Punkkultur in Berlin zu bekommen würde enttäuscht, derartige Fotos sind zwar vorhanden, aber in der deutlichen Minderheit.

Mai 30th, 2017

X-MIST RECORDS (#165, 04-2014)

Posted in interview by Jan

Interview mit Armin Hofmann von X-Mist Records im Februar 2014

Armin Hofmann (X-Mist) und das TRUST waren Mitte bis Ende der 80er Jahre eng verbunden. Seither hat sich Vieles verändert, so auch das Verhältnis zwischen beiden. Nicht verändert hat sich hingegen, dass X-Mist und das TRUST nach wie vor aktiv präsent sind und sich auch in ihrer Einstellung treu blieben. Passend zur 100. Veröffentlichung von X-Mist hat sich das TRUST daher mit Armin über dessen Jubiläum und einiges Mehr unterhalten.

Mai 23rd, 2017

SAINT JAMES INFIRMARY (#73, 12-1998)

Posted in interview by Jan

die einleitung…

trotz penetranter standhaftigkeit des interviewers gelang es nicht, den herren informationen zur band historie zu entlocken. tja gibt´s eben diesmal nicht wirklich eine einleitung, da alle informationen im interview selbst zu finden sind. also los, LESEN…

Mai 17th, 2017

THE SILVER MT. ZION MEMORIAL ORCHESTRA (#166, 06-2014)

Posted in interview by Jan

Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra. So heißt die andere Band von Efrim Menuck also heute. Es ist grob geschätzt die dreizehnte Variation des im Grunde immer gleichen Bandnamens und dieser permanente Wandel hat durchaus Konzept. Bloß niemals stehen bleiben. Immer weiter ziehen. Das war auch schon bei seiner einen Band Godspeed You! Black Emperor so, die das Ausrufezeichen im Bandnamen auch immer wieder anders setzten. Mit beiden Bands jedoch prägte er nachhaltig das Genre Post-Rock, ohne dass er oder seine Mitmusizierenden sich jemals dazu zählen wollten. Ebenfalls gemeinsam ist beiden Bands das Label Constellation, welches sie ihr Zuhause nennen. Es stammt wie sie selbst aus Montreal und gehört mit seinen immer wunderschönen und auch haptisch ansprechenden Veröffentlichungen zu den wenigen Labels, die selbst einen unverkennbaren Charme haben, egal welche Band sie gerade herausbringen.

Mai 10th, 2017

WHAT HAPPENS NEXT (#83/08-2000)

Posted in interview by Jan

Es ist schon erstaunlich wenn eine Band aus San Francisco als massiven Einfluß auf ihre Musik Bands wie CHALLENGER CREW oder EVERYTHING FALLS APART nennt. Ohne Frage großartige HC-Bands, die aber heutzutage nicht einmal in Deutschland noch als besonders herausragend angesehen werden.

Mai 3rd, 2017

BOB MOULD (167/08-2014)

Posted in interview by Jan

„So fuckin‘ easy“ – Bob Mould über „Beauty & Ruin“

Ab und an ist es durchaus angebracht, mal bei unseren alten Helden nachzufragen, wie es so geht. Die sensationellen neuen Bands liegen schließlich nicht auf der Straße herum (haben natürlich auch Besseres zu tun) oder fallen von den Bäumen (tut ja auch weh). Und Bob Mould hat schließlich gerade in den letzten Jahren ein paar interessante Dinge getan. Eine Biografie veröffentlicht, eine nicht ganz unspektakuläre Würdigung erfahren (dazu später mehr), mit „Silver Age“ eine ziemlich beeindruckende Rückkehr zu alter Form hingelegt – und jetzt ein Album veröffentlicht, das sich, wie er selbst vorab verbreiten ließ, unter anderem mit dem Tod seines Vaters, mit dem ihn ein eher schwieriges Verhältnis verband, beschäftigt.

März 28th, 2017

Yesterday’s Kids – Tim Hackemack

Posted in bücher by Dolf

Hirnkost, Fidicinstr. 3, 10965 Berlin, www.jugendkulturen-verlag.de

Im Vorwort schreibt der Autor: „Mir ist bewusst, dass man diese Menschen nicht in einen Topf werfen kann. Zu unterschiedlich sind ihre Lebensansätze, ihre politischen Ansichten, ihr Verständnis von Punk. Trotzdem mache ich genau das in einem Buch.“ Und genau das ist Fluch und Segen zugleich. Dazu später mehr. Hackemack hat 77 Menschen, die über 40 Jahre alt sind und sich entweder als Punks bezeichnen, sich mal so bezeichneten oder aber aus einer anderen Szene kommen, die vermeintliche Berührungspunkte mit Punk hat, porträtiert. Die jeweiligen Porträts umfassen einige Fotos, meist schwarzweiß, aber auch viele farbige sowie ein Interview, welches meist ähnlich aufgebaut, (Wann und wie bist du zum Punk gekommen, …) aber zum Glück auch immer individuell an den Gesprächspartner angepasst ist.

März 28th, 2017

Rotten Johnny and the Queen of Shivers – Israelische Gegenkulturen und Sehnsuchtsorte, Avi Pitchon

Posted in bücher by Dolf

Ventil Verlag, Boppstr. 25, 55118 Mainz, www.ventil-verlag.de

Der Autor war auch Gründungsmitglied von Noon Mem, laut Klappentext „einer der wichtigsten politischen Punkbands Israels“ und hat als Künstler, Journalist, Aktivist und Kurator die dortige Subkultur mitgeprägt. Hier nun also seine Lebensgeschichte, die nicht auf die Zeit der Ankunft westlicher Popkultur reduziert ist, sondern auch von davor erzählt. Und erzählen ist sein Ding, wenn man mal davon absieht das Pitchon eigentlich in erster Linie über sich selbst schreibt und eben sehr – nennen wir es mal – kreativ formuliert dann hab ich mir irgendwie mehr Infos zu der Szene in Israel sowie der Situation dort erwartet.

März 28th, 2017

Street Art Reloaded – Neue Kunst von der Straße, Riikka Kuittinen

Posted in bücher by Dolf

Prestel/Randomhouse, Neumarkter Str. 28, 81673 München, www.randomhouse.de

Dieses, bereits 2015 erschienene Buch, widmet sich 28 internationalen StraßenkünstlerInnen welche mal nicht die klassische Straßenkunst – also Graffiti – betreiben – sieht man mal von WD aus Griechenland ab, der mit seinen skurrilen Motiven dem noch am nächsten kommt. Die Werke der anderen sind manchmal unglaublich klasse, (Zementmännchen von Isaac Cordal aus Spanien, lebensechte Figuren aus Paketklebeband von Mark Jenkins Usa, Mini-Installationskunst von Slinkachu Großbritannien) aber eben auch eher langweilig (Stick-Graffiti vom Craftist Collective, Großbritannien, gestricktes Straßenmobiliar von Knitorious M.E.G. Usa, Groß-Stickereien von Miss Cross Sticht Deutschland, Guerilla-Stricken mit Magda Sayeg Usa, Woll-Graffiti von Spidertag Spanien).

März 28th, 2017

Berlin. Punk. PVC – Die unzensierte Geschichte, Gerrit Meijer

Posted in bücher by Dolf

Eulenspiegel, Markgrafenstr. 36, 10117 Berlin, www.eulenspiegelverlag.de

Gibt es denn auch eine zensierte Geschichte? Nach dem lesen des Buches könnte ich jetzt gar nicht sagen was man vielleicht besser hätte zensieren sollen – mal ganz abgesehen das Zensur eben Zensur ist und deshalb… ich schweife ab. Der Autor (geboren 1947) beginnt seine Autobiographie mit Schilderungen aus seiner Kindheit und Jugend im Nachkriegsdeutschland, seiner frühen Liebe zur Musik und allerhand interessanter Geschichten des Lebens in West-Berlin. Das liest sich am Anfang eigentlich ganz interessant, was auch an der Art des Schreibstils liegt. Leider wird es dann mit der Gründung von PVC – der ersten Punk-Band Deutschlands 1977 – und seinem weiteren Werdegang und anderen musikalischen Projekten immer uninterssanter.

März 28th, 2017

Die Erde und Ich – Jams Lovelock et al

Posted in bücher by Dolf

Taschen, Hohenzollering 53, 50672 Köln, www.taschen.com

Nach einem Vorwort von Marlene Taschen gibt es zwölf Kapitel zu Themen der unterschiedlichsten Wissenschaften. Die AutorInnen machen einem nochmal klar, wo wir herkommen und wo wir stehen. Sie beschäftigen sich mit vielen Dingen die allgemein bekannt sind oder einfach in Vergessenheit geraten sind. Das ist oft eine schöne Auffrischung von Wissen mit dem ein oder anderen „Aha-Erlebnis“, man staunt viel über Fakten die einen schonmal staunen ließen – und sicher auch immer weider staunen lassen werden und manchmal ist es auch ein wenig zu kompliziert um das ganze durch einfaches lesen zu verstehen – und es dann zu studieren muß ja erstmal auch nicht sein.