Januar 26th, 2020

LEATHERFACE aus #150, 2011

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We mackem you takem…
LEATHERFACE, Sunderland, UK.

Leatherface habe ich zum ersten Mal mit der Horsebox gehört. Sehr spät natürlich aber ich habe da zwei Nachteile: ersten bin ich erst 1982 geboren und zweitens gehöre ich nicht zu der Gruppe Leuten, die schon im Alter von 10 Jahren Punkrock hörten. Es war sogar noch schlimmer: als ich die Horsebox das erste Mal hört dachte ich mir „Das klingt ja total scheiße. Die Sänger kann nicht singen, das Schlagzeug klingt wie eine Mülltonne und die Gitarren sind viel zu verspielt.“ Etwa ein Jahr später hörte ich nochmal rein…und bin seitdem Fan. Bald kamen Mush und alle anderen Alben in meine Hände und die höre ich noch immer. Immer wieder. Und wieder.

Januar 26th, 2020

MARTIN BÜSSER aus #190, 2018

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Martin Büsser – Für immer in Pop (Ventil Verlag 2018 15 EUR)
Gedanken

Genau, wie es kaum aufregende, neue (Rock-)Musik gibt, mangelt es der Popkritik an wirklichen Kritikern. Das macht die von Jonas Engelmann im Ventil Verlag herausgegebene Textsammlung mit dem Titel – FÜR IMMER IN POP – des viel zu früh verstorbenen Martin Büsser deutlich. Ein Linker, der vor allem die Linke und deren Statussymbole und Strukturen (Bands, Meinungen, Gruppierungen etc.) kritisierte. Diese kritische Haltung forderte Büsser von seinen Kollegen ebenfalls und wurde allzu oft enttäuscht.

Januar 26th, 2020

Bremen-Core-Special mit Acme, Carol, Systral, Per Koro Records, Kusche-Rock-Studios aus # 199, 2019

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Bremencore-Special

Carol – eine Band wie aus der Zeit gefallen – Interviews mit Björn und Matze von Carol, Gregor von Acme, Dirk Kusche von Systral und Kusche-Rockstudios, Markus Haas von Per Koro Records und weiteren

Eine Band wird gegründet, tourt ein wenig, nimmt eine Platte auf und löst sich nach kurzer Zeit auf. Die Platte wird nie herausgebracht. Soweit, so gut. Solche Geschichten gibt es viele. Sie werden in der Regel nicht erzählt. Als ich las, dass die Bremer Band Carol nach 22 Jahren eine nie veröffentlichte Platte rausbringt und sogar vereinzelt Shows spielt, wurde ich aufmerksam. Mir war sofort klar, dass diese Geschichte erzählt werden sollte.

Januar 26th, 2020

Partei der Humanisten aus # 199, 2019

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Gespräch mit Robin Thiedmann, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat für die Europawahl 2019 von der Partei der Humanisten

Es gibt sie ja, die „guten Organisationen“, wie zum Beispiel Amnesty International, Greenpeace, Pro Asyl und Oxfam, aber warum gibt es eigentlich keine gute Partei mehr zum wählen?

Januar 26th, 2020

ANTIFA # 168, 2014

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TRUST: Wofür stand das M bei Antifa (M) wirklich, ihr hattet ja dazu die gängigen Theorien erwähnt, konntet ihr da Klarheit gewinnen?
Lena: Das dürfen wir nicht verraten…(lacht)

Interview mit den Autor_innen des Buches „Antifa: Geschichte und Organisierung“

Wer aus unserer Szene hat nicht schon Erfahrung in oder mit der Antifa gehabt? Und vielleicht habt ihr es ja mitbekommen, vor drei Jahren ist ein klasse Buch zur Antifa im Stuttgarter Schmetterling Verlag erschienen: „Antifa: Geschichte und Organisierung“ stammt von den Frankfurter Autor_innen Mirja Keller, Lena Kögler, Moritz Krawinkel und Jan Schlemermeyer. Da mein Interview mit dem Antifaschistischen Infoblatt leider nicht klappe, mich aber das Thema weiterhin interessiert und ich auch denke, dass es für viele Leser interessant ist, könnt ihr hier nun das Gesprächsprotokoll mit den Verfassern lesen.

Januar 26th, 2020

LIFE ENDS #152/02-2012

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„Merkel, du Hurensohn“
Interview mit LIFE ENDS

Ab durch die Mitte! LIFE ENDS sind eine neue Band aus Freiburg mit teilweise alten Bekannten. Es gibt bislang eine CD-R mit allen Songs und seit einiger Zeit durch Ralf von Kink Records das Ganze als Tape.
Matze schrieb in der Trust # 146 dazu: „ Waaah, ich hatte schon einmal die Cdr dieser Aufnahmen hier in die Hand gedrückt bekommen, das ganze wurde nun verdientermaßen nochmals als schmuckes Tape mit sehr tollen selbstgebastelten Kartoncase und geilem Minibooklet rausgebracht. Das Tape ist so großartig, ich bekomm mich kaum ein! Life Ends spielen crustigen PunkGrind, der gerade durch die größtenteils deutschen Texte einen sehr angenehmen Deutschpunkanstrich bekommt, hier wird so extrem wütend und zynisch abgekotzt, dass die Frustration wirklich greifbar ist. Aber hallo, Hut ab, ‚Merkel Du Hurensohn‘, ‚Hartz IV Terrorcamp‘ oder ‚Hahahahardcore‘ usw. sind die genialsten Songtitel, die ich seit langem gehört habe, das meine ich ernst. Das ist alles so dermaßen ehrlich und nihilistisch und die badischen Worteinsprengsel zum Liebhaben, ich sag nur: ‚Im Bettle there is no law‘. Die Produktion ist angemessen für ein Demo Tape und wie gesagt, ich finde den Stil wirklich sehr eigenständig, jemand sagte mal: Infest auf Deutschpunk und das kann man so stehen lassen. Das Tape meine eindringliche Empfehlung, besorgen! Life Ends, ich will ein Vinyl von Euch. Arbeit ist scheiße und wird es immer bleiben.“

Januar 26th, 2020

SNEEZE ATTACK aus # 186, 2017

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SNEEZE ATTACK
Der perfekte Fuzz-Pop-Punk-Soundtrack für den Übergang vom Frühling in den Sommer, um draußen mit deinem Liebsten Bier zu trinken

Ich bin nicht besonders gut darin, ganz früh ganz neue, später groß werdende, Bands zu entdecken. Manche haben ja echt so ein Talent, als „early mover and shaker“ die zukünftige Qualität, das große Potential, einer Kapelle zu erkennen. Vielleicht auch, weil sie schon viel Erfahrung darin haben oder besonders viel auf Konzerten, im Netz oder Plattenladen abhängen. Ich entdecke neue Bands oft ganz old-schoolig durch gedruckte Fanzines bzw. Popzeitschriften.

Januar 26th, 2020

BLANK aus # 181, 2017

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NEGATIVE HARDCORE mit BLANK

Wenn ich es mir recht überlege, dann habe ich BLANK-Gitarristen Carsten schon drei Mal interviewt. Zuerst Ende der 90er für mein eigenes Fanzine, Carsten spielte zu der Zeit bei den mächtigen Forced to Decay aus Solingen. Dann gab es vor einigen Jahren ein Gespräch mit ihm bezüglich seiner damals aktuellen Band ONCE A DEMON im Trust. Und nun eben ein Plausch über seine aktuelle Kapelle Blank, ebenfalls aus Solingen. Dazu schaltete sich noch Blank-Schlagzeiger Flo ein. Ihre Musik ist ganz einfach „Negative HC“ und absolut fesselend. Aber man gibt sich nicht nur mit der Rolle des Musikanten zufrieden, sondern ist auch noch in Sachen Konzerte in der Messerstadt aktiv.

Januar 26th, 2020

ILL REPUTE aus #193, 2018

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Fuck with my head.
Tony Cortez erklärt uns ILL REPUTE

Ganz kurz gesagt: Oxnard liegt nördlich von Los Angeles. Ill Repute ist eine Band aus Oxnard, die Anfang der 80er entstand (unterbrochen durch Ruhephasen existieren sie immer noch). Sie erfanden den sogenannten „Nardcore“, also Hardcore, der aus Oxnard stammt. Gemeint ist sehr schneller Skate-HC-Punk-Thrash aus den frühen 80er aus Südkalifornien, der die Urzelle für den dann in den 90er so beliebten Skate-Punk wurde, allerdings eben in der Urform in sehr rauer und total geilen Pionier-Form. Unser Gastschreiber Dr. Skaterock schrieb in Trust # 104 auch schon über die Band, nun ja, ich schätze, dass ihr gerade nicht diese Ausgabe zur Hand habt und deswegen erzähle ich euch doch noch ´nen bisschen was zu Ill Repute.

Januar 26th, 2020

TELEMARK aus #143, 2010

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„Kurzum: Yepp, Herkunft ist überbewertet.“
Interview mit TELEMARK

Im Trust stand über die dritte Platte der Duisburger Noise Band: „Für deutschen Post-Punk mit „weicher“ Kante immer noch eine der Speerspitzen. Songs wie „Schöne Grüße“ und/oder „Hitmaschine“ sollte man mal den ganzen weinerlichen Jammerbands vorspielen, damit die etwas lernen können. Meine Favoriten „Stumme der Verstimmten“ und „Kleine Kopfmusik“ wäre der Anspieltipp für alle, die noch zweifeln, worein sie ihr Taschengeld stecken sollten. Tolles Release.“ Telemark sind längst überfällig im Trust, eigentlich müsste ja hier das hefteigene Noisecore-Kompetenzzentrum Stone-Dietmar ran, jetzt mach ich Punk-Arsch das halt, ätsch. Äh… ja. Noise-Core.

Januar 22nd, 2020

THE MONTESAS (#138, 2009)

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Anwesend:
Marcel Bontempti
Ira Lee
Maria Mariachi
Judy Belafonte

Die Montesas sind überaus herzliche Musiker. Die elegant gekleideten Mitglieder sind höflich, charmant und zuvorkommen und ich bin auch sofort mit ihnen warm geworden und hätte gerne die gesamte Nacht mit ihnen verbracht. Zum Abschluss boten sie mir sogar eine kleine Life- Performance im Hotelzimmer dar.

Januar 22nd, 2020

EXITS TO FREEWAYS (#139, 2009)

Posted in interview by Thorsten

Wie die Autobahn bei Maschen:

Angesichts verschiedener, nicht ausschließlich glücklicher, Gründe, erscheint dieser Text lange nach der Veröffentlichung jenes Albums, das den Anstoß für selbigen Text gab. „Spilling Drinks, Spelling Names“, so der Titel besagten Albums, erschien ein Jahr vor dem Zeitpunkt der Niederschrift dieser Worte. Das Interview selbst führte ich im März. Danach gab es wieder mal allerhand anderes zu tun, dessen Priorität sich aus den Eigentumsverhältnissen im Lande ableitet. Exits To Freeways (Spread Like Veins On The Back Of My Hand), die Band, um die es geht, gibt es derweil immer noch. Ungerührt machen die drei Hamburger ihr Ding. Ohne sich allzu große Illusionen über das zu machen, was sie mit ihrer Musik „erreichen“ können, tun sie, was sie wollen: „wer so blöd ist sich von irgendeiner „szene“ irgendwas vorschreiben zu lassen, ist selbst schuld“, heißt es in einem Interview.

Januar 22nd, 2020

WASTED TIME (#138, 2009)

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“I also believe in being aware of what’s going on around you, despite the new boring trend in American punk where it seems that people are encouraged to be dumb and unaware because it’s „punk“ or some shit. I encourage the trend to a certain extent though, in hopes of them all eventually being weeded out or having such short attention spans that they eventually fuck off and do something else.”

Interview mit Mark von WASTED TIME

Januar 19th, 2020

DIE FREMDEN aus #152, 2012

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DIE FREMDEN gründeten sich 1989 in Göttingen, 1993 erschien ihr Debüt mit dem vulliminösen Titel ‚Schmerz und warum Sinne und Sucht uns Zauber, Musik, Liebe und Tod lehrten die Fremden‘. 1994 zogen die Bandmitglieder nach Berlin. Ihr zweites Album ‚Dilemma‘ nahmen Die Fremden auf dem Landhaus der Ton Steine Scherben in Fresenhagen auf. Darüber hinaus hatten sie den Ruf eines äußerst intensiven Live Acts. Doch ihr Sound galt wohl als zu undefinierbar und so waren DIE FREMDEN für die Punkszene und dem Mainstream gleichermaßen zu wenig konform und tendierten daher zu einem Geheimtipp. Und in der Tat waren sie eine total außergewöhnliche Band.

Januar 19th, 2020

REAGAN YOUTH aus # 183, 2017

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Trust: Hast du den Eindruck, dass es Reagan Youth deswegen wieder gibt, weil es um die Kohle geht?
Björn: Ha, oh, nein. Wäre auch lächerlich zu denken, dass das nur für die Kohle geschehen würde, denn dann würde sich der Aufwand für keinen lohnen, glaub´ mir. Reagan Youth ist Paul’s Lebenswerk, er will das natürlich leben und spielen, auch er kann von der Band nicht leben. Es sind ja auch genug Leute da, die Reagan Youth mögen und sehen wollen.

REAGAN YOUTH

Es war für mich eine der größten Überraschungen im letzten Jahr 2016: wir verweilten im Urlaub an der Ostseeküste im Sommer, als wir davon mitbekamen, dass REAGAN YOUTH (RY) in der Kieler Schaubude gastieren sollten. Die Band gibt es laut Wiki seit 2006 wieder und war schon mal in Deutschland, aber ehrlich gesagt hatte ich von ihren bisherigen Auftritten nicht unbedingt viel Gutes gehört, „Demontage einer Legende“ waren da noch die netteren Urteile. Aber weil die Band mit ihrer ersten Platte einen derartigen krassen Meilenstein abgeliefert hat (und auch eine durchaus interessante zweite Platte veröffentlichte)… da wollte ich mir selber ein Urteil bilden, live hatte ich die Band halt vorher immer verpasst.

Januar 19th, 2020

TEN VOLT SHOCK aus # 182, 2017

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„Wenn du eine Band gründest mit dem Vorsatz, so oder so zu klingen, ist das Projekt ja schon zum Scheitern verurteilt. Wenn deine Musik klar in eine Schublade gesteckt werden kann, ist es meistens schon zu langweilig, da es sicherlich hundert andere Bands gibt, die darin origineller sind“

In den 90er entwickelte sich das Trust teilweise zu einer echten Noise-Rock-Fachzeitschrift: im HC-Punk hatte man alles in den 80er erlebt, in den 90er gab es dann Sub Pop-, Touch and Go- und Amp Rep-Bands, die die damaligen SchreiberInnen mehr interessierte. Schon damals hätten die drei Noise-Rocker von TEN VOLT SHOCK aus Freiburg bzw. dem Schwarzwald gut in unser Heft reingepasst, alldieweil, sie gibt es erst seit 2000. Nach einigen Konzerten mit ihnen ist es mir weiterhin etwas unklar, warum, aber immer, wenn ich das superbe Vergnügen habe, mir TEN VOLT SHOCK live anzuschauen (drei Gigs müssten es gewesen sein, Trier vor Jahren war der Hammer!), muss ich an Slayer denken.

Januar 14th, 2020

BE-PART.FESTIVAL (#136, 2009)

Posted in interview by Thorsten

„be part of the scene, not just the scenery“

D.I.Y. ist Herzenssache aber dennoch eben leichter gesagt als wirklich getan. Die Stuttgarter „be part of the scene, not just the scenery“ gründeten sich 2002 als Konzertveranstaltungsgruppe. Mittlerweile veröffentlicht das D.I.Y.-Projekt Platten, bucht Tourneen und gönnt sich mit dem alljährlichen Be-Part.Festival gleichermaßen Stress wie Belohnung. Muss ja auch Spaß machen, dieses verdammte Non-Profit-Leben.

Januar 14th, 2020

ZOSCH! (#137, 2009)

Posted in interview by Thorsten

That´s what I need to know !!!

Den meisten von euch sollte die Elektro-Punk Band zOSCH! schon einmal über den Weg gelaufen sein. Die Band hat letztes Jahr eine miniCD und dieses Jahr ihre Debut LP herausgebracht plus einen Haufen Konzerte in ganz Europa gespielt. Grund genug die Band mal unter die Lupe zu nehmen und zu gucken, was zOSCH! zu alle dem und noch mehr zu sagen haben. Das Interview ist in zwei Teilen, zum einen letztes Jahr im Jugend- und Kulturzentrum in Oerlinghausen und dieses Jahr in Köln entstanden.

Januar 14th, 2020

MUTINY ON THE BOUNTY (#134, 2009)

Posted in interview by Thorsten

Im November des letzten Jahres kündigte sich eine Band aus Luxemburg an, die ein Konzert spielte, das aus technischem Gitarrengefrickel und wärmenden Post-Hardcoremelodien bestand. In einem anschließenden Gespräch lernte ich den Schlagzeuger Sacha kennen, der mir erklärte, dass die Europatour nur zustande kam, weil die Band Cinemechanica mit einer gemeinsamen Tour einverstanden war. Zusätzlich erfuhr ich, dass die meisten Mitglieder aus unterschiedlichen Ländern stammen, dass nach dem Ausstieg von Dave der ehemalige Bassist der befreundeten Band Treasure Chest At The End Of The Rainbow[R.I.P] Pi (Claudio) in die Band wechselte und dass alle Bandmitglieder Fans von frickelnder Musik sind. Nach diesem Small Talk war mir klar, wenn sich noch einmal eine Gelegenheit bietet, werden Mutiny On The Bounty interviewt. Im Oktober bekam ich meine Chance, denn die Band spielte im Berliner Lokal und nach anfänglichen Interviewproblemen (Soundcheck, zu laute Musik, zu viele Kickergeräusche) verzogen wir uns für circa eine Stunde vor die Tür, um im Beisein von Motorgeräuschen vorbei fahrender Fahrzeuge ein Interview zu führen, das eher zu einem musikalischen Abgleich mutierte.

Januar 13th, 2020

FANZUI XIANGFA aus #151, 2011

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Fanzui Xiangfa

Dass es in China eine Punkrockszene gibt, ist spätesten seit dem Film “?eijing Bubbles”?bekannt. Mit „?eijing Punks“?wird demnächst eine neue Dokumentation über die Punkszene Pekings veröffentlicht, die im Gegensatz zum Vorgänger einen tieferen Einblick gewährt und einige Bands, den Club D-22 und Nevin vorstellt, der dort arbeitet und in der Punkband Fanzui Xiangfa spielt, die zusammen mit der Crustcoreband SS20 eine Split-Seven-Inch veröffentlicht hat. SS20 tourten im Jahr 2010 durch China, lernten dort die Punkband kennen und ermöglichten dieses Interview (danke an Ronny und Rico).

Januar 13th, 2020

FREDDIE YAUNER aus #135, 2009

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FREDDIE YAUNER: SUPER-TOASTER, MEGA-UHREN UND XXL-LIPPENSTIFTE

Peilicherweise stieß ich auf den englischen Künstler / Desinger / Konsumkritiker Freddie Yauner durch einen Artikel in der „Bild am Sonntag“ Mitte 2008. Dort wurde berichtet, dass Freddie Yauner, ein 26 Jahre alter britischer Kunststudent jetzt im Guinness – Buch der Rekorde ist, da er den „highest poppig toaster of the world“ konstruiert hätte. Zu deutsch: einen Toaster, der die Toasts ca. 5 Meter hoch schleudert. Das Bild dieser Erfindung sah einfach so dermaßen beknackt aus, ich musste den einfach mal interviewen. Angenehmerweise entwickelt der Industriedesign-Absolvent der Northumbria Uni und Master-Graduent des Royal College of Art in London im Fach Produktdesgin seine auf den ersten Blick überflüssigen und sinnlosen Produkte mit einem konsumkritischen Hintergrund, der mich interessierte.

Januar 13th, 2020

NAMHAMMANIT aus #135, 2009

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„Und wie das halt so ist, mit revolutionären Idealen, kannst du sie heut bei ALDI kaufen und mit Karte zahlen“…

Interview mit N`AM HAMMANIT

Die Band ohne Namen kommt aus Köln und hat Mitte 2008 in Eigenregie ihre erste Veröffentlichung herausgebracht. Zwei Songs davon waren auf Fanzine-Beilagen-CDs zu hören und besonders der Song „Der Kühlschrank von Che Guevara war revolutionär“ hat mich wirklich total umgehauen, sau gut, kann man auf der myspace Seite nachhören. Also, mir hat es gefallen, deshalb wollte ich ein Interview machen. Bevor es wieder heißt, „der Jan vom Trust interviewt wieder nur seine Leute aus Köln“… nein, ich kenne keinen von der Band. Sie hätte genauso gut aus Leipzig oder Augsburg kommen können, mich hat dieser Song echt geschockt, das restliche Material geht auch okay, daher kommt das…

Januar 13th, 2020

MAGRUDERGRIND aus #140, 2010

Posted in interview by Jan

“Yea, we are a hardcore band at heart, before we are a grindcore band. We were all ‘raised’ on hardcore music, ideals and ethics and this is expressed in my lyrics and our performances”

Interview mit Magrudergrind

Wie sagt es der Amerikaner so schön, “a kick ass band”, diese jungen Hüpfer von Magrudergrind aus Washington D.C. Für die Insider schon längst keine Unbekannten mehr, so dürfte diese Band bestimmt auch schon durch dein Wohnzimmer getourt haben, so schön ist es doch, dass diese Band nicht wie üblich die 2 Singles in USA auf Six Week oder 625 Thrash gemacht haben, 6 Wochen durch Europa touren nachdem Sie 10 Mal in USA gespielt haben und sich dann auflösen, nein, Magrudergrind sind a) natürlich die Creme de la Creme des schnellen Hardcore-Punks mit einem unglaublich agilen Sänger (Avi, den ich hier auch per mail interviewt habe) und b) built to last. 2010 kommen sie wieder auf Tour, schaut sie euch an! Sorry für die kleine Verspätung, es hat nur zwei Jahre gedauert. Ich sprach mit Avi im Dezember 2009.

Januar 8th, 2020

JULITH KRISHUN (#132, 2008)

Posted in interview by Thorsten

Die Bunte Republik Neustadt war von 1990 bis 1993 eine Mikronation im Dresdener Stadtteil Äußere Neustadt. Seit über 18 Jahren findet dort jedes Jahr im Juni ein Stadtfest statt, bei dem Bands aus der Umgebung ihre Musik kostenlos den Zuschauern näher bringen können. Wie die Jahre davor, hatte auch die Dresdener Band Julith Krishun einen Auftritt und stand uns davor Rede und Antwort. Das Ganze erwies sich als schwierig, da die Band aus einem gesprächsfreudigen Haufen Mittzwanziger besteht, die mit sächsischem Dialekt gerne mal durcheinander reden. Dann geht es darum, wo die letzte Nacht verbracht wurde oder welche bekannte Band wo und wie gespielt hat. Auch zur Musik können sie viel erzählen, da der nötige, aber auch individuelle Background bei jedem einzelnen aus der Band gegeben ist. Somit wird sich dieser Artikel auf sehr viele Musikgruppen aus der letzten Dekade beziehen. Eine Band steht jedoch im Fokus: Julith Krishun.

Januar 8th, 2020

Tampere PunkRockCity – Puntala Rock 2008 (#132, 2008)

Posted in artikel by Thorsten

Der Titel ist etwas irreführend, das Festival selbst war in Lempäälä, das knapp 20km von Tampere entfernt ist. Mir wurde nur erzählt, dass Tampere „the Punkrock Capital of Finland“ wäre. Das Punkfestival gab es vereinzelt in den 80er Jahren, bis es 2002 wiederbelebt wurde und findet seit dem jedes Jahr statt. Musikalisch gibt es dort das volle Brett FinnenPunk, wobei auch immer internationale Bands dabei sind, wie dieses Jahr Pisschrist aus Australien und die Adolescents. Diese spielten zwar Freitag in Frankfurt, waren aber Samstag ebenso auf dem Festival, hatte ich also nix verpasst. Insgesamt waren wohl 1700 Leute auf dem Festival, was mich dann doch etwas wunderte, ich hatte mit ungefähr der Hälfte gerechnet. Es war auch somit das bestbesuchteste Puntala bisher.