August 3rd, 2019

TRUST # 197 (August/September) is out now!

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Seax, Samiam, SunO))), Dr. Strange Records, Sister Disaster und Corporate Rock Still Sucks

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

August 2nd, 2019

BRUJERA aus #141, 2010

Posted in interview by Jan

Ciudad Juárez, Mexiko, ist eine Grenzstadt am Rio Grande, gegenüber dem texanischen El Paso, Sitz einer großen, für den nordamerikanischen Markt produzierenden Kosmetikindustrie, die hauptsächlich Frauen beschäftigt, welche aus ganz Mexiko kommen, um Arbeit zu finden. Seit mehr als zehn Jahren sind im Umkreis der Stadt mehr als 500 Frauen verschwunden. Meist wurden ihre zum Teil verstümmelten, Folterspuren aufweisenden Leichen in der weiteren Umgebung gefunden.

Die Bevölkerung ist sich in der Mehrheit darüber einig, dass die Polizei offenbar nicht das geringste Interesse daran hat, die Hintergründe aufzuklären, obwohl sie in der Vergangenheit mehrfach versucht hat, der Öffentlichkeit einige Sündenböcke zu präsentieren, die aber wahrscheinlich unschuldig waren. Dies ist nur ein sehr krasses Beispiel für die Misere eines Landes, dessen Bewohner jährlich zu Tausenden versuchen, über die Grenze in die USA zu gelangen, auf der Suche nach einem erträglicheren Leben. Hunderte sterben jährlich bei diesem Versuch.

August 2nd, 2019

AL QUINT (#182, 2017)

Posted in interview by Jan

„Mein Fanzine startete 1982 unter dem Namen Suburban Punk. Es wurde dann 1984 zu Suburban Voice, das war dann die elfte Ausgabe. Ich begann damit, weil ich mehr und mehr anfing, mich in der lokalen Hardcore-Szene zu beteiligen und ich wollte über alle diese großartigen Bands, die ich damals live sah, schreiben – also so Bands wie Minor Threat, Negative Approach, Black Flag, Bad Brains und die weiteren großartigen örtlichen Bands“.

Al Quint aus dem Großraum Boston ist ein jahrzehntelanger Aktivist in Sachen Punk/HC. Er machte von 1982 bis Anfang der 2000er knapp 50 Ausgaben seines Suburban Voice Fanzines (seit 2005 als Blog, eine print-Ausgabe steht immer noch zur Überlegung an), fungiert seit mehr als 20 Jahren als Radio-DJ und schreibt seit Mitte der 80er beim Maximum Rock´n´Roll Fanzine aus San Francisco mit, seit 20 Jahren ist er dort Kolumnist.

August 2nd, 2019

Jimmy Alvarado (#194, 2019)

Posted in interview by Jan

„Ill Repute spielten zuletzt. Das war, als sie eine „Rock“-Phase durchliefen, also begannen sie mit einem Cover von Led Zeppelins „Rock and Roll“, spielten dann ihren Original-Song „Party Animal“ von Mystic Records zweiter „We Got Power“-Compilation und dann einen weiteren Rock-Song. Mit dem vierten Song oder so erkannte das Publikum, dass die Band nicht mit dem „Rock“-Zeug herumscherzte und begann, die Band mit der Kleidung zu bewerfen, die Isocracy vorher in den Raum geworfen hatte. Es war dann entweder eine Getränkedose oder ein Schuh, der den Bassisten traf, er watschelte in die Menge, schlug den Kerl, der das warf und ging zurück auf die Bühne, um weiter zu spielen. Die Menge stürmte die Bühne, um die Band anzugreifen, und von da an wurde der Scheiss verrückt. Meine damalige Freundin und ich gingen nach draußen, um die Freunde zu finden, mit denen wir kamen, ein Aufstand war in vollem Gange, mit einer der örtlichen Straßengangs, die gegen die Polizisten kämpften, die aufgetaucht waren. Als wir den Park verließen, um zum Auto zu gelangen, feuerte eines der Gangmitglieder mit einer Schrotflinte auf einen Polizeihubschrauber. Gute Zeiten.“

Viva East L.A. Olé!

JIMMY Alvarado
vom RAZORCAKE FANZINE und LA TUYA

Bald habe ich sie alle vom Razorcake Fanzine aus Los Angeles interviewt: mit Herausgeber und Chef Todd Taylor sprach ich für Trust #117 (2007), er publizierte auch einen Gastbeitrag über seine Tätigkeit beim Zine für unsere Schwerpunktausgabe zum Thema Arbeit (# 126, 2007). Dann sprach ich für die # 140 (2010) mit dem Razorcake-Kolumnisten-und-Reviewer bzw. Boris the Sprinkler-Sänger Rev. Nørb, ferner unterhielt ich mich mit einem weiteren Kolumnisten des Heftes, mit dem wahnsinnigen ein-Mann-Parade-Trommler Rhythm Chicken aus Wisconsin (das Gespräch erschien in Trust #125 (2007)) und nun kommt mein Dialog mit einem weiterem Razorcake-Shitworker, Jimmy Alvarado aus (Ost-) Los Angeles. Vorher aber nun ein kleiner Überblick zum Razorcake.

Juli 31st, 2019

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB (#93, 2002)

Posted in interview by Thorsten

OR

WHAT ARE YOU DOING TO OUR ROCK´N´ROLL?

Mit ihrem selbstbetiteltem Debut auf Virgin haben die drei Jungs aus San Francisco eines der crispigsten RetroRocklullabies neben den STROKES abgeliefert und schwimmen damit gleich ganz oben auf der Welle des momentan organisierten GaragenGlamZurückZumTraditionalismus-Hypes.

Juli 31st, 2019

THE GHOST (#93, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Wow, ich sag´s einfach ohne großes tam tam frei heraus. Endlich mal wieder eine band, die mich von der ersten bis zur letzten note komplett weg bläst. Endlich mal wieder eine band, die nicht nur druck und energie versprüht, sondern auch die kleinen sensiblen nackenhärchen zu stimulieren weiß. Gänsehaut! Hier klickt es einfach sofort. Die neue lp THIS IS A HOSPITAL verschwendet keine zeit mit introvertierter brillanz, welche zu ergründen für gewöhnlich wochen dauern kann. nein, dieser brillant kommt straight ahead zum punkt. klassischer gefühlsrock, schwungvoll lässig in szene gesetzt und zugleich mit der anschubkraft einer pershing versehen. Was Steve Albini produziert, some records veröffentlicht und ein haufen jungspunde hier eingespielt hat, ist eine platte, wie sie bestenfalls alle 2 jahre mal veröffentlicht wird. Emotion pur, melodie satt, und das ganze zudem so schön druckvoll präsentiert, daß man kaum weiß, ob man zuerst das tanzbein schwingen, laut mitsingen oder einfach nur den arm in die luft schnellen lassen soll.

Juli 26th, 2019

RUINS (#92, 2002)

Posted in interview by Thorsten

NEUE WEGE IM ROCK

Die Rezeption japanischer Undergroundmusik im Westen leidet unter zwei Faktoren: Entweder findet sie erst gar nicht statt oder erfolgt völlig verzerrt. Gerne wird das Fremdartige als Kuriosum ins Rampenlicht gezerrt, (siehe zuletzt BOREDOMS und MELT-BANANA), was zur Folge hat, dass der Wesensgehalt der Musik meist nur noch von marginaler Bedeutung ist.

Juli 26th, 2019

NATHANIEL GREEN (#92, 2002)

Posted in interview by Thorsten

Ketzer könnten nun die frage stellen, ob teile der hardcore/punk szene mittlerweile eigentlich völlig verblödet oder geschmacklich verweichlicht sind. denn warum bitte sollte ein traditionelles hardcore/punk/emo label wie SUBJUGATION sonst eine lupenreine POP produktion unters volk bringen wollen? nun, sollte ernsthaft jemand diese frage stellen, so läßt sie sich nur damit beantworten, daß es sich bei Nathaniel Greens DOWN TO YOU THEN, SUPERGIRL schlichtweg um eine phenomenale platte handelt. ganz gleich ob sie musikalisch nun in einen punk kontext paßt oder nicht. für den werten tipper dieser zeilen ist diese problematik nun eher weniger bedeutsam, da aufgrund seines eigenen musikalischen backgrounds nathaniel greens output auf äußerst wohlgesonnene trommelfelle trifft.

Juli 26th, 2019

BENGUELA (#92, 2002)

Posted in interview by Thorsten

DIGITAL INABILITY oder wie Musik zum Film wird-

Sie waren meine absoluten Favoriten auf dem diesjährigen OPPIKOPPI-Festival im Fountain Valley bei Pretoria: BENGUELA, ein rein instrumentales Dreiergespann aus Capetown. Lange hat es keinen überzeugenderen Ansatz gegeben, wechselnde innere Seelenzustände in Interaktion mit äusseren Einflüssen, Landschaftsbildern und anderen Naturzuständen treten zu lassen. Und dabei Musik als Sprache zu entwickeln, wie sie tiefgehender, emotionaler und organisch gewachsener kaum sein kann. Klassische Songstrukturen im rock-n-roll´schen Sinne werden schon wegen der damit verbundenen minderbemittelten Ausdrucksfähigkeit weitläufig umfahren. Stattdessen wechseln BENGUELA´s musikalische Motive fliessend, Zentrum und zugleich roter Faden ist Rhythmus, Rhythmus und nochmals Rhythmus als stetes Pulsieren.

Juli 22nd, 2019

WINO & THE HIDDEN HAND (#124, 2007)

Posted in interview by Jan

Wino / Hidden Hand

Achja, der Wino. Den (und seine Musik) kennt man nun auch schon seit Jahren. Eigentlich hätte ich ihn in der (durchaus sympathischen) Hard-Rock- und Hippie-Ecke abgestellt, aber mit Hidden Hand macht er ganz andere Musik, viel erdiger. Abgesehen davon, dass Hidden Hand tatsächlich etwas zu sagen haben, was heute für nicht mehr so viele Bands gilt. Aber vor allem ist Scott Weinrich ein sehr sympathischer, angenehmer Zeitgenosse, mit dem ich seit einigen Jahren immer wieder zu tun hatte.

Juli 22nd, 2019

FLO OPITZ (#161, 2013)

Posted in interview by Jan

„Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man, zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“

Interview mit dem Dokumentarfilmer Florian Opitz

Einige Filme von Florian kennt ihr, zum Beispiel „Der große Ausverkauf“. In dem Dokumentationsfilm geht es um den Widerstand bezüglich der Privatisierungen von Wasser, Strom, Bahn, Gesundheit und Bildung in England, Südafrika, Bolivien und auf den Philippinen. Florian zu der Intention des Filmes: „Mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten keine passiven Opfer sind, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern.“ Spannend sind auch die Filmszenen, in denen Joseph Stiglitz (Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften) interviewt wird. Er schrieb das ganz nette Buch „Die Schattenseiten der Globalisierung“. Von ihm stammt im übrigen das Zitat in der Überschrift zu „Der große Ausverkauf“. 

Juli 22nd, 2019

Sloppy Seconds (#194, 2019)

Posted in interview by Jan

“Well, I thought that I meant something to you
but now I see that it’s untrue.
I guess you must have slept with every guy you ever met.
But I’m gonna get you back if it’s the last thing I ever do.
The stains on your mattress cannot hide,
the fruits of your labor stuffed inside.
But while you´re in la-la land,
whispering the name of another man.
I’m gonna turn my back and leave your cheating ass behind.
I’m gonna run away with your money and buy a ticket to Germany.
I’m gonna sleep with every single slut on the Reeperbahn.
And I’ll be surfing down the river Rhine
and you’ll be standing in the welfare line.
Your money and your honey are long gone!
It’s nothing personal you saw to that,
you’re just a person who does her best work on her back.
But if you’re wakened by an obscene call,
I sprayed your number on the Berlin wall.
I’ve seen the soldiers as they pass it all around.
Imagine all the business that you once missed
because you couldn’t fuck the Communists,
East or West your still the best deal in town. Go!”
(Sloppy Seconds – Germany, 1989)

The mighty heros:
SLOPPY SECONDS

Comics, Alkohol, Lesben-Pornos, Traci Lords, Horrorfilme, Eviel Knievel, Ramones, Cheeseburger, Russ Meyer, Fernsehshows… willkommen in der Welt der Könige des Junkrocks: Sloppy Seconds aus Indianapolis, aktiv seit Mitte der 80er. Wir wissen nicht alles über die Band, aber eines können wir sicher ausschließen: Vegetarier sind sie nicht. Was sie wirklich sind, ob sexistisch oder schwulenfeindlich (einige Songs lassen eventuelle gewisse Rückschlüsse zu), darüber wird noch zu reden sein.

Juli 22nd, 2019

UNDERDOG FANZINE (#180, 2016)

Posted in interview by Jan

„Schwerpunktausgaben können zeitlos und nachhaltig sein. Ich denke, auch noch über Jahre hinweg, sind Themen und Aspekte wie Sexismus, Gender, Tierrechte, Repression, Ausgrenzung, Diskriminierung ein bedeutendes, gesamtgesellschaftliches Thema. Hierzu lassen sich immer wieder, aber aus verschiedenen Blickwinkel Unterthemen finden, die das Oberthema in zukunftsweisende, prospektive Ansätze gliedert. Ich kann ein Sachthema beleuchten, auf aktuelle Ereignisse eingehen und dazu differenzierte Meinungen präsentieren. Das finde ich spannend. Darüber hinaus führen thematische Ansätze zu Lernzyklen, die auf der Konzentrierung, der Entdeckung gemeinsamer Interessen und der Vernetzung aufbauen. Sie bieten Zugang zu geistigen und kreativen Experimentierstätten. Das ist prägend und charakteristisch für das UNDERDOG.“

Das Underdog Fanzine erscheint nun schon seit mehr als fünfzig Ausgaben oldschool auf DINA 5, erst mal ein Grund zum gratulieren! Fred ist der Macher dieses Heftes aus Norddeutschland und mit ihm sprach ich über diverse Aspekte seines Zines. Fred traf ich schon mal in Person bei einem unserer Trust-Release-Party-Auflege-Abende im „Eisen“ in Bremen oder auch mal beim Endless Grind Skate-Event vorm Schlachthof Bremen. Er ist ein sehr lustiger Mensch, was man vielleicht von der ernsten und trockenen Schreibweise im Heft nicht unbedingt erwarten würde.

Juli 22nd, 2019

Treedon (#172, 2015)

Posted in interview by Jan

Dicke in der Hölle
Treedeon

Manchmal weiß man ja wirklich nicht so genau, was man aus einem Interview eigentlich herausholen will. Manchmal erledigt sich die Frage im Vorbeigehen. Manchmal scheitert man grandios. Schweigt sich an. Redet aneinander vorbei. Manchmal aber gibt es durchaus ein intrinsisches Motiv, das dann an den konkreten Bedingungen sich zerreibt. Oder zumindest den Zweck beeinträchtigt. Zum Beispiel in diesem Fall. Das Brummen der Landleitung ließ sich noch per Mobiltelefon umgehen. Mein Spaß am Vorabend hätte sich zwar wohl umgehen lassen – aber nun war es zu spät.

Juli 22nd, 2019

Corrossive (#140, 2010)

Posted in interview by Jan

„Alles war so minimalistisch gegenüber den Metal Konzerten und trotzdem hatte man nach solch einem Konzert das Gefühl, etwas ganz ganz großes erlebt zu haben“

Interview mit CORROSIVE, Schwarzwald-Powerviolence seit 1986

Yes, the boys are back in town… und das schon seit 2006. Die mächtigen CORROSIVE aus dem beschaulichen Schwarzwald, genauer gesagt aus Hardcorehausen Villingen-Schwennigen, sind seit zwei Jahren zurück, um uns den alten „Power Violence“/“Grindcore“/“Noisecore“ der Slap-a-Ham Records Schule zu kredenzen. D.h. die hier zelebrierte Musik erinnert an die von der Band selber angegebenen Einflüsse wie SLAYER, INFEST, CROSSED OUT, frühe NAPALM DEATH. Also nur das geile, großartige Zeug und keine flachen Imitate. Die Attitüde der Band ist allerdings noch älter als der Anfang der 90er aufkommende Slap-a-ham Stil.

Juli 17th, 2019

FOETUS (#91, 2001)

Posted in interview by Thorsten

DIE RÜCKKEHR DES APOKALYPTISCHEN BILDERSTÜRMERS

Seine Musik hat mich seit Mitte der 80er kontinuierlich begleitet. „NAIL“ und „HOLE“. Der Apokalyptiker mit den unzähligen Gesichtern. „I´LL MEET YOU IN POLAND, BABY“ und „ENGLISH FAGGOT“.
Schwarzer Ritter, todessüsser Joker und Grand Arrangeur in einer Person.
FOETUS CORRUPTUS, FOETUS OVER FRISCO. Zynisch und weltabgewandt und voll von selbstzerstörerischer Energie. Der bastardisierte Sinatra, der ganze Orchester in Auflösung begriffen in den Abgrund marschieren lässt.
Ein Loner, der selten lächelt und sich in großartig-tragischen Gesten verliert. Herr CLINT RUIN alias JIM G. THIRLWELL. STEREOID MAXIMUS und MANOREXIA. Begnadeter Elektroniker, Performer und Multi-Instrumentalist. Großer Hexenmeister des strukturierten Krachs. Lange war keine Dissonanz aus seinem Musik-Laboratorium, dem „self-immolition-studio“ mehr zu vernehmen.

Juli 17th, 2019

PLEASURE FOREVER (#90, 2001)

Posted in interview by Thorsten

Irgendwann im Mai drückte mir ein amerikanischer Bekannter eine Mini-CD in die Hand. „Hör dir die mal an, mit denen arbeite ich künftig“, meinte er nur – was für Musik das sein könnte, sagte er nicht. Ich war schon beim ersten Hören beeindruckt: Ich liebte diese ausschweifenden Orgel-Parts in den Songs, die für Punk viel zu lang waren. Aber es war immer noch Punk, was diese Band machte – Punk in dem Sinne, wie ihn Juno auch auf ihrer neuen Platte spielen. Nur vielleicht nicht so nachdenklich, zerbrechlich und verinnerlicht, sondern weit dekadenter, exzessiver, nicht unbedingt Lebensbejahender, aber sicherlich -genießender. „Goodnight“ hieß die CD und Pleasure Forever die Band, die seither definitiv zu meinen Favoriten gehört.

Juli 17th, 2019

ANFALL (#89, 2001)

Posted in interview by Thorsten

Frei nach dem Motto „besser spät als nie“ habe ich an einem sonnigen Frühlingstag im März ein kleines Interview mit Rudey, dem Gitarristen, Songwriter und Bandmitbegründer der Band ANFALL geführt – zur aktuellen Scheibe und auch noch zu einigen anderen Dingen mehr…
Lest selbst, was der PunkROCKER aus Hannover zu sagen hat, und freut euch auf das ein oder andere nicht ganz ernstgemeinte Statement!

Juli 15th, 2019

CHAINBREAKER (#121, 2006)

Posted in interview by Jan

SUPPORT YOUR LOCAL TRESENCREW: CHAINBREAKER

Chainbreaker kommen aus Potsdam und überzeugen durch schnörkelosen Hardcore, der leicht ins grindige geht, aber überraschend metalfrei und ohne dicke Eier rüberkommt. Dieser Einleitungssatz war für Daniel vom Trust, der immer die Musikbeschreibungen von Bands in den Einleitungen vermisst; also, HC der Septic Death /Siege/Heresy-Schule mit Grindcore-Einschlag aus Ostdeutschland. Ich habe den lustigen Berliner Slang (also ich finde den immer lustig) der Burschen mal so gelassen und wünsche euch viel Spass.

Juli 15th, 2019

MYKEL BOARD (#118, 2006)

Posted in interview by Jan

„Unknown towns are fun. That’s when and where it’s possible to imagine that everybody you meet is nice.“ (Celine)

Interview mit MYKEL BOARD

Mykel Board schreibt seit 1982 seine Kolumne im Maximum Rock´n´Roll; es sind lange und lesenswerte eigenständige Texte, die der alte Mann aus New York da jeden Monat raushaut. Da ich mit ihm wegen seines Textes für die TRUST Sex und Musik Ausgabe im Email Kontakt war und es kurzfristig so aussah, als ob ich nach New York fahren würde (was aber nicht geklappt hat), dachte ich mir, dass ich dem guten Mann mal ein paar Fragen per Email stelle, die dann auch sehr schnell im März 2006 beantwortet worden. Viel Spass, see you on board.

Juli 15th, 2019

DROPDEAD (#192, 2018)

Posted in interview by Jan

DIY No Bullshit pissed Off personal-political HC-Thrash:
im Gespräch mit
DROPDEAD.

Die heutigen (ü) 40 Fans werden sich bestimmt noch gut an die (Konzerte der) wahnsinnigen Amis von Dropdead in den 90er erinnern. Für alle anderen hier erstmal ein paar Infos zur Band. 1989 trafen sich in Providence (im Bundesstaat Rhode Island an der amerikanischen Ostküste) Bob und Ben zum Musizieren. Daraus wurden dann Anfang1991 Dropdead. Ziel: Hardcore Thrash mit persönlichen und politischen Texten. Die Mittel: rühre Confuse, Siege, Lärm, Crass, Swans, Infest, SSD, Pandemonium, Icons of Filth, Gauze, Septic Death, Discharge und Anti-Cimex zusammen und mixe alles gut durch!

Juli 15th, 2019

BOY DIVISION aus (#134, 2009)

Posted in interview by Jan

Ein Abend vor Halloween irgendwo in Hamburg. Fünf gestandene Männer, die ihre gemeinsame musikalische Aktivität BOY DIVISION nennen, haben sich versammelt, um fünf Fragebögen zu beantworten, die ihnen per E-Mail zugeschickt wurden. Auf dem Tisch: Ein Aufnahmegerät samt Mikrophon. Gleich daneben: Eine Knabbertüte, die anfangs öfters empfindlich knistert. Gläser klirren. Die Stimmen: Durcheinander und zumeist nicht identifizierbar. Die Stimmung: Heizt sich auf.

Juli 15th, 2019

DINOSAUR JR (#124, 2007)

Posted in interview by Jan

Mittlerweile dürfte sich so einiges herumgesprochen haben: Dass Dinosaur jr. mitsamt dem alten Schriftzug wieder da sind, mit Murph und Lou. Dass sie eine neue Platte gemacht haben. Dass diese wieder mal sehr toll und dinosaur-mäßig geworden ist (wobei sich nicht ganz so weit herumgesprochen hat, dass sie eher klingt wie die Dinosaur nach dem Auseinanderbrechen der Urbesetzung und nicht, wie irrtümlicherweise mindestens in jeder zweiten Besprechung behauptet, ganz und gar nach „Bug“ oder gar „You’re Living All Over Me“ klingt, die, wie sich wiederum begrenzter Bekanntheit erfreut, vor zwei Jahren neu aufgelegt wurden). Dass J Mascis ein schweigsamer Mensch ist.

Juli 15th, 2019

SHELLAC aus (#146, 2011)

Posted in interview by Jan

„To the one true God above: here is my prayer – not the first you’ve heard, but the first I wrote. (not the first, but the others were a long time ago). There are two people here, and I want you to kill them. Her – she can go quietly, by disease or a blow to the base of her neck, where her necklaces close, where her garments come together, where I used to lay my face…

That’s where you oughta kill her, in that particular place. Him – just fucking kill him, I don’t care if it hurts. Yes I do, I want it to, fucking kill him but first make him cry like a woman, (no particular woman), let him hold out hope that someone or other might come then fucking kill him Fucking kill him. Kill him already, kill him. Fucking kill him, fucking kill him, Kill him already, kill him… Amen“

Ein Interview mit Bob Weston / SHELLAC

Shellac. Noise-Rock aus Chicago. Präzise. Gefährlich. Unglaublich erregend. Geil. Fies. Ein Uhrwerk. Die Überschrift der Text von dem Song „Prayer to God“, ein mächtiger abgefuckter Ripper vor dem Herrn, ein Schlag mit Ansage in die Weichteile und du willst immer noch mehr. Die „Terraform“ könnte man weglassen und die „Italien Greyhound“ auch, aber den Rest brauchst du!

Juli 8th, 2019

JOSEPH BOYS (# 190, 2018)

Posted in interview by Jan

„Ich bin am ganzen Körper tätowiert – in Hautfarbe! In Hautfarbe!“

Im Dialog mit den JOSEPH BOYS

Es war ja so: im September 2015 brachen die Düsseldorfer JOSEPH BOYS nicht nur den Rekord am Höchst-Konsum von Backstage-Getränken im Dreikönigskeller in Frankfurt am Main – sie machten auch „nebenbei“ noch so geile Punk-Musik, dass ich zu dem Veranstalter, ein alter Freund der Band und früherer Trust-Schreiber, nur meinte „Schade, das wird das letzte Mal sein, dass wir die Band in diesem kleinen Rahmen sehen werden, sie sind einfach zu gut!“. Dazu stehe ich weiterhin und die Band wird einfach immer besser.