März 23rd, 2019

THE HIRSCH EFFEKT (#154, 2012 )

Posted in interview by Jan

Es wird langsam Herbst. Der laue Herbstwind weht einem um die Ohren und es wird kälter. Ein idealer Abend für ein Konzert der post-mortalen Jungs aus Hannover – Ladies and Gentleman: The Hirsch Effekt. Vor dem Konzert traf ich mich mit Nils und Ilja (Gitarrist und Bassist) im Innenhof des Exhauses in Trier. Auf Bierbänken sitzend wird der Zweidrittel-Hirsch Effekt nun ausgequetscht. Wir reden über das Album, Liebe und eine wirklich skurile Tourgeschichte.

März 20th, 2019

RADIO Z (#68, 1998)

Posted in artikel by Thorsten

Als Radio Z am 1. Dezember 1987 zum ersten mal auf Sendung ging, konnten die damaligen Initiatoren dieses Radioprojektes aus dem Großraum Nürnberg nicht ahnen, daß daraus die größte nicht-kommerzielle, alternative, private Radiostation in Bayern werden sollte.
Schnell wuchsen die 3 Stunden Sendezeit zu einem täglichen 8-Stunden-Programm an. Mit mehr als genug Problemen hatte Radio Z dabei von Anfang an zu kämpfen. Der „Bayrischen Landeszentrale für neue Medien“ (BLM), die private Rundfunksender in Bayern kontrolliert, war dieses etwas andere Radio von Anfang an ein Dorn im Auge. „Kirchenfeindlichkeit“ und „kommunistische Ausrichtung“ wurden da genannt.

März 20th, 2019

ESEL (#68, 1998)

Posted in interview by Thorsten

Die Befreiung des Bass

Manche Menschen haben einfach fast immer Pech, sie sitzen grundsätzlich im falschen Bus, verpennen irgendwelche Termine oder treten in den einzigen Haufen Hundescheiße in einem Kilometer Umkreis. Zu dieser Art von Menschen gehört eigentlich auch der Autor dieses ach so tollen Textes. – Naja, manche werden sich nun fragen,warum dieser Tölpel jetzt darüber schreibt. Tja, dieses Interview mit Esel fällt teilweise wieder einmal in die Rubrik „dumm gelaufen“, und ist eine weitere Trophäe in meiner Sammlung. Die Vorraussetzungen für das Gespräch waren schon äußerst übel: Der Tipper dieses Artikels litt zum Zeitpunkt des Interviews an derber Heiserkeit, aufgrund eines örtlichen Festes, und hatte eigentlich auch nicht vor, ein Interview zu führen.
Beste Vorraussetzungen also. Aber dafür waren Esel umso besser.

März 14th, 2019

SCUMBUCKET (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Ein Traum. Drei Freunde aus der Pfalz spielen im Herbst 1996 aus Lust und Laune irgendwelche spontanen, selbstgeschriebenen Songs. Große Resonanz im Umfeld der drei Jungs und der Zufall, daß Bassist Dylan Kennedy beim Blu Noise Label arbeitet, stellen die Weichen eindeutig in Richtung ‚Heliophobe‘, dem aktuellen Debutalbum der Koblenzer Band SCUMBUCKET. Kein Traum!
Auch kein Traum ist der jährlich wiederkehrende August in Köln, der ja immer etwas für sich hat. Dieses Mal habe ich mich mit Basser Dylan, und am Tag danach auch noch Frontmann Kurth getroffen, um einige grundlegende Details im Bezug auf SCUMBUCKET zu klären.

März 14th, 2019

Kolumnen (#66, 1997)

Posted in kolumne by Thorsten

4 Bier später…

Festivals. Sommer Sonne Herzinfarkt. Jetzt muß man mir ja nicht zumuten, daß ich ein Bizarrefestival oder so einen Scheiß mir anschaue, obwohl, einmal war ich da auch (selbst-outing), war wegen Sonic Youth, sorry. Na also das erste war das Ox-Fest in Essen. Merkwürdige Angelegenheit, die Ruhrpottler sind wirklich verwöhnt mit ihrem Konzertangebot, da waren vielleicht 300 oder 400 Leute – obwohl 200 Bands gespielt haben. Hierbei brillierten die Fixtures und Scared of Chaka, die absolut abgingen, während Devil in Mrs. Jones zwar eine klasse Band sind, der Sound mir aber irgendwie nicht gefallen hat.

März 7th, 2019

MONGREL BITCH (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Für dieses Interview könnt ihr euch bei der Frau meines Vertrauens bedanken. Eigentlich sollte sich meine geschätzte Vitamalzplautze Anfang Juni nämlich in Australien bräunen. Da die Chefin aber einen stressigen Umzug nach Frankfurt dem Supadupaerlebnisurlaub unter australischer Sonne vorzog, konnte auch ich mal wieder meiner Lieblingstätigkeit Nr.1 nachgehen, dem Umziehen, alles 3 Stockwerke runter und wieder rauf, na Prima… Aber da der Terminkalendar nun wieder frei von Urlaubsplänen und anderen Interview Hindernissen war, konnten Mongrel Bitch aus New York doch tatsächlich noch zu dem ein oder anderen Thema befragt werden.

März 3rd, 2019

DIAVOLO ROSSO (#123, 2007)

Posted in interview by Jan

“There’ll be a time, a change of mind, you’ll grow to find that living your own life means more than talking ‚bout mine” (RKL – Rumors)

Diavolo Rosso

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die Interview-Einleitung zu dieser absolut großartigen HC-Punk-Band aus dem Raum Mannheim komplett in diesem mannheimerischen Akzent zu schreiben, aber getreu der alten Regel „Dialektik statt Dialekte“ dann doch drauf verzichtet. Ole (Gitarre), Hinkel (Gitarre), Stef (Bass), Glaser (Drums) und Sänger Micha haben alle schon in so unterschiedlichen Bands wie Dead Beat, Luzifers Mob oder Stack gespielt und machen mit Diavolo Rosso seit einer gefühlten Ewigkeit ganz großes Tennis. Nix da Grindcore, nix da Metalcore, sondern fantastischen RKL-BL´AST-Core. In Darmstadt Ende 2006 und in Frankfurt Anfang 2007 zweimal gesehen, absolut sehr schön. Genau so wie die Musiker selber, argh, wieder mal so ein typischer Witz, den mir F. aus P. wieder ankreiden wird. Im Februar 2007 ergab sich ein nettes E-Mail-Chat-Interview, sprich es war nicht live, aber eben auch nicht das Standard „Hier 15 Fragen, bitte antworten, los Stopp schade“ -E-Mail-Interview.

März 2nd, 2019

HUDLEY VOM FLIPSIDE FANZINE (#154, 2012)

Posted in interview by Jan

BE MORE THAN A WITNESS
Interview mit Hudley, FLIPSIDE FANZINE

„Al and I were not materialistic… so we did not put much value in things. But now when I go to the local pub and see DJ’s treating their records like Icons. I get bummed, partly because I had them all and left them behind, and partly because records have become more precious than the Message of what the punks were saying. For me the message was what Punk was about…or still is! I use to listen to 60’s, 70’s music along to the Circle Jerks and Black Flag while working on Flipside… it is what inspired us! Good Rock and Roll has always been associated with rebellion and raising human consciousness. Fuck, sometimes it was just all about having fun!! I don’t care if some fucker has more records than I do now… they was a time … “

Februar 27th, 2019

APOCALYPTICA (#66, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Ein Klassikausflug ins Metalland

APOCALYPTICA sind vier finnische Musikstudenten, die auf ihren Celli Heavy Metal Songs interpretieren. Daß ihr Konzept aufgeht, stellten sie schon bei Tourneen mit BAD RELIGION und den SEX PISTOLS unter Beweis. Hatten APOCALYPTICA auf ihrer ersten Veröffentlichung „Apocalyptica plays Metallica by four cellos“ acht Hits von Metallica klassisch umgesetzt, so wagten sie sich auf ihrer Deutschlandtour gar an härtere Kaliber wie SLAYER oder SEPULTURA. Von bloßen Coverversionen kann man bei APOCALYPTICA wohl kaum sprechen, denn durch die klassische Interpretation erscheinen die Kompositionen in einem ganz neuen Licht und können durchaus auch für sich alleine stehen.

Februar 23rd, 2019

ISTUKAS OVER DISNEYLAND (#157, 2012)

Posted in interview by Jan

Punk in den Philippinen ist keine neue Erscheinung. Seit Ende der 1970er Jahre – als Howlin‘ Dave als Radiomoderator in den Philippinen britischen Punk über den Äther jagte – gibt es eine lebendige, kleine Szene, die heutzutage sehr facettenreich ist. Es gibt professionelle Strukturen um Musik aufzunehmen, D.I.Y.-Konzertgruppen, einen Platten- bzw. CD-Shop in Manila, viele großartige Fanzines und eine Bandbreite an guten – sowie schlechten – Bands. Und auch wenn Punk in Asien – wie in der Dokumentation Punk im Dschungel – zum Teil als etwas obskur dargestellt wird, muss ich gestehen, für mich ist Pinoy Punk weit weniger exotisch als Punk aus semi-demokratischen Enklaven wie Bayern.

Februar 23rd, 2019

STEVE IGNORANT (#141, 2010 )

Posted in interview by Jan

Trust: Wie viele Leute kennst du, die die erste CRASS Platte “The Feeding of the 5000” anstatt der richtigen 45 RPM auf 33 RPM hörten? Einem Kumpel ist das passiert und nun ja, ich bemerkte es auch erst nach einiger Zeit..
Steve: (Stille… hebt langsam den Finger) Mir auch.

Interview mit STEVE IGNORANT

Februar 21st, 2019

Poll-Auswertung, #65, 1997

Posted in artikel by Thorsten

Also, die Auswertung zu unserem kleinen Poll / Gewinnspiel ‘Standortbestimmung #97’ soll nun folgen. Zu Beginn erst einmal ein paar Punkte. Wir haben uns diverse Fragen ausgedacht, per e-mail ausdiskutiert und dachten, daß Ihr dabei ein Mordsspässchen habt. Wenn Ihr dann gleich von Ausfragerei labert, dann faß’ ich mir einfach an den Kopf und denke, das kann doch nicht wahr sein. Diejenigen, die mitgemacht haben, viele Dank, auch wenn (natürlich) nicht jeder etwas gewinnen kann (auch hier noch einmal ein herzlicher Dank an die Labels für die Geschenke), und die Auswertung hat vor allem eins ergeben: 1. kann ich durch keinen Zettel irgend etwas Relevantes über die Person lernen, die ihn ausgefüllt hat (von wegen Scientology), im besten Fall kann ich herzlich über lustige Antworten lachen. So, und die, die stänkern wollen, sollen jetzt einfach weiterblättern!!!

Februar 20th, 2019

WHITE LUNG (#158, 2013)

Posted in interview by Jan

Das Bei Roy in Berlin-Neukölln ist ein ziemlich außergewöhnlicher Ort für Konzerte. Nicht nur weil er knapp außerhalb des S-Bahnrings liegt, der magischen Grenze zwischen hipper Innenstadt und spießigen Randbezirken, sondern auch, weil er so am Arsch der Heide liegt. Dort ist es tatsächlich möglich, im Sommer während des Konzerts am offenen Fenster zu stehen und über das Dunkel des Gewerbegebiets hinweg auf die hell erleuchteten Hochhäuser in der Ferne zu blicken.

Februar 15th, 2019

ES WAR MORD (#191, 2018)

Posted in interview by Jan

Wenn es letztes Jahr eine Band geschafft hat mich zu begeistern, dann sind das ES WAR MORD aus der ehemaligen Mauerstadt Berlin. Und gerade in Bezug auf neue HC Punkbands bin ich nicht einfach zu begeistern, aber ES WAR MORD haben es geschafft mit ihrem düsteren Sound und nachdenklichen Texten die richtigen Knöpfe bei mir zu drücken. Allerdings sind die Musiker von ES WAR MORD auch keine blutigen Anfänger, sondern waren damals in Bands wie z.B. VKJ, NO ALLEGIANCE, ZERSTÖRTE JUGEND und JINGO DE LUNCH um nur ein paar Namen zu nennen. Glücklicherweise versuchen ES WAR MORD aber nicht alte Glanztaten zu wiederholen, sondern überzeugen u.a. durch ihre Zeitlosigkeit. Mein Interviewpartner war Tom Schwoll, den einige Leser bestimmt noch von Bands wie ZERSTÖRTE JUGEND, MANSON YOUTH und natürlich JINGO DE LUNCH kennen dürften. Here we go!

Februar 15th, 2019

THIS MOMENT IN BLACK HISTORY (#159, 2013)

Posted in interview by Jan

„Integrity sind okay, ich hatte allerdings immer das Gefühl, dass sie ein wenig dümmlich sind. Als Teenager sah ich sie live. Sie und ihre Fans verströmten immer so eine Macho-Testosteron-geschwängerte Ausstrahlung. Das komplette Konzert war eine befremdende Erfahrung. Ich bin immer zu Konzerten gegangen, weil ich die Musik sehr schätze und um eine gute Zeit zu haben. In dieser ganzen frühe 90er Clevo-HC-Szene schien es mehr darum zu gehen, sein Hemd im Pit auszuziehen und Leute zusammenzuschlagen, das war jetzt so nie mein Ding. In Cleveland ändern sich gerade die Zeiten bezüglich gemeinsamen musikalischen Aktivitäten. Es gibt einige sehr erstaunliche musikalischen Sachen, die von Mut und Kameradschaft geprägt sind. Meiner Erfahrung nach war die Musikszene immer schon irgendwie aufgesplittet. Speziell die Punkszene, die ist irgendwie eine Verlängerung der alten HC-Tage. Es gibt seit je her auch schon eine große Gruppe von Leuten, die denken, dass Punk ein Synonym für Dummheit ist und wenn du nicht ihre sehr enge ästhetische Definition erfüllst, dann werden sie nichts mir dir zu tun haben wollen. “

This Moment in Black History

This Moment in Black History sind sicher eine der geilsten Bands der letzten zehn Jahre, sofern man den offenen Punk-Begriff und dessen musikalisch-ästhetische Umsetzung goutiert. So stand in einem Review zu ihrer ersten Platte etwas von einem „freiem HC-Ansatz“ und „eigenwillige, zapplige Mischung aus bekannten Garage-Punk-Zutaten einerseits und trashig-wavigen Parts.“ Dabei ging es um die ganz großartige zweite Platte der Band – „It takes a nation of assholes to hold us back“ -, deren Logo-Sticker immer noch auf meinem Auto-Heck prangt. Überhaupt eine immer noch ganz erstaunliche Platte, die noch total frisch klingt und die Referenzhölle komplett durchschreitet: Vom Public Enemy-Zitat hin zu der Cover-Aufmachung, die einerseits eine Hommage an das Germs (G.I.) Cover ist. Andererseits findet sich dort auch der abziehbare Aufkleber, die gelbe Aids-Schleife, die sich wiederum auf das „Peel slowly and see“-Bananen-Cover von Velvet Underground bezieht.

Februar 15th, 2019

NACHSCHLAG IN SACHEN VINYL SPECIAL (#160, 2013)

Posted in interview by Jan

VINYL SPECIAL Teil II – Vinyl vs. Business mit X-Mist Records, Music on Vinyl, Cargo Records/Vertrieb, Twisted Chords Label/Mailorder, Green Hell Mailorder, Flight 13 Duplication und Flight 13 Mailorder/Label

von: Bela

Angefixt von der Interviewreihe der TRUST-Ausgabe # 157 um das Vinyl Special, das sehr, sehr lesenswert, super interessant und eigentlich längst schon überfällig war und zudem auch durchaus zur Motivation beiträgt, sich beim nächsten Mailorder oder Plattenladen mit neuem, schwarzen Gold einzudecken…

Februar 13th, 2019

Kolumnen (#67, 12-1997)

Posted in kolumne by Thorsten

4 BIER SPÄTER…

Hi – willkommen im grauen Niemandsland. Der Winter bricht herein und manchmal ist auch alles Gefühlsmäßige eher grau als loderndes Feuer. Schau Dir nur das Cover der neuen Dackelblut LP an. Naja, jeder schleppt sein Säckchen mit sich herum – kommen wir gleich zur Sache – ach am Anfang noch eine Korrektur: Norbert heißt Johannknecht mit Nachnamen und ist beim Ox, Johannisbauer heißt Carsten mit Vornamen und ist beim Blurr. Trust Korrekturleser 5- setzen.

Februar 12th, 2019

RVIVR (#161, 2013)

Posted in interview by Jan

Im Frühjahr waren RVIVR zusammen mit der grungigen Punkband Dogjaw auf Europatournee. RVIVR bestehen seit 2008 und wurden von Matt Canino (vormals Lattermann), Erica Freas und Kevin Rains Barry gegründet, 2013 stieß nach mehreren Besetzungswechseln Bex Berryhill am Bass zur Band. Ihr Album The Beauty Between erschien in Deutschland auf Yo-Yo Records und in den USA auf dem u.a. von Erica und Matt betriebenen Label Rumbletowne Records, auf dem auch das Album Slow To Build von Dogjaw veröffentlichte wurde.

Februar 7th, 2019

Ventil Verlag (#162, 2013)

Posted in interview by Jan

Für die, die den Ventil Verlag aus Mainz nicht kennen, sei mit Anlehnung an dieses Internet fragmentarisch folgendes gesagt: Im belletristischen Programm veröffentlichen Autorinnen/Autoren, die selbst in der Musikszene involviert sind, darunter Torsun Burkhardt, Linus Volkmann, Nagel, Thees Uhlmann und Lee Hollis. Zu den Veröffentlichungen im Bereich Sachbuch / Popkulturtheorie zählen Bücher über Hip-Hop, Free Jazz, Popliteratur, Hardcore Punk („Philosophy of Punk“), rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popkultur („Wie klingt die Neue Mitte?“), Feminismus und Queer Studies („Hot Topic – Popfeminismus heute“ von Sonja Eismann).

Februar 5th, 2019

CAMPARY RECORDS (#67, 1997)

Posted in interview by Thorsten

Eigentlich geht uns doch wirklich gut, oder? Wir haben doch alles, was wir brauchen! Oder etwa nicht? Die HOSEN und die ÄRZTE erobern hin und wieder die Charts, und obwohl Anfang der 80er Jahre CRASS „Punk Is Dead“ gröhlten, wurde das Wort „CA$H“ seit langem auch im PUNK absolut gesellschaftsfähig! Ich weiß, das sind jetzt absolut keine Neuigkeiten, aber DAS DENKT MAN!
Daß es aber auch noch anders geht, beweisen eine handvoll Rebellen, sprich kleine Punklabels, die den Gedanken von damals noch nicht vergessen haben! Dazu gehört auch das Düsseldorfer Campary-Label.

Januar 31st, 2019

PUNCH (#163, 2013)

Posted in interview by Jan

Punch kommen aus der Bay Area in Kalifornien und sind dort fest verankert in der Szene rund um Bands wie die jüngst aufgelösten Comadre und Loma Prieta. Die Band existiert bereits seit sechs Jahren und hat mittlerweile zwei LPs und mehrere Singles draußen. In Hardccorejahren gerechnet ist die Band also schon nahe am gesetzlichen Rentenalter. Wer im Hardcore so lange durchhält ist entweder stur oder einfach gut. Punch sind ganz klar letzteres.

Januar 29th, 2019

Safety in Numbers – My Journey with L.A. Punk Rock Gangs: 1982 – 1992, Adam Wilson

Posted in bücher by Dolf

adwilone93@gmail.com

The punk scene in Los Angeles in the early eighties must have sucked bad, well, sure the was some excellent bands playing great music – that should not be forgotten. But also too much violence and too many crazy people doing too many drugs and drinking too much. As if that is not already bad enough, there was also punk gangs (!), which is a contradiction in its self. But attention-seeking, young, stupid kids make everything possible – so there you have the punk gang. Adam was part of one of them gangs called Kaos – it started out with a bunch of kids and grew in a monster (Safty in Numbers). Fights, shootings, drug dealing – you name it, it is there. People are dying and get seriously injured.

Januar 29th, 2019

Die Grenze – Was uns verbindet, indem es trennt, Marianne Gronemeyer

Posted in bücher by Dolf

oeKom Verlag, Waltherstr. 29, 80337 München, www.oekom.de

Der Unteruntertitel des Buchs ist „Nachdenken über ein Paradox der Moderne“ und tief nachgedacht wird hier in der Tat. Das ist im ersten Kapitel auch dermaßen verkopft das ich nah dran war das Buch zu Seite zu legen… was ich aber zum Glück nicht gemacht habe. Denn der Rest des Buches ist wirklich sehr gehaltvoll. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat das die Autorin gern mit den Worten spielt und der Sache auf den Grund geht anstatt nur oberflächlich zu kritisieren. Sie beschäftigt sich mit Worten und wie diese zu deuten sind bzw. wie Menschen sie benutzen und mit ihnen umgehen. Das ist dann doch ziemlich interessant und lehrreich. Und im Laufe des Buchs wird dann auch klar, was Marianne Gronemeyer hier angreift – das System, dort natürlich in erster Linie den Kapitalismus, aber ihre Kritik greift noch tiefer, sehr tief- das ist sozusagen substanziell.

Januar 29th, 2019

Verschwörungstheorien – Ursachen, Gefahren, Strategien, Bernd Harder

Posted in bücher by Dolf

Alibri Verlag, Postfach 100 361, 63739 Aschaffenburg, www.alibri.de

Eines mal vorneweg, natürlich gab und gibt es Verschwörungen und sicher werden in Zukunft auch noch neue Informationen und Fakten auftauchen welche ganz andere Erklärungen für vorherrschende Auffassungen und Verhältnisse liefern als bis heute bekannt. Insofern ist es natürlich erst mal richtig generell nicht alles zu glauben was einem mitgeteilt wird – aber eben auch nicht nur weil es ein „Verschwörungslabel“ trägt, hier ist besondere Vorsicht geboten. Denn oftmals geht es den „Verschwörungstheoretikern“, die hier angesprochen sind, nicht um Aufklärung sondern um ganz andere Dinge. So suchen sie meist lieber einen „Schuldigen“ anstatt nach Ursachen. Darüber informiert ganz hervorragend dieser kleine Band.

Januar 29th, 2019

Cartoons gegen Rechts! – Dennis Metz (Hrsg.)

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Damit kann man nichts falsch machen und so ist es auch mit diesem Band. 21 Cartoonistinnen und Cartoonisten zeigen in über 120 Cartoons warum Rechte blöd sind und meist eben nicht „recht“ haben. Ein kurzes Vorwort von Andreas Hollstein und schon legen die ZeichnerInnen (u.a. Katharina Grewe, Michael Holtschulte, Kittihawk, Reiner Schwalme, Schwarwel, Gerhard Seyfried) mit ihren kritischen und dennoch oft lustigen Karikaturen los und stellen rechte Gedanken bloß. Eigentlich ist jeder einzelne Cartoon ein Volltreffer und sie unterscheiden sich nur in Nuancen in der „Lustigkeit“, denn eigentlich ist es ja gar nicht lustig. Aber, man darf auch bei diesem Thema seinen (kritischen) Humor nicht verlieren.