Dezember 4th, 2019

Die Gesellschaft des Zorns – Rechtspopulismus im globalen Zeitalter, Cornelia Koppetsch

Posted in bücher by Dolf

transcipt Verlag, Hermannstraße 26, 33602 Bielefeld, www.transcript-verlag.de

Das hier ist wirklich eine tolle Analyse warum die Situation in Deutschland, und nicht nur hier, so ist wie sie ist. Will heißen, warum Rechts-Parteien seit einiger Zeit so viel Zuspruch bekommen. Laut der Autorin begann das alles in den 1960er Jahren und nun haben wir den Salat. Denn, viele der Menschen die „für“ die Rechten sind, sind eigentlich gar nicht klassisch rechts, sondern fühlen sich viel mehr abgehängt oder zumindest nicht mehr mitgenommen von dieser Gesellschaft. Sie können den Epochenbruch der Globalisierung mit seinen einhergehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Grenzöffnungen nicht verkraften und empfinden einen Kontrollverlust.

Dezember 4th, 2019

Vom Imperiengeschäft – Konzerte – Festivals – Soziales: Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören, Berthold Seliger

Posted in bücher by Dolf

edition Tiamat, Verlag Klaus Bittermann, Grimmstrasse 26, 10967 Berlin, www.edition-tiamat.de

In diesem Buch spannt der Autor einen großen Bogen, von der aktuellen Situation in der globalen Konzertlandschaft, wo eine Komplettkommerzialisierung zusammen mit einer beinahe Monopolisierung stattfindet bzw. gefunden hat, und schafft es einen sehr guten Einblick zu gewähren (die Weltbeherrschenden Giganten sind AEG, CTS Eventim und Live Nation). Er erzählt die Geschichte der Musikfestivals, der kalifornischen Ideologie der Hippies und was das alles mit dem Silicon Valley zu tun hat. Er beschreibt städteplanerische Entwicklungen am Beispiel von Immobilienverwertung und dem Umgang mit Kulturorten im öffentlichen Raum.

Dezember 4th, 2019

Deutschland dreht durch! – 70 Jahre Grundgesetz, Cartoons zur Lage der Nation, Martin Sonntag und Saskia Wagner, Hrsg.

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Dieses Buch lag direkt nach „Die Gesellschaft des Zorns“ auf dem Stapel, was für ein Zufall, während in dem einen Buch genau erklärt wird was hier los ist, wird das Thema hier auf anderem Niveau behandelt. 41 ZeichnerInnen schauen auf den Zustand im Lande und karikieren ihn mit spitzer Feder. Oliver Mario Schmitt schreibt ein Vorwort und schon geht es los, oft in Farbe, aber auch Schwarzweiß und sogar ein paar Fotomontagen. Immer irgendwie lustig, manchmal sehr, treffend, anklagend, bloßstellend… wie immer ist alles dabei. Viele der CartoonistInnen sind bekannt, einige Namen liest man sicher zum ersten Mal. 128 Seiten mit gut 100 Cartoons viel politischen Statements zur Situation in Deutschland.

Dezember 4th, 2019

Cartoons für Musiker – Bin ich laut genug? Michael Hochschulte und Martin Perscheid, Hrsg.

Posted in bücher by Dolf

Lappan Verlag, Würzburger Straße 14, 26121 Oldenburg, www.lappan.de

Im Prinzip könnte man hier genau das gleiche schreiben was ich auch schon zu dem ersten Band vom letzten Jahr geschrieben habe, außer das hier drei Cartoonisten weniger (12) vertreten sind. Es handelt sich auch hier um ein „lustiges Buch für und über Musik bzw. Musiker“. Handliches Format, es geht ohne Umschweife, sprich Einleitung, direkt los, hier und da ein schmunzeln und ertappte ich mich ein zweimal beim Lachen? Da könnte echt mehr gehen, das ist mir hier zu oberflächlich und gefühlt immer die gleichen Witze – wieso macht sich niemand über Trap-Musik lustig, als Beispiel… meine Begeisterung hält sich in Grenzen, gern hätte ich mehr gelacht.

Dezember 3rd, 2019

Bratpack aus # 135, 2009

Posted in interview by Jan

BRATPACK … „It’s all about the fun, and not about making a living“

Wie kam ich auf Bratpack? Diese wunderbare, neue, frische HC-Punk-Band aus Holland, die sich anfangs ganz der amerikanischen Variante von Hardcore verschieben haben, Rich Kids on LSD, Adolescents und frühen NOFX, sich aber nach einem Demo, einer Single und mit ihrer ersten Platte „Hate the neighbours“ zunehmend von ihren Vorbildern emanzipieren können? Ich glaube, Litty gab mit den Tipp, danke noch mal!

Dezember 3rd, 2019

Nihil Baxter aus #145, 2010

Posted in interview by Jan

„A bunch of assholes playing as fast as they can. And faster!!!“

Interview mit NIHIL BAXTER

Nihil Baxter kommen aus Süddeutschland und existieren als Band seit Juni 2007. Ende Februar 2008 wurde das erste Demo-Tape eingespielt, Matze schrieb dazu im Trust # 130: „Ich habe hier das auf 50 Exemplare nummerierte max. C-20 Demotape, das es aber auch als Cdr gibt. In bester DRI-Manier wird hier losgeprügelt, erinnert mich an die Surf Nazis Must Die (R.I.P.), wobei NIHIL BAXTER textlich in eine andere Kerbe hauen. In aller gebotenen kürze werden kämpferische Fuck you’s an allle verteilt, die es verdient haben ohne dabei stumpf zu wirken. Super Teil, hier ist jemand wirklich angepisst.“

Dezember 3rd, 2019

VOETSEK aus #137, 2009

Posted in interview by Jan

Voetsek

Ich gestehe, ein Banause zu sein. Die amerikanische Thrashcoreband Voetsek sollte zweimal im Zuge ihrer Europa-Tour in meiner Stadt spielen und ich bin nicht hingegangen. Ich kannte die Band vorher nicht und mein Urteil über die paar Songs bei Myspace fiel eher gering aus. Somit besuchte ich am ersten Tag der Show eine Party, um am darauffolgenden Tag, mir die Band aus San Franzisco zu Gemüt zu führen. Nach zwei Vorbands (unter anderem mit Cold War aus Berlin, die zusammen mit Voetsek eine Split veröffentlicht haben) wurde mir gesagt, dass die Band weiter nach Hamburg ist und nicht mehr spielen sollte.

Dezember 3rd, 2019

REFUSE RECORDS aus #190, 2018

Posted in interview by Jan

“No god, no prophet, no profits, no leader, no masters – no book of lies“
(Nations on Fire – Nice Song, 1991)

Interview mit Refuse Records

Refuse Records ist ein geiles europäisches HC-Punk-Label, das sich schwerpunktmäßig auf Veröffentlichungen von Straight Edge-(aber nicht nur)-Bands konzentriert. Betrieben wird das Label seit der Gründung in den 90er von Robert, 2018 ist das 25ste Label-Jahr, Glückwunsch!
Robert kommt ursprünglich aus Polen, lebt mittlerweile in Berlin und pendelt zwischen dort und Warschau. Ich bin seit langem Fan von seinem Output, sowohl von den aktuellen Bands als auch den Rereleases. Er hat einfach ein Händchen für geile alte und neue Bands wie zum Beispiel Government Flu (sie wurden auch im Trust # 175 von 2015 interviewt, das Gespräch gibt es online auf der Trust-Seite), Vitamin X, Coke Bust, Tangled Lines, Seein Red, Nations on Fire (Strike the match!!!) oder Catharsis.

Dezember 3rd, 2019

Schmand aus #145, 2010

Posted in interview by Jan

Eingängiger Math-Core und beyond…
Interview mit SCHMAND

Schmand aus Süddeutschland sind eine ganz neue Band. Es gibt zwei Demos, geplant ist die Debüt-Platte. Musikalisch wird hier der sogenannte Fast- mit gebrochenen Math-Core durch adornitische Gemälde-Strukturen implizit… na ja, ihr wisst Bescheid! Nicht? Das Helldriver Magazin beschreibt es sehr treffend, beide Demotapes der Band sofort besorgen!!!

Dezember 3rd, 2019

NO FUN AT ALL aus #137, 2009

Posted in interview by Jan

NO FUN AT ALL

Lange Zeit war es sehr still um den flotten Fünfer aus Fagersta, Schweden. Hier und da gab es Hoffnungsschimmer in Form von Wiedervereinigungskonzerten, aber diese wurden jeweils als Einmaligkeit angepriesen. Wie das aber immer so ist im Leben, halten Versprechungen nicht für die Ewigkeit. Mit gereiftem Auge für ihren eigenen Sound, den sie auf dem letzten Burning Heart Release „The State Of Flow“ verraten hatten, besannen die gealterten Melodypunker sich eines Besseren.

Dezember 3rd, 2019

SKATEPUNK aus #140, 2010

Posted in artikel by Jan

Von unserem amerikanischen Gastautor, US-Punkflyer-Archivar David Ensminger (auf dessen riesige Flyer-Sammlung z. B. für unser SST-Special in Trust #133, das The Crowd-Interview in Trust #134 zurückgegriffen wurde, damit auch schon Ausstellungen in den USA, Europa gab und Mitte 2010 wieder nach Deutschland kommt) sowie Fanzineschreiber für das online Zine www.leftofthedial.com (cooler Replacements Song!).

Deutsche Übersetzung: Jan Röhlk und Andrea Stork

***

Re-imagining the Geography of the Wasteland: The Convergence of Punk and Skateboarding

Vorbemerkung: Dieser Artikel versucht nicht, einen kompletten Überblick zu geben, sondern auf der Basis von Geschichte und Theorie biete ich einen Dialog zu den Verbindungen zwischen Punk- und Skate-Kulturen aus einer amerikanischen Perspektive an. Ich habe vor, diese Sichtweise sehr bald mit einem breiteren Blick auf die weltweiten Szenen zu erweitern.

Dezember 3rd, 2019

Chaos Computer Club aus #127, 2007

Posted in Allgemein by Jan

Interview mit dem Constanze von dem CHAOS COMPUTER CLUB

Ihr kennt den Chaos Computer Club oder? Die aus dem Film „23“ oder? Oder nicht? Gibts es oder könnte es bald eine internetgestützte Basisdemokratie geben, wie es der Soziologe Robert Kurz heute schon für möglich hält? Was ist eigentlich ein Hacker? Wie sieht die digitale Zukunft und somit die Umgebung der Arbeitsplätze von uns aus? All das wollte ich anschneiden und Constanze von der Presse-Abteilung des CCC aus Hamburg hat sich gemeldet.

Dezember 3rd, 2019

BILDBLOG aus # 169, 2014

Posted in interview by Jan

TRUST: Eure Kritik an den Fehlern der freien Presse ist doch eigentlich am Ende auch nur die Forderung nach einem starken Kontroll-Staat, das wollt ihr also, die planwirtschaftliche, gleichgeschaltete, zensierte tugend- terroristische „PC“-Presse, Sozialismus, Untergang des Abendlandes etc. pp.!
BILDBLOG: Ganz genau.

Im Gespräch mit das BILDblog, dem Watchblog für deutsche Medien

Ich erwähnte schon mal die beste (Start-) Seite im Netz, den bildblog.de. Checkt den unbedingt mal aus. Ja, ich weiß, dass ihr alle nie niemals nicht die „Bild“ auch nur mit spitzen Fingern anfasst. Aber auch sonst lest ihr wirklich nie andere Publikationen aus dem Verlagshaus Axel Springer? Nie „Musikexpress“ oder „Metal Hammer“? Und von der Springer-Presse abgesehen, den die macht nach wie vor Fehler und ignoriert Ethik-Richtlinien, aber das machen leider eben viele andere Medien auch …und dieses über die „Bild“ hinausgehende Problem wird seit 2009 ebenfalls unter der genannten Web-Adresse publiziert. Einerseits passiert nach wie vor vieles zur „Bild“, andererseits aber eben auch Medienkritik darüber hinaus. Und das könnte euch ja dann doch am Ende interessieren, es sei denn, ihr lest wirklich nie, aber dann würdet ihr ja auch nicht diese Empfehlung von mir gerade lesen…

Dezember 3rd, 2019

TRUST # 199 (December/January) is out now! sorry sold out

Posted in news by Dolf

Der Inhalt diesmal:
Interviews/Geschichten mit:

Partei der Humanisten, Bremencore-Special, The Coathangers, Boss Ross Effect, Flipper und Rauchen

Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und Büchern sowie ausgesuchte Tourtermine, geile Konzertfotos und oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches Gesamtkunstwerk!

Das Heft kann auch per Paypal bestellt werden. Das ist einfach, jedoch fallen ein paar Cent Transaktionskosten an.

Aktuelles Trust (Versand: Inland)

Aktuelles Trust (Versand: Ausland)

Dezember 2nd, 2019

The Raws aus aus #198, 2019

Posted in interview by Jan

Ein Einblick in die türkische Undergroundszene mit The RAWS

The RAWS aus Instanbul sind nicht nur die einzige Punkband die ich aus der Türkei kenne, sondern es ist auch die erste türkische Band, die im Trust interviewt wird! Weil für mich der türkische Underground, abgesehen von dem Film „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“ von Fatih Akin und Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) aus dem Jahre 2005, ein unbekanntes Terrain ist, sprudelten die Fragen nur so über. Hinzu kommt die beschwerliche, politische Situation, dass in der Türkei unter der Machtopposition von Erdogan, sich vieles zum negativen gewendet hat und Systemkritiker mit Knast oder anderen willkürlichen Repressionen zu rechnen haben.

Dezember 2nd, 2019

F.O.D. aus #198, 2019

Posted in interview by Jan

Es gibt Bands bei denen schlichtweg kein Mindesthaltbarkeitsdatum zu existieren scheint, die einfach nie schlecht werden, sich immer treu bleiben und nie an Energie oder Attitüde verlieren. So auch F.O.D. alias FLAG OF DEMOCRACY. 1984 erschien ihre erste Single „Love Songs“, darauf zu hören ist auch einer ihrer größten, frühen Hits „Powerload“. Es folgten acht weitere Studio-LP´s, plus einer Live-LP, bei denen es schwer fällt, explizit den besten Tonträger hervorzuheben.

Dezember 2nd, 2019

KINK RECORDS aus #188, 2018

Posted in interview by Jan

„Kink Records war und ist ein zeitintensives Hobby, das sich mittlerweile immerhin selbst trägt. Wenn Gewinn gemacht wird, dann fließt der auch direkt wieder in den Mailorder oder in anstehende Veröffentlichungen. Natürlich wäre es traumhaft, davon leben zu können und keinen anderen nervigen Job machen zu müssen, aber in dieser Form ist das völlig unrealistisch. Mein Anspruch mit Kink Records ist es, die Platten zu fairen Preisen anzubieten und dabei coole DIY-Punk/Hardcore Labels und Bands zu unterstützen. Um davon leben zu können, müssten die Preise deutlich erhöht werden und ich müsste viel zu viele Kompromisse eingehen und Bands/Labels verkaufen, mit denen ich nichts anfangen kann. So wie es momentan läuft, trägt sich das Ganze selbst und ich kann mir einen Teil meiner eigenen Plattensammlung dadurch finanzieren. Das ist super und auf diesem Level wird sich Kink Records wohl auch in Zukunft bewegen“.

Interview mit KINK RECORDS

Es gibt zahlreiche klassische Aktionsformen im DIY-HC-Punk: neben Vokü/Food not Bombs und anderen politischen Aktionsformen haben wir da folgendes: Band – das machen die meisten. Konzerte organisieren – machen auch nicht wenige. Fanzine – machen ein paar. Label – das machen auch wieder viele. Mailorder – das hält sich wiederum in Grenzen, deshalb ist es mir eine große Freude, euch mit Kink Records einen guten Mailorder und cooles Label empfehlen zu können.

Dezember 2nd, 2019

Dr. Strange Records aus #197, 2019

Posted in interview by Jan

Trust: Also, die Sache mit den Punk-Accessoires: ich will jetzt nicht dein Geschäft „dissen“, ich bin einfach nur neugierig, was deine Gedanken zur der folgenden Meinung sind: sind die Käufer von Punk-Accessoires (wie Bondage-Hosen, Lederjacken, Creepers und Nietengürtel), sind das nicht eigentlich genau die, die Punk nicht „richtig“ verstanden haben, so von wegen es geht doch gar nicht um diese Accessoires, Punk ist eine Haltung, es geht um unabhängiges Denken in dieser Crass-Think for yourself-Tradition und dann kommt dann die Armee der identischen Lederjacken-Spikes-Punk-Klone, die alle gleich aussehen, aber dann was von Individualität erzählen…
Bill von Dr. Strange Records: Ich stimme mir dir total überein. Ich meine damit, dass ich dich zu 100 Prozent verstehe. Ja, Punk-Rock ist eine Einstellung und meiner Meinung nach muss man nicht einmal „Punk Bands“ hören oder kennen, um ein Punk zu sein. Solange du tust, woran du glaubst und dein Bestes für eine positive Veränderung tust, bist du in meiner Gedankenwelt ein Punk. Was den Verkauf von Kleidung betrifft… Nun, ich trage immer noch Creepers, habe Ohrringe usw., das ist das, was ich eben mag. Ich bin nicht in der Lage, diese herzustellen, also muss ich sie „irgendwo“ kaufen und wenn die Accessoires jemandem helfen, sich auszudrücken oder zu zeigen, dass sie „anders“ sind, dann ist das für mich in Ordnung. Die eine Sache, die ich hasse, ist, wenn ein Kunde, normalerweise ein „Kind“ im Alter eines Teenagers, einen Patch oder Button von einer Band kauft, von der sie KEINE AHNUNG haben, wer es ist. Ich bin nicht so drauf, dass ich ihnen dann sage, dass sie gehen sollen, das tue ich nie, es liegt nicht in meiner DNA, so ein Arsch zu sein – aber vielleicht öffnet dieser Patch ihren Geist und dient als Einstieg in eine ganz andere Welt?

Turn and face the strange: Record Collectors – meet your new god:
Dr. Strange Records

Bill von Dr. Strange Records aus dem Großraum Los Angeles ist jemand, den man eigentlich nur mit dem Begriff „Überzeugungstäter“ charakterisieren kann. Er betreibt seit genau 30 Jahren (Glückwunsch!) unermüdlich seinen Punkrock-Plattenladen-Klamotten-Mailorder. Einerseits versorgt er also den Record-Collector Scum mit raren Platten (die Überschrift dieses Interviews bezüglich Record Collectors ist seit langer Zeit sein Anzeigen-Pitch) und für die Kids gibt es eben lecker Klamöttchen. Natürlich kann man sich auch alles online bei ihm besorgen. Und er macht auch noch ein tolles Label seit Ende der 80er.

Dezember 2nd, 2019

FAIRY LIGHTS aus # 190, 2018

Posted in interview by Jan

„Der Name Fairy Lights entstand, als ich einen Artikel über einen Typ in England las. Er verwendete seine Weihnachtsdekorationslichter in der Form eines Penis vorne auf seinem Haus, um seine Nachbarn zu ärgern“

Interview mit THE FAIRY LIGHTS

Ich bin nicht gut darin, neue unbekannte Bands zu entdecken und das auch noch beurteilen zu können, ob und wie groß dieser Gruppe werden wird. Also, das können echte „Trüffelschweine“ viel besser (unsere früheren Schreiber Daniel und Al konnten das wunderbest!). Was ich aber gut kann, das ist aus bereits bestehenden Sachen neue zusammenzusetzen. Insofern war es auch kein Wunder, dass ich die geile „neue“ Band THE FAIRY LIGHTS deshalb „entdeckte“, weil ich mit ihrem Sänger und Gitarristen Kenny Chambers auf Facebook befreundet bin und er krasse Demo-Songs von just jener Kapelle postete.
Kenny Chambers? Genau, Kenny Chambers!

November 29th, 2019

FUSE AND/FLUID TO GAS/F-Spin Records (#114, 2005)

Posted in interview by Thorsten

FLUID TO GAS

Diese Band und Trust passen wie die Faust aufs Auge. Der guten Musik gewidmete. leidenschaftliche, lange tot geglaubte, vom DC-Spirit inspirierte Individualisten, die immer weitermachen, sich aber auch versuchen immer weiter zu entwickeln. So verwunderte es mich kaum, als mich Anfang des Jahres Oise von Là Par Force fragte ob es Fluid To Gazi immer noch gäbe. Fatzo lacht auf Grund des subtil gemachten Vergleichs. Es sei nicht so, als ob er versuche Fugazi zu imitieren, aber dennoch habe er bei deren Musik ein so überwältigendes Gefühl, dass er dieses auch haben will, wenn er selbst Musik macht. Seit 1994 gibt es die krachige, energiegeladene Band aus dem Umfeld des Bonner Revolution Inside Labels (RIP).

November 29th, 2019

NO GAMES INVOLVED (#108, 2004)

Posted in interview by Thorsten

Wenn man in New York unterwegs ist, kommt es nicht gerade selten vor, dass einem irgend jemand irgend etwas andrehen will. Meist geschieht dies in der u-bahn. „batteries one dollar – batteries one dollar“ klirrt es einem ungefähr alle 15 minuten mit schrillem asiatischen akzent in den ohren. 5 minuten vorher sind meist die kids da, um mit ihren dollar candies noch ein weiteres, tausendstes schulbasketball team auf die beine zu stellen. Manchmal trifft man auch schreiberlinge, die ihr neustes poetry werk feil bieten, selbstverständlich mit widmung, dass wahre schönheit und wirklicher sprachwitz nur in der u-bahn zu finden seien – fuck bowery ballroom. Tja, also batterien brauche ich nicht und für candy bin ich mittlerweile auch zu fett. Mit anderen worten: mit mir ist kein sonderlich guter schein zu machen. Und das eine mal, als ich weich wurde und ein buch gekauft habe, kam, oh überraschung, nur dünnes dabei heraus.

November 29th, 2019

DISCO DRIVE (#115, 2005)

Posted in interview by Thorsten

Ist das verwunderlich, dass eine Band namens Disco Drive tanzbare Musik macht? Oder ist es nicht eher verwunderlich, dass sich die gleiche Band mindestens genauso stark auf Dischord bezieht? Auf den tanzbaren Teil jedenfalls, Q And Not U nämlich, El Guapo und mit Abstrichen vielleicht noch auf Black Eyes. Nein, natürlich verwundert das nicht, und es funktioniert sogar sehr gut, wie auf dem Debüt-Album „What’s Wrong With You, People?“ zu hören ist.

November 25th, 2019

YEAH YEAH YEAHS aus #136, 2009

Posted in interview by Jan

YEAH YEAH YEAHS

In dem wohl klamaukigsten Rock’n’Roll Film aller Zeiten, Josy & the Pussycats, lässt deren durch und durch unsympathischer Manager Wyatt sich über die Erfolgsgeschichten verschiedener Namensgebungen aus. Alan M. rät er die Abkürzung seines Nachnamens zu unterlassen, das hätte schon Sheila E. geschadet. Die Prince-Schlagzeugerin ist aber meiner Meinung nach ebensowenig in Vergessenheit geraten, wie die mysteriös inszenierte Frontfrau der New-Yorker Band Yeah Yeah Yeahs, Karen O., die sich spätestens mit dem Hit ‚Rich‘ in die Herzen aller avantgardistischen Garagenfans sang.

November 24th, 2019

NERVOUS BREAKDOWN aus #150, 2011

Posted in interview by Jan

Trust: Black Flag mit Reyes, Keith Morris, Rollins oder Dez?
Nervous Breakdown: Sean Connery!

Interview mit Nervous Breakdown

Carsten Herder, Ruhrpott-Fanzine-Multiplayer, feierte mit sechs Bands eine spitzen Geburtsagsparty in Münster. Besonders die Hamburger Punkband Yacopsae überzeugte wieder mal mit ihrem absoluten musikalischem Abriss, dazu spielten Chuck Damage auf, gefolgt von den Dänen von Love Potion, die mit ihrer Version von japanischen Hardcore auch gefielen. Die neue Band von Jobst und Nagel namens Blood Robots hatte ihren zweiten Gig ever und Idle Hands gaben ihren letzten Auftritt.

November 24th, 2019

ABC NO RIO aus #184, 2017

Posted in interview by Jan

Trust: Denkst du, dass eure ganze Unternehmung erfolgreich war (und ist), ihr also wirklich einen unkommerziellen, friedlichen und alternativen Ort in der New Yorker-Underground-Bewegung geschaffen habt?
Auf jeden Fall, ABC NO RIO war darin sehr erfolgreich. Es war natürlich schockierend, dass man jedem eigentlich völlig selbstverständliche und einfache Dinge wie „keinen rassistischen, homophoben oder sexistischen Bullshit“… sagen musste. Aber seitdem denke ich, dass unsere Haltung wirklich beispielhaft für viele andere Projekte in New York und auch in den USA wurde, sogar außerhalb der Punk-Welt. Unglücklicherweise ist es immer noch wichtig, solche oben genannten Dinge zu betonen, gerade angesichts der momentanen politischen Lage in den Staaten.

Zur aktuellen Situation vom ABC NO RIO in New York City

Wir befinden uns im Jahre 2017 nach Vinnie Stigma. Ganz Manhattan ist von den Gentrifizierern besetzt… Ganz Manhattan? Nein! Ein von unbeugsamen Aktivisten bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Gentrifizierern Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Gentrifizierer, die als Besatzung in den befestigten Lagern Uptown-, Midtow- und Downtown-Manhattan bzw. West Side liegen…