Oktober 4th, 2011

EGOTRONIC (#137, 08-2009)

Posted in interview by jörg

Kurze Bedienungsanleitung: Ja, „darum“ geht`s auch, und zwar in den letzten Fragen. Skippen sie also dorthin, wenn „es“ ihnen pressiert. Ansonsten: Die Berliner Band Egotronic macht elektronische Musik mit politischen Texten. Wikipedia meint: „Auch in den Texten der Band wird häufig politisch Stellung bezogen, etwa zu den Debatten um Leitkultur, Jürgen Möllemann und Antisemitismus sowie mit dem Song „Nicht nur Raver“ zu den Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen und den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Mügeln 2007.“

Es heisst oft „electropunk“, finde ich jetzt eigentlich nicht soo punkig, also Le Tigre hört man den Punktouch eher an, bei Egotronic manifestiert sich der Punkeinfluss eher in den Texten (s.o., könnten alle auf legendären deutschsprachigen Punksamplern entstanden sein, ja gut, „Pogen gegen Deutschland“ müsste es dann nur heissen), egal. Die Band gibt`s knapp 10 Jahre, wer schon mal die blauen Shirts mit „Raven gegen Deutschland“ gesehen hat, der kennt somit eines der bekanntesten Stücke der Band. Dieser Song – quasi Egotronics „If the kids are united“ – ist auf der zweiten Platte „Lustprinzip“ drauf, eine Scheibe, die mich nach dem ersten Durchlauf null begeisterte, aber nach mehrmaligen Hören völlig gekickt hat.

Mit der dritten LP, die Ende 2008 raus kam, sieht die Diskografie der Band bei dem Hamburger Label Audiolith Records circa genau so aus: 2005 Nein Nein/Luxus Single, 2006 Die Richtige Einstellung LP, 2007 Lustprinzip LP, 2008 Kotzen Single, 2008 EGOTRONIC LP. Mit Torsun, dem Sänger und Gründer der Band, führte ich von Januar bis März 2009 dieses Gespräch.

***

Hi Torsun, Glückwunsch zu dem gelungen Cover eurer Dritten LP. Das Original war ja eine Elvis LP, die dann The Clash verändert haben und nun verändert ihr das, sieht spitze aus. Elvis und The Clash hörte ich bisher bei euch noch nicht so raus oder täusche ich mich da? Den politischen Anspruch von The Clash plus die Feierlaune vom King? Wobei man Clash oft vorwirft, sie wären die Erfinder von Bands wie Rage against the machine – politischen Bands, die auf Major Labels gegen Industrie wettern und irgendwie denkt man sich, der ganze Polit-Kram ist nur Attitude oder soll ein Alleinstellungsmerkmal sein, um sich von anderen Bands abzugrenzen…

Torsun: Hi Jan, vielen Dank, es gab beim Cover sogar die überlegung, auf der Rückseite das Elvis-Cover nachzubauen. Wir haben uns dann aber für den Hintern entschieden. Musikalisch hat das ganze natürlich nicht wirklich was mit Elvis oder The Clash zu tun. Ich glaube nicht, dass das Politische bei Bands wie Clash oder Rage against the machine nur Attitude ist, sondern sie haben vermutlich -so wie ich auch- über Themen gesungen, die sie beschäftigt haben. Wenn dann der Hörer meint, die Band auf das Politische reduzieren zu müssen, ist das mehr das Problem des Hörers, als des Künstlers.

Stimmt natürlich auch wieder, sicher meinten die das nicht nur als Verkaufsargument oder so. Was anderes, du bist ja seit einiger Zeit neben Egotronic als DJ tätig, ist das dieses One foot in da Rave (das ist ne Anspielung auf diese oldies Punk band One foot in the Grave oder, gibt“s die noch)?

Torsun: Meine DJ-Tätigkeit und 1 foot in da rave sind zwei Paar Schuhe, auch wenn beides oft zusammen läuft. 1 foot in da rave ist ein live-act, den Rampue und ich gegründet haben. Den Namen haben wir in Anlehnung an die Redensart „One foot in the grave“ gewählt. Ich weiss zwar, dass es eine Punkband mit dem Namen gibt, hab sie aber noch nie gehört.

Wir produzieren harte Techno-Tracks, die sich zwischen dem Frankreich-Sound ala data oder justice und dem neuen italienischen Rave-Sound ala crookers bewegen. Wir wechseln bei fast allen Shows fliessend von einem live-Set in ein DJ-Set. Wenn ich nur auflege, bin ich als Nick Rave unterwegs.

Techno ist ein gutes Stichwort, da muss ich dich mit zwei Fragen auf einmal überfallen. Wahrscheinlich trete ich keinen von den Trust Schreiberinnen und Leserinnen zu arg auf den Schlips, wenn ich sage, in dem Bereich bestehen „ungenaue Kenntnisse“. Ich hab mich kürzlich mit DJ AssAULT beschäftigt, das fand ich ganz interessant und hab von einem Techno-Kumpel auch mal ein early Detroit Techno Tape bekommen, hat mir auch gut gefallen. Ist so was der Techno, den du auflegst oder mehr so Gabba Techno? Tu ma Einführungsüberblick in guten Techno, ha.

Torsun: Der Techno/Elektro, den ich auflege, hat wenig mit Detroit-Sound oder Gabba zu tun. Ich steh derzeit z.B. sehr auf den neuen italienischen Rave Sound ala crookers (myspace.com/crookers) und congorock (myspace.com/congorock), aber auch auf harten Elektro-Sound wie fukkk offf (myspace.com/fukkkofff) oder boys noize (myspace.com/boynoize).

Wenn du dir die zugehörigen myspace-Seiten anguckst, bekommst du einen guten Einblick, wie meine DJ-Sets klingen. Allerdings ist mein Musikgeschmack beim ausgehen sehr unterschiedlich. Nach durchfeierter Nacht darf es zur Afterhour gerne auch minimaler sein, wie du es in Berlin an jeder Ecke findest. Selbst leg ich aber nur den härteren Kram auf. Kannst ja auch mal die 1 foot in da rave page (mysapce.com/1footindarave) oder meine DJ-Seite (myspace.comtorsunakanickrave) checken.

Einige alte us-Punks wie Jello Biafra und Greg Ginn sahen im Aufkommen der Techno-Bewegung Anfang der 90er die Fortsetzung von Punk-Ethiken wie DIY nur in einem neuem Umfeld, dass revolutionärere Sounds und Ideen besser transportieren kann als „Rockmusik“. Denkst du, diese Aussage hat für eine heutige Techno-Underground-Szene Relevanz, stimmt das? Ich denke, Techno findet natürlich auch im Underground stand, aber ich kenne kein einziges unkommerzielles Techno Fanzine…

Torsun: Gerade für die Berliner Feierszene hat die Aussage definitiv Relevanz. In keiner anderen Szene hier findest du so viele illegale Partys oder Clubs, die DIY organisiert werden und die Leute sind sogar bereit, für diese Art der Feierkultur zu kämpfen. Unkommerzielle Fanzines oder so was gibt es hingegen kaum. Woran das liegt, weiss ich allerdings auch nicht. Wirklich revolutionär ist das natürlich nicht. Das war Punk meiner Meinung nach aber auch nicht unbedingt.

Reden wir über Berlin. Ich hatte da mal zwei Jahre gewohnt und war am Anfang total begeistert von dem riesen Konzertangebot. Ich komme ja aus Leverkusen, einer Kleinstadt, wo man – wenn man was anders als Mainstream machen wollte – in dem einzigen existierenden Jugendzentrum mit allen möglichen Leuten zusammenarbeiten „muss“, Hip Hoper, Metaller, Punks, Hardcoreler etc. In Berlin ging“s mir nach nem halben bis ein Jahr die „Verselbstständigung der Verselbstständigung“ auf den Keks. Da ich jetzt durchaus auch mal MC Hammer und Napalm Death höre, fand ich mich irgendwie zwischen allen Stühlen wieder  war „mein“ Problem, aber ich war dann froh, dass ich nach Frankfurt gezogen bin, nachdem mein Studium durch war. Jetzt bist du ja genau den anderen Weg gegangen, kann man das so sagen? Du kommst hier aus Hessen / Frankfurt / Main und bist dann nach Berlin gezogen? Kannst du das irgendwie nachvollziehen, was ich über Berlin gesagt habe? Ihr habt ja auch schon mal gegen In-Berliner gewettert oder so Vermisst du Frankfurt?

Torsun: Du hast schon recht. In Berlin hat jede musikalische Subkultur ihre eigene Nische, so dass sich wenig mischt, wobei das langsam auch aufzuweichen scheint. Ich merk das alleine schon daran: nachts zur prime-time höre ich gerne hartes Elektrogeboller und morgens eher minimal, es gibt aber so gut wie keine Orte, wo man beides finden kann, obwohl der Bruch ja längst nicht so hart wäre, wie bei deinem Beispiel mit MC Hammer und Napalm Death.

Ich hab mich dran gewöhnt, einfach öfters die Location zu wechseln, wenn ich beides haben will. Ausserdem versuch ich grad, mit Freunden eine Party-Reihe aufzuziehen, die beides verbindet. Nach Frankfurt sehne ich mich allerdings in keinster Weise zurück, da ich einfach die grosse Stadt brauche, in der man nicht schlafen muss, wenn man nicht will und das geht in Deutschland nun mal nur in Berlin.

Grosses Kompliment, Hut ab, das Cover „Jenseits vom Raven“, echt der Hammer, hab mich kaputtgelacht, der gute alte Schlager, „Jenseits von Eden“, ha ha. Kannst du uns das als Layoutmaterial zur Verfügung stellen, wessen Idee war das eigentlich?

Torsun: Das jenseits vom Raven-Cover war eine Spontanidee von mir, als ich den Track gebloggt hab. Das Pic gibt“s leider nur in ganz klein, du kannst es aber gerne benutzen.

Ihr spieltet in Frankfurt doch an Sylvester 2008 / 2009 nen geheimes Konzert, wie war“s?

Torsun: Sehr schön, wie eigentlich immer, wenn wir in Frankfurt spielen.

Bestimmte Läden in Deutschland liegen euch ja sehr am Herzen, z.B. das Conne Island in Leipzig, da es ein Zentrum der antideutschen Ideenfabrikation ist, und wo ihr auch Stellung bezogen habt gegen das Konzert der rechtsoffenen Skinband Stomper 98 und drohtet, euer Konzert abzusagen, falls die dort ne Woche vorher spielen würden. Fand ich ne gute Aktion und hat mich wieder dazu bewegt, den Crass Song über Oi, „The greatest working class rip off“ aufzulegen. In Frankfurt spielt ihr im Ivi, das Institut für vergleichende Irrelevanz, ein besetztes Uni-Institutsgebäude

Torsun: Das mit dem Conne Island ging noch weiter. Die Oi-Band durfte dann doch spielen, weshalb wir jetzt mit dem Conne Island zerstritten sind und dort nicht mehr auftreten werden. Fürs Ivi spielten wir das erste Mal kurz nach der Besetzung und seitdem sind wir dicke mit dem Laden.

Noch mal zum Thema Auftritte… Am krassesten muss es ja bei euer Releaseshow zur dritten LP abgegangen sein, so was habe trotz aller wilden Punkkonzertberichten noch nie gehört oder gelesen „Bei der Releaseshow in Leipzig war die Bühne so voll, dass ich irgendwann in den Backstage gegangen bin und Bier getrunken hab und das hat einfach keine Sau gemerkt! Das Publikum hat eh gesungen, das war glaub ich bei „Die Partei` oder so. Und als das Lied zu Ende war, bin ich dann wieder rausgegangen, bei den Zugaben ging es dann ganz normal oben auf der Bühne weiter. Aber prinzipiell ist das natürlich klasse, weil ichs ja eigentlich ganz geil find, wenn das so ein bisschen vermischt ist und diese imaginäre Grenze so verwischt wird, aber nicht ein ganzes Konzert lang.“ Das ist bestimmt nen Highlightkonzert in der Bandgeschichte, gibt`s auch negative Highlights, keine Besucher, alles geht schief? Auf deinem Blog gibt`s ein lustiges Video, wo ein Oi-Skin mit Pöbel und Gesocks Shirt zu eurer Musik auf der Bühne tanzt, sehr lustig.

Torsun: Das war auf der Release-Show zum zweiten Album „Lustprinzip“ und war wirklich klasse. Seit der Zeit ist es eigentlich bei fast jeder Show so, dass Leute irgendwann die Bühne stürmen. Das Problem ist, dass oft die Leute schon am Anfang auf die Bühne wollen, was – weil wir mittlerweile recht viel Equipment dabei haben- gefährlich geworden ist. Wir versuchen das deshalb auf die Zugaben zu beschränken, denn wenn uns was kaputt getreten wird, können wir nicht weiterspielen, was wiederum für uns und das Publikum ärgerlich wäre.

Negatives Highlight war bei einem Konzert in Siegen. Dort war am Anfang alles super, bis irgendwann nur noch betrunkene Prolls in den vorderen Reihen waren, die die Tanzfläche mit ner Kampfarena verwechselten und alle netten Leute ins Raumhintere verbannten. Wir machten sie mehrfach darauf aufmerksam, dass es nicht geil wäre, wenn Leute vorne Flaschen und Ellenbögen ins Gesicht bekämen und als sich dann trotzdem nichts änderte, haben wir die Show abgebrochen. Daraufhin entstand der Song „Unser Spass sieht anders aus“.

Dazu eine „Credibility“ Frage In der Dezember 2008-Ausgabe vom Musikexpress war ein Streitgespräch von Campino und Ted Gaier drin. Während die Goldenen Zitronen irgendwann bewusst auf Distanz zu ihrem Publikum gegangen sind, kritisiert Ted Gaier Campino, dass diese halt immer „down“ mit der „Crowd“ sein wollten. Könnt ihr euch mit einer dieser Positionen identifizieren, wahrscheinlich eher Goldene Zitronen Richtung oder? Ihr feiert ja schon gerne mit euren Fans, wollt, dass sich auf der Bühne die Tanzmenge und die Band vermischt, aber es gibt auch Grenzen und was wären die? Also das man bewusst die Distanz zum Publikum wieder aufbaut? Thema „Unser Spass sieht anders aus“?

Torsun: Ich steh auf jeden Fall mehr auf die Goldenen Zitronen als auf die Toten Hosen, ha! Allerdings liegt es mir fern, mich so vom Publikum abgrenzen zu wollen. Wie du schon schriebst, feiern wir gerne mit den Fans, auch nach den Shows. Allerdings will und kann man das nicht jeden Abend bringen und da verläuft dann schon eine Grenze, wenn sich Leute darüber ärgern, dass man nach der Show nicht mehr mitfeiert.

Ich zieh mich manchmal direkt nach der Show zurück, heisst ich zieh die Grenze für mich selbst, aber ansonsten sind wir schon auch gerne down mit den Leuten. Wir sind somit oft schon „authentisch“ (auch wenn ich dieses Wort hasse), aber manchmal – wenn man sich z.B. persönlich nicht so fitt fühlt- ist es natürlich auch einfach nur Show!

über die Entstehung der Band hast du mal gesagt, „Egotronic entstand gegen 2001. Ich hatte die Nase voll von Bands, da es schwierig war immer alle Musiker unter einen Hut zu bekommen. Ausserdem wollte ich mich ohne Kompromisse musikalisch ausleben. Daher auch der Name Egotronic: Ich mache die Lieder allein und elektronisch.“ äh, ehrlich gesagt und peinlicherweise muss ich zugeben, dass ich immer dachte, das Egotronic irgendwie nen Wortspiel mit Tocotronic wäre oder so, eine „Verballhornung“, ich hoffe, ich bin nicht der erste, der diesen schlechten Witz macht?

Torsun: Nee, Egotronic ist schon so entstanden, wie es im Zitat steht. Lustig dabei ist allerdings, dass Egotronic kurz vorher mal Tegotronic hiess, was noch mehr nach Tocotronic klingt. Das kam so: davor hiess ein Musikprojekt von mir König Ego, weil ich da auch schon die Songs schrieb, aber nicht immer alles elektronisch war. Als ich dann nur noch elektronisch werkelte, nannte ich es kurz Tegotronic, was für Torsun Ego elektronisch stehen sollte. Ich entschied mich dann aber schnell, das ganze Egotronic zu nennen.

Noch ein Interview-Zitat von dir: „Das Ding war, dass ich ursprünglich auch gar keinen Bock mehr hatte auf ein Bandgefüge, weil man da immer so viele Leute unter einen Hut kriegen muss, wenn man auf Tour geht und man sich sehr gut absprechen muss untereinander. Und bei Electronic konnte man den ganzen Scheiss auf einmal ganz alleine machen! Das war auch ein wichtiger Punkt für mich damals, damit anzufangen. Dass man Instrumente, die man normalerweise überhaupt nicht spielen könnte, plötzlich doch spielen kann, weil man einen Computer benutzen kann. Man konnte damit ganz einfach andere Sachen umsetzen als früher noch.“ Hey, und für einen selber ist mehr Backstagebier da oder?

Torsun: Da bleibt nicht unbedingt mehr Bier, da Egotronic live von Anfang an mindestens aus zwei Leuten bestand, ha. Ich spielte, glaube ich, insgesamt zwei oder drei Konzerte komplett alleine. Einmal davon, weil wir aus Verpeilung zwei Shows an einem Abend gebookt hatten und die Konzertorte 600 Km auseinander lagen. Ich spielte damals die eine und Hörm und Jennes die andere.

Ha ha, sehr schöne Geschichte! Du hast ja in der Punkband Kalte Zeiten gespielt, hast du noch Kontakt zu den Bandleuten? Dein „Bruch“ oder besser deine „Neuorientierung“ hin zu elektronischer Musik kam durch ein Konzert von Andreas Dorau. Wer ist das, ist das so was wie E2-E4 von Manuel Göttschling? Was wäre Andreas Dorau übertragen auf Punk, so was wie ne total bekannte Punkband, Green Day, oder mehr nen Geheimtipp wie Operation Ivy oder einfach nen Klassiker wie Sham 69?

Torsun: Zu den Kalte Zeiten-Leuten hab ich keinen Kontakt mehr. Nur Carsten von der Ur-Besetzung hab ich zweimal bei Egotronic-Shows in Heidelberg getroffen. Er spielt jetzt in einer Rock`n`Roll Band, die Memphis Bitch heisst, glaub ich zumindest. Andreas Dorau war für mich die Initialzündung. Dorau war ja schon in NDW-Zeiten aktiv und hatte (ich glaube) 1981 seinen Nummer 1 Hit mit „Fred vom Jupiter“. Ich schwöre allerdings auf seine 90er-Alben „Neu“ und „70 Minuten Musik ungeklärter Herkunft“. Würde er Punk machen… Nein, so was geht nicht in Punk!

Ich finde eure zweite Platte – „Lustprinzip“- ja voll spitze, allerdings die Bonusshit Single eher so na ja. Die Intro schrieb zu der Platte: „Der erste Song heisst „Raven gegen Deutschland“. Wie schön. Torsun alias Egotronic, die gute alte Anti-Deutschen-One-Man-Kapelle. Doch irgendwie rockt’s nicht – trotz waghalsigem, verzerrtem Electro-Eurodance. Momente wie „Gehört ihr zu den Leisen?“ bringen es auf den Punkt: oft keine guten Reime und Ansprache wie in einer Klingeltonreklame. Könnte geil sein, ist es aber nicht.“ Und die junge welt ätzt ja auch durch die Gegend „Nach der Punkrock-ära diskutierte die radikale Linke Anfang der 1990er Jahre über ihre zukünftige politische Einflussnahme im Bereich der Popkultur. Die Wahl fiel erst auf Hip-Hop-Musik, die teils für Migrantenkult und „antirassistisches Engagement nutzbar gemacht werden konnte. Mittlerweile werden Rap-Veranstaltungen selbst von dem gewerkschaftlich und staatlich geschützten Projekt „Schulen ohne Rassismus initiiert. Doch mit Hip-Hop sind bekanntlich fast nur Unterschichten-Kinder zu erreichen, nicht aber für spätere Leitfunktionen prädestinierte Mittelschichtler. Deshalb entstanden Versuche der Politisierung elektronischer Musik.“ Stören dich solche Kritiken oder eher so „ah, fuck it“?

Torsun: Aus der intro-Besprechung hatten wir eine kleine Auflage Shirts gemacht, auf denen Egotronic und drunter „könnte geil sein, ist es aber nicht“ stand. Ansonsten interessieren mich Besprechungen nicht besonders, zumal ich so gut wie nie Musikzeitschriften lese. Von daher kommt das mit „Ah, fuck it“ ganz gut hin.

Mit dem zweiten Zitat verhält es sich anders. Es stammt nämlich nicht aus der jungen welt, sondern aus der jungen Freiheit und das fand ich klasse. Anscheinend haben wir schon solche Kreise gezogen, dass rechtsextreme Zeitungen über uns schreiben. Wenn solche Leute das richtig Scheisse finden und sich aufregen, geht mir das runter wie öl.

Wat, das war aus der jungen freiheit??? Oh Man, peinlich meinerseits. Das mit Tshirt-Drucken von einer schlechten Kritik ist super! Die Shirts mit „Raven gegen Deutschland“ finde ich auch gut. Macht das eigentlich noch Spass, diesen Song zu spielen?

Torsun: Kann passieren, ha. Jau, es macht immer noch Spass, den Song zu spielen, trotz des Hypes.

Nichts sitzt im HC-Punk so locker in der Tasche wie die Vorwürfe „Nazi!, Sexist!, Sellout!“. Was kam am häufigsten euch gegenüber? A propos Auf deinem Blog (torsun.blogsport.de/2009/01/06/drogen-drogen-nix-als-drogen/) kam der Vorwurf auf, dass du deine „Vorbildfunktion“ nicht genug ausfüllst, in Sachen gemässigtem Drogenkonsum oder so. Was für ein Quatschvorwurf war das denn?

Torsun: Vorwürfe kommen ständig und sie werden zum Teil immer irrer. Wenn es nicht gar zu heftig wird, reagiere ich eigentlich gar nicht mehr darauf, zumal es sowieso nichts nützt. Für jede entkräftete Behauptung kommen zwei neue dazu. Man entwickelt mit der Zeit ein dickes Fell diesbezüglich. Zum Thema Drogen: Mensch nimmt sie, oder eben nicht. Das soll jeder für sich selbst entscheiden und ich werde mich hüten, den moralischen Zeigefinger zu schwingen. Davon abgesehen, wer mich zum Vorbild nimmt. ist nun wirklich selbst dran schuld, ha!

Mist, dann muss ich mir wohl ein Neues suchen, har har. Es gibt ja eine Zusammenarbeit von Egotronic mit Walter Schreifels. Hast du Gorilla Bisquits auf der Reunion gesehen, ich fand die voll stark? Was ist das für nen Gefühl, wenn man eines Tages in seiner Inbox eine Mail von Walter Schreifels vorfindet? „Könnte geil sein, isses auch“? Wird es noch weitere gemeinsame Songs geben?

Torsun: Ich sah die Gorilla Bisquits noch vor ihrer Auflösung, später dann nicht mehr. Glaub dir aber gerne, dass sie immer noch gerockt haben. Das Walter Schreifels uns plötzlich anschrieb und fragte, ob er bei uns einen Song mitsingen dürfte, war absolut grossartig. Ich bekam 1989 die „Start today“ von GB geschenkt und war von da an absoluter Fan.

Mit der Zusammenarbeit jetzt ist für mich ein Teenager-Traum in Erfüllung gegangen. Es ist noch eine Zusammenarbeit mit Walter geplant, aber das ist noch nicht in trockenen Tüchern und deshalb gibt“s noch keine genaueren Infos. Nur soviel: wenn es klappt, wird das ganz grosses Tennis.

Kennt ihr die Saalschutz- Version von „Pelzfotze“ (ein Coversong der linksradikalen Schweizer Grindcore-Band Fear of God, Text: „Heut hab ich wieder einmal eine gesehen, Oh, wie vornehm Sie doch gehen, Nerze, Biber und sogar Tiger müssen dran Glauben, ist mir’s zuwider! Reiche Weiber, die kaum mehr atmen. Nachher noch in Fetten braten. Unschuldige Tiere erleiden Tod und Pein. Oh ihr Fotzen ist euer Herz doch klein!“)? Wäre eine Elektroversion von musikalisch eher entfernten Stilen was für euch? Ausser dem „Ten german Bombers“ Cover gibt`s ja keine Coverversionen von euch oder?

Torsun: Die Version kenn ich nicht. Das Original allerdings auch nicht, ha. Ich hab bisher einige Remixe gemacht. Der nächste wird einer von Trend werden. Gecovert hab ich bisher nur „Wonderwall“ von Oasis. Das kannst du bei youtube mit Video finden, Suchbegriffe „Egotronic Wundermauer“. Eine Coverversion hab ich doch glatt vergessen. Auf dem neuen Album ist schliesslich eine Coverversion von Grauzones „Der Weg zu zweit“ drauf.

Oh, verstehe, danke für den Link, aber ich hasse diesen Oasistypen. Noch mal wegen dem „Ten german Bombers“ Song, ein englischer Hooligan-Song, stimmt dass, dass der auf dem Sampler „Ballermann: Die Weltmeister-Hits 2006“ ist? Das ist ja schon wieder voll gut eigentlich. Wobei ich den Songtext relativ Banane finde, egal. Wie konntest eigentlich du die WM und den Party-Patriotismus überstehen? Ich hab mit Fussball nix am Hut, in einer alternativen Kneipe bei mir um die Ecke standen die Leute sogar auf und haben die deutsche Nationalhymne mitgesungen also echt jetzt, irgendwo anders schon schlimm genug, aber doch nicht in einer alternativen Kneipe

Torsun: Mit Fussball hab ich auch überhaupt nix am Hut, weshalb ich für den ten german bombers – Track auch Endis Hilfe für die shouts brauchte, da er über die grossen deutschen Niederlagen gegen England bescheid wusste. Ich hab das Lied eigentlich nur gemacht, da den englischen Fans verboten werden sollte, es bei der WM in Deutschland zu singen. Dass es dann auf den „Ballermann Fussball Hits 2006“ erschien, war natürlich klasse. Viele Leute fühlten sich davon extrem auf den Schlips getreten.

Wie sehen eure Zukunftspläne mit Egotronic aus, neue Platte, Touren ausserhalb Deutschlands  ihr wart 2006 schon mal in Russland, plant ihr so was noch mal?

Torsun: Die Zukunftspläne sind für dieses Jahr, erst mal etwa 100 Shows zu spielen und ein paar Remixe. Eigene Veröffentlichungen wird es dieses Jahr nur mit meinem anderen Projekt 1 foot in da rave geben. Anfang 2010 wird dann aber definitiv ein neues Egotronic-Album an den Start gehen, somit bleibt neben dem exzessiven Touren genug Zeit, an neuen Songs zu basteln.

Anti-deutsche Ideen  ich hab dir das ja am Anfang geschrieben, dass ich diese falsch finde, aber ich will nicht, dass es in unserem Interview nur um dieses Thema geht. Eine Frage dazu „muss“ aber sein und ich denke, das ist eine würdige Abschlussfrage. 2006 habe ich die linksradikale kommunistische Band SEEIN RED aus Holland interviewt (https://trust-zine.de/seein-red-121-12-06/), da ging es auch um deren Einschätzung der Situation im Nahen Osten, kurz gesagt, um Israel vs. Palästina. Das ist ja auch der Kern, um denn sich antideutsche Politik dreht. Das was Seein Red dann gesagt haben, das finde ich richtig. Hier die Frage von mir in kursiv, darunter die zwei Antworten von Paul und Jos von Seein Red. Du kannst vielleicht was zu deren Antworten sagen und oder dann deine Position erläutern? „Kürzlich habe ich mit Freunden über diese ganze Situation im Nahen Osten gesprochen und der Konsens war, dass niemand wirklich diesen ganzen Konflikt versteht, aber das beide Seiten irgendwie scheisse sind, wenn zivile Wohnungen und so weiter zerbombt werden dann wiederum habe ich von einer stalinistischen Gruppe in Deutschland die Meinung gelesen, dass sie denken, das der ganze Konflikt nur oberflächlich dieses Palästina-Israel-Teil ist, und das es in Wahrheit darum geht, dass die USA eine gute strategische Position in dieser Gegend bekommen will, um Zugang zu den iranischen ölfeldern zu haben was ist deine Meinung zu dem Konflikt im Nahen Osten? Denkst du, dass der ironische Song von S.O.D., „Fuck the middle east, there are too many problems, stimmt?

Paul: Wenn du wirklich über die ganze Situation im Nahen Osten reden willst, dann denke ich, dass du alle Seiten vom TRUST damit füllen kannst, weil es so eine komplexe Situation ist. Deshalb würde jede kurze Antwort in diesem Interview wahrscheinlich ein wenig idiotisch aussehen.

Egal, meine Meinung über den Konflikt im Nahen Osten kommt der von der stalinistischen Gruppe in Deutschland sehr nahe Ich meine, der unmittelbare Grund scheint die Gefangennahme von zwei israelischen Soldaten zu sein, aber ich wundere mich wirklich, ob das wirklich auch der ultimative Grund war, diesen Krieg zu beginnen. Die meisten, wenn nicht alle, Konflikte im Nahen Osten gehen darum: Wer kontrolliert diese ölreiche Region? Die USA und alle ihre Alliierten oder verschiedene lokale Eliten? Und ich bin ziemlich sicher, dass in der aktuellen Situation im Nahen Osten der zukünftige Zugang zu den ölfeldern eine sehr wichtige Rolle spielt. Und die Tatsache, dass USA Israel freie Hand in diesem Konflikt gewährt und nur ritualisierte Ansprachen hält, sagt genug. Damit ist nicht gesagt, dass Israel unter direkter Kontrolle der USA ist, die Herrscher von Israel haben ihre eigene Agenda und agieren unabhängig von USA, aber du kannst einfach nicht verneinen, dass die USA nicht nur Israels grösster und loyalster Alliierter und auch noch der grösste Financier und Waffen-Händler von bzw. mit Israel ist. Das Gleiche kann über die Hisbollah gesagt werden, diese schiitische Militia ist bewaffnet und finanziert durch Iran und Syrien (zwei Staaten, deren Regime die USA ändern will). Es ist auch wahrscheinlich, dass die aktuelle Krise durch den Iran provoziert wurde, der Ambitionen hat, die dominante lokale Kraft in der Region zu werden. Von einem fortschrittlichen politischen Standpunkt her sind ALLE Parteien, die in dieses Konflikt beteiligt sind, verdammte Reaktionäre, was es wiederum sehr schwierig macht, sich in diesem Konflikt auf eine Seite zu stellen. Ich bin komplett gegen die Unterdrücker-Mentalität (= massiver Gebrauch von unermesslicher militärischer Kraft) und der zionistischen Politik des Staates Israel und der Unterstützung, die er kriegt von den USA. Dann jedoch die Hisbollah zu unterstützen ist ein politischer Fehler, weil sie eine reaktionäre Organisation sind, die ihre Befehle von iranischen öl- Milliardären bekommt, und sie wollen ein dem iranischen System ähnliches fundamentalistisches System in der Region etablieren. Deshalb, ja, wenn du sehr ironisch bist, könntest du sagen: there are too many problems, fuck the middle east.., aber dann wiederum: ironisch sein ist nicht die Lösung (und zu einem gewissen Grad ist es ein Privileg von westlichen weissen Kids, ironisch zu sein in Bezug auf solche Sachen, weil wir verdammt noch mal nicht wissen, wie es ist, in solchen Teilen der Welt zu leben mit all diesen horrormässigen Problemen und Konflikten), viel zu viel Tod und Schaden hat diese Region bis jetzt schon verletzt. Gerade jetzt besteht ja so ein Friedens-Waffenstillstand zwischen der Hisbollah und Israel, aber die vielen Probleme im Nahen Osten werden so lange bleiben, so lange es Staaten und Regime mit der Ambition gibt, diese ölreiche Region zu kontrollieren. Und so lange wie die meisten Ländern im Nahen Osten an ihren theokratischen Gesellschaften anstelle von säkularisierten hängen bleiben, werden sich Dinge nicht für die Armen und die arbeitenden Menschen in dieser Region verändern.

Jos: Die Situation im Nahen Osten ist sehr komplex und ich verweigere, mich da auf eine Seite zu schlagen. Ich unterstütze kein totalitäres Regime und genauso wenig irgendeine Religion oder Gewalt an Zivilisten. Und diese drei Sachen sind Inhalte der Situation da, füge Geld / öl hinzu und da hast du das Rezept für einen Konflikt, der niemals enden wird. Die westlichen Länder haben alle gehofft, dass eine Invasion im Irak der Gegend Frieden und Demokratie bringen wird. Ich denke, wir alle wissen, dass die Situation nicht besser geworden ist.“

Torsun: Eigentlich wollte ich einen historischen Abriss bringen, aber das würde definitiv den Rahmen des Interviews sprengen. Wenn es dich genau interessiert, können wir gerne unabhängig vom Interview die Thematik diskutieren. Deshalb als Antwort nur folgendes: was Seein Red da schreiben, halte ich, gelinde gesagt, für Blödsinn. Um den Konflikt um Israel zu begreifen, muss man viele Faktoren berücksichtigen. Man sollte z.B. die Entstehungsgeschichte Israels – von der Entstehung der zionistischen Idee bis zu ihrer Umsetzung – kennen, und man kommt einfach nicht umhin, den unter Palästinensern und in den Nachbarstaaten weitverbreiteten Antisemitismus mit einzubeziehen (lesenswert dazu wäre z.B.: matthiaskuentzel.de).

Das alles hier genau auszuführen, würde den Rahmen dieses Interviews sprengen, aber leider kommt man ohne diesen Background zu keiner wirklichen Analyse des Konflikts. Deshalb zur aktuellen Situation nur folgendes: es gilt für die Hamas (im Gaza-Streifen immerhin stärkste Kraft) immer noch das Ziel, Israel von der Karte zu streichen. Selbst in Zeiten der sogenannten Waffenruhe wurden ständig Raketen auf Israel abgeschossen. Israel blieb somit überhaupt nichts anderes übrig, als darauf zu reagieren. Den dort ständig brodelnden Konflikt zu einem Konflikt von öl-Interessen zu stilisieren, ist schlicht und ergreifend Humbug.

Stumpf zurück gefragt: was ich immer nicht verstehe: Antideutsche begreifen sich als fortschrittliche revolutionäre linke Kraft. Dazu gehört meiner Meinung an oberster Stelle Kritik und Selbstkritik. Wenn um das Thema „Israel“ keinerlei Kritik geduldet wird, weil man dann sofort Antisemit ist – plakativ jetzt gesagt – leuchtet mir das einfach nicht ein, was dann an so einer „Das und das sind Tabu-Themen, d.h. von jeglicher Kritik ausgeschlossen“- Bewegung fortschrittlich sein soll. Sicherlich, wenn man so Positionen hört und liest wie „Die Israelis werden von Opfern (des Holocaust) zu Tätern“ oder „Was die Israelis da im Gazastreifen machen, dass sollten sie doch kennen, dass unterscheidet sich null von dem Wahrschauer Ghetto“, da müssen wir jetzt nicht gross drüber reden, dass das antisemitische Positionen sind. Wie siehst du das?

Torsun: Es geht ja nicht darum jede Kritik an Israel als antisemitisch zu brandmarken. Das ist nur immer die typische Reaktion der Leute, die immer wieder nur Israel kritisieren wollen. Siehs doch mal so: es gibt tausende Konflikte auf der Welt und keine Sau interessiert das, aber gerade erst neulich, als die Israelische Armee gegen die Hamas zurückschlug, gingen umgehend Tausende von Menschen auf die Strasse. Niemand demonstrierte vorher gegen den ständigen Beschuss. Das zeigt deutlich, welch Geistes Kind die vermeintlichen „Kritiker“ sind.

Ich verspreche, die allerletzte Frage: Könnte es sein, dass Egotronic auch ein wenig mit den radikalen antideutschen Positionen spielten, also konfrontativ-provokativ damit umgegangen wurde? Mir kommt das ein wenig so vor wie die ganzen Black Metal Bands, die so auf Antichrist/Satan/Ich bin der Teufel etc. machen. Die einen machen das nur als Attitüde (Venom würde mir da einfallen), die radikalen meinen alles „todernst“ und machen ernsthaft schwarze Messen. äh ja, bei Egotronic habe ich – ehrlich gesagt – den Eindruck: „Kann es sein, dass antideutsch vor Jahren ein provokantes und extrem wichtiges Merkmal der Band war, dass heute sicherlich immer noch wichtig ist, aber zugunsten einer mehr hedonistischen Haltung in den Hintergrund geriet, dort noch natürlich ist, aber gemässigt?“

Torsun: Ich hab Egotronic nie als besonders politisches Projekt gesehen. In Songs geb ich lediglich meine Meinung zu verschiedenen Themen wieder, sei es nun Politik oder Feierei. Wenn andere Leute uns nun auf so was reduzieren wollen, ist das deren Projektion. Der einzige Song, der wirklich eine antideutsche Sichtweise zum Thema hatte, war „Möllewahn“ in dem es um den deutschen Blick auf Israel ging. Was ich da sang, meinte ich genau so! Ansonsten ist natürlich auch eine gehörige Portion Provokation dabei, denn jedermanns Darling zu sein, war nie mein Fall!

***

Interview: Jan Röhlk
Fotos etc.: Torsun / Egotronic-Archiv, torsun.blogsport.de
Kontakt: egotronic.net

Links (2015):
Wikipedia
Discogs

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