März 17th, 2007

CRAVING (#100, 06-2003)

Posted in interview by andreas

„Fans Will Shit Their Pants“ oder Wege aus dem staendigen Harndrang

„I was watching the Denver-Oakland football game on TV last night when it was interrupted by a „BREAKING NEWS“ bulletin from the FBI about unknow terrorists who were planning to destroy major targets all over the United States, perhaps within 24 hours. The FBI had learned this from trustworthy sources, the unseen voice explained. The American people were advised to be totally vigilant and ready to be evacuated at any moment .

Any person who talks suspiciously or looks dangerous should be reported to your local police or law enforcement agencies immediately! We were into Condition Red. „Shit! Not again!“ cried my lawyer. „I have to fly to Boston tomorrow. What the fuck is going on in this country?“ „Never ask that question,“ I warned her, „unless you already know the answer.“ „I do,“ she said. „We are fucked, utterly fucked.“
(Hunter S. Thompson/“Kingdom Of Fear“)

Zwei gutsituierte Frauen, beide schaetzungsweise Mitte fuenfzig sind in einem Golf auf einer deutschen Autobahn unterwegs. Die Landschaft ist mustergueltig sauber, die Pastell-Farben der Aufnahme sind offensichtlich manipuliert und denen von Revell-Modellbauzenarien nachempfunden.

Die Kamera schwenkt nach rechts und richtet sich kurz auf einen WC-Hinweis. Noch fuenfhundert Meter. „Ich muss schon wieder“, beginnt die Dame auf dem Beifahrersitz zu sprechen. „Du Aermste“, entgegnet die Fahrerin und laechelt mitfuehlend. „Aber gegen den staendigen Harndrang kann man doch etwas tun.“
(Gruenfink-TV-Werbespot)

Ostersonntag in Pleasantville. Seit dem fruehen Morgen erzittert die Luft vom Klang der Kirchenglocken. Die Glaeubigen sind einmal mehr gefordert, ihre Schneckenhaeuser zu verlassen, sich auf die Knie zu begeben. Auf der Piaza formiert sich ein Prozessionszug, im Zentrum sechs aeltere Herren in schwarzen Anzuegen gekleidet, die auf einer Saenfte eine imposante Jesus-Figur geschultert haben.

Ein leichter Wind treibt Schokoladenpapier durch die Strassen, der Dorfpolizist fordert die tobende Kinderschar ruhig aber bestimmt zur Ordnung und stolze Hundebesitzer ueberspringen die Schreckensmeldungen der Zeitung aus einer fernen, anderen Welt, um sich dem Sportteil und den Mannschaftaufstellungen der Nachmittagsaustragungen zu widmen.

Die bunten „Pace“-Flaggen sind fast voellig aus dem Stadtbild verschwunden, nicht jedoch die zahlreichen Kinderwagen. Selbst der Postbote kennt deinen Namen. Aus geoeffneten Fenstern das Klappern von Toepfen und Pfannen erklingt. Indiz, dass die Vorbereitungen der sich bis in den Nachmittag erstreckenden Fressorgien begonnen haben.

Die Fackel erreichte mich vor einigen Wochen auf dem Postweg. Anfaenglich irritiert vom Absenderaufdruck, stand da doch geschrieben „Deutsche Gesellschaft fuer Verhaltenstherapie e.V.“, und dem ersten Gedanken, der mich durchzuckte, „scheisse, jetzt haben sie dich ausfindig gemacht“, fand ich im Inneren des Paeckchens jedoch kein Manual zum Gluecklichsein, hingegen das gerade gemasterte, vierte Album von CRAVING. Live gehoert das Quartett aus Stuttgart/Bonn wegen seiner Urknall-gleichen, hochenergetischen Auftritte bereits seit einer Dekade zur Speerspitze dessen, was an SCRATCH ACID/JESUS LIZARD-beeinflusstem Noisegerocke aus Deutschland zu vernehmen ist. Nur auf ihren bisherigen Studioprodukten mochte der Funke nie wirklich ueberspringen.

Da verblasste dieser CRAVING-Impuls halt, den auf der Buehne gerade Saenger Gaston, wie einst David Yow, eindrucksvoll verkoerpert, sich im eigenen Blut und Urin zu suhlen und wuetenden, halbstarken Maennern mit ueberschaeumender Potenz gleich eine Kriegsbemalung aus Kot anzulegen und eben jene Fackel zu tragen, die eigentlich bestimmt sein koennte, den Mob auf die Strasse zu fuehren, um pluendernd und brandschatzend wenigstens fuer einen Moment soetwas wie Befreiung zu verspueren.

Mit ihrem neuen Album „Fans Will Shit Their Pants“ hingegen ist es den CRAVINGs endlich gelungen, den studiotechnischen Schulterschluss, das perfekte Bindeglied zu dem Flaechenbrand zu schaffen, der die Vier, neben SMOKE BLOW vielleicht, zur kompromisslos rockendsten Band in Germania macht. Und im Gegensatz zu den Kielern sind CRAVING tighter, praeziser, punkrockiger und haben mit ihrem neuen Werk einfach die besseren 16 Songs am Start. Waere ich bei der ersten Anhoerprobe von „Fans Will Shit Their Pants“ nicht auf meinem alten Fahrrad, sondern in einem Ford Mustang unterwegs gewesen, haette ich mich wohl ueberschlagen.

Denn im Fall CRAVING haben sich zehn Jahre sturrkoepfigen Beharrens, kontinuierlichen Trainings und der geschlossenen Ignoranz rockistischen Stilerweiterungen und Verwaesserungen gegenueber bezahlt gemacht. Der junge Mann als verzaertelter Artist ist hier vergebens zu suchen.

Dafuer pumpt der Bass wie in David WM. Sims`s besten Zeiten, die schneidenden Gitarrenriffs im Einklang mit dem furiosen Schlagwerk peitschen in gigantischen Dynamikwellen voran und legen das Forum fuer den Gesang, der einem vierten Instrument gleich unheimlich nuancenreich bei den Eiern packt.

Meinen Respekt, Jungs, vielleicht ist Euer neuer Doppelschlag sogar als kulturelle Reflektion des gegenwaertigen Europaeischen Emanzipationsprozesses zu verstehen, in jedem Fall haben wir es hier aber unmissverstaendlich mit einem zu tun: Mit ganz, ganz grossem, heissen Rock und einem der diesbezueglich wertvollsten Alben des Jahres. Tusch!

Alles weitere wurde direkt mit CRAVING`s Alex am Telefon abgehandelt

CRAVING sind:

Gaston – Gesang
Alex – Gitarre
Ralf – Schlagzeug
Haluk – Bass

***

Euer Konzert in Koeln im Rahmen des Trust-Abends auf der PopKomm hat mich nachhaltig schwer beeindruckt und Erinnerungen an laengst vergangen geglaubte Noiserock-Zeiten wieder aufleben lassen. Wie ging es Euch damit?

Alex: Das Konzert war super, und fuer uns total klasse, weil wir hatten eine Weile vorher nicht gespielt, weil unser Schlagzeuger eine Zeit lang in Hamburg gewohnt hat, waehrend wir in Stuttgart proben.

Aber der ist wieder zurueckgekommen.

Alex: Der ist zurueckgekommen, genau. Wir haben schon weiterhin geprobt, das lief alles weiter, aber dann war halt Umzug bei dem runter und gleichzeitig war Arbeitsanfang bei uns anderen, das Studium zu Ende, und da war eine Phase, wo wir eine Zeit lang richtig wenig gespielt haben und deshalb waren wir tierisch heiss auf die Show. Ja, und normalerweise geht das eigentlich oefter mal in die Hose, wenn wir zuviel Bock haben, aber der Abend war super, echt. Also das hat dermassen Spass gemacht, und es hat sich ja auch angeboten, da ein bisschen aus dem Rahmen zu fallen.

Wild, dennoch kontrolliert und mit diesem gewissen Punch; das hat mich schon geschuettelt und geruehrt. Und das in Zeiten, wo viele in regelmaessiger Wiederkehr gerne vom Tod innovativer Rockmusik sprechen moegen. Das hatte schon Bekehrungscharakter.

Alex: Schoen zu hoeren. Weil wir sind ja auch jetzt seit zehneinhalb Jahren dabei und haben das Rad nicht neu erfunden und, ja, huldigen den alten Helden gerne. Das ist alles Sound, den wir hoeren und, tja, das ist vielleicht auch so eine kleine Mission in Zeiten von Emo und von Singkram auch mal wieder was Sperriges, was Hackiges, was aus den 80ern kommt, zu machen.

Und trotzdem nicht altbacken zu klingen.

Alex: Genau, also keine Kopie jetzt, irgendwie alten Helden hinterher zu spielen, was eh nicht funktioniert und keinen Spass macht. Nee, wir haben schon eine eigene Linie, klar.

Ihr vollzieht ja schon einen Transfer von alten Strukturalismen und einem punkigen Energielevel in eine moderne und dabei zeitlos klingende Gegenwart.

Alex: Das ist auch genau das Anliegen. Ich denke, wir haben zwar alle auch so Vorlieben fuer voellig zerhacktes, ultrakompliziertes Zeug, aber so in der Band, irgendwie, also das muss schon spielbar sein, im Sinne von einem Song, das muss funktionieren. Sagen wir mal, das muss autofahrtauglich sein. Das muss fetzen, also wir rocken halt gerne, weil wir spielen halt tierisch gerne live, sind nicht so die Studioband, sag` ich mal, die jetzt da wochenlang im Studio rumsitzt und rumfrickelt. Da verlieren wir immer so`n bisschen die Geduld. Und danach muss es auf der Buehne funktionieren und vor allem; es muss uns Spass machen. Wenn uns das kickt, das ist das Ding.

Alex, nach zehneinhalb Jahren CRAVING, wo nehmt Ihr diese berserkergleiche Energie noch her?

Alex: (lacht) Das frage ich mich auch oft, ehrlich gesagt, weil, das ist ja nicht nur die Energie auf der Buehne, sondern auch der ganze Hintergrund, von dem andere gar nichts mitkriegen. So ist das Ding eben. Wir haben alle in Stuttgart angefangen; ich wohne jetzt seit viereinhalb Jahren in Bonn und fahre seit viereinhalb Jahren zweimal, dreimal im Monat da runter. Das kostet ja auch ein Schweinegeld mit dem Zug. Da muss das Geld irgendwo herkommen, das heisst, da muss gearbeitet werden, damit man Kohle hat. Als der Schlagzeuger in Hamburg war, das kannst Du Dir ja vorstellen, das sind mit dem Auto acht Stunden, um zur Probe zu fahren.

Da hatten wir auch echt so`n bisschen Bedenken, dass das auseinandergeht. Aber, so nach zehneinhalb Jahren, so die Vorstellung, das nicht mehr zu machen, also mit Job nebenher, und Gaston, unser Saenger hat jetzt auch Kind und Familie, und das wird natuerlich alles schwieriger mit der Zeit und Flexibilitaet, aber die Vorstellung bei uns allen, diese Band nicht mehr zu haben, das loest Angst aus, glaube ich. Das ist die laengste Beziehung, die wir alle hatten. Wir kennen uns, kennen also teilweise noch laenger, aber zusammen eben seit zehneinhalb Jahren.

Nur der Schlaggzeuger hat einmal gewechselt, ungefaehr bei der Haelfte, ansonsten ist das alles original; und einfach dieses Was-Zusammen-Machen, Songs machen, vielleicht dieses ganze Kreativ-Ding, vielleicht ist man auch ein bisschen Kuenstler, ich weiss es nicht, keine Ahnung, aber unterwegs sein, Spass haben und die vielen Leute, die man kennengelernt hat, das ist einfach, jaaa  .

Und ausserdem denke ich, ist da auch vielleicht, zumindest bei einem Grossteil der Band, dieses Punkrock-Ding dahinter. Das ist ja auch identitaetsstiftend, sage ich mal, das fand` man frueher cool und das wird zu einem Teil vom Leben. Den kann man nicht mehr so einfach aufgeben dann. Und irgendwie hat es auch geklappt, dass wir uns nie grossartig gezofft haben. Klar gibt es mal Diskussionen, wie das laufen soll, oder so und ein bisschen andere Ansichten, aber im Grossen und Ganzen gab es da nie so voellige Auseinandersetzungen, was weiss ich, die einen wollen beruehmt werden, die anderen nicht, das war immer auf dem gleichen Level und hat so funktioniert. Das war immer unkompliziert genug, als dass wir das haetten aufgeben wollen.

Von Musik als Lebenselixier oder Ueberlebensvehikel ist ja schon viel geschrieben worden. Oftmals habe ich das als Klischee empfunden, aber auch aus eigener Erfahrung, nicht umsonst machen wir das TRUST seit einer halben Ewigkeit, doch trotz persoenlicher Weiterentwicklung im Verbund mit Aelterwerden laesst man daran nicht los.

Alex: Nee, das geht einfach nicht. Ich denke, viele probieren das aus, machen in der Zeit wo es sich anbietet, Zivi oder Ende Schule, fangen die an, machen dann so`n bisschen, hoeren dann wieder auf, aber bei Anderen, das kriegste nicht mehr los. Die Platten werden mehr hier Zuhause und ich hoere immer noch genau so viel Musik wie frueher. Das interessiert mich einfach, das macht Spass. Andere gehen vielleicht in die Kneipe oder machen irgendetwas Anderes, das geht bei mir einfach nicht. Und bei den anderen von uns ist das aehnlich so.

Hat das auch etwas damit zu tun, etwas Eigenes zu haben in einer Welt, die einem eigentlich nicht viele Moeglichkeiten gibt, weil alles schon geschehen, kopiert, einem vorgesetzt, konsumierbar oder wie auch immer geartet scheint?

Alex: Also ich denke nicht, dass wir so das total eigene Ding machen. Aber es hat etwas damit zu tun, selbst etwas zu machen. Das ist fuer mich, und ich bin ja jetzt nicht der Punk, der mit einem Iro herumlaeuft, noch nie gewesen, aber Punk, dieser Begriff, der passt fuer mich, auch wenn ich jetzt mittlerweile dreissig bin, Psychologe bin und eigentlich in ganz anderen Kontexten arbeite und mein Leben sonst so fuehre.

Fuer mich besteht die Bedeutung darin, dass es heisst, mach` was, du kannst was. Es gibt keinen von aussen aufgesetzten Massstab, sondern geh` raus, unternimm` was, nimm` „ne Gitarre in die Hand, oder mach` „ne Band oder ein Label oder ein Fanzine, mach` Filme oder schreib` ein Buch, aber mach`s einfach. Und mach` das mit moeglichst viel Ueberzeugung dahinter, stell` dich hin, und wenn du das lange genug machst, dann geht das auch. Und das finde ich, ist dieses Sich-Ausdruecken-Wollen vielleicht.

Und das macht halt Spass. Das wuerde fehlen ansonsten. Ansonsten haette ich nur Job eben so oder mein normales Leben, und so kann man auch mal eine Auszeit vom normalen Leben nehmen und in eine ganz andere Welt tauchen, und das ist erholsam und auch heilsam.

Witzig, daran habe ich gerade gedacht. Ohne jetzt ueberpsychologisierend sprechen zu wollen, aber es wird ja oft vom Borderline-Syndrom gesprochen, und das ist eine Sache, die auf CRAVING total passt. Weil Ihr auf der Buehne wie die letzten Assies wirkt und wenn man Euch dann hinter der Buehne trifft und sich unterhaelt, trifft man, in Anfuehrungszeichen, auf ganz normale, auf dem Boden gebliebene Leute.

Alex: Genauso ist es. Leute, die mich nur als Arbeitskollegen kennen und die dann irgendwann mal auf ein Konzert kommen, die fallen aus allen Wolken, was dieser Herr auch machen kann. Und das ist interessant. Ich arbeite teilweise in der Psychatrie im Moment, im Rahmen meiner Therapeutenausbildung, und ich habe da einen Patienten, der macht auch Musik, in ganz anderem Kontext, also nicht Punkrock, und der sagt, dass er mit dem Musikmachen diese Leute verbindet, die im Hinterzimmer in der Kneipe sitzen und diese „bad guys“ sind. Und das ist so`n bisschen dabei und das ist ein bisschen auch so der „bad guy“ sein, mit Netz und doppeltem Boden. Zeitweise aussteigen koennen und dann voellig aufdrehen koennen und dann aber, dass es nicht immer so sein muss.

Kontrolliertes Entgleisen.

Alex: Ja, stabile Instabilitaet oder instabile Stabilitaet oder wie man das auch fassen will. Eben das man die Moeglichkeit hat, nicht nur eine Schiene zu fahren, sondern auch mal in eine ganz andere Richtung experimentieren zu koennen und auch mit den unkontrollierbaren Seiten in Einem klarzukommen. Weil das ja nicht Therapie ist oder so`n Scheiss.

Ihr macht schliesslich nicht gerade den Heilungsanspruch auf der Buehne geltend.

Alex: Nee, also message oder so haben wir ja eh nicht.

Da kommt eher wieder klassischer Rock zum Tragen: Unterhaltend und unterhalten wollen.

Alex: Genau. Genau. Da sind natuerlich Ecken und Kanten dabei und auch in den Texten mal Spitzen. Aber das wir mal eine Ansage machen, „jetzt geht es darum“, oder „Leute, Ihr muesst oder solltet“, oder, „das ist die bessere Richtung“, oder so: eins geschissen drauf. Also echt, aus dem Alter ist man, glaube ich, irgendwann mal raus. Und das soll schon jeder selbst entscheiden.

Ist die beste Unterhaltung nicht jene, die auch zu konfrontieren versteht?

Alex: Ja, und vielleicht daher auch der neue Plattentitel „Fans Will Shit Their Pants“. Ja, immer die Fans halt. (lacht)

Was Eure Platten anging, muss ich ehrlich sagen, und das fand ich auch klassisch und nicht weiter verwerflich, immer eine riesige Diskrepanz festgestellt zu haben, zwischen dem, was Ihr eher mittelpraechtig vermocht habt, im Studio einzufangen und der gewalttaetigen Explosion, die Ihr dann live loslassen koennt. Dreimal habe ich Euch bisher gesehen und das war jedesmal, egal an welchem Ort Ihr gespielt habt, und sei es das kleinste Loch, wie meinetwegen der Magazinkeller in Bremen, gewesen, einfach grandios und ueberzeugend, waehrend die Platten hingegen immer ein wenig hinterherduempelten und diesen Kick-Ass-Faktor einfach nicht vermitteln konnten.

Alex: Das sagen auch viele, das hoeren wir ganz oft, dass es live halt irgendwie ausartet. Ich kann mir das auch nicht so erklaeren. Wir spielen die Songs eigentlich nicht gross anders, es ist halt nur, und da denke ich, live ist einfach, und da kommt eben raus, dass wir eben eine Live-Band auch eben sind. Da kommt die momentane Stimmung dazu und uns reisst es halt mit, und dann klappt es wahrscheinlich auch mehr.

Waehrend im Studio, dass das, was live halt ausmacht, dass da eben auch andere Leute sind, die darauf reagieren, die es entweder scheisse finden und man dann gegen die Leute spielt, oder mit den Leuten, das fehlt dann einfach. Und das sind, wie vielleicht im richtigen Leben, die zwei Seiten der Band. Man kann das so hoeren und so hoeren. Ja, aber das sagen Viele.

Wobei im weiteren Rock-Kontext steht Ihr da nun wahrlich nicht alleine da.

Alex: Genau. Ich finde, NO MEANS NO sind da ein klassisches Beispiel. Ich gehe da jedesmal hin, wenn die spielen, finde ich ultrageil, aber Zuhause hoere ich die eigentlich relativ selten.

Richtig, da hat man seit der „Wrong“ eigentlich nichts mehr angefasst.

Alex: (lacht) Genau so. (lacht) Genau so. Aber live jedesmal, weil einfach immer gut. Und auf der anderen Seite finde ich es auch gar nicht schlecht so, weil ich finde Bands, und vor allem wenn ich dann Live-Bands sehe, und die klingen besser auf Platte, das ist total langweilig. Also ich gehe immer davon aus, dass es live noch ein bisschen wilder wird, manchmal wird es weniger wild, das ist auch okay, aber ich find` es eigentlich immer besser, wenn es mehr wird. Es gibt verdammt weinig Bands, die auf Platte genauso abgegangen sind. CRYPT haben das eigentlich immer ganz gut hingekriegt, obwohl auch da…

Wollte ich gerade sagen…

Alex: Ja, gerade da wird live ja nochmal auf den Gashebel gedrueckt.

Bei Euch habe ich allerdings auch vermutet, dass das an Eurem bisherigen backing hing. Ihr habt ja immer mit reichlich spartanischem Studiosalaer und wenig Aufnahmezeit auskoemmen muessen. Ist das vielleicht auch ein Grund dafuer, dass da nie der richtige Schub entwickelt werden konnte, weil einfach die oekonomischen Grundlagen fehlten?

Alex: Die koennten immer besser sein, wobei also, klar, es ist immer knapp mit der Zeit, aber sagen wir mal, ueber die zehneinhalb Jahre ist es mit ganz ganz kleinen Schritten immer ein bisschen mehr geworden. Jetzt sind wir ja gerade auch wieder im Studio und ich glaube, das wird , also nicht, ich finde das ja auch gar nicht so schlecht. Wir sind nicht unzufrieden gewesen mit dem, was rauskommt und die Studios waren eigentlich auch, spaeter bei den Sachen, relativ gut ausgestattet. Den Sound fanden wir auch okay.

Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Das glaube ich nicht. Ich glaube tatsaechlich, dass das eben, wie vorhin schon vermutet, auf das fehlende Livefeeling zurueckzufuehren ist. Obwohl die Sachen auch alle live eingespielt sind. Also es ist nicht so, dass wir da ins Studio rein sind und jeder einzelnd seine Spur einspielt. Das war alles zusammen eingespielt und nur da ein bisschen geflickt, wo es grob daneben war und dann Gesang drueber. Und wir haben jetzt, wie lange haben wir aufgenommen?. Wir haben fuer eine Doppel-LP

Echt? Habt Ihr so viel angesammelt?

Alex: Ja, ja. 16 Songs wird das und wir haben gedacht, zum Zehnjaehrigen, da hauen wir so richtig auf die Kacke.

(lacht) Da macht Ihr jetzt Euer Konzeptalbum!

Alex: (lacht) Mit Konzept eher weniger, aber viel und gross, zum Aufklappen. Also, das musste richtig Rock werden. Also es wird ziemlich geil, glaube ich. Weil, es hat echt eine grosse Bandbreite und  Kennst ja die Sprueche: jede Aufnahme wird immer super und so. Aber ich glaube schon, dass es was Besonderes wird. Wir haben ein verdammt gutes Gefuehl. Naechstes Wochenende wird gemischt, da freuen wir uns drauf.

Eine grundsaetzliche Frage zu Studioaufnahmen, weil mir in den letzten Jahren insbesondere die Platten gefallen haben, wo grundsaetzlich ein anderer Ansatz als bei einem Konzert versucht wurde zu finden, naemlich die im Studio vorhandenen kuenstlichen Moeglichkeiten zu nutzen, zu sampeln, zu ergaenzen, und damit halt ein Anhoerwerk fuers Sofa Zuhause zu schaffen und somit einen klaren Trennstrich zu ziehen, wie man sich auf der Buehne gebiert.

Alex: Das ist vieleicht das, was ich mit dem Livefeeling meine. Im Studio sind wir nicht so unkontrolliert. Live wird da schon reingedroschen, nicht, dass wir da absichtlich schlecht spielen, das sind schon die gleichen Songs, die gleichen Riffs, aber da kommt noch eine ansteckende Gefuehlskomponente dazu. Im Studio ist das schon eher so, wie das als Grundgeruest konzipiert worden ist, und man hat da einfach die Moeglichkeit von einem klareren Sound, und dann hoert man das Ganze auch viel differenzierter.

An Extramoeglichkeiten diesmal, und daran merkt man vielleicht auch, dass wir wieder aelter werden und von reinen Punkrock-Dogmen, wie keine Keyboards oder Extrakrempel, wegkommen, oder schon seit laengerem weg sind. Diesmal wird drauf sein, also wir haben ein Rhodes-Piano auf einem Song, dann haben wir Glocken gesampelt, Rock`n`Roll eingebaut. Der Typ, der auch hier in Koeln auf dem Konzert war, der da diese Samples dazwischen

Ja, das war richtig gut.

Alex: Genau, den haben wir auch diesmal angehauen. Die sind auch gerade am Basteln. Das ist dieses Kai-Babel-Team, die wir auch ab und zu auf Tour dabei haben oder auf Konzerten. Die kennen sich auch schon seit X-Jahren. Der hat viel in diesem STAALPLAAT-Geraeusch-Avantgarde-Krempel rumgemacht.

Der macht auch mit seinem Kumpel Schnipsel zwischen die Songs, und da wollen wir mal kucken. Die wollen auch einen Song remixen. Also nicht remixen im Sinne einer drum`n`bass-Geschichte, sondern halt bearbeiten, zerhacken, auseinandernehmen und eben das Kai Babel-Treatment verpassen. Und den wollten wir dann eben auch mit draufpacken.

Live hat das bei Euren letzten Gigs super funktioniert.

Alex: Ja, das macht auch eigentlich tierisch Spass, weil wir proben das ja gar nicht. Der kommt dann halt irgendwann und bringt sein Zeug mit, seine Tapes, seinen Kurzwellenempfaenger, seine Mini-Discs, seine obskuren Geraeusche, und man weiss nie, was der macht und was der jetzt wieder fuer Texte und Ansagen laufen lassen wird.

Das passt manchmal total super, auch zu der Atmosphaere, manchmal geht`s voellig daneben, dass es eben total entgegen laeuft, aber das ist eben cool. Das ist spontan, da muss man sich dann positionieren, sowas mag ich. Und danach bespricht man dann halt, eh das war super, da und da, und dann, wenn er mehrere Shows mitfaehrt, dann ergibt sich immer irgendwie was. Das dann bestimmte Sachen Strukturen kriegen, manchmal, und das das eingebaut wird. Das finde ich spannend.

Zumindest bricht es eine Starre auf, die ansonsten oft in Rockmusik im weitesten Sinne vorhanden ist, wo sich doch sehr an wiederkehrenden Strukturen festgehalten wird und die Ablaeufe eben sehr genau definiert sind.

Alex: Genau, und das hat dan auch einen rein praktikablen Aspekt, da wir die 30 mittlerweile auch ueberschritten haben, und man wird aelter, und so`ne kleine Extra-Pause ist dann natuerlich auch immer geil.

(lacht) Daran habe ich nun nicht gedacht.

Alex: (lacht) Ja, ich habe da auch nicht dran gedacht, aber das hat sich schon bemerkbar gemacht. Ja, nach dem fuenften Abend wenig pennen und Drinks und so weiter, Fahrerei, das ist schon ziemlich geil. Gerade wenn man dann eben so abgehen will. Dann ist es halt cool, wenn man dann nicht auch noch zusammenbricht, sondern eben kurz Luftholen kann und eventuell noch klasse unterhalten wird dabei und dann wieder frisch reinstarten kann.

CRAVING seit ueber zehn Jahren heisst ja letztendlich auch, dass Ihr immer noch einen Undergroundstatus habt. Wie kommt das? Woran liegt das? Selbstgewaehlt? Deutschland-Standort-bedingt? Die eigenen Propheten zaehlen im Lande nichts, oder was fuer Gruende siehst Du darin?

Alex: Attraktiv waere jetzt natuerlich zu sagen, wir haben das schon immer so gewollt und street-credibility und so. So ist das sicherlich nicht. Wir haben wie alle angefangen mit sechszehn Musik zu machen und wollten natuerlich auch davon leben und ganz gross werden und Stars werden und was weiss ich. Und dann, so, wie Du schon sagtest, standortbedingt. Deswegen hiess die letzte Platte auch „The European Trick“, weil man da, sozusagen, besondere Tricks auffahren muss, um was zu machen. Auf der anderen Seite kommt das daher, dass der DON CABALLERO-Saenger nach einem Konzert mal von der Buehne kam und eine Bierflasche aufgemacht haben wollte, und man ihm das Feuerzeug gab und er meinte, er kann das nicht und das zurueckgegeben hatte, und dann hat das ein Typ aufgemacht, und dann meinte er: „Ah, the european trick.“.

Nee, das spielt natuerlich auch eine Rolle, dass da die Moeglichkeiten ein bisschen begrenzter sind. Wobei mittlerweile ist der Underground ja auch total professionalisiert und man hat damit ganz andere Moeglichkeiten, als vor zehn Jahren. Jetzt gibt`s ja hier mit Festivals, und da gibt es ja eine ganz eigene Kultur. Punk ist das grosse Ding gewesen, Grunge das grosse Ding, damit kann man mittlerweile ja auch Geld verdienen. Wenn man das wollte.

Wobei es in Deutschland letztendlich nur ein eigenes Profil im Bezug auf die Elektronikgeschichte gibt, die in ihrer Tradition bis auf die spaeten 60er zurueckzufuehren ist, und was ich bei meinem letzten Besuch in Amerika wieder feststellen musste, da auch wahrgenommen und gehoert wird, waehrend die Urheberrechte fuer Rock`n`Roll nach wie vor auf der anderen Seite des Atlantiks liegen.

Alex: Auf jeden Fall, das ist ganz wichtig dabei. Oder Schweden mittlerweile, Skandinavien.

Naja, die beziehen sich ja in der Regel als reine Kopiisten auf amerikanische oder australische Vorbilder.

Alex: Das stimmt auf jeden Fall. Aber mir geht es ja gar nicht so sehr um die Ideen; mir geht es im Moment um den Geldfaktor, womit man Geld machen kann. Und wenn man da halt gut kopiert, gibt es ja auch hier in Europa mittlerweile, mit TURBONEGRO oder so, ohne das ich die jetzt in die Pfanne hauen will. Schweinerockende Band, echt cool, die haben es ja schon verstanden, damit auch Geld zu verdienen, zumindest eine Zeit lang. Noe, das hat bei uns halt so angefangen und wie bei allen halt, man bucht Konzerte selbst.

Das lief ja eigentlich immer super. Man konnte da viel machen und da haben sich dann auch die ganzen Beziehungen herausgebildet, die auch nett waren. Wir kamen nie in die Versuchung, das irgendwo mal, von aussen her jemand gesagt haette, lass` uns das mal professioneller machen, sondern wir konnten und mussten das auch immer selbst in die Hand nehmen. Klar hat man mal zu etwas Groesserem ein Tape hingeschickt, aber da kam ja eh nie etwas zurueck. So, und das hat man dann irgendwann bleiben lassen, weil man das nicht als realistisch angesehen hat.

Gut, und dann wird man halt auch aelter und reflektiert so, und kriegt ja auch aus Bekanntenkreisen was von der Major-Schiene mit, was die Vorteile und Nachteile sind und denkt dann darueber auch ein bisschen nach, und man entwickelt dann ja auch so ein eigenes Arbeitsmodell und das ist bei uns halt, so wie wir Lust haben. Und ich haette keine Lust, Interviews geben zu muessen, wenn ich das nicht will, fuer Magazine, die mich ueberhaupt nicht interessieren. Oder fuers Fernsehen da dann so`n Zielgruppenhampelmann zu machen.

Das wuerde auch nicht funktionieren, das wuerde nicht passen. Wir sind halt so, wie wir sind, und dann gehen wir halt auch so ab. Das kann sein, dass das in einem Rahmen mal ganz gut passt, das kann sein, dass es sich in einem Rahmen ziemlich daneben benimmt, und ich glaube, wenn das so eine Professionalitaet erreichen wuerde, im Sinne auf Geld bezogen, dass man das auch machen muesste, und ich muesste halt jeden Abend so abgehen, weil das von mir erwartet wird, da haette ich keinen Bock drauf.

Dann waere die Geschichte wohl auch nach einem halben Jahr zu Ende.

Alex: Genau, und das ist bei uns allen so. Klar gab es da mal Diskussionen, der eine sagte, wir muessen mehr machen und ein bisschen mehr Geld und so, aber das regelt sich dann ueber Angebot und Nachfrage. (lacht) Dann kommen halt die Bedingungen, so wie sie sind, und die sind halt einfach undergroundig und, ja, wir schlucken sie gerne so.

Wir nehmen gerne auch mehr Geld, aber es ist auch nicht so wenig Geld, dass wir sagen, nee, kein Bock mehr drauf, das traegt sich ueberhaupt nicht mehr oder so. Im Gegenteil, wir schwimmen ueberhaupt nicht im Geld, aber es funktioniert halt immer irgendwie; der Spass ist erhalten geblieben und so wird das auch weitergehen.

Hat Euer Wohnzimmer-Dasein, wie Ihr das auf Eurer Website umschreibt, eventuell sogar Euer zehnjaehriges Ueberleben moeglich gemacht?

Alex: Ja, auf jeden Fall. Das ist genau das Ding. Es gab halt keine Situation, wo wir drei Monate auf Tour gehen mussten, weil irgendetwas promotet werden musste, oder irgendwer da irgendwie Erwartungen hatte. Wir konnten das immer so machen, wie wir das wollten, wenn es dann eben geklappt hat, und das ist eben so die Einschraenkung dabei.

Da haette immer ein bisschen mehr gehen koennen, aber solange man immer das Gefuehl hat, es koennte ein bisschen mehr gehen, hat man halt Lust darauf. Ich stell` es mir grausam vor, wenn ich das Gefuehl haette, es muesste ein bisschen weniger sein. Das scheint eben der Rahmen zu sein bei uns. Und ich glaube wirklich, dass es deswegen nur so funktioniert hat. Also ich kenne kaum Bands aus unserem Umfeld, die es so lange geschafft haben.

Was ich an Euch witzig finde, ist, dass Ihr oft mit dem 90er Chicago-Rock/Postrock, Noiserock verglichen worden seid, im Gegensatz zu jenen Herrschaften, die sich danach dann in Post- und Postpost- bis hin zu Artyfarty-Kram heute weiterentwickelt, oder meinetwegen auch zurueckentwickelt haben, wer mag das schon genau beurteilen, Ihr ja eigentlich eine ziemlich konservative Sturkoepfigkeit an den Tag gelegt habt, was Eure eigene Musik angeht.

Alex: Ja, ja, das ist vielleicht, „artyfarty“ ist ein gutes Stichwort. Das wollten wir nie sein. Wir haben ja mal vorher angefangen, als wir noch zwei Gitarristen hatten, mit der ersten Platte, da war das Ganze schon auch so, sage ich mal, acht Minuten-Songs waren dabei, so die SONIC YOUTH-Ecke. SONIC YOUTH ist eine meiner absoluten Ueberbands, nur ich wuerde nie so`n Sound spielen wollen.

Das waere fuer mich auf der Buehne zu wenig Rock. Also, ich glaube, vor allem der Saenger und ich stehen mit einem Bein ganz fest im Punkrock. Das ist halt dieses Elixier, dieser Drive, das muss kicken. Klar, wir haben auch mal versucht, was Langsameres zu machen, das hat sich so ergeben, aber das fliegt ganz schnell wieder raus, weil, damit tun wir uns verdammt schwer.

Wertkonservativ.

Alex: Ja, genau, und dadurch entsteht ja auch „emphasis on traditional values“. Das haben wir ja nicht umsonst genommen. Der „Craving“, oder wie immer man das bezeichnen will, der muss schon irgendwie bleiben. Und das wird immer dieses „Wertkonservative“ oder die „Gaskombinente“, ich weiss nicht, wie man das beschreiben soll, aber das wird immer bleiben. Deswegen auch gerne mit Motoren oder Tachometern auf den Platten. Vielleicht ist es dieses Spoilerding. (lacht) Es muss gross sein und glaenzen.

Alex, danke fuer Deine Zeit. Wir sehen uns beim TRUST-Festival und Eurem Auftritt im Juni in Bremen.

***

Interview: Tom Dreyer

Diskographie:

CRAVING s/t („94/selbst veroeffentlicht)
CRAVING „Tilt Driver“-7″ („96/auf der Revolution Inside #23 Antifa-Compilation)
CRAVING „Versus All“-CD („96/blunoise)
CRAVING „Poor Ray“-7″ („96/Revolution Inside #26)
CRAVING „Alfa Laval“-track („97/auf der LP-Comp. Revolution Inside #33)
CRAVING Split-7“ mit WOODHEAD („98/Revolution Inside-Short Egg-Gemeinschaftsproduktion)
CRAVING „Emphasis On Traditional Values“-10″ („98/blunoise-Revolution Inside-Gemeinschaftsproduktion)
CRAVING „Want“-track („99/auf der LP-Compilation „Squeal Of Blurr #2“)
CRAVING „Electric“-track („99/auf der franzoesischen „Fat Butt Without Love #3“-Compilation-CD)
CRAVING „The European Trick“-LP/CD („99/blunoise)
CRAVING „Comparable? Traces!“-7″ („00/Scenepolice)
CRAVING „Eye Of The Tiger “ (STEAKKNIFE)/“Born To Be Wild“ (CRAVING)-Split-7″ („01/Greed Records)
CRAVING „Fans Will Shit Their Pants“-DLP/CD („03/Scenepolice)

 

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