März 17th, 2007

BLURR FANZINE (#111, 06-2005)

Posted in interview by andreas

Interview mit Carsten Johannisbauer über das Blurr Fanzine, die Brause in Duesselforf und auch über den Oiro

Carsten Johannisbauer (Anm: nein, nicht Johannisbeere, wie mir die Rechtschreibehilfe anzeigt) aus Düsseldorf gibt seit mehr als 10 Jahren das Blurr Fanzine (oder wie es jetzt heisst, das Blurr Mag) heraus, ist Aktivist in dem Kunstverein Metzgerei Schnitzel, in der unkommerziellen Undergoundfilmgruppe Cellulid Suckers, spielt bei der Band Oiro und hat jahrelang in der Konzertgruppe des Geschwister-Scholl-Hauses in Neuss Konzerte veranstaltet. Dort habe ich Carsten 1997 das erste Mal bei dem ausverkauften Shades Apart-Konzert getroffen, in das ich aber dann noch rein konnte, weil ich zu der Zeit das Blurr in Leverkusen verkauft hatte.

Carsten wollte ich schon immer mal interviewen und dabei versuchen, über den normalen Interview-Rahmen – wie laufen deine Projekt etc – hinaus zu fragen, wie sich Carsten über die Jahre so verändert hat durch seine Erfahrungen und wie vielleicht ja auch nicht. Ob`s geklappt hat, weiss ich nicht und ja ja, live Interviews sind immer besser, aber die Zugverbindung von Leverkusen nach Düsseldorf ist einfach wirklich und sowieso die Kälte und ich habe gar keine Batterien für ein Diktiergerät, was ich gar nicht besitze uswusf.

Am Ende will ich noch unbedingt loswerden, dass ohne das Lied „Cliff“ von den Marshes auf dem ersten Blurr LP-Sampler meine Schulzeit um einiges ärmer gewesen wäre. Wirklich eines der aller schönsten melancholisch-powerenden Lieder, die ich kenne (trotz des traurigen Songthemas Vergewaltigungserfahrung), dass mich jedesmal komplett umhaut. Leonard Cohen`s „Suzanne“ und Neil Young`s Decade-Platte hören sich im direkten Vergleich wirklich wie Karnevalssongs an. Echt jetzt.

***

Lieber Carsten, wie sieht so ein normaler Tagesablauf bei dir aus ?

Carsten: E-Mail Interviews beantworten und mich an Brücken ketten, um auf Missstände der Welt aufmerksam zu machen. Ich bin mit meinen politischen äusserungen ebenso radikal wie Roland Emmerich, der genau wie ich den Klimaschutz für sich entdeckt hat! Die Beantwortung dieses Interviews wird durch die plötzlich drohende Eiszeit nichtig. Aber ich werde mir Mühe geben dich zu frieden zu stellen. Nun sitze ich hier und schreibe, schreib auf, ohne Gegenwehr von dir. Einfach ist das und Spass macht es nicht wirklich. Alle Dinge, die ich mache und wo ich mitmache gehen in erster Linie um Kommunikation, das heisst gemeinsam etwas machen. Es bringt mir nichts zu wissen wie toll ich Sachen machen kann. Es geht darum mit vielen Leuten auf neue Ideen zu kommen und diese gemeinsam zu realisieren und auch selber mal einen Schritt zurück treten zu müssen. Somit fällt mir die Auseinandersetzung per Mail recht schwer.

Ich frage mich, was interessiert die Leute, die diesen Artikel lesen, wie ein Tagesablauf von mir aussieht. Ich hab die Interviews gelesen, die du mit Revelation usw. gemacht hast und empfinde kein wirkliches Interesse an den Antworten.  (Anmerkung von mir per Email: höre ich da Kritik? Frechheit  Ich persönlich finde es interessanter, zu wissen, was die Leute so im Alltag machen, wie sie leben und so, statt wirklich immer das gleiche musikbezogene zu fragen  la „wie war eure letzte Tour/Platte/Trennung und anschliessende Reunion. Aber das Nachfragen geht wahrscheinlich besser „live. Anmerkung von Carsten per Email: Die äusserung zum Tagesablauf bezieht sich auf e-mail Interviews. Wenn wir uns gegenüber sitzen, kann auch was spontanes, interessantes entstehen, etwas was mehr ist als mein ge/beschriebener Tagesablauf. Es geht um mehr, als was ich mache, da kommen wir bei dieser Art Interview leider nicht hin.)

Somit kommen wir zu Fanzines, dem Trust, Blurr usw., worum geht es da heute? Erst einmal ermöglicht es vielen jungen Leuten, die vielleicht nicht in einer Grossstadt wohnen, ihre Meinung anderen mitzuteilen. Aber warum werden den immer gleichen Bands, die immer gleichen Fragen gestellt? Ist das interessant, was haben uns diese Leute zu sagen? Nichts! Meistens. Gerade bei Bands habe ich beobachtet das hinter guter Musik fast nie ein aufgeweckter Typ steckt. Somit ist das Blurr dazu übergegangen fast keine Bands mehr zu befragen, sondern sich ein Thema pro Heft zu suchen (wie z.b. Punk, Alter, Liebe, Hobby), um Leute zu diesen Themen explizit zu befragen. Der Typ mit der längsten Carrerabahn der Welt, der seine Frau durch sein zeitaufwendiges Hobby verloren hat, ebenso sein Haus wegen den enormen Kosten seines Hobbys, hat einfach interessanteres zu erzählen als irgendein Punkmusiker. Es ist das Leben was zählt Mit dem Blurr haben uns ja schon immer skurrile Leute mehr interessiert, ob es nun Ralf Richter, die Sinchron Stimme von Homer Simpson, oder Sigfried und Roy waren.

Das Blurr wie es heute ist, in Buchform, Farbe, mit Thema und nur 1-2 jährlich erscheinend hat sich so entwickelt und macht für uns Sinn. Es macht einfach mehr Spass, auch auf einen Grossteil der Reviews zu verzichten. Wer will die meisten Bands heute noch hören? Die Projekte, die ich mache, binden mich an keinen routinemässigen Tagesablauf. Also, wenn ich nicht gerade dieses Interview beantworten würde, würde ich in der Sonne liegen. Natürlich gibt es auch Dinge, die erledigt werden müssen, aber solange man es schafft, seinen Lebensstandard kostengünstig niedrig zu halten, muss man auch wenig Kompromisse, Abhängigkeiten eingehen. Für mich ist es wichtiger, knutschend im Gras zu liegen als nächtelang an Fanzines rum zubasteln. Aber man kann ja auch Sachen verbinden.

Ich habe im Internet, als ich deine Email -Adresse suchte, gesehen, dass du auch Dozent für Medienpädagogik an der FH Düsseldorf bist – ist ja cool, du hast doch auch so etwas ähnliches studiert oder?

Carsten: Ich bin seit vier Jahren an der FH und unterrichte Grafikdesign im Bereich Medienpädagogik mit 8 Wochenstunden. Das bringt Geld, nimmt wenig Zeit in Anspruch und macht Spass. Ich war immer gern an der Uni und bin es immer noch, da es Schule in unbeschwert ist. Man kann da super auf der Mauer sitzen und Bier trinken.

Ich weiss aus älteren Blurrs, das für dich der Hauptgrund, das Label Blurr Records zu machen, die Leverkusener Band Quest for Rescue war – existieren die eigentlich noch? Erzähl doch mal eine Anekdote über deine Erlebnisse mit der Band. Mir fällt dazu ein, dass ich die 1993 im Bunker gesehen habe, da hatten die noch “ We`re only gonna die “ von Bad Religion gecovert – naja, ich hatte mich schon den ganzen Tag auf das Konzert gefreut, und gegen frühen Abend wollte ich kurz in das Arbeitszimmer von meinem Vater, um mir ein paar Eddings zu holen, damit ich meine Jeans noch schön punkig mit Nofx und Bad Religion-Logos fuer das Konzert beschriften kann (ich war damals 15). Dazu sollte es aber nicht kommen, weil ich bei dem Eintritt in das Zimmer so hinundhergewippt bin, dass ich gegen den oberen Tuerrahmen gestossen und blutend mit Kopfwunde in das Zimmer von meinem Vater gefallen bin, der dann auch recht aufgeregt war – direkt ins Krankenhaus, Wunde genaeht und selbstverstaendlich dann noch zum Konzert. Genau als Quest for Rescue dann das Bad Religion Stueck gespielt haben, fiel mir auf, dass ich ziemlich stark schwitze und es stellte sich heraus, dass sich während des Tanzens die Naht wieder geloest hatte. äh ja, dass verbinde ich mit der Band, Blut und Bad Religion :).

Carsten: Das ist ne gute Geschichte. Quest for Rescue war die erste Single auf Blurr Rec. und somit auch der Grund, das Label zu machen. Der bekannte Grund, Freunde machen Musik und ich bringe die raus, helfe denen beim pressen, Promo, Touren. Das hat am Anfang viel Spass gemacht. Nachher hat man sich teilweise mit den Bands etwas auseinandergelebt. Du kennst das bestimmt, in einer Band spielen durchschnittlich 5 Leute, da ist es schwer, mit allen auf einer Welle zu reiten.

Für manche ist Punk oder ne Band halt eine Jugendphase, die hört dann irgendwann auf, wegen Jobs, Studium, Freundin. Am Anfang ist die Band ein super Spass und man hat Erfolg (man tourt, ein paar Leute kommen auf die Konzerte), alles ist neu. Irgendwann wachsen bei Bands die Ansprüche, wir wollen in grösseren Läden spielen, höhere Festgagen usw.! Das lässt sich nicht immer vereinbaren. Blurr Records gibt es nicht mehr. Mitlerweile bin ich auch der Meinung das Labelarbeit das unangenehmste, unkreativste ist was es gibt.

Es nervt. 2005 gibt es für Blurr Rec. auch nicht mehr die interessanten Bands die wir gerne rausbringen würden. Quest For Rescue gibt es noch, ich habe sie vor ca. 1 Jahr live gesehen und fand es super. Sie haben leider nur ca. 8 Songs in den letzten 5 Jahren geschrieben. Aber da kommt bestimmt nochmal ne Platte. Achim, der Bassist, hat jetzt auch etwas mehr Zeit, da sich Bratseth aufgelöst haben. Mit Quest hatte ich ne super Zeit, das waren so meine ersten Touren nach Intricate, wir hatten immer viel Spass und haben ordentlich gefeiert.

Du hattest doch sogar mal überlegt, 1995 die Leverkusener Punkkneipe Blue zu übernehmen, wahrscheinlich wegen den Quest-for-Rescue-Releasepartys dort oder ?

Carsten: Wir wollten zu zweit das Blue übernehmen, aber jetzt bin ich froh das wir das damals nicht gemacht haben, ansonsten wär ich jetzt Alki, der beste Kunde. Der Laden war super damals, dunkel, punkig, durchgeknallt. Aber es gab da einen bescheuerten Pachtvertrag, mit Brauerrei Knebel-Vertrag, da war nichts zu machen. Wir haben dem Besitzer vielleicht eine Scheisse erzählt, von jungem Gymnasisten Cafe mit anspruchsvoller Musik und lustigen Snacks und tollen Mottoparties.

Jedesmal wenn wir von den Besprechungen kamen haben wir uns totgelacht und am Ende dann doch abgesagt. Wahnsinn war die Quest For Rescue Release Party im Blue. Nur nackte Oberkörper, Bierschlacht, Diven, Schweiss, ein nichtendenwollendes Konzert, nur glückliche Gesichter. Wahnsinn, immer noch das beste Konzert/Party was ich je gesehen habe. Da standen wirklich fremde Leute Arm in Arm und haben sich Bier übern Kopf geschüttet.

Jetzt hast du ja ne Kneipe direkt in Duesseldorf – erzaehl doch mal was ueber die Brause und was ihr da so macht. Auf der Homepage von eurem Kunstverein Metzgerei Schnitzel sieht das ja wie eine alte Tankstelle aus?

Carsten: Es ist ein Kunstverein, Metzgerei Schnitzel, der nicht mir gehört, sondern wo wir mit ca. 80 Mitgliedern Gegenkultur machen! (www.metzgereischnitzel.de) Das Ladenlokal heisst Brause und gehört zu einer wunderschönen alten Tankstelle aus den fünfziger Jahren. Grosse Glasfront, sehr schön. Wir haben 3 mal die Woche auf und dort finden Ausstellungen, Lesungen, Akustik Konzerte (u.a. Weakerthans, Knarf Rellöm, Kante, Bernadette La Hengst uvm.), Themenabende usw. statt.

Das machen wir jetzt seit 3 1/2 Jahren und der Laden finanziert sich durch einen Mitgliedsbeitrag von 60,- Euro im Jahr. Dadurch sind die Bierpreise sehr günstig. Schön ist auch das der Laden von so vielen Leuten gemacht wird. Somit ist immer was anderes los, immer andere Leute hinter den Plattenspielern oder Theke. An einem Abend legt jemand Electro auf, am nächsten Tag Punk, dann spontan ne Lesung, dann gibt es Mercedesstern Weitwurf. Einmal im Jahr gibt es noch ein Strassenfest. Die Brause macht wirklich Spass, da passiert was, also wer mal nach Düsseldorf kommt, unbedingt mal vorbei kommen, öffnungszeiten auf der Homepage.

Hängt deine Filmgruppe, die Celloloid Suckers, mit den Leuten von der Brause zusammen? Hast du eigentlich einen Lieblingsfilm, ich liebe ja Nackte Kanone 1?

Carsten: Die Brause wurde von den vier Celluloid Suckers gegründet. Das Ziel war nicht, das wir noch etwas veranstalteten, da wir für uns schon genug machen, sondern Freuden, Gleichgesinnten, einen Raum, ein Wohnzimmer zur Verfügung stellen damit alle unkonventionell, unbürokratisch etwas auf die Beine stellen können. Das klappt auch super, jeder der nen Abend macht kriegt direkt nen Schlüssel ist selber verantwortlich. Die Celluloid Suckers sind gegründet worden, damit wir unsere Lieblingsfilme im Kino zeigen können. Somit haben wir damals mit einer Simpsons Nacht angefangen, wo die Jet Bumpers live gespielt haben.

Wir haben zum Glück die zwei schönsten Düsseldorfer Programmkinos aus den Sechzigern zur Verfügung. Die Filmnächte sind mehr als Kino, eher Treffpunkt mit Unterhaltunsprogramm. Das hat sich ein wenig erledigt da die Brause ja seit drei Jahren den Treffpunkt ersetzt. Im letzten Jahr haben wir eher Shows mit den Celluloid Suckers gemacht. Z.B. eine Quizshow Nacht, der Goldene Goldfisch, Hamburger-Rocker Nacht! Mittlerweile haben wir ja auch alle unsere Lieblingsfilme gezeigt, wie Breakfirst Club, Vorstadtkrokodile, Nordsee ist Mordsee. Mein absoluter Lieblingsfilm ist Breakfirst Club, 124 Mal gesehen. Allerdings jetzt schon 2 Jahre nicht mehr und noch nie auf Englisch.

Deine Band Oiro scheint ja erfolgreich zu laufen, sogar im Gebäude 9 in Köln als Vorband für die Boxhamsters habt ihr gespielt – war das mehr so als einmaliges Funprojekt oder schon als richtige Band angedacht? Du meintest mal in einem Ox Interview, dass der Grundgedanke bei der Oiro Bandgründung der Einfluss von der Band Intricate gewesen waere; kannst du das vielleicht noch mal kurz erklären? Wieviel Konzerte spielt ihr und wann macht ihr das mal Hammerhead nach und mietet ein Schiff und spielt auf dem Rhein a la Sex Pistols ?

Carsten: Den Arschlöchern von Hammerhead machen wir nichts nach. Dazu langweilen wir uns nicht genug. Wir können ja nicht die ganze Zeit Gewichte stemmen und Bilder von nackten Schwänzen aus Zeitungen ausschneiden. Ich dache immer alle Ringer tragen Trikots aber sie tragen doch Sachen wie jeder andere. Wir saufen gerne im Kollektiv und nicht alleine. Ich kann mich an das Ox Interview nicht mehr erinnern.

Aber mit Intricate, ebenso Hammerhead, das hat sich früher eine Zeit lang überschnitten, waren mein Einstieg in die Punk-Bandgeschichte. Auf Tour gehen, Konzerte machen, mal nen Song mitsingen, viel Spass haben, saufen, feiern und nette Leute kennen lernen. Das war für uns damals alle neu und aufregend. Bei Intricate oder Hammerhead Konzerte ging es damals unglaublich ab, alle schwitzten, lasen Zap und meinten teilweise noch das Straight Edge eine gute Idee sei. Die Band Oiro ist ein Spassprojekt, was jede Band seien sollte. Wie soll man so was ernst nehmen. Wie sollen sich Hammerhead ernst nehmen. Wäre doch schlimm. Das heisst nicht, das einem die Band nichts bedeuten darf, aber man sollte bloss keine falschen Ambitionen an den Tag legen. Man braucht keine Einladungen von grossen Bands zu folgen um einmal zu erleben wie es ist vor 2000 Leuten zu spielen.

Das drumherum ist immer scheisse. Wir sind alle Mitte 30 und wissen das ganz genau. Oiro ist ebenso wie Blurr, Metzgerei Schnitzel usw. eine Art unser Anliegen nach aussen zu tragen. Zu dem Boxhamsters Konzert in Köln : Wir spielen oft mit befreundeten Bands wie Oma Hans oder auch Boxhamsters, was immer sehr nett ist. Dennoch waren bis jetzt, wir haben ca. 40 Konzerte gespielt, die Shows wo wir nicht als Vorband angesehen wurden, am besten. In kleinen Läden vor ca. 100 Leute, grossartig. Da passen wir am besten hin. Da sind alle Band und alle Publikum. Oiro nehmen im April ne Lp auf und wir gehen im Juni 10 Tage auf Tour, Süddeutschland, österreich und Italien, alte Freunde besuchen.

Denkst du, eine neu-Auflage von einem Fanzinetreffen könnte wieder für mehr Unity Gefühl, für ein stärkeres Zusammenhalten der verschiedenen Szenen a la Rock`n`Roll, Grind etc – sorgen oder ist da auf lange Sicht nichts zu machen ?

Carsten: Das Blurr Fanzinetreffen fand zweimal statt und dabei wir es auch bleiben. Du merkst doch, das wir immer noch Sachen machen und zwar solche, die heute zu uns passen. Ein Fanzinetreffen 2005 ist einfach nichts was mich interessiert. Es gibt für mich auch keine aktuelle Szene, die von Bedeutung wäre. Die Fanzines, zu denen ich Kontakt habe, wie das tolle Drachenmädchen, mit denen machen wir auch Sachen zusammen.

Das Drachmädchen hat z.B. vor 2 Wochen ne Lesung und Party im Metzgerei Schnitzel in Düsseldorf gemacht. Die haben uns eingeladen im April oder Mai sowas mit dem Blurr in Münster zu organisieren. Das war ein super Abend, tolle Geschichten, gute Drinks und feine Musik. Ansonsten ist Endless Grind ja sowas wie ein Treffen mit Gleichgesinnten. Ob jetzt Old School Skate oder Fanziner, scheiss drauf.

Verrätst du uns das Motto der nächsten Blurr – Ausgabe?

Carsten: Im März wird es wohl endlich draussen sein! Blurr # 26 Allter 2005 , hört sich traurig an, ist aber wie gewohnt blurrig. U.A. Peter Behrens von Trio, Flammend`Herz ein Dokumentarfilm über drei der ältesten tätowierten Menschen und ihre Freundschaft. No Means No, Mr. Palminger von Studio Braun, Stoked Film über Gator, der älteste Mann der Welt im fast Interview, also wieder mal nur Superlativen. Dazu super Fotos und Grafik-Arbeiten, im gewohnten Buchformat.

Wird sich Minor Threat bis zum 31.12.2004 wieder zusammentun, wie ich mit Dolf um eine Kiste Jever gewettet habe?

Carsten: Haben sie wohl nicht gemacht, Dolf soll Bescheid sagen, dann trinke ich die Kiste mit ihm. Warum sollten 2005 Minor Threat noch mal spielen. So ein Quatsch. 1, 2, 3, 4, loslassen !

Veranstaltet ihr noch die Endless Grind-Skate-Party in Bremen? Warum eigentlich in Bremen ?

Carsten: Zum 9`ten Mal findet dieses Jahr am Sa. 25.06.2005 der Endless Grind Old School Skateboard Contest in Bremen, Schlachthof statt. Es gibt wieder ne Band am Pool, Street, Hochsprung und Poolcontest. Alte Bretter, alte Klamotten sind Pflicht. Alles outdoor, da immer die Sonne scheint, viel Bier, viel Spass. Es geht nichts ums gewinnen, sondern nur ums lachen.

Hast du irgendwelche Gruesse an die Trust-Leser ?

Carsten: „Schönen Gruss von Oma Hans“.

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Interview : Jan Röhlk

Links (2015):
Wikipedia
Blurr Fanzine
Oiro Homepage
Oiro Discogs

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