März 15th, 2017

01. MAI 87 (#83, 08-2000)

Posted in interview by Jan

Es ist nicht wirklich einfach eine Punkrock Band zu interviewen wenn es diese, wie ihr Bandname verrät, schon seit dem 1. Mai 1987 gibt. Die Sache wird auch nicht einfacher durch den Umstand, daß sich die Band auf ihrer Abschiedstour befand. Da sollte man sich Fragen wie „Wie habt Ihr Euch gefunden?“, „Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?“ oder „Wie schreibt denn Ihr Eure Songs?“ tunlichst verkneifen, das bugsiert einen weit ins Aus. Also drehen wir heute den Spieß um und reden nicht über die Anfänge einer Band oder ihren momentanen Zustand, sondern machen einen kleinen Abgesang und lassen sie einmal zu-rückblicken. Der Rückblick fand vor dem Konzert im Tryptichon in Münster am 21. April statt : mit dabei waren Andre (A), Doc (D) und Stephan (S).

… wie ist die Tour bisher verlaufen ?

André (A): Bei dem was wir bisher gemacht haben, was meist in der Woche war, waren immer so um die 100 Leute da und am Wochen-ende etwa 300-400. Einfach abrocken…

Doc (D): Wir können stolz behaupten, daß eines der besten Konzerte das wir je gespielt haben, jetzt auf dem ersten Tourabschnitt in Mannheim gespielt haben. Das dürfte so in den Top 10 der letzten 13 Jahre gelegen haben. Ansonsten hat alles gehüpft und getobt und Party gemacht und wir haben sehr viel Spaß mit den PSYCHO GAMBOLAS gehabt. Der erste Tourabschnitt war sehr stressfrei und wir hatten ‘ne Menge Spaß.

… ich schätze, daß ihr diese Frage jetzt schon fünfzig mal gestellt bekommen habt, aber warum – wenn das alles bis jetzt so gut klingt- ist jetzt nach 13 Jahren Schluß? Ende der Revolution, des Punk, des Spaß?

D: … nee, wir sind Rheinländer, wir haben immer Spasss.

A: Das war das wichtigste Vorneweg. Nein, aber einfach dieses Ding, wenn ich auf Konzerte gehe, z.B. mal bei Motörhead, dann freue ich mich immer, wenn z.B. Ace of Spades läuft. Dann hälste’ den Finger in die Luft und freust Dich. Die haben dann einen fetten Sound und schöne Lichtanlage, so daß das alles druckvoll ‘rüberkommt. Aber die Typen selber stehen total gelangweilt auf der Bühne und spielen ihr Zeug runter. Wir haben halt vor 13 Jahren angefangen Musik zu machen, mit Finger in der Luft und so weiter und spielen halt teilweise immer noch diese Sachen, weil … ähm, nur neue Sachen spielen wäre halt nicht 1. Mai ‘87.

Man fängt hält an die Stücke mit richtig Spaß in den Backen und Wut im Bauch zu spielen aber wenn man das dann 500 mal spielt und sich dann anhört, kann das schnell gelangweilt klingen. Deshalb haben wir gesagt, daß bevor diese Abnutzungserscheinungen so durchschlagen, hören wir halt lieber auf. Wir sind halt gerade an diesem Punkt wo wir uns sagen, daß wir aufpassen müssen, da es uns bei diesem und jenem Stück auffällt, daß es nicht mehr so richtig Spaß macht. Deshalb haben wir für uns gesagt, daß wir damit aufhören und von vorne anfangen. Wir werfen die alten Sachen ‘raus und fangen dann frisch noch mal von vorne an.

D: Eine andere Sache ist, daß wir natürlich gespannt sind, was dann kommt. Es soll zwar mit uns Vieren weitergehen, aber halt … irgendwie neu und … irgendwie anders.

Stephan (S): Und die 1.Mai Sache ist weitest-gehend auch irgendwie „ausgelutscht“, denke ich. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, sondern das hängt in erster Linie direkt mit dem Namen an sich zusammen. Nach 13 Jahren ist der Name sehr bekannt, auch wenn das jetzt übertrieben klingen sollte, und jeder hat seine spezielle Vorstellung die er mit diesem Namen verbindet. Das hat sich über 13 Jahre hin ent-wickelt und manche verbinden vielleicht noch Assoziationen mit dem Namen, die so nicht mehr stimmen. Das mag vor Jahren vielleicht noch gestimmt haben aber wir haben uns auch entwickelt und zu weit zurückliegenden Sachen einen gewissen Abstand gewonnen.

Es ist so, daß wir nicht mehr dem Bild entsprechen, das viele noch von 1. Mai ‘87 haben. Dieses Bild und Muster, in das wir uns dann theoretisch pressen lasen müßten, ist etwas dem wir nicht mehr entsprechen und worauf wir so auch nicht mehr die Lust haben. Deswegen haben wir uns ganz bewußt dazu entschieden mit einer relativ großen Tour noch einmal alles zu machen worauf wir Lust. Das gesamte Programm be-steht nur aus Lieder die wir spielen wollen; es gibt Lieder, die wir nicht spielen und das ma-chen wir gerade deshalb, weil wir keine Lust mehr darauf haben … abgesehen davon, daß wir viele gar nicht mehr spielen können …; es war halt ’ne tolle Zeit, wir haben viel Spaß gehabt, sehr viel erlebt und das, womit wir den meisten Spaß hatten, wollen wir noch einmal umsetzen. So haben wir z.B. auch Läden gebucht auf die wir Lust hatten, das hat zwar nicht immer unbedingt geklappt, aber es läuft so ganz gut.

… was ist denn dieses „Muster“ von dem Du gerade geredet hast? Was habt ihr hinter Euch gelassen; womit wollt ihr nicht mehr identifiziert oder abgestempelt werden?

S: Naja, das ist diese Richtung „Stellt die Nazis an die Wand“. Wir haben halt in den 80er Jah-ren angefangen und sind dadurch stark beein-flußt.

A: Wir sind halt schon länger dabei und im Alter zwischen 16 und 30 Jahren machst Du halt eine Höllenentwicklung durch. Das passiert immer und wird später auch noch vorkommen, daß sich z.B. in 7 Jahren sehr viel ändert und Du dann später zurückguckst und sagst: „Ja, das hab’ ich gemacht. Das war allerdings vor langer Zeit, im Background meiner Jugend und damaligen Erfahrung.“ Tja, aber es ist halt eine Menge mehr Erfahrung dazu gekommen und Du siehst die Sachen heute halt etwas gelockerter und politisch nicht mehr so extrem. Man versucht halt mehr eine Reale in die Sachen miteinzubringen und es bleibt dann nicht mehr bei diesem platten Phrasengedresche.

D: Wir wollen das einfach so für uns stehen lassen. Das war halt eine Phase die wir hatten, die auch noch andauert …

A: … die wir auch nicht bereuen …

D: … und die uns geprägt hat. Das könnten wir unter unserem jetzigen Bandnamen nicht ma-chen. Die neue Sache die wir machen werden wird anders sein und dann hat das auch einen anderen Namen verdient. So wie es war, oder wie es für diese Tour ja noch ist, so soll es dann auch bleiben. Wir wollen den Namen 1. Mai ‘87 dann nicht weiter führen, weder aus Nostalgie, Prozenten oder wasweißichnichtalles.

… ihr habt ja in den 80ern angefangen, mit dem damaligen Punkrock und seinen gängigen Parolen und Euch inzwischen davon doch abgewendet. Kann man heute Punkrock noch als politisches Sprachrohr benutzen, oder würdet Ihr heute andere Musikrichtungen dafür wählen?

A: … kann man wohl noch, aber sobald Du irgendwie neue Sachen in diesem Punkbereich machst und aus der gängigen Masse heraus-stichst, kommt wieder diese „Schienenspalter“ Sache.

D: Es ist halt so, daß durch diese „Schiene“, diese Musikrichtung, Leute auf Dein Konzert kommen, die auch so wissen was abgeht. Wich-tiger fände ich es daher eher die Leute anzusprechen, die politisch noch etwas unent-schieden sind und bestimmte Tendenzen haben, um diese vielleicht zu „aktivieren“.

S: … das ist gerade der Punkt, den ich für relativ wichtig halte. Wenn ich jetzt so die 13 Jahre zurückschaue, wie es früher war mit Konzerten und Läden in denen wir gespielt haben. Da gab es beispielsweise 1 oder 2 Gruppen, die dort etwas organisiert haben und heute sind es dann 10 Gruppen, die Konzerte machen und sich dann gegenseitig in die Haare bekommen. Da gibt es die X, die Y und Z Fraktion, oder wie sich diese Splittergruppen auch immer bezeichnen mögen, und was die für Probleme haben ist in dem Moment auch eher vollkommen unwichtig. Früher gab es mehr eine homogene Masse, die sich heute weit verteilt hat und da sie sich gegenseitig an die Köpfe bekommen, kriegen sie nichts mehr auf die Beine gestellt. Das ist zwar eine Verallgemeinerung, die wahrscheinlich so nicht stimmt, aber wir haben es halt häufiger erlebt und so wie ich es halt beobachtet habe ist dieses eine Entwicklung die in den letzten 13 Jahren stattgefunden hat.

D: Ja. Nett wäre es, wenn man diese Gruppen mal alle an einen Tisch bekäme, aber das haut nicht hin und schon gar nicht mehr mit 1.Mai ‘87.

S: Morgen im AJZ in Bielefeld klappt es vielleicht, da sich dort alle Fraktionen zusammen getan haben bei der Veranstaltung, aber das hat halt leider Seltenheitswert.

… Punk, oder Punk mit deutschen Texten, war, vor dieser Zersplitterung, eine der wenigen Alternativen zum Mainstream, in der man sich wiederfinden konnte und die ersten Erfahrungen mit dem Leben machen konnte. Wird diese Rolle heute von anderen Musikrichtungen übernommen?

D: Von Punkmusik leider weniger. Ich denke auch Punk hat sich im gröberen Sinne dem Allgemeinen angepaßt und ist eher einfach eine Musikrichtung als mit Aktionen verbunden zu sein. Ich denke es wäre schön eine Musik zu machen, die nicht nur Punks anzieht, aber die trotzdem noch politischen Inhalt hat, der auf dieser Linie liegt. Das ist halt schon noch Ding an dem wir auch dranbleiben wollen.

A: Das hat sich aber auch auf diese ganze Rap-Schiene verlagert, weil diese Sache mit Aggres-sionen ‘rüberbringen und in der Musik auszu-tragen hat sich, für mich, total dahingehend verlagert.

D: Das Erstaunliche ist, man kann da zwar drüber denken wie man will, aber es ist im Moment die einzige Szene die tatsächlich auch ein bißchen, ohne jetzt multikulturell das Ganze hochleben lassen zu wollen, alle Nationen vertritt. Punk ist tatsächlich hierzulande eine weiße, deutsche Sache. Das finde ich schade, denn von den Inhalten her werden ja eigentlich auch andere Gruppen angesprochen, die jedoch tatsächlich nicht dahinkommen.

S: Es gibt tatsächlich eine ziemlich große Nähe zwischen Punk und HipHop, abgesehen davon, daß einige HipHop Musiker früher einmal Punk gemacht haben. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten, auch wenn es jetzt nicht unbedingt meinem Musikgeschmack entspricht, da muß ich voll und ganz zustimmen. Mir ist auf der anderen Seite aufgefallen, jetzt mal am Beispiel Guano Apes festgemacht, weil ich das kürzlich gelesen habe – wie auch immer die ihre Musik betiteln mögen – um ein Beispiel aus der härteren Gitarren-musikrichtung zu geben, daß es laut Interview für sie ein „Schock“ gewesen wäre, daß jemand auf die Bühne stolpert und dabei ein Kabel aus dem Verzerrer reißt. Dabei gibt es, wie wir seit diesem Interview auch nun wissen, diese Band seit immerhin 6 Jahren! Das ist doch reine Routine, da stöpselt man das Kabel halt wieder ein. Passiert bei uns andauernd …

D: … oder da schläft jemand auf der Bühne …

S: … mit dem Kopf auf dem Monitor (großes Gelächter). Wie kann man sich darüber denn aufregen? Das ist für mich alles sehr ver-waschen. Ich will jetzt nicht anfangen den Kommerz zu verfluchen, aber es ist so, daß da sehr viel „ausgetrocknet“ wird. Das macht so auch viele kleine Bands kaputt. Und eine andere Beobachtung von mir ist, daß es in den letzten Jahren auch solche Massen von Veröffentli-chungen gab, daß sich zu einem gewissen Teil die Szene auch selbst zu Grunde gerichtet hat ….

[jetzt Zweifeln die Beteiligten gerade, ob nicht zu viel um den Punkt hinausgeredet wird und der Hinweis, daß man mit Ja/ Nein Fragen dann schon schön mit dem Interview durch wäre; das Ganze wird von einer kurzen Diskussion gefolgt, welche Musikrichtung heute eher politisch ist]

D: … ich denke insgesamt wird in der Musik deutlich weniger Politik gemacht und wenn politische Musik gemacht wird dann auch stark in Extremen um zu demonstrieren, daß man politisch motiviert ist. Das ist dementsprechend halt stark vereinfacht und ich finde, daß die Grautöne dazwischen dem Leben doch schon ganz gut tun. Und ich denke gerade in diesem Zwischenbereich ist genau das, was eine Szene am Leben hält. Nicht, daß dogmatisch auf Themen herumgeritten wird, sondern geguckt wird, was die Anderen zu sagen haben.

A: Ich denke, jetzt in Bezug auf härtere Musik-richtungen, im Punk-/ Hardcorebereich, laufen kaum noch politische Aktionen. Wenn, ist das eher das Aufrechterhalten der alten Sachen.

D: Ja, der politische Teil hier ist dann eher die Politik im alltäglichen Leben, als jetzt der Aufruf zu Demonstrationen etc. Aber halt dieser alltägliche Aspekt gehört auch dazu, und nicht nur dieses dogmatische Herumreiten. Ich glaube nämlich, daß das einige Leute hat vor die Hunde gehen lassen, die vollkommen abge-hoben in ihrem linken soundso-Büro sitzen und denken, daß sie jetzt was großes vollbringen aber in Wirklichkeit am Leben vorbeischlittern.

… ist Eurer Ansicht nach das Punk- und Linkssein, das ja früher vor allem auch beim deutschsprachigen Punk eng verwoben war, inzwischen ins Stocken geraten?

S: Es kommt darauf an, auf was für Leute man trifft, ob das noch mitreißend ist oder nicht. Bei diesen stark dogmatisierenden Menschen ist das nicht der Fall und das ist genau das, was dann die Szene „austrocknet“, indem es sie inaktiviert, und dann zur Zersplitterung führt.

A: Dogmatisiert heißt ja dann, sich in zu engen Schranken zu bewegen. Und Schranken bedeu-ten dann eine solche Ausgrenzung, daß Du dann als Außenstehender einfach nicht mehr da reinkommst. Man sollte sich daher immer Ideen behalten und offen sein. Das ist ein bißchen das ekelhafte an dieser Punkrockgeschichte, da dieses die Szene mit den allerengsten Schranken ist. Dann fällt halt, bildlich gesprochen, eine Schranke und eine weitere Splittergruppe entsteht.

… ist diese Punkrockart dann eine Phase, die man mitmacht und irgendwann auch wieder hinter sich läßt?

D: Nein, so ist das nicht. Die Idee und der Ge-danke ist uns noch sehr nahe. Da wollen wir auch wieder dran anknüpfen mit dem was wir in Zukunft machen, unabhängig von der Musik-richtung. Jedenfalls ist das mehr als eine Phase aus der ich jetzt rausgewachsen bin. Ich möchte jetzt noch einmal diese Grenzen sprengen und schauen, was sonst geht.

… sind dann die politischen Bands, die schon lange dabei sind, die ewig „Unverbesserlichen“?

A: Nein, die sollen alle bloß’ weitermachen, denn es muß diesen Bereich weiterhin geben.

D: Ja. Ich denke, daß auch nicht die Bands an sich wichtig sind, sondern wichtig ist das, was passiert wenn diese irgendwo spielen. Die können ruhig weiterhin „Nazis ‘raus“ oder „Haut den Glatzen ‘was auf die Fresse“ singen, das ist okay. Aber so drumherum, sollte noch mal was anders laufen, so daß auch mal andere Leute noch dazukommen.

… lohnt es sich noch im Safte seiner Jugend eine Band aufzumachen und drauflos zu spielen?

S: Auf jeden Fall. Rückblickend muß ich sagen, daß dieses eine der besten Entscheidungen meines Lebens war!

A: Genau. Welche Richtung Du wählst bleibt Dir ja offen. Aber deine Aggressionen, Emotionen und was auch immer auf dieser Basis ‘rauszulassen ist total klasse, da man so eine Menge transportieren kann.

[irgendwann jetzt geht das von mir ausgeliehene Diktiergerät über den Jordan. Derart verwirrt werden jetzt auch meine Fragen und mein mir zurechtgelegtes Konzept nicht gerade besser. Deshalb jetzt in loser Folge einige wenige Highlights der weiteren Unterhaltung und somit eine Zäsur.]

… was sollte man über die letzte Platte zur Tour wissen?

S: Äh, das es die letzte Platte ist. Und das leider an dieser Platte noch ein kleines Problem hängt, da uns nämlich die Bandkasse gestohlen wurde.

D: Das aber wenigstens aufwendig.

S: Das Problem ist, daß wir die Cd selber finan-zieren – jetzt wollen wir Euch alle zum Kauf anregen – sonst wird das ganz schön böse für uns.

… was sollte man nicht wissen?

D: Das die Bandkasse geklaut worden ist. Und man sollte noch wissen, daß die Platte ein Querschnitt durch unser bisheriges Treiben ist; der erste Teil sind neue Sachen und am Ende befinden sich einige ältere Kamellen – neu aufgemacht und zusammengestrickt. Ist zwar auch 1.Mai ‘87, aber nicht unbedingt Punkrock (Anm.: einige Techno/ Industrial Remixe, d. Tipper).

[… nun hat sich das Diktiergerät endgültig verabschiedet und das Band wird unanhörlich. Deshalb erspare ich dem lieben Leser jetzt auch meine endgültig verwirrten Fragen; das Gesagte kann man meiner Meinung nach so stehen lassen und ich mag nicht weiter einen Text erzwingen, der am Ende gar noch falsch ist und den Beteiligten das Wort im Munde rumdreht’. In diesem Sinne … ]

Interview , Text und Photos : Peter Rupprecht

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